http://www.imdb.com/title/tt0959329/
"Ich habe euch aus einem guten Grund hier hergebracht: Euer Überleben
hängt davon ab, dass ihr diesen Grund herausfindet. Ihr könnt nun
darüber sprechen, aber in zehn Minuten komme ich zurück. Und ich werde
einen von euch töten. Das wiederholen wir, bis ihr mir sagen könnt,
warum ihr hier seid - oder bis ihr alle tot seid!" - Mit diesen Worten
lässt der Unbekannte neun Menschen in einem Bunker allein. In ihrer
Todesangst gestehen die Männer und Frauen - darunter ein Schauspieler,
eine Staatsanwalt, ein Polizist und eine Schauspielerin - sich ihre
tiefsten und dreckigsten Geheimnisse, hoffend, dass in ihnen die
Verbindung zwischen ihnen allen zu finden ist. Die Zeit verrinnt. Zehn
Minuten sind vorüber. Der große Unbekannte kommt zurück. Er hat eine
Waffe. Er tötet den ersten. Und das Spiel beginnt erneut...
"Nine Dead" ist ein weiterer, etwas abgewandelter Abklatsch auf die "SAW"-Reihe, der durch eine einfallslosere Maskierung des Täters versucht, mehr Spannung und Thrill aufzubauen. "Warum seid ihr hier?" wird in diesem Film oft gefragt und ab einem gewissen Zeitpunkt fragt sich der Zuschauer das wohl auch. 9 Menschen in Gefangenschaft und keiner weiß um ebenjenes "Warum?". Dieses zu
entschlüsseln, die Verbindungen der Personen untereinander zu klären, darin soll der große Reiz des Films liegen. Liegt er aber
nicht. Nach und nach wird das Gesamtbild offen gelegt. Jeder steht
irgendwie in Verbindung zu einem großen Verbrechen, das sich aber längst nicht
so clever darstellt, dass es einen von den Socken hauen würde. Vieles
bleibt eher trivial konstruiert und das Ende wirkt überhastet und abrupt. Lediglich ein doer zwei Kills sind recht nett anzusehen. Das war es danna ber auch schon. Muss man sich also nicht wirklich antun.
4/10
Donnerstag, 22. März 2018
Viral (2016)
http://www.imdb.com/title/tt2597892/
Emma (Sofia Black D’Elia) und ihre Schwester Stacey (Analeigh Tipton) sind zwei gewöhnliche Teenager, deren Leben sich von einen Tag auf den anderen drastisch verändert. Denn in ihrer Heimatstadt verbreitet sich eine mysteriöse Infektion, die es nötig macht, die Einwohner unter Quarantäne zu stellen. Während ihre Eltern auf der anderen Seite festsitzen, genießen die Mädchen zunächst die Freiheit zu Hause. Plötzlich können sie auf Partys gehen und so viel Fast Food essen, wie ihnen lieb ist. Doch als das Virus sogar Opfer unter den Leuten fordert, die ihnen nahestehen, verschanzen sich die Mädchen gemeinsam mit Emmas heimlichem Schwarm Evan (Travis Tope) in den eigenen vier Wänden. Abgeschottet von der restlichen Zivilisation, steht Emma allerdings bald vor einer besonders schweren Entscheidung...
Emma (Sofia Black D’Elia) und ihre Schwester Stacey (Analeigh Tipton) sind zwei gewöhnliche Teenager, deren Leben sich von einen Tag auf den anderen drastisch verändert. Denn in ihrer Heimatstadt verbreitet sich eine mysteriöse Infektion, die es nötig macht, die Einwohner unter Quarantäne zu stellen. Während ihre Eltern auf der anderen Seite festsitzen, genießen die Mädchen zunächst die Freiheit zu Hause. Plötzlich können sie auf Partys gehen und so viel Fast Food essen, wie ihnen lieb ist. Doch als das Virus sogar Opfer unter den Leuten fordert, die ihnen nahestehen, verschanzen sich die Mädchen gemeinsam mit Emmas heimlichem Schwarm Evan (Travis Tope) in den eigenen vier Wänden. Abgeschottet von der restlichen Zivilisation, steht Emma allerdings bald vor einer besonders schweren Entscheidung...
Sonntag, 18. März 2018
Coco - Coco: Lebendiger als das Leben (2017)
http://www.imdb.com/title/tt2380307/
Miguel (Anthony Gonzalez) ist zwölf Jahre alt und ein großer Fan von Musik – aber leider hasst seine Schusterfamilie alles, was mit Tönen und Instrumenten zu tun hat. Miguels Ururgroßvater verließ damals seine Frau und Tochter, um Musiker zu werden, seitdem fühlen sich die Riveras durch Musik verflucht. Doch Familie hin oder her – Miguel will seinem Idol, dem Sänger Ernesto de la Cruz (Benjamin Bratt), trotzdem nacheifern. Aus Versehen kommt er dabei ins Reich der Toten und betritt dadurch einen wunderschönen Ort, an dem er die Seelen seiner toten Verwandten trifft. Miguels Ururgroßmutter Imelda (Alanna Noel Ubach) ist darunter, und das nette Schwindler-Skelett Hector (Gael García Bernal). Zusammen suchen Skelett und Junge im Totenreich nach de la Cruz, wobei allerdings die Zeit drängt: Zu lange darf Miguel nicht in der Unterwelt bleiben...
