Dienstag, 29. Oktober 2019

Batman & Robin (1997)

https://www.imdb.com/title/tt0118688/

Mr. Freeze (Arnold Schwarzenegger) ist ein eisiger Geselle, der die Sicherheit von Gotham City bedroht. Wenn die Temperatur über Null Grad steigt, fühlt sich Mr. Freeze nicht mehr wohl. Auf einer Wohltätigkeitsveranstaltung versucht er, ein wertvolles Schmuckstück zu stehlen, findet dort aber seinen Meister und wandert in den Knast. Damit ist die Bedrohung aber noch nicht dauerhaft beendet, denn Poison Ivy (Uma Thurman), eine gefährlich verführerische Frau, die seit einem Giftpflanzenunfall tödlich wirken kann, und ihr kraftstrotzender Gehilfe Bane (Jeep Swenson) befreien Mr. Freeze. Gemeinsam mit dem Kälteliebhaber möchte Ivy Bruce Wayne (George Clooney) in die Schranken weisen, da er sie öffentlich gedemütigt hat. Aber natürlich sind Batman, Robin (Chris O'Donnell) und Batgirl (Alicia Silverstone) zur Stelle, um sich der Dreierbande des Bösen entgegen zu stellen...

Schlecht, schlechter Joel Schumachers "Batman & Robin". Batman & Robin schlägt den gleichen Weg ein wie sein Vorgänger. Man versucht sich erneut am lustigen Over the top-Trash - Versuch fehlgeschlagen. Hier ging eigentlich alles in die Hose, was in die Hose gehen konnte. Die Vorgeschichte von aus dem Comic der im DC-Universum bekannter und beliebter Figuren wie Bane und Batgirl wurde komplett verändert was für jeden Fan schon in erster Instanz ein absolutes No-Go ist. Es leuchtet an allen Ecken und Enden zudem alles Knallbunt auf, dass man meinen könnte, die Designer hätten einen immensen Blankoscheck bekommen um wirklich alles lächerlich übertrieben bunt, künstlich und kitschig aussehen zu lassen. Keine Spur eines düsteren Rächers. Die Kostüme von Batman, Robin und erstmals Batgirl haben jetzt sogar Nippel und allein das reicht, um sich gar nicht weiter über den Humor des Films auslassen zu müssen. Dieser ist oft mehr peinlicher Natur als lustig und treffsicher. Stichwort: "Batcard".


Wie schon beim Vorgänger "Batman Forever" saß wieder Joel Schumacher auf dem Regiestuhl. Aber diese Arbeit spottet jeder Beschreibung. War der Vorgänger gerade noch akzeptabel, schießt hier Schumacher den Vogel völlig ab. Schumacher ging mit "Batman & Robin" in die Geschichte ein. Viel zu bunt, penetrant und nervig kommt dieses Machwerk daher. Ein Schlag ins Gesicht für die, die es mit dem dunklen Ritter halten. Von Tiefgang wie in den Comics keine Spur. Mittlerweile hat sich Schumacher für diesen Film entschuldigt. Die Schauspieler können leider nicht überzeugen und es fehlen die eindrucksvollen Bösewichte. Die Dialoge sind so dämlich, dass die Akteure verständlich Schwierigkeiten haben, das erzwungende Overacting zu vollziehen, bestes Beispiel: Uma Thurman als wohl krankeste, dümmste Ökologin der Filmgeschichte wenn sie in ihr Mikrofon ihren Monolog hält. Die Feinde fliegen meterweit in die Höhe, wenn sie in einer schlappen Choreographie besiegt wurden. Alles ist übertrieben, der übertriebene Trash ist ja häufig sehr amüsant, dieser hier verfehlt leider sein Ziel und ist ziemlich langweilig. Lahme Action, einschläfernde Musik, totale Einfallsarmut und schlechtes Schauspiel trotz Star-Besetzung. Lediglich ein paar quietschbunte Szenenbilder und ein paar Dialoge, über die man schmunzeln muss, halten einen wach.


Eine filmische Erfahrung, die man ruhig (mit-)machen kann, ist aber kaum besser als die Scheibe Käse was Schauspiel, Story, Intelligenz, Einfallsreichtum und Spaß betrifft. Man könnte sagen, dieser Film war das größte Fiasko 1997.

4/10

Von WARNER BROS. gab es die 4-teilige Filmreihe exklusiv bei BestBuy in einem Metall-Slpcase, welches die 4 Filme auf 4K Ultra-HD Blu-ray im Steelbook enthielt.

Sonntag, 27. Oktober 2019

Pet Sematary II - Friedhof der Kuscheltiere II (1992)

https://www.imdb.com/title/tt0105128/

Nach dem Tod seiner Frau zieht der Tierarzt Chase Matthews mit seinem 13-jährigen Sohn Jeff nach Ludlow, um ein neues Leben anzufangen. Verfeindet mit den Jugendlichen aus der Nachbarschaft, verbündet sich Jeff mit einem anderen Außenseiter: Drew Gilbert. Drew lebt in ständiger Angst vor seinem brutalen Stiefvater Gus. Kaltblütig erschießt dieser Drews geliebten Hund. Um in zu retten, begraben die beiden Jungen den Hund auf dem indianischen Friedhof - ein Ort, der angeblich Tote zum Leben erweckt. Zu spät wird den Jungen klar, dass man manchmal einen toten Hund besser begraben lässt. Denn das Böse ist schon längst erwacht...

