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Montag, 25. Januar 2021

Amityville 3-D - Amityville 3 (1983)

https://www.imdb.com/title/tt0085159/

John Baxter (Tony Roberts) und Melanie (Candy Clark) halten nicht viel von Übersinnlichem, es sei denn sie können es als Hirngespinst entlarven. Deswegen mischen sich die beiden Journalisten unter Vorspielung falscher Tatsachen unter ein Grüppchen Übersinnlichkeitsanhänger, die unter Führung von Emma (Leora Dana) und Harold Caswell (John Beal) Kontakt zum Jenseits aufnehmen wollen. Nachdem die Mission der Journalisten erfüllt wurde und die Caswells als Scharlatane entzaubert worden sind, erwirbt John das Amityville-Haus, in dem die Aktion der Caswells stattgefunden hat. Um das Bauwerk ranken sich gespenstische Legenden, doch Baxter aber will sich mit der Legende auseinandersetzen, weil er nunmal nicht an Übersinnnliches glaubt...

Allein mit der Prämisse "Das glaube ich nicht!" kann man keinen Blumentopf gewinnen. Schon gar nicht, wenn man in eine von Dämonen besessenes Haus einzieht. "Amityville 3" wirkt aber nicht nur deswegen einfallslos. Nachdem sich nämlich der zweite Teil schon deutlich beim "Der Exorzist" bediente, nimmt sich der dritte Teil den "Poltergeist" vor und überträgt dessen Grundidee auf das alte Haus. Dabei wiederholt der Film im Prinzip alles, was "The Amityville-Horror" so besonders machte, fügt zwei, drei Elemente, inkl. Fake-Geisteraustreibung hinzu, treibt das alles in Richtung (anaglyphen) 3D-Effekt und hofft auf Wohlwollen beim Zuschauer. Die einfallslose Regie und die lustlosen Schauspieler verbreiten aber eher Langeweile als Schrecken. Bis zum feurigen Finale ist weitestgehend Langeweile angesagt. Da holt auch eine sehr junge Meg Ryan nichts raus, wenn sie kurz durchs Bild hüpft.

4/10

Von NSM Records kommt der Film auch im auf 333 Stück limitierten Mediabook.


Quellen:
Inhaltsangabe: NSM

Sonntag, 24. Januar 2021

Amityville II: The Possession - Amityville II: Der Besessene (1982)

https://www.imdb.com/title/tt0083550/

In der kleinen, verschlafenen Küstenstadt Amityville scheint alles in normalen Bahnen zu verlaufen, genauso wie das Familienleben der Montellis. Doch plötzlich ereignet sich im Innern des Hauses Schreckliches und Unerklärliches; die Wände erzittern beim abendlichen Gebet, werden von unsichtbarer Hand mit Blut beschmiert, Gegenstände fliegen durch die Luft und das Mädchenzimmer wird völlig demoliert. Eine unsichtbare Macht verbreitet Angst und Schrecken über das Haus und seine Bewohner. Als der 17-Jährige Sohn Sonny von den dämonischen Kräften erfaßt wird, bahnt sich ein schreckliches Ende an. 

Der zweite Teil der "Amityville"-Reihe ist ein stringenter und kurzweiliger Film, aber auch schon ein wenig trivialer als der Vorgänger. Als wäre die neue Familie dieses Hauses nicht schon dysfunktional genug, muss sie sich jetzt auch mit dem Amityville-Dämon herumschlagen. Von Damiano Damiani ziemlich spannend inszeniert, mündet der Film dann in eine "Exorzist"-ähnliche Handlung. "Amityville 2: Der Besessene" hätte es durchaus schaffen können, genau so gut wie sein Vorgänger zu sein, doch mit der letzten halben Stunde macht man leider einiges kaputt. Bis dahin weiss das Drehbuch durchaus zu gefallen, doch der plötzliche Bruch und das vorschnelle, eigentliche Finale, wirkt aufgesetzt und unpasend. Das ändert aber nichts daran, dass man einen stark inszenierten und aufwendig gemachten Horrorfilm geboten bekommt, der optisch einige Schauwerte zu bieten hat und eine durchweg böse, düstere Atmosphäre aufweist. Dazu gibt es ordentliche Darsteller zu sehen und die Figurenzeichnung ist abwechslunsgreich. Das ist sehr kurzweilig, wird lediglich im Finale ein wenig öde. Somit ist der zweite Teil der Reihe durchaus gelungen und auch empfehlenswert, aber das letzte Drittel etwas ärgerlich.