Die Pixar-Studios arbeiten immer noch am besten, wenn sie neue Wege beschreiten und sich inspirieren lassen, anstatt lieblose Sequels zu vergangen Erfolgen rauszuhauen (Stichwort: "Cars"-Reihe). "Coco" ist ein weiterer Beweis dafür, dass das Studio seine Kraft auf neuen Stoff konzentrieren sollte. Wie die mexikanische Tradition des Día de los Muertos hier verarbeitet wird und als Grundlage für einen spaßigen und doch gehaltvollen Film dient, ist Zeichentrick- bzw. Animationskunst erster Güte. Wenn Miguel, der den irrationalen Zwängen und Erwartungen seiner Familie zu entkommen versucht, dabei versehentlich ins Reich der Toten gerät und seiner teils sehr verpeilten, bereits verstorbenen Angehörigen trifft, dann darf man über die Kreativität und den liebenswert legeren Umgang mit dem Tod gerne staunen. Verpackt ist dieser interessante Trip in einer Geschichte rund um die Bedeutung von Familie, Lebenszielen und Träumen, die nebenbei einige Twists bereit hält. Trotz des ernsten Untertons kommt der Humor nie zu kurz, die Figuren sind witzig und schräg, lediglich Miguel selbst ist vielleicht ein wenig bieder.
Die Regie übernahm der amerikanische Filmemacher Lee Unkrich, der seit den Anfängen als Editor und Co-Regisseur bei Pixar dabei ist. Sein Erstlingswerk als Regisseur war der Film "Toy Story 3". Mit seinem zweiten Film hält er sich fest an bestimmte Grundregeln der Pixar-Studios und schuf zusammen mit seinem Drehbuchschreiber und Co-Regisseur Adrian Molina einen stimmigen neunzehnten Pixar-Film. Und es ist sicher kein Zufall, dass gerade ein Film um eine mexikanische Tradition 2017 über die Leinwände flimmerte und - mehr noch - sogar den Oscar für den besten Animationsfilm des Jahres gewann.
Das Wunderbare an der Pixar-Animationsfilm-Schmiede ist, dass sie die Zuschauer immer wieder in neue Welten und fremde Kulturen entführt. Dieses Mal geht die Reise nach Mexiko und zeigt dem Zuschauer viele Traditionen, in denen die Toten mit Unbeschwertheit und viel Fröhlichkeit verehrt werden. Dies übernimmt der Film stimmig in seine Geschichte, welche zwar viel Herz und dramatische Entwicklungen besitzt, aber nie zu schwer oder gar zu traurig wird. Trotzdem kann der Film die Zuschauer berühren und dem einen oder anderen eine Träne entlocken. Um die richtige Stimmung und Authentizität einzufangen, begab sich das Filmteam seit 2011 auf viele Recherchereisen. Sie knüpften Kontakte zu einigen mexikanischen Familien, besuchten viele kleine Dörfer und lernten so den Stellenwert von Familienmitgliedern, tot oder lebendig, in Mexiko kennen. Daraus ersannen sie eine Geschichte, welche viele nationale und kulturelle Elemente einbaut. Darunter auch mit der Figur Dante den mexikanischen Nackthund, den Xoloitzcuintle (kurz Xolo), der als Nationalhund verehrt wird, und die Alebrijes – folkloristische, knallbunte Figuren mit langer Kunsthandwerkstradition. Vereint mit einer großen Portion Fantasie verliert der Film jedoch nie die Authentizität in seinen Details und bringt den Zuschauern die mexikanische Kultur somit näher.
Ein anderer Schwerpunkt ist die mexikanischen Musik, welche sie in all ihren Facetten huldigen wollten. So bauten sie viele verschiedene Musikstile ein und ließen diese von talentierten Musikern aus Mexiko vertonen. Verantwortlich für die Musik war der Komponist Michael Giacchino, der schon öfter mit Pixar zusammengearbeitet hat und für die Musik des Films "Oben" einen Oscar erhalten hat. Auch in der Bildgestaltung wurde die Authentizität bewahrt und zugleich eine fantasievolle Welt erschaffen. Dabei steht die Welt der Lebenden, welche stets in helles Sonnenlicht getaucht ist, mit ihrem typischen mexikanischen Dorfcharme im Gegensatz zu der Welt der Toten. Diese nächtliche Welt ist ein Sammelsurium aller Baustile der mexikanische Geschichte und besitzt eine enorme Vertikalität, welche wie die Farben im starken Kontrast zu St. Cecilia steht. Auch die Gestaltung der Toten ist gelungen und wirkt mit ein paar kreativen Details sympathisch und charismatisch. Das macht "Coco" zu einem gelungenen und stimmigen Animationsspaß, der dem Zuschauer wunderbar eine andere Kultur vermittelt.
Der 19. Pixar-Film "Coco" entführt den Zuschauer mit all diesen Details nach Mexiko und zeigt ihm die Wichtigkeit der Familie, auch über den Tod hinaus. Dabei setzt der Film auf eine gute Mischung aus Authentizität und Fantasie. Er besticht mit fantastischen Bildern, etwas mehr Gesang als bei Pixar üblich (aber hier passt es auch grandios) und Herz. Jeder der Freude an Musik und Familiengeschichten hat oder nur eine klitzekleine Schwäche für den Día de Los Muertos hegt, wird viel Freude mit dem Film haben. Und alle anderen sowieso.
9/10
In der Schweiz gibt es den Film schon jetzt auf Disney 3D-BD, und während wir hierzulande noch knapp 2 Wochen warten müssen, kann man das schicke und limitierte Steelbook jetzt schon in den Händen halten.
Quellen:
Inhaltsangabe: Disney / Pixar
Miguel (Anthony Gonzalez) ist zwölf Jahre alt und ein großer Fan von Musik – aber leider hasst seine Schusterfamilie alles, was mit Tönen und Instrumenten zu tun hat. Miguels Ururgroßvater verließ damals seine Frau und Tochter, um Musiker zu werden, seitdem fühlen sich die Riveras durch Musik verflucht. Doch Familie hin oder her – Miguel will seinem Idol, dem Sänger Ernesto de la Cruz (Benjamin Bratt), trotzdem nacheifern. Aus Versehen kommt er dabei ins Reich der Toten und betritt dadurch einen wunderschönen Ort, an dem er die Seelen seiner toten Verwandten trifft. Miguels Ururgroßmutter Imelda (Alanna Noel Ubach) ist darunter, und das nette Schwindler-Skelett Hector (Gael García Bernal). Zusammen suchen Skelett und Junge im Totenreich nach de la Cruz, wobei allerdings die Zeit drängt: Zu lange darf Miguel nicht in der Unterwelt bleiben...