Die Essenz der Story bringt das Feuer der guten Momente gleich zu Beginn in einem hohen Bogen der Imposanz daher. Atmosphärisch beängstigend dicht, wenn gar nicht mehr ganz so disziplinarisch wie Teil 1, dafür aber mit einem pikanten Schuss Coolness, herrlich-lockeren Narrationen und anmutigen Charakteristika... Hätte dieses Hochfeuer seine Intensität den gesamten Film in dieser Weise beibehalten, wäre "Friedhof der Kuscheltiere II" mit Sicherheit vollends in die Fußstapfen seines Vorgängers getreten - zwar nicht als idyllisch-linientreuer Nachfolger, aber als subsekutiver 2. Teil mit gehörigem Flair und rebellischer Eigenheit.

Der Vorgänger lebte durch eine hervorragende Atmosphäre und einer sehr spannenden Geschichte, doch davon ist in der Fortsetzung kaum noch etwas davon zu erkennen. Vielmehr versuchte man hier durch die derben Blut-und Splatteffekte die Kinogänger bei der Stange zu halten. "Friedhof der Kuscheltiere 2" ist dennoch ein sehr unterhaltsamer Horrorfilm geworden, der an manchen Stellen amüsant und an manchen Stellen auch recht gruselig ist. Die Handlung plätschert allerdings von einem Geschehen zum nächsten und ist etwas schwach ausgefallen. Auch die Charaktere sind nichts Besonderes und keinesfalls tiefgründig. Dafür gibt es gute Schauspieler, viele Effekte, einen super Score und langweilig wird es nie. Und damit steht "Friedhof der Kuscheltiere II" seinem Vorgänger kaum in etwas nach.

7/10

Von Eightyfour Entertainment kommt der Film auch im limitierten Mediabook. 

Perfect Skin (2018)

https://www.imdb.com/title/tt6301784/

Die Polin Katia () ist zwar wegen ihrem Au-Pair nach London gekommen, aber das ist neben den ständigen Parties irgendwann zur Nebensache geworden. Irgendwann lernt sie beim Feiern im Pub den amerikanischen Tattoo-Künstler Bob () kennen. Nach einem heftigen Saufgelage bietet er ihr an, sie nach Hause zu bringen. Katia geht auf das Angebot ein, bekommt aber irgendwann einen Filmriss. Als sie wieder aufwacht, hat Bob sie in sein Kellerverlies gesperrt und plant Grausiges mit ihr: Ihre Haut soll die Leinwand für sein Magnum Opus werden - und Katias Überleben ist dabei nicht vorgesehen...

Bei seinem Debüt als Regisseur wie Drehbuchautor versucht sich der Brite Kevin Chicken an einem düsteren Psychothriller, der mit der zweckdienlichen Annährung von Entführer und Opfer sowie Elementen des Body-Horrors hantiert, schlussendlich jedoch nichts davon ausreichend genug bedient. Der Inhalt klingt sicherlich nicht ganz zufällig eine wenig nach "Martyrs" und Kevin Chicken kann wohl kaum verleugnen, dass Pascal Laugier’s kontroverser Beinah-Skandalfilm ihm gedanklich Pate stand. Allerdings erreicht er niemals auch nur die Nähe dieses Vorbildes, in keinerlei Hinsicht. Zumindest handwerklich ist sein Debütwerk gar nicht mal so schlecht. Trotz bescheidener Möglichkeiten zieht man sich ästhetisch noch ganz annehmbar aus der Affäre. Es sind sogar die größten Pluspunkte von "Perfect Skin". Immer wieder werden ganz hübsche, optische Kontrastpunkte gesucht, in denen grelle Farbtupfer mit einem bewusst düsteren, dreckigen Look gekreuzt werden; quasi daraus hervorbrechen. Unterlegt von einem partiell brauchbaren Elektro-Score, der sich jedoch schnell in einer monotonen Dauerschleife verläuft und dadurch genauso belanglos wird wie der gesamte Film, dem es nie gelingt, das Szenario wirklich mit Leben und ganz besonders Spannung oder mindestens Gore zu erfüllen.

Der Beziehung von Täter und Opfer wird die meiste Zeit gewidmet, ohne dass sich dort jemals so etwas wie ein glaubhafter oder mindestens aufregender Prozess entwickelt. Oder überhaupt ein Prozess. Stattdessen erlebt man ein banales Geisel- und Folterszenario mit einem dürftigen Ermittlungsplot nebenbei, der auf ein vorhersehbares und eintöniges Finale hinausläuft. Hauptdarsteller Richard Brake wirkt bemüht, hängt aber mit seiner eindimensionalen und platten Psychopathen-Rolle meist in der Luft, während wenigstens die äußerliche Transformation von seinem Gegenpart Natalia Kostrzewa ganz interessant ist. Als reiner Hingucker. Alles, was einen gelungenen Thriller sonst ausmachen sollte, sucht man hier überwiegend vergebens. Am Ende ist "Perfect Skin" bis auf ein paar markante Nadelstiche in der Präsentation nichts, was ihn wirklich auszeichnet und damit eine dürftige Mixtur aus Psychothriller und asketischem Body-Horror, die wenigstens in der reinen Darbietung relativ angestrengt wirkt. Eine typische DTV-Produktion, die irgendwas ernsthaft will, aber wohl kaum jemanden länger im Gedächtnis bleiben wird.

