Samstag, 15. Juni 2013

Mad Max 2: The Road Warrior (Unrated) (1981)

http://www.imdb.com/title/tt0082694/

Der Ex-Cop Max Rockatansky (Mel Gibson) streift durch die postapokalyptische Ödnis immer auf der Suche nach der nächsten Tankfüllung. Im Outback trifft er auf den Piloten eines Autogyro (Bruce Spence), der ihn zu einer verschanzten Raffinerie führt. Deren Bewohner werden von motorisierten und mordenden Plünderern belagert, angeführt vom lederbeschlüpferten Humungus (Kjell Nilsson), die es auf den Treibstoff abgesehen haben. Max verschafft sich Zugang zu dem Fort und macht einen Deal mit dem Anführer (Michael Preston) der Siedler: Er besorgt einen Truck, der es ihnen ermöglicht, mitsamt des zu Tage geförderten Treibstoffs tausende Kilometer entfernt an der Küste eine neue Siedlung zu errichten. Im Gegenzug bekommt er so viel Sprit, wie er laden kann. Die Einwohner können den widerwilligen Rockatansky zwar als Fahrer des Tankwagens gewinnen, doch wird die Flucht schnell zu einer mörderischen Treibjagd, als Humungus’ Bande die Verfolgung aufnimmt...

Selten ist so etwas, sehr selten. Das eine Fortsetzung besser ist und auch mehr kann als der Vorgänger. Aber genau so ist es im zweiten Teil der "Mad Max"-Trilogie. "Der Vollstrecker" macht genau das, was ich mir ursprünglich schon in dem nicht weniger schlechten ersten Teil gewünscht hätte: Apocalypse-Feeling pur.

Und damit hat sich der Teil gekonnt von der Ballast des ersten Teils befreit, der ihn zuvor noch zu sehr ausgebremst hatte. Zum Inhalt: Das Ende der Zivilisation steht bevor. Brutale Motorrad-Gangs diktieren das Geschehen. Auf der Suche nach Benzin gelangt Max zu einer heiß umkämpften Raffinerie. Die Leute dort planen den Ausbruch mit einem riesigen Benzintank, den Mad Max steuern soll. Als sich die Tore öffnen, beginnt eine höllische Jagd auf Leben und Tod... mit wesentlich mehr Brutalitäten und auch mehr Action hat diese Fortsetzung genau die richtige Mischung für einen dreckigen, fast dystopischen anmutenden Endzeit-Thriller.

Dabei ist die Story eigentlich recht platt gehalten und auch nicht sonderlich tiefgründig, wie man es beispielsweise bei "The Road" oder "Book Of Eil" hat. Und natürlich hat der Film auch mit starken Logikbrüchen zu kämpfen. Hier gibt es keine Helden mehr. Nur noch Wahnsinige und deren Opfer. Ein schöner pessimistischer Film, der beinahe schon Kultstatus genießt. Für mich ist und bleibt "Mad Max 2: Der Vollstrecker" der beste Teil der Reihe und einer meiner absoluten Lieblingsfilme.

8/10