Die Pixar-Studios arbeiten immer noch am besten, wenn sie neue Wege beschreiten und sich inspirieren lassen, anstatt lieblose Sequels zu vergangen Erfolgen rauszuhauen (Stichwort: "Cars"-Reihe). "Coco" ist ein weiterer Beweis dafür, dass das Studio seine Kraft auf neuen Stoff konzentrieren sollte. Wie die mexikanische Tradition des Día de los Muertos hier verarbeitet wird und als Grundlage für einen spaßigen und doch gehaltvollen Film dient, ist Zeichentrick- bzw. Animationskunst erster Güte. Wenn Miguel, der den irrationalen Zwängen und Erwartungen seiner Familie zu entkommen versucht, dabei versehentlich ins Reich der Toten gerät und seiner teils sehr verpeilten, bereits verstorbenen Angehörigen trifft, dann darf man über die Kreativität und den liebenswert legeren Umgang mit dem Tod gerne staunen. Verpackt ist dieser interessante Trip in einer Geschichte rund um die Bedeutung von Familie, Lebenszielen und Träumen, die nebenbei einige Twists bereit hält. Trotz des ernsten Untertons kommt der Humor nie zu kurz, die Figuren sind witzig und schräg, lediglich Miguel selbst ist vielleicht ein wenig bieder.
Die Regie übernahm der amerikanische Filmemacher Lee Unkrich, der seit den Anfängen als Editor und Co-Regisseur bei Pixar dabei ist. Sein Erstlingswerk als Regisseur war der Film "Toy Story 3". Mit seinem zweiten Film hält er sich fest an bestimmte Grundregeln der Pixar-Studios und schuf zusammen mit seinem Drehbuchschreiber und Co-Regisseur Adrian Molina einen stimmigen neunzehnten Pixar-Film. Und es ist sicher kein Zufall, dass gerade ein Film um eine mexikanische Tradition 2017 über die Leinwände flimmerte und - mehr noch - sogar den Oscar für den besten Animationsfilm des Jahres gewann.
Das Wunderbare an der Pixar-Animationsfilm-Schmiede ist, dass sie die Zuschauer immer wieder in neue Welten und fremde Kulturen entführt. Dieses Mal geht die Reise nach Mexiko und zeigt dem Zuschauer viele Traditionen, in denen die Toten mit Unbeschwertheit und viel Fröhlichkeit verehrt werden. Dies übernimmt der Film stimmig in seine Geschichte, welche zwar viel Herz und dramatische Entwicklungen besitzt, aber nie zu schwer oder gar zu traurig wird. Trotzdem kann der Film die Zuschauer berühren und dem einen oder anderen eine Träne entlocken. Um die richtige Stimmung und Authentizität einzufangen, begab sich das Filmteam seit 2011 auf viele Recherchereisen. Sie knüpften Kontakte zu einigen mexikanischen Familien, besuchten viele kleine Dörfer und lernten so den Stellenwert von Familienmitgliedern, tot oder lebendig, in Mexiko kennen. Daraus ersannen sie eine Geschichte, welche viele nationale und kulturelle Elemente einbaut. Darunter auch mit der Figur Dante den mexikanischen Nackthund, den Xoloitzcuintle (kurz Xolo), der als Nationalhund verehrt wird, und die Alebrijes – folkloristische, knallbunte Figuren mit langer Kunsthandwerkstradition. Vereint mit einer großen Portion Fantasie verliert der Film jedoch nie die Authentizität in seinen Details und bringt den Zuschauern die mexikanische Kultur somit näher.Ein anderer Schwerpunkt ist die mexikanischen Musik, welche sie in all ihren Facetten huldigen wollten. So bauten sie viele verschiedene Musikstile ein und ließen diese von talentierten Musikern aus Mexiko vertonen. Verantwortlich für die Musik war der Komponist Michael Giacchino, der schon öfter mit Pixar zusammengearbeitet hat und für die Musik des Films "Oben" einen Oscar erhalten hat. Auch in der Bildgestaltung wurde die Authentizität bewahrt und zugleich eine fantasievolle Welt erschaffen. Dabei steht die Welt der Lebenden, welche stets in helles Sonnenlicht getaucht ist, mit ihrem typischen mexikanischen Dorfcharme im Gegensatz zu der Welt der Toten. Diese nächtliche Welt ist ein Sammelsurium aller Baustile der mexikanische Geschichte und besitzt eine enorme Vertikalität, welche wie die Farben im starken Kontrast zu St. Cecilia steht. Auch die Gestaltung der Toten ist gelungen und wirkt mit ein paar kreativen Details sympathisch und charismatisch. Das macht "Coco" zu einem gelungenen und stimmigen Animationsspaß, der dem Zuschauer wunderbar eine andere Kultur vermittelt.
Der 19. Pixar-Film "Coco" entführt den Zuschauer mit all diesen Details nach Mexiko und zeigt ihm die Wichtigkeit der Familie, auch über den Tod hinaus. Dabei setzt der Film auf eine gute Mischung aus Authentizität und Fantasie. Er besticht mit fantastischen Bildern, etwas mehr Gesang als bei Pixar üblich (aber hier passt es auch grandios) und Herz. Jeder der Freude an Musik und Familiengeschichten hat oder nur eine klitzekleine Schwäche für den Día de Los Muertos hegt, wird viel Freude mit dem Film haben. Und alle anderen sowieso.
9/10
In der Schweiz gibt es den Film schon jetzt auf Disney 3D-BD, und während wir hierzulande noch knapp 2 Wochen warten müssen, kann man das schicke und limitierte Steelbook jetzt schon in den Händen halten.
Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/Artwork: Disney/Pixar
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/Artwork: Disney/Pixar
Quellen:
Inhaltsangabe: Disney / Pixar
Donnerstag, 15. März 2018
Tomb Raider (2018)
http://www.imdb.com/title/tt1365519/
Vor sieben Jahren verschwand Lord Richard Croft (Dominic West), der Vater der mittlerweile 21-jährigen Lara Croft (Alica Vikander), doch noch immer hat sie nicht die Kontrolle über dessen global agierendes Wirtschaftsimperium übernommen, sondern lebt als Studentin und Fahrradkurierin in London. Eines Tages beschließt Lara dann jedoch, den vermeintlichen Tod ihres Erzeugers aufzuklären. Dafür reist sie zu seinem letzten bekannten Aufenthaltsort, einer kleinen Insel vor der Küste von Japan. Dort hatte dieser ein geheimnisvolles Grabmal untersucht. Doch kaum an der Insel angekommen, sieht sich Lara zahlreichen lebensbedrohlichen Gefahren ausgesetzt und sie muss bis an ihre Grenzen gehen und – ausgestattet lediglich mit ihrem scharfen Verstand und ihrem beträchtlichen Willen – um ihr Überleben kämpfen.
Vor 15 Jahren flimmerte die bis dato letzte Verfilmung der wohl berühmtesten Abenteuer-Archäologin Lara Croft mit "Tomb Raider: Die Wiege des Lebens" über die Leinwände. Zeit für einen Reboot, dachten sich wohl die verantwortlichen Studios und ebenso Zeit für einen Wechsel der Perspektive. War die Lara Croft aus den beiden "Tomb Raider"-Verfilmungen rein optisch noch sehr am Original der ersten Spiele orientiert und eine Überhelden, die immer alles kann und beinahe schon wie eine Superheldin durch die Gräber springt, so orientierte man sich nun mit Alicia Vikander zwar wieder am selben Spielkonzept, jedoch ist diese Lara wesentlich realitätsnäher, angreifbarerer und damit für den Zuschauer auch greifbarer. "Tomb Raider" macht vieles richtig. Alicia Vikander ist eine hervorragende Besetzung für diese Lara Croft: Sie ist physisch unfassbar fit und eine super Besetzung, sowie eine klare Abgrenzung zu den Jolie-Filmen. Ich mag die Filme, die Anfang der 2000er Jahre erschienen, irgendwie als das, was sie sind: augenzwinkernde und Popcornverheißende Actionfilme. Jolie füllte die Rolle der Actiongame-Ikone hervorragend aus, einen dritten Film hätte sie aber nicht zwingend gebraucht bzw. er würde heute wohl auch nicht mehr funktionieren.
Der neue "Tomb Raider" des norwegischen regisseurs Regisseur Roar Uthaug ist trotz ein oder zwei Gags wesentlich ernster, düsterer und näher an Grundtenor des Spiele-Reboots. Er orientiert sich dabei so sehr am Spiel "Tomb Raider" von 2013, dass er teilweise 1:1 Szenen aus dem Spiel direkt auf die große Leinwand adaptiert. Und hier spielt die Verfilmung ihre volle Stärke aus: wenn Szenen vom Reboot identisch auf die große Leinwand umgesetzt werden, schlägt das Fanherz sehr hoch. Da viele Szenen auch im Spiel Quick-Time-Events und daher eh schon halbe Filme sind, stört es auch nicht, hier in der Beobachterrolle zu sitzen. Das fängt der Film tonal (der hervorragende Soundtrack ist von Tom Holkenborg, alias Junkie XL) und visuell überwiegend gut ein. Genau in diesen Momenten, gepaart mit Vikanders gutem Schauspiel, trumpft der Film voll auf und katapultiert sich in der Riege der besseren Spieleverfilmungen weit nach oben.
Aber auch außerhalb dieser Szenen ist "Tomb Raider" recht gut gelungen. Man muss sich damit anfreunden können, dass es sich um eine Art "Origin"-Story handelt, die anfangs eine etwas unterlegene Lara zeigt, die eben nicht immer obenauf ist und die noch viel zu lernen hat, bevor sie der "Tomb Raider" werden kann. Die anfangs dafür punktuell passend und später natürlich großflächig eingesetzten Action-Sequenzen wirken auch hier und da grandios, das CGI - wie im Trailer schon vermutet - ist in vereinzelten Szenen aber auch als solches zu erkennen. Die Action ist auch oft so hektisch geschnitten, dass man in machen Takes schnell den Überblick verliert. Was leider gründlich daneben gegangen ist, ist Laras Vaterkomplex, der von den Machern wohl dazu benutzt wurde, um ihre emotionale Seite ein wenig näher auszuleuchten. Dieser Komplex ist aber leider so überbordernd, dass er schon unglaubwürdig wirkt. Richard Croft war in den Spieler sehr oft ein unnahbarer Mentor und immer der Antrieb für Lara. Er war das unsichtbare Damokles-Schwert, eine Bürde, die über dem Namen Croft hing und Fluch und Segen für Lara zugleich. Der Film entmystifiziert einen Großteil dieses Mythos und statt wie im Spiel auf eine Art Vaterfigur zu setzen, bedient man sich hier den billigsten und generischsten Familien-Konflikten, die man aus der Mottenkiste ziehen konnte.