5/10

"Pierrot Le Fou UNCUT #17", so lautet der Editionsname des limitierten Mediabooks, welches den Film in der ungeschnittenen Fassung enthält:

Samstag, 26. Oktober 2019

[KINO] Terminator: Dark Fate (2019)

https://www.imdb.com/title/tt6450804/

Vor wenigen Tagen war das Leben von Dani Ramos (Natalia Reyes) noch in bester Ordnung – und dann änderte sich alles: Denn plötzlich befindet sich die junge Frau in einem Kampf um Leben und Tod, inmitten eines unerbittlichen Krieges zwischen den Menschen und den Maschinen. Glücklicherweise ist sie dabei allerdings nicht auf sich allein gestellt. Unterstützung bekommt sie nicht nur von der kampferprobten Sarah Connor (Linda Hamilton), sondern auch von der kybernetisch weiterentwickelten Grace (Mackenzie Davis). Und die kann sie auch gut gebrauchen, denn ein weiterentwickelter Terminator des Modells Rev-9 (Gabriel Luna) hat es auf die junge Frau abgesehen. Zwischen den Fronten steht ein alter Bekannter (Arnold Schwarzenegger) von Sarah, der ihr Leben einst für immer veränderte...

In einer Zeit, in der die großen Hollywood-Studios verstärkt auf die Präsenz von populären Marken setzen, gehört die Terminator-Reihe zu den bisher größten Verlierern dieses Franchise-Kriegs. Drei Mal wurde sie in den letzten zwei Dekaden wiederbelebt, zuletzt in Form von "Terminator: Genisys", der als Auftakt einer neuen Trilogie fungieren sollte und neben der Rückkehr von Arnold Schwarzenegger auf "Game of Thrones"-Star Emilia Clarke als neue Sarah Connor setzte. "Terminator: Dark Fate" ist der sechste Teil der Science-Fiction-Saga, versteht sich allerdings als direkte Fortsetzung von James Camerons "Terminator 2: Tag der Abrechnung" und ignoriert einfach mal die Teile 3 bis 5. Was gar nicht mal so schlecht ist, denn die Geschichte um die Terminatoren lief spätestens ab "Terminator: Die Erlösung" ganz schön aus dem Ruder. Und im Fall von Terminator bietet sich der Sprung zu den Wurzeln und das Ausblenden diverser Fortsetzungen allein durch die Zeitreise-Thematik an, ein entscheidender Vorteil, wenn die Kontinuität verhandelt wird. Was den Fan bei dem sechsten Teil zusätzlich aufhorchen lies, ist die Tatsache, dass James Cameron selbst, der bei "Terminator 2: Tag der Abrechnung" Regie führte und mal eben einen der besten Actionfilme aller Zeiten mit bahnbrechenden Effekten (für die damalige Zeit) ablieferte, wieder an Bord war. Zwar nicht hinter der Kamera, doch als Drehbuch‎-Autor, kreativer Berater und Produzent. Regie führte kein geringerer als Tim Miller, der mit "Deadpool" bereits zwei Mal eindrucksvoll unter Beweis stellte, dass er mindestens Actionfilme aus dem FF beherrscht.


Der größte Reiz dieser Back-to-the-Roots-Unternehmung gestaltet sich jedoch eindeutig in der Präsenz von Linda Hamilton, die zum ersten Mal seit 1991 wieder in die ikonische Rolle von Sarah Connor schlüpft, wodurch ebenfalls der emotionale Anker der ersten zwei Filme zurückkehrt. Dieser konnte in den Nachfolgern nie adäquat ersetzt werden. "Terminator: Dark Fate" nutzt die daraus resultierende, einmalige Chance nun gleich zu Beginn, um ihre Geschichte mit neuen Facetten zu erweitern und lassen auch keinen Zweifel daran aufkommen, denn hier wird überraschend brutal und konsequent vor Augen geführt, dass der Plot direkt an "Terminator 2: Tag der Abrechnung" anschließt. Selbst im Angesicht des verhinderten Weltuntergangs vermag Sarah Connor ihren Sohn nicht zu beschützen, da ein von Skynet geschickter Terminator blind dem Protokoll folgt und somit das Leben des jungen John Connors beendet, der später den menschlichen Widerstand gegen die Maschinen anführen sollte. Was dieser Terminator allerdings nicht weiß: Die Zukunft, aus der er geschickt wurde, existiert nicht mehr, da sie in "Terminator 2: Tag der Abrechnung" verhindert wurde. 

Wenngleich dieser Einstieg mit seiner plötzlichen Tragik und der chaotischen Chronologie zuerst irritiert, entpuppt er sich später als überaus spannendes Gedankenspiel, sowohl im Hinblick auf die "Terminator"-Mythologie als auch Arnold Schwarzeneggers Terminator. Gealtert ist die unerbittliche Killermaschine – eine schöne Wendung, die dem sonst wenig berührenden Film eine unerwartete Tiefe verleiht. Einmal mehr dürfen wir über die Grenzen zwischen dem menschlichen und maschinellen Wesen der Filme nachdenken. Dennoch ist es befremdlich, wenn eine Maschine, die nur das Ziel zu Töten hat, plötzlich eine Familie hat und eine Art Gewissen entwickeln konnte. Das passt logisch irgendwie nicht. Wo der Terminator nach Vollendung seiner Mission also ein Gewissen entwickelt hat, jagt Sarah Connor rastlos über die Highways, um die letzten Überbleibsel jener düsteren Zukunft zu eliminieren. Gewissermaßen haben die beiden ihre Rollen getauscht, was vor allem dann interessant wird, wenn sie auf die nächste Generation treffen. So spielt Natalia Reyes in "Terminator: Dark Fate" die junge Dani, die wie einst Sarah Connor von einem Monster aus der Zukunft verfolgt wird: Gabriel Luna aka Rev-9. 

