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Dienstag, 21. Mai 2013

Star Trek VI: The Undiscovered Country - Star Trek VI: Das unentdeckte Land (1991)

http://www.imdb.com/title/tt0102975/

Ist ein Ende des kalten Krieges zwischen der Föderation und den Klingonen in Sicht? Die Explosion des Mondes Praxis, und damit der wichtigsten Quelle an Energiereserven, zwingt die Klingonen an den Verhandlungstisch. Doch eine Verständigung zwischen den beiden Erzfeinden findet auf beiden Seiten nicht nur Befürworter. Ein klingonischer Kreuzer soll den hohen Kanzler Gorkon (David Warner) zur Erde bringen, damit dieser offizielle Friedensverhandlungen aufnehmen kann. Als Eskorte für den ehemaligen Todfeind bietet die Sternenflotte natürlich ihr bestes Schiff auf: Die Enterprise unter dem Kommando von James T. Kirk (William Shatner). Trotz aller Bedenken trifft eine Delegation der Enterprise, darunter Kirk, Spock (Leonard Nimoy) und dessen neuer Protegée Lt. Valeris (Kim Catrall), auf den Kanzler. Ein frostiger erster Kontakt, vor allem weil der zweite starke Mann neben Gorkon, General Chang (Christopher Plummer) unverhohlen gegen eine Verständigung wettert. Dann eskaliert die Situation: Torpedos, die augenscheinlich von der Enterprise abgefeuert wurden, treffen den Klingonen-Kreuzer...

Was für ein großartiger Film! Für mich der mit Abstand beste Teil neben "Star Trek II: Der Zorn des Khan". Mit "Star Trek VI: Das unentdeckte Land" verabschiedet sich die alte Crew rund um Captain James T. Kirk und darf noch ein letztes großes gemeinsames Abenteuer erleben. Regie führte wie auch schon beim zweiten Teil Nicholas Meyer. Wen wundert es also, dass gerade diese beiden die besten Teile sind? Diese simple, aber durchaus clevere und spannende Geschichte fällt vor allem dadurch auf, dass man sich bei der Entwicklung der Story sehr an dem zu dieser Zeit endenden kalten Krieg orentierte und sich in größerem Rahmen bei Shakespeare bediente. Beides zusammen ergeben vorzügliche Zutaten für das letzte Abenteuer der Enterprise NCC 1701-A. Ebenfalls gelingt es Meyer wie schon zuvor, dem Film einen fast schon realistischen und düsteren Touch zu verleihen. Storytechnisch kann man hier also von einem der spannendsten Filme der Reihe sprechen, beinahe von einem Thriller, doch auch der Humor kommt nicht zu kurz, wird aber im Gegensatz zu den beiden Vorgängern geschickter eingesetzt, weil er eben nicht die Übermacht darstellt. Optisch und technisch präsentiert sich der sechste Teil auch von seiner besten Seite. Die Effekte sind wirklich gut gelungen und können sich noch heute sehen lassen. In Sachen Filmmusik stellt die Komposition von Cliff Eidelman einen der besten Scores der Kinoreihe dar.

Erwähnung sollten auch die Leistungen der Schauspieler finden. William Shatner, Leonard Nimoy, DeForest Kelly, James Doohan, Walter Koenig, Nichelle Nichols und George Takei geben noch einmal alles und lassen den typischen und sympathischen Witz der alten Crew ein letztes Mal mit voller Kraft erstrahlen. Bleibt eigentlich nur noch zu sagen, das dieser Film ein denkwürdiger Abschluss der originalen Enterprise Crew ist und man muss sich schon eine Träne verkneifen, sobald die letzten Minuten Film angebrochen sind. Denn dann heißt es Abschied nehmen, jedenfalls in dieser Konstellation. Großartig!