Schwierig ist da auch, wie schnell sich die Wandlung von Lara zum "Tomb Raider" vollzieht. Während der Anfang belanglos
vor sich hin dümpelt, tritt der Film irgendwann das Gaspedal komplett
durch und rennt von einer Action-Sequenz zur nächsten, während Lara, die
anfangs von Kindern mit einem Messer fast geschlagen wurde,
plötzlich eine ganze Armee mit Pfeil und Bogen niedermäht. Was im Spiel
aus Gameplay-Sicht noch teilweise zu rechtfertigen war, wirkt hier nur schwer nachvollziebar, da die einzige für diesen Moment entschuldigende Motivation Laras Vater ist. Dennoch ist der neue "Tomb Raider" ein sehr guter Reboot. Dominic West als Lord Richard Croft ist jederzeit annehmbar, Walton Goggins als Gegenspieler Mathias Vogel ist herrlich böse. Das Mysterium um die japanische Herrscherin Himiko / 卑彌呼, der ersten namentlich bekannten Herrscherin über das Reich Yamatai, ist ein interessanter Aufhänger, der natürlich für die Verfilmung etwas mystifiziert und verfremdet wurde, jedoch letztendlich ebenso greif-und nachvollziehbar ist wie der Rest der Story. Abgesehen von einigen Logiklöchern (warum sind die Fallen so konstruiert, dass man in sie hineintappt, wenn man in das Grab hinein will, wo doch gesagt wird, dass sie dafür konstruiert worden sind, etwas drinnen zu halten?) und ebenjener viel zu harschen Wandlung unterhält der neue "Tomb Raider" von Anfang bis Ende und langweilt zu keiner Sekunde. Alicia Vikander ist großartig und man hofft inständig, sie in einem weiteren Teil erneut auf der Leinwand sehen zu können.
7,5/10
Von WARNER BROS. Home Entertainment kommt der Film auch in der 4K Ultra-HD-Ausführung als "Limited Edition" im Steelbook.
Vor sieben Jahren verschwand Lord Richard Croft (Dominic West), der Vater der mittlerweile 21-jährigen Lara Croft (Alica Vikander), doch noch immer hat sie nicht die Kontrolle über dessen global agierendes Wirtschaftsimperium übernommen, sondern lebt als Studentin und Fahrradkurierin in London. Eines Tages beschließt Lara dann jedoch, den vermeintlichen Tod ihres Erzeugers aufzuklären. Dafür reist sie zu seinem letzten bekannten Aufenthaltsort, einer kleinen Insel vor der Küste von Japan. Dort hatte dieser ein geheimnisvolles Grabmal untersucht. Doch kaum an der Insel angekommen, sieht sich Lara zahlreichen lebensbedrohlichen Gefahren ausgesetzt und sie muss bis an ihre Grenzen gehen und – ausgestattet lediglich mit ihrem scharfen Verstand und ihrem beträchtlichen Willen – um ihr Überleben kämpfen.
Vor 15 Jahren flimmerte die bis dato letzte Verfilmung der wohl berühmtesten Abenteuer-Archäologin Lara Croft mit "Tomb Raider: Die Wiege des Lebens" über die Leinwände. Zeit für einen Reboot, dachten sich wohl die verantwortlichen Studios und ebenso Zeit für einen Wechsel der Perspektive. War die Lara Croft aus den beiden "Tomb Raider"-Verfilmungen rein optisch noch sehr am Original der ersten Spiele orientiert und eine Überhelden, die immer alles kann und beinahe schon wie eine Superheldin durch die Gräber springt, so orientierte man sich nun mit Alicia Vikander zwar wieder am selben Spielkonzept, jedoch ist diese Lara wesentlich realitätsnäher, angreifbarerer und damit für den Zuschauer auch greifbarer. "Tomb Raider" macht vieles richtig. Alicia Vikander ist eine hervorragende Besetzung für diese Lara Croft: Sie ist physisch unfassbar fit und eine super Besetzung, sowie eine klare Abgrenzung zu den Jolie-Filmen. Ich mag die Filme, die Anfang der 2000er Jahre erschienen, irgendwie als das, was sie sind: augenzwinkernde und Popcornverheißende Actionfilme. Jolie füllte die Rolle der Actiongame-Ikone hervorragend aus, einen dritten Film hätte sie aber nicht zwingend gebraucht bzw. er würde heute wohl auch nicht mehr funktionieren.
Der neue "Tomb Raider" des norwegischen regisseurs Regisseur Roar Uthaug ist trotz ein oder zwei Gags wesentlich ernster, düsterer und näher an Grundtenor des Spiele-Reboots. Er orientiert sich dabei so sehr am Spiel "Tomb Raider" von 2013, dass er teilweise 1:1 Szenen aus dem Spiel direkt auf die große Leinwand adaptiert. Und hier spielt die Verfilmung ihre volle Stärke aus: wenn Szenen vom Reboot identisch auf die große Leinwand umgesetzt werden, schlägt das Fanherz sehr hoch. Da viele Szenen auch im Spiel Quick-Time-Events und daher eh schon halbe Filme sind, stört es auch nicht, hier in der Beobachterrolle zu sitzen. Das fängt der Film tonal (der hervorragende Soundtrack ist von Tom Holkenborg, alias Junkie XL) und visuell überwiegend gut ein. Genau in diesen Momenten, gepaart mit Vikanders gutem Schauspiel, trumpft der Film voll auf und katapultiert sich in der Riege der besseren Spieleverfilmungen weit nach oben.
Aber auch außerhalb dieser Szenen ist "Tomb Raider" recht gut gelungen. Man muss sich damit anfreunden können, dass es sich um eine Art "Origin"-Story handelt, die anfangs eine etwas unterlegene Lara zeigt, die eben nicht immer obenauf ist und die noch viel zu lernen hat, bevor sie der "Tomb Raider" werden kann. Die anfangs dafür punktuell passend und später natürlich großflächig eingesetzten Action-Sequenzen wirken auch hier und da grandios, das CGI - wie im Trailer schon vermutet - ist in vereinzelten Szenen aber auch als solches zu erkennen. Die Action ist auch oft so hektisch geschnitten, dass man in machen Takes schnell den Überblick verliert. Was leider gründlich daneben gegangen ist, ist Laras Vaterkomplex, der von den Machern wohl dazu benutzt wurde, um ihre emotionale Seite ein wenig näher auszuleuchten. Dieser Komplex ist aber leider so überbordernd, dass er schon unglaubwürdig wirkt. Richard Croft war in den Spieler sehr oft ein unnahbarer Mentor und immer der Antrieb für Lara. Er war das unsichtbare Damokles-Schwert, eine Bürde, die über dem Namen Croft hing und Fluch und Segen für Lara zugleich. Der Film entmystifiziert einen Großteil dieses Mythos und statt wie im Spiel auf eine Art Vaterfigur zu setzen, bedient man sich hier den billigsten und generischsten Familien-Konflikten, die man aus der Mottenkiste ziehen konnte.