Zu Hilfe eilt ihr derweil Mackanzie Davis, die ihre Grace mit anbetungswürdiger Wucht zum Leben erweckt. Besonders in den Actionszenen ist sie das schlagende Herz von "Terminator: Dark Fate" und bringt mehr Leben in den Film als jede Explosion, die Regisseur Tim Miller verzweifelt bemüht, um ein Epos heraufzubeschwören. Seine Inszenierung gehört zu den enttäuschendsten Aspekten von "Terminator: Dark Fate" und fördert überwiegend uninspirierte Bilder von gigantischer Leere zutage. Die Trailer machen zwar bereits klar, dass wieder Action in Form von Terminator-Fights im Fokus stehen – das ist auch die Essenz des Terminator-Kosmos. Doch der neue Terminator-Film klebt an den Motiven von James Camerons Meilenstein und weiß auf die wenigen geistreichen Impulse seines Drehbuchs kaum aufzubauen, da er wie die Zeitreisenden in der Wiederholungsschleife gefangen ist.


Es ist allzu offensichtlich, dass das Actionwerk sich nicht nur inhaltlich stark an "Terminator 2: Tag der Abrechnung" orientiert, es zitiert und parodiert den vermutlich besten Actionfilm aller Zeiten sogar häufig und für Fans dieses Teils sogar manchmal herrlich auffällig unauffällig. Streckenweise wirkt "Terminator: Dark Fate" daher wie ein hochpolierter Aufguss des Klassikers. Zwar versucht der Film durch einige Twists und neue Charakterdarstellungen dem Thema neue Facetten abzugewinnen, doch im Grund hat man alles schon einmal erlebt – nur besser. Doch "Terminator: Dark Fate" ist ein durchgehend unterhaltsames Werk und die Güte der exzellent choreographierten Actionszenen sind absolut sehenswert. Die Geschichte ist aber nun ausreichend episch erzählt – bitte keine Ehrenrunden mehr!

7/10

Donnerstag, 17. Oktober 2019

The Shining - Shining (Extened TV Version) (1980)

http://www.imdb.com/title/tt0081505/

Der Schriftsteller Jack Torrance (Jack Nicholson) erhält ein praktisches Job-Angebot: Als Hausmeister soll er während der für Gäste geschlossenen Winterzeit das Overlook Hotel in den Bergen von Colorado betreuen. Da er gerade an einem neuen Buch schreibt und die Abgeschiedenheit gelegen kommt, zieht er mit seiner Frau Wendy (Shelley Duvall) und dem gemeinsamen Sohn Danny (Danny Lloyd) in das riesige Gebäude. Der Koch Hallorann (Scatman Crothers) erkennt sofort die besondere Fähigkeit von Danny, dieser verfügt nämlich über das Shining, eine hellseherische Fähigkeit. Und diese Fähigkeit zeigt Danny auch bald, dass schlimme Dinge im Overlook Hotel geschehen sind. Dinge, die seinen Vater bald in den Wahnsinn treiben und ihn und seine Mutter in tödliche Gefahr bringen.

Stanley Kubricks "The Shining" ist zweifelsohne einer der besten Horrorfilme aller Zeiten. So schlicht und ultimativ kann man sein Meisterwerk bezeichnen - und das, obwohl der Autor, kein geringerer als Stephen King selbst, die Verfilmung seines Romans als grotteschlecht empfand. Die Kamera schwebt über die schier unendlichen Weiten des Glacier National Park in Montana. Über den Seen. Über den Wäldern. Über den Bergen. Ganz ruhig. Wunderschön. Untermalt von den Requiemsmelodien Dies Irae: "Tage des Zorns. Tage des jüngsten Gerichts". Wunderschön, und bedrohlich zugleich. Dann plötzlich: das Overlook Hotel. Mitten in der Natur. Im nichts. Ganz unscheinbar wirkt es. Es fügt sich in die natürliche Umgebung. Als wäre es nichts besonderes, etwas ganz normales. Doch eigentlich ist nichts normal an diesem Ort, im Gegenteil alles ist surreal. Dort gelten die Gesetze der Natur nicht. Es ist ein Ort jenseits von Raum und Zeit. Ein Ort voller Schrecken. Ein Ort des jüngsten Gerichts. Ein Ort paradoxer Geschehnisse. Die Vergegenständlichung der Angst selbst, des Wahnsinns. Zu dieser schwindelerregenden Kameraführung und der dröhnend-warnenden Musik von Wendy Carlos gesellen sich die genialen, manisch agierenden Darsteller. Zusammengefügt bilden sie einen beängstigenden Trip, ein surrealer Alptraum, dessen Schrecken auch bei mehrmaligem Ansehen nicht abnimmt, sondern genau das Gegenteil bewirkt.

Verschiedenste Interpretationsansätze, sogar Verschwörungstheorien ranken sich um die Bedeutung dieses Films und jeder Zuschauer muss seine eigene Erklärung suchen. Es ist nicht nur ein einfacher Horrorfilm. Es steckt soviel dahinter. Es ist ein Werk über das Übernatürliche, das Unerklärbare, das Wahnsinnige. Eine Charakterstudie. Jack Nicholson ist hier einfach legendär und furchteinflößend. Die raschen Kamerafahrten durch die Gänge des Overlook Hotels wunderschön anzusehen und gleichzeitig klaustrophobisch. Da wird das Hotel zum eigentlichen Irrgarten. Die schnellen Zooms sind schockierend und unglaublich effektiv. Kubrick liefert hier wieder ein cinematographisches Fest ab, das seinesgleichen sucht. Die nervenzerreibende musikalische Untermalung schafft eine wahrhaft bedrohliche Atmosphäre, die von Anfang bis Ende andauert.