5,5/10

 Von NSM Records kommt der Film auch im auf 333 Stück limitierten Mediabook.


Quellen:
Inhaltsangabe: NSM

Freitag, 17. Juni 2016

The Amityville Horror - Amityville Horror (1979)

http://www.imdb.com/title/tt0078767/

Die Familie Lutz hat keine Ahnung, was sich in dem Haus im Örtchen Amityville abgespielt hat, das sie gerade gekauft hat. Denn die grausamen Ereignisse hätten möglicherweise dazu geführt, dass sie vom Erwerb Abstand genommen hätten. Der jugendliche Ronald hat dort eines Nachts seine ganze Familie mit einem Schrotgewehr ins Jenseits befördert und anschließend behauptet, von Geistern dazu angestiftet worden zu sein. Was nach dem Hirngespinst eines wahnsinnigen Mörders klingt, könnte sich aber ereignet haben, denn George (James Brolin) und Kathy Lutz (Margot Kidder) erleben mit ihren Kindern nach dem Einzug in das Haus merkwürdige Dinge. Die unerklärlichen Erscheinungen nehmen immer weiter zu und Vater George legt ein immer aggressiveres Verhalten an den Tag, das schließlich für die restlichen Familienmitglieder bedrohlich wird.

"The Amityville Horror" ist ein altmodischer Gespensterhaus-Grusel, bei dem das Wort Klassiker auch über 30 Jahre nach seiner Entstehung nicht so recht passen will. 7 Fortsetzungen und ein Remake (welches ich persönlich wesentlich ansprechender fand) sollten in den kommenden Jahrzehnten folgen und es stellt sich unweigerlich die Frage, ob die Handlung tatsächlich all diese Nachfolger rechtfertigt, denn im Grunde hat schon dieser Erstling storytechnisch betrachtet den ein oder anderen Durchhänger. Fakt ist jedoch, dass der Film als eine der erfolgreichsten Independence-Produktionen aller Zeiten Kinogeschichte schrieb. Alleine in den USA spielte der Film 86 Millionen US-Dollar an den Kinokassen ein.

Die Geschichte ist schnell erzählt: Eine Familie bezieht ein Haus, in dem vor nicht allzu langer Zeit eine Familie ermordet wurde. Bald schon geschehen merkwürdige Dinge, denn das Haus scheint ein Eigenleben zu besitzen. Dies ist im Grunde schon die ganze Story von "The Amityville Horror", der in Deutschland lange Zeit nur in einer um knapp 20 Minuten gekürzten Fassung zu sehen war. Wer jetzt allerdings glaubt, die nunmehr für einen Horrorfilm mit knapp 119 Minuten ungewöhnlich lange Laufzeit würde die Charaktere vertiefen oder gar einige heftige blutige Szenen mehr enthalten, wird enttäuscht. Der ohnehin schon zähe Erzählfluss gerät nur noch weiter ins Stocken und Spannung kommt selten auf.

Rod Steiger als Priester spielt ein Weichei sondergleichen und kann seiner Rolle kaum Profil abringen und auch die anderen Darsteller kommen kaum über Durchschnittsleistungen hinaus. So hofft man bis zum Ende, dass die Spannungsschraube noch einmal angezogen wird, aber letztlich enttäuscht selbst der angebliche Höhepunkt auf ganzer Linie. "The Amityville Horror", der damit wirbt, auf wahren Ereignissen zu beruhen, ist zweifellos ein handwerklich solider Film, der aber mit den Klassikern des Genre nicht mithalten kann. "The Amityville Horror" arbeitet einfach mit zu vielen Klischees und einem Spannungsaufbau, der sehr behäbig daherkommt. Insgesamt und retrospektiv wirkt der Film harmlos wie ein Kindergeburtstag, obwohl vorstellbar ist, dass sich ein Zuschauer Ende der siebziger Jahre hier durchaus gruseln konnte.

