Samstag, 12. April 2014

How To Train Your Dragon 3D - Drachenzähmen leicht gemacht 3D (2010)

http://www.imdb.com/title/tt0892769/

Auf der kleinen Insel Berk, hoch oben im Norden, wird nicht lange gefackelt. Mordsstarke Wikinger müssen ihre Heimat vor wilden Drachen beschützen, die ihnen das Leben zur Hölle machen. Auch der schmächtige Teenager Hicks, Beiname "der Hüne", ist Feuer und Flamme für die Drachenjagd - nur leider hat er im Umgang mit Waffen zwei linke Hände. Da sein Vater niemand Geringeres ist als Haudrauf “der Stoische”, Häuptling des Wikingerstammes und ein berühmter Drachenjäger, soll Hicks auf der Drachenschule nun auch die raue Kampfkunst der Wikinger erlernen. Doch ehe Hicks - der übrigens ein pfiffiger und begeisterter Tüftler ist - den gefürchteten Unterricht antreten kann, wird sein Dorf von einer wilden Drachen-Armada angegriffen. Das ist Hicks große Chance, einmal einen Drachen zu besiegen und die Ehre seines Vaters zu retten! Mit viel Mut und Köpfchen gelingt es ihm, einen "Nachtschatten", eine der gefährlichsten Drachenarten, abzuschießen. Doch anstatt seinem Vater von seinem bemerkenswerten Fang zu erzählen, freundet sich Hicks mit dem Nachtschatten an. Es ist der Beginn einer Freundschaft, die vor allem Hicks Welt auf den Kopf stellt: Ein Wikinger, der einen Drachen zum Freund hat? Damit verstößt er gegen die Wikingerehre, die seinem Vater beim Donner von Thor über alles geht.

Mit "How To Train Your Dragon" erlebt man einen humorvollen, spannenden und interessanten Film, der vor allem mit der 3D-Technik einen gewissen Zauber ausübt. Die rasanten Flugszenen durch Wolken, knapp über's Wasser und geschickt an scharfen Felsen vorbei sind ein echtes Highlight. Die Story ist zwar auch nicht ganz neu, aber mit viel Herz versucht die sympathische Hauptfigur Hicks etwas an der Dauerfeindschaft zwischen Drachen und Wikingern zu ändern und gibt somit Grund zum Lachen und Mitfiebern - da Hicks und sein Drache Ohnezahn anfangs vor allem über Mimik und Gestik kommunizieren müssen, wurde viel Wert auf Gesichtsausdrücke gelegt - trotz der vereinfachten Darstellung der menschlichen Figuren ist ihre Mimik stets ein Hinweis auf ihr Denken und ihre Gefühle.

Das Einzige, was es an dem rasanten Abenteuer, das mit viel Detailtreue und Fantasie umgesetzt wurde, zu bemängeln gibt, ist höchstens, dass sich gegen Ende hin viele Dinge auf einmal in Wohlgefallen auflösen, denn das, woran Hicks lange gefeilt und gearbeitet hat, geht den anderen Figuren, sowohl Mensch als auch Tier, plötzlich leicht von der Hand, als wäre nie etwas gewesen. Insgesamt erscheint "How To Train Your Dragon" wie eine bunte Mischung aus "Wickie und die starken Männer" und "Avatar - Aufbruch Nach Pandora" - vor allem wenn die Flug- und Drachenszenen gezeigt werden.

Den Machern ist ein wahrlich tolles Abenteuer gelungen: lustig und verständlich für die Kleinen, mit genügend Tiefe und Potential für die Großen - und die Action ist für beide Parteien wohl dosiert abgestimmt. Fast perfekt und immer wieder schön anzusehen. 

8,5/10

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