Viele wissen jedoch nicht, dass "The Shining" in den USA über 20 Minuten länger läuft als bei uns. Als "The Shining" in den Export ging, schnitt Kubrick seinen Film noch einmal um, nahm einige Szenen heraus. Die gesamte Thematik um Jacks Alkoholsucht oder seinen physischen Auseinandersetzungen mit Danny wurden fallengelassen. Auch die in Besitznahme des imaginären Freundes bei Danny fehlt komplett in den Europafassungen. Größtenteils schnitt Kubrick nur erklärende Handlungsszenen aus seinem Film heraus. Er meinte, die Europäer wären cleverer als die Amerikaner, und sie bräuchten den zusätzlichen Stoff nicht, um sich in der Story zu orientieren. Wobei ganz klar gesagt werden muss, dass keine der beiden Versionen als besonders bevorzugt angesehen wurde. Beide tragen Kubricks Erlaubnis, beide Versionen sind von ihm abgesegnete, geschnittene "Director's Cuts". Ist die europäische Version eine intensivere, kompaktere Filmerfahrung, gibt es in der hier besprochenen US-Fassung ein paar wirklich beängstigende Szenen und eine wunderschöne Tracking-Kamerafahrt durch das Overlook-Hotel mehr.Welche Version lohnt? Beide, doch die Langfassung ist irgendwie etwas ganz besonderes, sozusagen das Sahnehäubchen auf der Torte.

8,5/10

Von WARNER BROS. Home Entertainment kommt der Film auch als "Limited 2-Disc-Edition" mit Ultra HD Blu-ray und Blu-ray im Steelbook. 

Dienstag, 15. Oktober 2019

[SERIE] The Fresh Prince Of Bel-Air - Der Prinz von Bel-Air, Season 06

https://www.imdb.com/title/tt0098800/

Will Smith (Will Smith) ist ein 17-Jähriger Teenager, der seine Zeit am liebsten mit Basketball oder Rap-Musik verbringt, doch er ist ohne Frage ziemlich intelligent! Doch irgendwann wird die Lage in West-Philly ziemlich heiss für Will, da beschließt seine Mutter, ihn zu seinen Verwandten nach Bel-Air zu schicken, um in bessere Kreise zu kommen. Als Will dann bei den Banks in Bel-Air einzieht, freundet er sich sogleich mit seiner Cousine Ashley (Tatyana Ali) an. Seine Tante Vivian hat zum Glück Verständnis für Wills freche Art. Nur mit seinem Onkel Philip Banks (James Avery), erfolgreicher Staatsanwalt, seiner Cousine Hilary (Karyn Parsons) und seinem Cousin Carlton (Alfonso Ribeiro) kann er sich am Anfang nicht so recht anfreunden. Doch alle verstehen sich immer besser.

https://www.imdb.com/title/tt0582953/
6.1 Flambierte Bananen (Burnin’ Down The House)
Bei einem Abendessen mit Richter Walker soll Onkel Phil ein besonders wichtiger Fall übertragen werden. Ausgerechnet an diesem Abend versucht sich Will in der Küche als Koch. Flambieren will schließlich geübt werden. Schade nur, dass dabei nicht nur das Flambiergut in Flammen aufgeht. Das extrem wichtige Abendessen droht in einer Brandkatastrophe zu enden. Phils Karriere wird wohl den Bach runter gehen. Oder? Vielleicht rettet ein Brathähnchen aus der Imbissbude die Situation... - 7,5/10

https://www.imdb.com/title/tt0582973/
6.2 Rache ist süß (Get A Job)
Will bringt es tatsächlich fertig, Carlton den Job bei der Talkshow seiner Cousine Hilary abzujagen. Seine Aufgabe: Er soll die Schwester eines berühmten Komikers ausführen. Die Dame ist jedoch ganz und gar nicht nach Wills Geschmack und zieht sich schon bald wieder in ihr Hotel zurück. Hilary ist stinksauer, doch Carlton rettet die Situation und damit Wills Job. Trotzdem: Rache ist süß! - 7/10

https://www.imdb.com/title/tt0583032/
6.3 Nur ein durchgeknallter Cousin (Stress Related)
Hilary hat eine schreckliche Erkältung und weiß nicht, wie sie das Meeting mit einem wichtigen Sponsor ihrer Show überstehen soll. Will ergreift die Initiative und besorgt seiner Cousine Medizin. Natürlich vergisst er, das Kleingedruckte zu lesen, und Hilary ist schon bald völlig benebelt von dem Zeug. Will versucht zu retten, was zu retten ist, und verkleidet sich als schwuler Maskenbildner. Keine gute Idee! Der Sponsorenvertrag droht nun endgültig zu platzen. Derweil bleibt Carlton bei der Jobsuche erfolglos, muss aber am "Karriere-Tag" anstelle seines Vaters eine Rede in Ashleys Schule halten. - 7/10