Schwierig ist da auch, wie schnell sich die Wandlung von Lara zum "Tomb Raider" vollzieht. Während der Anfang belanglos
vor sich hin dümpelt, tritt der Film irgendwann das Gaspedal komplett
durch und rennt von einer Action-Sequenz zur nächsten, während Lara, die
anfangs von Kindern mit einem Messer fast geschlagen wurde,
plötzlich eine ganze Armee mit Pfeil und Bogen niedermäht. Was im Spiel
aus Gameplay-Sicht noch teilweise zu rechtfertigen war, wirkt hier nur schwer nachvollziebar, da die einzige für diesen Moment entschuldigende Motivation Laras Vater ist. Dennoch ist der neue "Tomb Raider" ein sehr guter Reboot. Dominic West als Lord Richard Croft ist jederzeit annehmbar, Walton Goggins als Gegenspieler Mathias Vogel ist herrlich böse. Das Mysterium um die japanische Herrscherin Himiko / 卑彌呼, der ersten namentlich bekannten Herrscherin über das Reich Yamatai, ist ein interessanter Aufhänger, der natürlich für die Verfilmung etwas mystifiziert und verfremdet wurde, jedoch letztendlich ebenso greif-und nachvollziehbar ist wie der Rest der Story. Abgesehen von einigen Logiklöchern (warum sind die Fallen so konstruiert, dass man in sie hineintappt, wenn man in das Grab hinein will, wo doch gesagt wird, dass sie dafür konstruiert worden sind, etwas drinnen zu halten?) und ebenjener viel zu harschen Wandlung unterhält der neue "Tomb Raider" von Anfang bis Ende und langweilt zu keiner Sekunde. Alicia Vikander ist großartig und man hofft inständig, sie in einem weiteren Teil erneut auf der Leinwand sehen zu können.7,5/10
Von WARNER BROS. Home Entertainment kommt der Film auch in der 4K Ultra-HD-Ausführung als "Limited Edition" im Steelbook.
Mittwoch, 14. März 2018
Central Intelligence (2016)
http://www.imdb.com/title/tt1489889/
In seiner Jugend hatte es Bob (Dwayne Johnson) nicht gerade leicht. Mit seinem Übergewicht und seiner verschrobenen Art war er an der High School regelmäßig Ziel für fiesen Spott und Sticheleien. Einer der wenigen, die Bob damals nett behandelt haben, war sein bei allen sehr beliebter Mitschüler Calvin (Kevin Hart). 20 Jahre später fristet letzterer nun ein Dasein als gesitteter Buchhalter, der hin und wieder noch immer sehnsüchtig an seine wilderen Tage denkt. Aus Bob ist hingegen ein obercooles Muskelpaket geworden, das als Top-Spion für die CIA arbeitet. Als die beiden nach all den Jahren wieder aufeinandertreffen, versucht Bob, seinen ehemaligen Schulkameraden für eine gefährliche streng geheime Mission zu rekrutieren. Der hält nicht sonderlich viel von der Idee, doch noch bevor er die Situation gänzlich erfassen kann, steckt er auch schon mittendrin in einem bleihaltigen Spionage-Abenteuer...
Eine Buddy-Komödie der ruppigen Art mit etws naiv-überdrehtem Humor, der auch in die
Kategorie "politisch nicht immer korrekt" fällt - das ist "Central Intelligence". Mit einem Plus in der
Darstellerriege für die Nebenauftritte von Jason Bateman und Aaron Paul und einem dicken Minus für Melissa McCarthy. Leider ist "Central Intelligence" aber auch von der ersten bis zur letzten Sekunde sehr vorhersehbar, sodass man wirklich wirklich zu jeder Zeit sagen kann, wo die Reise
hin geht und was als nächstes passieren wird. Einzig den Auftritt von Melissa McCarthy sieht man nicht kommen, hätte aber auch gut und gerne drauf verzichten
können. Und apropos Verzicht: Leider haben die Macher auch größtenteils auf
eine Art von Humor verzichtet, der auch bei einem Großteil der Zuschauer funktionieren mag.
Dennoch kann man tatsächlich noch ein paar positive Aspekte entdecken. Der größte war klar die Tatsache, dass man den Darstellern, besonders Dwayne "The Rock" Johnson, den Spaß am Spielen anmerkt. Des Weiteren war die Rolle von Kevin Hart für seine Verhältnisse angenehm zurückhaltend angelegt und die Botschaft am Ende des Films war recht brauchbar. Ansonsten war der Streifen, wie auch seine Actioneinlagen, an Belanglosigkeit kaum zu überbieten. Gegen Ende verliert sich der Streifen auch in ein wenig zu viel Klamauk, der sich aber dank der starken ersten Hälfte gut ertragen lässt. Mit einem überdrehten Kevin Hart kommt eben nicht jeder so zurecht, jedoch bügelt Dwayne Johnson das locker wieder aus. Hier und da entweicht dann doch noch ein kleiner Lacher, vor allem die Gags über diverse Filme oder Schauspieler kommen sehr gut. Somit ist "Central Intelligence" im Großen und Ganzen eine ordentliche Buddy-Klamotte mit größtenteils sympathischen Schauspielern, die knapp über dem Mittelmaß ihren Platz in der Filmgeschichte findet.
