Sonntag, 14. Juni 2015

Ghost Rider (Extended Version) (2007)

http://www.imdb.com/title/tt0259324/

Der berühmte Motorrad-Stuntfahrer Johnny Blaze (Nicolas Cage) geht einen teuflischen Pakt mit Mephistopheles (Peter Fonda) ein: Um seinen sterbenden Vater zu retten, verkauft er seine Seele und trennt sich von Roxanne Simpson (Eva Mendes), der Liebe seines Lebens. Als Blackheart (Wes Bentley), der Sohn des Teufels, die Welt unsicher macht, fordert Mephistopheles von Johnny dessen Schuld ein. Blackheart sucht den Vertrag von San Verganza, der ihm die Kontrolle über 1000 böse Seelen gewähren würde - Johnny soll ihn zurück in die Hölle schicken. Dazu wird er zum Ghost Rider, dem Kopfgeldjäger des Teufels, der des Nachts mit feurigem Kopf auf seinem Hellcycle Dämonen und Sünder jagt... 

Marvel's "Ghost Rider" ist einfach nur eine coole Sau und dementsprechend aufgebaut ist auch der Film, denn es geht eigentlich nur um coole Szenen, wie der Ghost Rider mit seinem flammden Motorrad durch die Gegend blubbert, sich nebenbei (warum auch immer) Autos selbst entzünden und in die Luft fliegen. Und dann eben noch die endlos epische Szene, in der die beiden Rider zu Johnny Cashs "Ghost Riders In The Sky" durch die Wüste düsen. Leider ist alles andere nicht ganz so cool. Die Farbsättigung wirkt toll, die oft als solche erkennbaren Computereffekte leider nicht so. Die Musik ist dann wieder gut, die Story aber holprig. Die Schauspieler (bis auf Eva Mendez, die hier fast immer fehl am Platz ist) wissen ebenfalls zu gefallen, deren Dialoge aber nicht.

Es bleiben am Ende einfach zu viele Fragezeichen. Die Idee mit den drei "Elementargeistern" war ja ganz nett und auch eine hübsche Idee zusammen mit dem " Ghost Rider" alle vier Elemente vertreten zu haben. Allerdings macht der Rider die drei Geister dermaßen leicht platt, das man sich fragt warum man sich überhaupt die Mühe gemacht hat, ihnen Namen zu geben? Auch der Vertrag von "Venganza" ist ein ziemlich belangloser McGuffin. Ob der Rider des Teufels Sohn jagt oder einfach 90 Minuten lang wahllos Punks auflauert - es wäre so oder so egal. Hauptsache er poltert durch die Gegend. Auch die ganzen Logiklöcher sind nicht cool. Warum heißt es zuerst dass der Rider sich nur nachts verwandeln kann, danach kann er es aber immer, sobald er im Schatten steht? Oder warum kann der Teufel dem Rider seine Kräfte nicht nehmen, wenn dieser dem nicht zustimmt?

Kurzum: ich kann jeden verstehen, der den Film nicht mag. Doch ich lasse mich ab und zu einfach gerne von der Coolness des Riders mitnehmen . Manchmal reicht es eben, wenn der Flair stimmt.

6/10