https://www.imdb.com/title/tt0582946/
6.4 Keiner liebt mich (Bourgie Sings The Blues)
Carlton hat immer noch keinen Job. Er bekommt eine Absage nach der anderen und fühlt sich absolut nutzlos und überflüssig. Er flüchtet sich in ein Blues-Café, um dort seinen Frust auszuleben. Währenddessen gibt sich ausgerechnet Will als Carlton aus und versucht, ein Vorstellungsgespräch an der Universität von Princeton zu bestehen. Im letzten Augenblick bekommt Carlton das ersehnte Empfehlungsschreiben für Princeton. - 7/10

https://www.imdb.com/title/tt0583053/
6.5 Rabenvater Richter Banks (The Script Formerly Known As)
Carlton hat wieder ein Problem. Er findet einfach keine Freundin. Also wendet er sich verzweifelt an eine Partnervermittlung. Derweil haben Hilary und Will ganz andere Probleme. Sie haben einen Mann in die Talk-Show eingeladen, der zuvor von Onkel Phil als Geschworener abgesetzt wurde. In der Sendung zieht der Talkgast dermaßen über Onkel Phil ab, dass hinterher der Familiensegen ziemlich ramponiert ist. Will und Hilary entschuldigen sich über den Sender, aber damit fängt der Ärger erst an... - 7,5/10

https://www.imdb.com/title/tt0583015/
6.6 Sturmfreie Bude (Not, I Barbecue)
Ein Spieleabend mit Sandras Cousine Tiffany entpuppt sich vor allem für Carlton als der schlimmste Tag seines Lebens. Mitten in einem neckischen Strip-Spiel, bei dem Will und Carlton dauernd verlieren, taucht Tiffanys Freund Mad Dog auf. Den beiden halbnackten Jungs gelingt zwar die Flucht, doch dabei müssen sie sich schon die allergrößte Mühe geben, damit sie nicht für lebensmüde Selbstmörder gehalten werden. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt0583013/
6.7 Der Lauschangriff (Not With My Cousin You Don’t)
Bevor Ashleys langjähriger Freund Derek am nächsten Tag die Stadt verlässt, um zur Uni zu gehen, nimmt sich das junge Paar vor, ihr "Erstes Mal" zusammen zu erleben. Zufällig erfahren Carlton und Will über die Sprechanlage von diesem Plan und versuchen alles, um das Schlimmste zu verhindern. Ashley ist bitter enttäuscht, dass die beiden sich so in ihr Privatleben einmischen. Ashley und Derek beschließen dann allerdings, dass ein Abschied nicht unbedingt der beste Anlass für ein "Erstes Mal" ist und verschieben das Ganze. - 7,5/10

https://www.imdb.com/title/tt0583061/
6.8 Der Zockerkönig (Viva Lost Wages)
Carlton bekommt zum 21. Geburtstag eine Reise nach Las Vegas geschenkt. Zusammen mit Will besucht er die Spielerstadt. Als er nachts nicht schlafen kann, weil er sich so auf einen Staudammbesuch freut, gerät er in einen Spielrausch und plündert sämtliche Kreditkarten von Will und ihm. Er versetzt sogar ihre Rückflugtickets – und verliert alles. Die letzte Rettung ist ein Tanzwettbewerb. Will und Carlton gewinnen den Trostpreis, der ihnen wenigstens die Rückreise finanziert. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt0583056/
6.9 Die Spezialbehandlung – Teil 1 (There’s The Rub (1))
Zu Thanksgiving gibt es das traditionelle große Familientreffen. In der Küche streitet man sich um die beste Truthahnfüllung. Hilary arbeitet als PR-Aktion für ihre Talk Show in einer Sozialstation. Doch zu ihrem Ärger taucht das angekündigte Fernsehteam nicht auf. Phillip holt sich einen Hexenschuss und Will überredet ihn zum Besuch eines Massagesalons. Doch der entpuppt sich als illegales Bordell und die beiden werden verhaftet. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt0583057/
6.10 Die Spezialbehandlung – Teil 2 (There’s The Rub (2))
Will und Phillip wurden in einem erotischen Massagesalon, in den sie versehentlich geraten waren, erwischt und sitzen im Gefängnis. Hilary entdeckt bei der Armenspeisung ihre soziale Ader und bestellt einen Luxus-Party-Service, um den Obdachlosen ein schönes Feiertagsessen zu bescheren. Phillip und Will gelingt es schließlich doch noch, ihre Freilassung zu erreichen, und alle finden sich zum trauten Truthahnessen am heimischen Tisch wieder. - 7,5/10

https://www.imdb.com/title/tt0582991/
6.11 Hilarys großer Auftritt (I, Ooh, Baby, Baby)
Hilarys Talk Show wird endlich landesweit übertragen. Doch auch das macht sie nicht glücklich. Sie ist davon überzeugt, dass nur ein Baby ihre Erfüllung sein kann. Nach einem schrecklichen Erlebnis auf der Samenbank versucht sie selbst den genetisch geeigneten Kindsvater ausfindig zu machen. Zur großen Erleichterung der ganzen Familie kommt Hilary doch noch zur Vernunft. Sie sieht ein, dass man nicht eben mal ein Baby in die Welt setzen kann, um sich selbst zu verwirklichen. - 7,5/10

https://www.imdb.com/title/tt0582947/
6.12 Fit ins neue Jahr (Boxing Helena)
In Onkel Phils Villa hat jeder gute Vorsätze fürs neue Jahr gefasst. Ashley beschließt, die Hälfte ihres neuen Autos selbst zu finanzieren und nimmt deshalb einen Job in einem Hot-Dog-Laden an. Dort verbreitet sie in kürzester Zeit das totale Chaos. Der Rest der Familie will sich gemeinsam im Fitness-Studio in Form bringen. Carlton gerät an einen Trainer, der ihn so richtig in die Mangel nimmt. Will vergehen seine flotten Sprüche, als er im Boxring von der schönen Helena niedergestreckt wird. Sein männlicher Stolz ist zutiefst verletzt. - 7,5/10