6/10
In seiner Jugend hatte es Bob (Dwayne Johnson) nicht gerade leicht. Mit seinem Übergewicht und seiner verschrobenen Art war er an der High School regelmäßig Ziel für fiesen Spott und Sticheleien. Einer der wenigen, die Bob damals nett behandelt haben, war sein bei allen sehr beliebter Mitschüler Calvin (Kevin Hart). 20 Jahre später fristet letzterer nun ein Dasein als gesitteter Buchhalter, der hin und wieder noch immer sehnsüchtig an seine wilderen Tage denkt. Aus Bob ist hingegen ein obercooles Muskelpaket geworden, das als Top-Spion für die CIA arbeitet. Als die beiden nach all den Jahren wieder aufeinandertreffen, versucht Bob, seinen ehemaligen Schulkameraden für eine gefährliche streng geheime Mission zu rekrutieren. Der hält nicht sonderlich viel von der Idee, doch noch bevor er die Situation gänzlich erfassen kann, steckt er auch schon mittendrin in einem bleihaltigen Spionage-Abenteuer...
Eine Buddy-Komödie der ruppigen Art mit etws naiv-überdrehtem Humor, der auch in die
Kategorie "politisch nicht immer korrekt" fällt - das ist "Central Intelligence". Mit einem Plus in der
Darstellerriege für die Nebenauftritte von Jason Bateman und Aaron Paul und einem dicken Minus für Melissa McCarthy. Leider ist "Central Intelligence" aber auch von der ersten bis zur letzten Sekunde sehr vorhersehbar, sodass man wirklich wirklich zu jeder Zeit sagen kann, wo die Reise
hin geht und was als nächstes passieren wird. Einzig den Auftritt von Melissa McCarthy sieht man nicht kommen, hätte aber auch gut und gerne drauf verzichten
können. Und apropos Verzicht: Leider haben die Macher auch größtenteils auf
eine Art von Humor verzichtet, der auch bei einem Großteil der Zuschauer funktionieren mag.Dennoch kann man tatsächlich noch ein paar positive Aspekte entdecken. Der größte war klar die Tatsache, dass man den Darstellern, besonders Dwayne "The Rock" Johnson, den Spaß am Spielen anmerkt. Des Weiteren war die Rolle von Kevin Hart für seine Verhältnisse angenehm zurückhaltend angelegt und die Botschaft am Ende des Films war recht brauchbar. Ansonsten war der Streifen, wie auch seine Actioneinlagen, an Belanglosigkeit kaum zu überbieten. Gegen Ende verliert sich der Streifen auch in ein wenig zu viel Klamauk, der sich aber dank der starken ersten Hälfte gut ertragen lässt. Mit einem überdrehten Kevin Hart kommt eben nicht jeder so zurecht, jedoch bügelt Dwayne Johnson das locker wieder aus. Hier und da entweicht dann doch noch ein kleiner Lacher, vor allem die Gags über diverse Filme oder Schauspieler kommen sehr gut. Somit ist "Central Intelligence" im Großen und Ganzen eine ordentliche Buddy-Klamotte mit größtenteils sympathischen Schauspielern, die knapp über dem Mittelmaß ihren Platz in der Filmgeschichte findet.
6/10
Dienstag, 13. März 2018
The Bye Bye Man (2017)
http://www.imdb.com/title/tt4030600/
Die College-Studenten Elliot (Douglas Smith), John (Lucien Laviscount) und Sasha (Cressida Bonas) ziehen in ein altes Haus abseits des Campus und stoßen dabei auf die Ursprünge einer ebenso alten wie unheilvollen Geschichte: Dort soll das pure Böse hausen, das die Einheimischen hier nur den „Bye Bye Man“ (Doug Jones) nennen – der Menschen dazu zwingt, grausame Dinge zu tun. Fortan hat die Gruppe nur noch ein Ziel: Das eigene Überleben sichern. Der Schlüssel zur Umgehung des Fluches liegt in der Vermeidung jedweden Gedankens an das düstere Wesen. Nie darf an ihn gedacht, nie sein Name ausgesprochen werden. Doch das erweist sich als gar nicht so leicht, denn wie soll man vermeiden, an etwas zu denken, von dem man weiß, dass man daran nicht denken darf? Die Studenten müssen einen Weg finden, sich von der Kreatur zu befreien, während Detective Shaw (Carrie-Anne Moss) Ermittlungen wegen der mysteriösen Todesfälle beginnt, die sich in ihrem Revier häufen…
Der Plan der Macher, den "Bye Bye Man" als neue Horrorfigur à la Freddy oder Jason zu etablieren muss als gescheitert betrachtet werden. Oder zumindest als misslungener Opener, denn obwohl der Film richtig stark und vor allem interessant beginnt, verliert er sich dann in seinem lahmen Versuch des Horrors. Die Darsteller sind zwar unverbraucht, aber wenig überzeugend in ihrer Darstellung; die Musik ist teilweise richtiggehend unpassend, die einzigen Lichtblicke im Film sind Carrie-Ann Moss als Detectiv Shaw und der erwähnte Beginn des Films. Auch der Bye Bye Man bleibt ein einziges Mysterium. Wo kam er her, was hat es mit dem Hund, den Münzen und dem Zug auf sich? Man bekommt teilweise den Eindruck, dass dies die Macher dieses Filmes selbst nicht wussten. Sie beschränken sich hier lieber auf brutale Szenen als auf die Story. Aber für den Versuch der Macher, frisches Blut ins Genre zu pumpen, kann man aber dennoch zumindest einen Blick riskieren.
