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Cassidy Merteuil (Kristina Anapau), die Cousine von Kathryn Merteuil aus den vorangegangenen Teilen, ist eine verdorbene, aber harte Nuss. Nur dem versierten Verführer kann es gelingen, die College-Studentin ins Bett zu bekommen. Jason Argyle (Kerr Smith) scheitert immer wieder an dieser Aufgabe, hat aber keine Lust klein beizugeben. Zusammen mit Patrick Bales (Nathan Wetherington) will er Cassidy zeigen, wo der Hammer hängt. Aber die junge Frau ist mit allen Wassern gewaschen und kennt sich mit dem Spinnen perfider Intrigen aus. So gelingt es ihr, die Einigkeit von Patrick und Jason zu spalten, indem sie beide zu einem Wettstreit auffordert. Während Patrick die mit einem anderen Studenten verlobte Alison Lebray (Melissa Yvonne Lewis) sexuell beglücken will, versucht Jason, die ebenfalls anderweitig liierte Sheila Wright (Natalie Ramsey) von seinen Qualitäten im Bett zu überzeugen. Aber lassen sich Jason und Patrick so einfach auseinanderbringen?
Mit "Eiskalte Engel 3" erreicht die Reihe ihren qualitativen Tiefpunkt. Der Direct-to-Video-Nachfolger versucht zwar, den Mix aus Verführung, Intrigen und moralischen Spielchen des Originals wieder aufzugreifen, wirkt dabei jedoch wie eine blasse Kopie ohne dessen Eleganz oder Biss. Zwar überzeugt die Produktion mit einer gepflegten Optik und einem attraktiven Ensemble um Kerr Smith und Kristina Anapau, doch das reicht nicht aus, um die offensichtlichen Schwächen zu kaschieren. Die Figuren bleiben oberflächlich, die Dialoge klingen häufig künstlich und die Handlung folgt bekannten Mustern, ohne nennenswerte Spannung oder überraschende Wendungen zu entwickeln. Statt cleverer Psychospielchen dominieren vorhersehbare Konflikte und ein Drehbuch, das den Charme des ersten Films nie erreicht.
Auch inszenatorisch bleibt "Eiskalte Engel 3" weit hinter seinen Möglichkeiten zurück. Regisseur Scott Ziehl setzt zwar auf ein zügiges Erzähltempo und eine freizügigere Ausrichtung, doch weder die Atmosphäre noch die emotionale Fallhöhe können mit dem Kultfilm von 1999 mithalten. Damit bietet "Eiskalte Engel 3" allenfalls unkomplizierte Unterhaltung für Komplettisten. Trotz solider Darsteller und einer ordentlichen Inszenierung fehlt es dem Film an Originalität, Spannung und der cleveren Boshaftigkeit, die den ersten Teil so erfolgreich gemacht haben. Am Ende bleibt ein weitgehend belangloser Erotikthriller, der den Namen "Eiskalte Engel" eigentlich nicht verdient.