https://www.imdb.com/title/tt0582988/
6.13 Carlton als Leibwächter (I, Clownius)
Am Tag einer wichtigen Urteilsverkündung erhält Onkel Phil eine Morddrohung. Carlton ernennt sich todesmutig zum Chef-Leibwächter. Auf dem Weg zum Gericht machen sie kurz an einer Tankstelle halt. Dort werden sie von dem arbeitslosen Clown Juggels als Geiseln genommen. Er will den Medienrummel im Gerichtssaal ausnutzen, um alle Welt von seinen herausragenden Fähigkeiten als Clown zu überzeugen. Er zwingt das versammelte Gericht seine erbärmliche Show anzuschauen. Will und Carlton bleibt nichts anderes übrig, als seine Assistenten zu spielen. - 7,5/10

https://www.imdb.com/title/tt0582949/
6.14 Familienpolitik – Teil 1 (Breaking Up Is Hard To Do (1))
Ashley bekommt das Angebot, bei einer namhaften Modelagentur zu arbeiten. Will und Carlton übernehmen die Vertragsverhandlungen und vermasseln alles. Onkel Phil bekommt unterdessen das Angebot, in die Politik zu gehen. Vivian ist alles andere als begeistert. Ashley bekommt als Model eine letzte Chance, allerdings unter der Bedingung, dass Will und Carlton bei einer Show als Notnagel einspringen. Zufällig sitzen Phil und Vivian im Publikum. Phil ist empört über deren frivolen Auftritt und will ihnen die Leviten lesen. Doch er kommt nicht dazu, da ihn Vivian vor eine endgültige Entscheidung stellt: Sie oder die Politik. Bis zu seiner Entscheidung zieht sie zu ihrer Schwester. - 7,5/10

https://www.imdb.com/title/tt0582950/
6.15 Familienpolitik – Teil 2 (Breaking Up Is Hard To Do (2))
Weil sich Phil, ohne mit seiner Frau zu sprechen, für ein politisches Amt beworben hat, ist Vivian zu ihrer Schwester gezogen. Die Familie malt sich aus, wie es sein würde, sollten sich die beiden für immer trennen. Will und Co beschließen einzugreifen und die beiden wieder zu versöhnen. In einem Karaoke-Restaurant arrangieren sie ein Treffen. Mit kräftiger gesanglicher Unterstützung der Familie gelingt es Phil, Vivian zur Rückkehr zu bewegen. - 7/10

https://www.imdb.com/title/tt0582987/
6.16. Das Bowlingduell (I, Bowl Buster)
Es ist soweit: Carlton wird an der Princeton University angenommen. Doch als er erfährt, wie erfolgreich sein Vater dort zu seiner Studienzeit war, bekommt er es mit der Angst zu tun. Bei einem Spiel mit Will entdeckt er seine Leidenschaft für Bowling und beschließt, die Uni sausen zu lassen und Profi-Spieler zu werden. Will fordert ihn zum Bowling-Duell auf, um ihn zur Umkehr zu zwingen. Doch Carlton gewinnt das Spiel. Schließlich besinnt er sich jedoch und tritt in Princeton in die Fußstapfen seines Vaters. - 7,5/10

https://www.imdb.com/title/tt0583043/
6.17 Geoffrey wird Papa (The Butler’s Son Did It)
Butler Geoffrey, der eigentlich durch nichts aus der Ruhe zu bringen ist, fällt in Ohnmacht, als plötzlich ein junger Mann namens Frederick vor ihm steht und ihn Papa nennt. Tatsächlich ist er ein Sprössling aus seiner kurzen Ehe in England. Von der Geburt seines Sohnes hat der Butler jedoch nie erfahren. Der frischgebackene Vater tut alles für seinen Sohn, der in seine Fußstapfen treten will, und gibt ihm einen Scheck, damit er eine Butlerschule besuchen kann. Dann erwischt Will Frederick jedoch dabei, wie er Geld aus Wills Geheimversteck stiehlt. Als Frederick auch noch plötzlich verschwindet, durchschaut Will, dass er es nur auf Geoffreys Scheck abgesehen hatte. Auf dem Flughafen hält er ihm eine Gardinenpredigt. Reuevoll kehrt der Sohn zurück und Geoffrey verzeiht ihm väterlich. - 7,5/10

https://www.imdb.com/title/tt0582977/
6.18 Ostern bei den Banks (Hare Today...)
Der kleine Nicky bekommt von Will zu Ostern einen Hasen geschenkt. Carlton und Ashley beteiligen sich am Wettbewerb, wer an Ostern das Solo in der Kirche singen darf. Bei den Vorbereitungen in der Kirche gesteht der Pfarrer Vivian seine Liebe. Vivian ist bestürzt und weiß nicht, wie sie sich bei einem gemeinsamen Abendessen mit der Familie verhalten soll. Onkel Phil hat seine liebe Not, einen Ersatzhasen für Nicky zu besorgen – auf den ersten hat er sich nämlich versehentlich gesetzt und ihn dabei zerquetscht. Bei der Ostermesse herrscht dann wieder Eintracht: Der Pfarrer entschuldigt sich bei Vivian und Carlton und Ashley gestalten gemeinsam das musikalische Programm. - 7/10