8,5/10

Quellen
Inhaltsangabe: Paramount Pictures
Poster/Artwork:: Paramount Pictures

Freitag, 16. September 2022

Star Trek VI: The Undiscovered Country - Star Trek VI: Das unentdeckte Land (Director's Cut) (1991)

https://www.imdb.com/title/tt0102975/

Ist ein Ende des kalten Krieges zwischen der Föderation und den Klingonen in Sicht? Die Explosion des Mondes Praxis, und damit der wichtigsten Quelle an Energiereserven, zwingt die Klingonen an den Verhandlungstisch. Doch eine Verständigung zwischen den beiden Erzfeinden findet auf beiden Seiten nicht nur Befürworter. Ein klingonischer Kreuzer soll den hohen Kanzler Gorkon (David Warner) zur Erde bringen, damit dieser offizielle Friedensverhandlungen aufnehmen kann. Als Eskorte für den ehemaligen Todfeind bietet die Sternenflotte natürlich ihr bestes Schiff auf: Die Enterprise unter dem Kommando von James T. Kirk (William Shatner). Trotz aller Bedenken trifft eine Delegation der Enterprise, darunter Kirk, Spock (Leonard Nimoy) und dessen neuer Protegée Lt. Valeris (Kim Catrall), auf den Kanzler. Ein frostiger erster Kontakt, vor allem weil der zweite starke Mann neben Gorkon, General Chang (Christopher Plummer) unverhohlen gegen eine Verständigung wettert. Dann eskaliert die Situation: Torpedos, die augenscheinlich von der Enterprise abgefeuert wurden, treffen den Klingonen-Kreuzer... 

Nach dem bei den Kritikern durchgfeallenen und tatsächlich deutlich unterdurchschnittlichen fünften Filmabenteuer um James Tiberius Kirk und seiner Crew, bekam die Besatzung der Enterprise NCC 1701-A doch noch eine Chance, um sich beim 25. Franchise-Jubiläum würdig vom Publikum zu verabschieden. Und man darf ruhigen gewissen behaupten, dass dies vollends genutzt wurde. Regisseur Nicholas Meyer, welcher auch "Star Trek II: Der Zorn des Khan" inszenierte und maßgeblich am Drehbuch von "Star Trek IV : Zurück in die Gegenwart" beteiligt war, kehrt zurück und präsentiert ein Abenteuer welches sich wieder sehen lassen kann. Es ist angesichts seiner Geschichte daher auch wenig verwunderlich, dass auch vom sechsten Teil ein (etwas runderer) "Director's Cut" enstand.

Die Story hat nicht von ungefähr einen politischen Hintergrund, "Das unentdeckt Land" enstand zu einer Zeit, in der der kalte Krieg in Europa in den letzten Zügen lag. Parallelen wie auch der Fall der Mauer und die nukleare Tschernobyl-Katastrophe sind daher nicht ganz zufällig und spiegeln in Teilen die reale Situation wider. Das Interessante an dieser Story ist, dass sie nicht von reiner Action getrieben wird. Sie bedient sich lediglich an an den Ereignissen die zu dieser Zeit aktuell waren und wandelt diese in tatsächliche Ereignisse um. Man könnte sagen, dass der klingonische Mond Praxis für die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl steht, der (ruhende) Krieg zwischen der Vereinigten Föderation der Planenten und dem Klingonischem Imperium steht für den Kalten Krieg und der Fall der Mauer steht für das Verschwinden der "Neutralen Zone" - falls es Frieden gibt. Der "Director's Cut" fügt dabei einige (im grunde wichtige) Szenen ein und gibt sogar der finalen Szenen ein ganz anderes Gesicht, was wesentlich stimmiger ist als in der Kinofassung.

Wichtiger Bestandteil des Films ist auch der Abschied der ersten Enterprise Crew. Eine lange, ereignisreichen und abenteuerliche Reise endet. Etwas melancholisch wird man also schon, wenn man so gut wie alle Abenteuer der Enterprise-Crew mitverfolgt hat und nun von "Ruhestand" gesprochen wird. Das Setting ist ewas düsterer, wenn auch nicht so düster wie bei Meyers erstem "Star Trek"-Film.
Schauspielerisch scheint sich die Crew der Enterprise vom Debakel des letzten Films erholt zu haben und sie ziehen noch einmal alle Register. Abgerundet wird dies von Kim Cattrall (Lieutenant Valeris), David Warner (Kanzler Gorkon) und Christopher Plummer (General Chang). Letzterer fällt besonders positiv auf, da er einen so viel besseren Gegenspieler abgibt als Christopher Lloyd ("Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock") oder Laurence Luckinbill ("Star Trek V: Am Rande des Universums").
Die Effekte finden wieder zurück auf das gewohnt gute Niveau und bilden einen gelungenen Abschluss der Filmreihe mit der Originalcrew der Serie.

8,5/10

Quellen
Inhaltsangabe: Paramount Pictures
Poster/Artwork:: Paramount Pictures