5,5/10
Die College-Studenten Elliot (Douglas Smith), John (Lucien Laviscount) und Sasha (Cressida Bonas) ziehen in ein altes Haus abseits des Campus und stoßen dabei auf die Ursprünge einer ebenso alten wie unheilvollen Geschichte: Dort soll das pure Böse hausen, das die Einheimischen hier nur den „Bye Bye Man“ (Doug Jones) nennen – der Menschen dazu zwingt, grausame Dinge zu tun. Fortan hat die Gruppe nur noch ein Ziel: Das eigene Überleben sichern. Der Schlüssel zur Umgehung des Fluches liegt in der Vermeidung jedweden Gedankens an das düstere Wesen. Nie darf an ihn gedacht, nie sein Name ausgesprochen werden. Doch das erweist sich als gar nicht so leicht, denn wie soll man vermeiden, an etwas zu denken, von dem man weiß, dass man daran nicht denken darf? Die Studenten müssen einen Weg finden, sich von der Kreatur zu befreien, während Detective Shaw (Carrie-Anne Moss) Ermittlungen wegen der mysteriösen Todesfälle beginnt, die sich in ihrem Revier häufen…
Der Plan der Macher, den "Bye Bye Man" als neue Horrorfigur à la Freddy oder Jason zu etablieren muss als gescheitert betrachtet werden. Oder zumindest als misslungener Opener, denn obwohl der Film richtig stark und vor allem interessant beginnt, verliert er sich dann in seinem lahmen Versuch des Horrors. Die Darsteller sind zwar unverbraucht, aber wenig überzeugend in ihrer Darstellung; die Musik ist teilweise richtiggehend unpassend, die einzigen Lichtblicke im Film sind Carrie-Ann Moss als Detectiv Shaw und der erwähnte Beginn des Films. Auch der Bye Bye Man bleibt ein einziges Mysterium. Wo kam er her, was hat es mit dem Hund, den Münzen und dem Zug auf sich? Man bekommt teilweise den Eindruck, dass dies die Macher dieses Filmes selbst nicht wussten. Sie beschränken sich hier lieber auf brutale Szenen als auf die Story. Aber für den Versuch der Macher, frisches Blut ins Genre zu pumpen, kann man aber dennoch zumindest einen Blick riskieren.
5,5/10
Sonntag, 11. März 2018
The Dentist 2 (1998)
http://www.imdb.com/title/tt0161492/
Der wahnsinnige wie bösartige Zahnarzt Dr. Feinstone (Corbin Bernsen) wurde in eine Irrenanstalt gesteckt, doch da hält es ihn nicht sonderlich lange. Er schafft es zu entkommen und lässt sich in einer Kleinstadt im mittleren Westen unter falschem Namen nieder. Als er sich als Patient von dem schlampigen Zahnarzt Doc Burns (Jim Antonio) behandeln lässt, dreht er durch und bringt ihn um. Als Dr. Lawrence Caine übernimmt er kurzerhand selbst die Praxis seines Opfers, obwohl er sich geschworen hatte, nie wieder als Zahnarzt praktizieren zu wollen. Als er sich kurze Zeit später in seine Vermieterin Jamie (Jillian McWhirter) verliebt, scheint sein Glück perfekt zu sein. Doch dann wird er Zeuge, wie seine Angebetete einen anderen Mann küsst. Wieder verliert der mörderische Zahnarzt die Nerven...
Bei "The Dentist 2" stellt sich leider die übliche Frage - Hätte es das gebraucht? Formal kriegt Regisseur Brian Yuzna den Stoff gut in den Griff, nicht zu billig, wieder der nette Thrill mit dem Zahnarzt-Besteck. Das flaue Gefühl im Magen wirkt jedoch nicht ganz so krass wie beim ersten Mal. Corbin Bernsen gibt sich zwar alle Mühe, aber letztlich ist sein Zahnarzt Dr. Feinstone beim zweiten Anlauf eher ein gesetzter Psychopath und nicht mehr der durchdrehende Verrückte, der sich brachial Luft macht. Wer den ersten Teil verpasst hat, kann "The Dentist 2" als ganz schöne Abwechslung zum üblichen Horror-Gewächs empfinden, Kenner des ersten Teils werden bekommen das Gefühl, dies alles so oder so ähnlich schon einmal gesehn zu haben. Bei der ersten Sitzung hat das alles irgendwie mehr Spaß gemacht.
6/10
Von NSM Records kommt der Film hierzulande ungeschnitten und in HD im limitierten Mediabook:
Der wahnsinnige wie bösartige Zahnarzt Dr. Feinstone (Corbin Bernsen) wurde in eine Irrenanstalt gesteckt, doch da hält es ihn nicht sonderlich lange. Er schafft es zu entkommen und lässt sich in einer Kleinstadt im mittleren Westen unter falschem Namen nieder. Als er sich als Patient von dem schlampigen Zahnarzt Doc Burns (Jim Antonio) behandeln lässt, dreht er durch und bringt ihn um. Als Dr. Lawrence Caine übernimmt er kurzerhand selbst die Praxis seines Opfers, obwohl er sich geschworen hatte, nie wieder als Zahnarzt praktizieren zu wollen. Als er sich kurze Zeit später in seine Vermieterin Jamie (Jillian McWhirter) verliebt, scheint sein Glück perfekt zu sein. Doch dann wird er Zeuge, wie seine Angebetete einen anderen Mann küsst. Wieder verliert der mörderische Zahnarzt die Nerven...
Bei "The Dentist 2" stellt sich leider die übliche Frage - Hätte es das gebraucht? Formal kriegt Regisseur Brian Yuzna den Stoff gut in den Griff, nicht zu billig, wieder der nette Thrill mit dem Zahnarzt-Besteck. Das flaue Gefühl im Magen wirkt jedoch nicht ganz so krass wie beim ersten Mal. Corbin Bernsen gibt sich zwar alle Mühe, aber letztlich ist sein Zahnarzt Dr. Feinstone beim zweiten Anlauf eher ein gesetzter Psychopath und nicht mehr der durchdrehende Verrückte, der sich brachial Luft macht. Wer den ersten Teil verpasst hat, kann "The Dentist 2" als ganz schöne Abwechslung zum üblichen Horror-Gewächs empfinden, Kenner des ersten Teils werden bekommen das Gefühl, dies alles so oder so ähnlich schon einmal gesehn zu haben. Bei der ersten Sitzung hat das alles irgendwie mehr Spaß gemacht.
6/10
Von NSM Records kommt der Film hierzulande ungeschnitten und in HD im limitierten Mediabook:
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