5,5/10

Von NSM Records kommt der Film endlich hierzulande ungeschnitten und in HD im auf 555 Stück limitierten und nummerierten "Limited Collector's Edition" Mediabook:


Quellen:
Inhaltsangabe: NSM

Samstag, 12. Dezember 2015

The Amityville Horror - Amityville Horror: Eine wahre Geschichte (2005)

http://www.imdb.com/title/tt0384806/
 
Am 13. November 1974 erhielt die Polizei einen panischen Anruf, der sie zum Tatort eines grausigen Verbrechens im Haus der Defeos in Amityville, Long Island, führte: eine ganze Familie war in ihren Betten abgeschlachtet worden. In den folgenden Tagen gestand Ronald Defeo (Brendan Donaldson), seine Eltern und die vier Geschwister der Reihe nach im Schlaf erschossen zu haben. Ein Jahr später zieht das junge Ehepaar George (Ryan Reynolds) und Kathy Lutz (Melissa George) mit Kathys drei Kindern Michael (Jimmy Bennett), Billy (Jesse James) und Chelsea (Chloe Moretz) in das Haus, in dem einst das furchtbare Verbrechen geschah. Sie ahnen aber noch nicht, dass ihnen ein wahrer Albtraum bevor steht. Innerhalb der Familie gibt es kleinere Spannungen, weil Sohn Michael Kathys neuen Mann George noch nicht als Vaterfigur akzeptiert, aber ansonsten verläuft das Familienleben sehr harmonisch. Doch das 1692 erbaute Haus bringt den Lutz’ kein Glück. George verändert sich zusehends. Genauso wie Chelsea beginnt er, Erscheinungen und Visionen zu bekommen, die ihn nach und nach seinen Verstand kosten...

Es gab mal eine kleine Epoche, da hatte sich Michael Bay so ziemlich alle Horror-Klassiker vorgenommen und produzierte am laufenden Band Remakes von ihnen. "The Amityville Horror", ein kleiner, feiner Streifen aus dem Jahr 1979 war auch darunter und vor "Friday, The 13th" und nach "The Texas Chainsaw Massacre" ein weiterer Versuch, altbekannten Grusel/Horror in die Neuzeit zu transportieren. Was hier auch recht annehmbar gelungen ist. "The Amityville Horror" überrascht nämlich positiv und erweist sich als äußerst gefälliger Schocker. Erstaunlich subtil geht es hier zu, auf Splatter, Gewalt und Jumpscares wird beinahe vollständig verzichtet. Stattdessen wird hier langsam Atmosphäre aufgebaut, die in den effektiven, aber nicht übertriebenen Schockmomenten mündet. Es geht hier besonders um den mentalen Verfall der von Ryan Reynolds exzellent verkörperten Vaterfigur. Dieser wird geschickt dargestellt, tatsächlich kann der Zuschauer nur schwer zwischen Realität und Wahnvorstellung unterscheiden. Die düstere Atmosphäre des Films wird besonders durch den Score, die Kamera und die genialen Bildkompositionen erzeugt. An modernen Horrorfilmen stört natürlich der "Haunted House"-Faktor. Ein Haus ist die wohl langweiligste Location für einen Horrorfilm. Allerdings ist das Haus in "The Amityville Horror" so bedrohlich designed, dass man es nur schwer als langweilig bezeichnen man. Die beiden Fenster zur Einfahrt thronen wie ein paar Augen in der Mauer und besonders gegen Ende hin sind einige Schockmomente ziemlich wirkungsvoll. Es wäre lediglich wünschenswert gewesen, dass man sich für die Auflösung ein wenig mehr Zeit genommen hätte. Auch die Endszene war einfach nur überflüssig. Dennoch ist "The Amityville Horror" ein klassischer, packender Horror-Thriller, mit wenig geschichtlichem Inhalt, aber viel Atmosphäre.

6,5/10

Von NSM erschien der Film endlich ungeschnitten auf Blu-ray. Obwohl ab 16 freigegeben war bis zu diesem Zeitpunkt keine HD-Auswertung dieses Films vorhanden.