https://www.imdb.com/title/tt0582994/
6.19 Wie war das noch mal? (I, Whoops, There It Is)
Will Smith führt uns heute hinter die Kulissen der Serie. Eine ganze Sendung voller Patzer, vergessenen Textzeilen, absurden Situationen und spontanen Lachanfällen. Heute kriegt garantiert jeder sein Fett weg. - 7,5/10

https://www.imdb.com/title/tt0582993/
6.20 Ein Pferd auf dem Sofa (I, Stank Horse)
Carltons Lieblingsrennpferd soll eingeschläfert werden, weil es zu alt ist. Er beschließt, es zu retten und stellt es erst mal im Garten unter. Ashley möchte sich an der Schauspielschule in New York bewerben und ihr erster Auftritt in einer Cola-Werbung scheint ein gutes Sprungbrett zu sein. Als Will sieht, dass sie in einer Strandszene im Bikini auftritt, schleppt er sie vom Set weg. Onkel Phil ist empört und verbietet ihr den Spot zu drehen. Am Drehort überlegt er es sich dann doch noch einmal anders. Als sie zurück nach Hause kommen, entdeckt Phil das Pferd. Zwar hat sich inzwischen eine Farm gefunden, wo man ihm sein Gnadenbrot gewährt – doch der greise Gaul ist nicht mehr vom Wohnzimmersofa herunterzulocken. - 7,5/10

https://www.imdb.com/title/tt0582992/
6.21 Das Golfturnier (I, Stank Hole In One)
Carlton sagt das traditionelle Golfturnier mit seinem Vater ab, weil sie ohnehin verlieren werden und er lieber an einem Seminar teilnehmen will. Will springt für ihn ein. Als Carlton sieht, wie viel Spaß die beiden haben – und das obwohl sie verlieren – wird er neidisch. Hilary springt als Co-Moderatorin in einer berühmten Talk Show ein und wirft die ganze Sendung über den Haufen. Will täuscht eine Verletzung vor, damit Carlton doch noch mit seinem Vater das Turnier beenden kann. Und die beiden gewinnen sogar! - 7,5/10

https://www.imdb.com/title/tt0582964/
6.22 Captain Kirk beim Zahnarzt (Eye, Tooth)
Heute soll William Shatner, alias Captain Kirk, als Gaststar in Hilarys Talk Show auftreten. Carlton ist sein größter Fan und völlig aus dem Häuschen. Will geht mit dem Star Billard spielen, doch Carlton spürt die beiden auch dort auf. Bei einem Streit um die Billardqueue bekommt Shatner versehentlich einen Zahn ausgeschlagen. Beim Zahnarzt fummelt Carlton an den Geräten herum und alle bekommen eine gehörige Dosis Lachgas ab. Das hat natürlich verheerende Auswirkungen auf Hilarys Sendung. Trotzdem soll sie mit ihrer nächsten Sendung nach New York gehen. Ashley ist begeistert, denn jetzt kann sie auch dort auf die Schauspielschule gehen. Nach langem Sträuben stimmt auch Onkel Phil der Sache zu. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt0582989/
6.23 Ein neues Leben – Teil 1 (I, Done (1))
Onkel Phils 50. Geburtstag steht bevor. Der Tag scheint ein Wendepunkt für die gesamte Familie Banks zu werden. Selbst Butler Geoffrey beschließt, zurück nach London zu gehen. Nur Will hat keinerlei Zukunftspläne. In seiner Not behauptet er, er würde ausziehen und hätte schon eine Wohnung gefunden. Jetzt muss er den Worten schnell Taten folgen lassen, doch die Wohnungssuche in L.A. gestaltet sich ausgesprochen schwierig. Als er gerade seine Lüge gestehen will, offenbaren Phil und Vivian, dass sie das Haus verkaufen werden und an die Ostküste ziehen wollen. - 8,5/10

https://www.imdb.com/title/tt0582990/
6.24 Ein neues Leben – Teil 2 (I, Done (2))
Will hat noch immer keine Wohnung gefunden und versucht deshalb den Hauskauf zu verhindern. Doch seine Bemühungen erreichen nur das Gegenteil. Dank ihm geht der Verkauf schneller über die Bühne als erwartet: In sieben Tagen müssen die Banks ausgezogen sein. Will gesteht, dass er noch keine Wohnung hat und Onkel Phil hilft ihm bei der Suche. Bei einem herzlichen Abschied versichert man sich, in Kontakt zu bleiben. - 9/10

Montag, 14. Oktober 2019

Pokémon: Detective Pikachu - Pokémon: Meisterdetektiv Pikachu (2019)

https://www.imdb.com/title/tt5884052/

Tim (Justice Smith) arbeitet als Versicherungsvertreter und erhält die Nachricht, dass sein Vater, ein seit jeher pflichtbewusster und hochdekorierter Polizist, verstorben sei. Tim muss sich nun darum kümmern, den Haushalt seines Vaters aufzulösen, und macht sich kurzerhand auf den Weg nach Ryme City, einer Metropole, in der Menschen und Pokémon in friedlicher Koexistenz zusammenleben. Als Tim in der Wohnung seines Vaters eintrifft, entdeckt er ein verstörtes Pikachu (Stimme im Original: Ryan Reynolds), mit dem er auch noch in der Lage ist, zu kommunizieren. Obwohl Pikachu sein Gedächtnis verloren hat, ist er der festen Überzeugung, ein Meisterdetektiv zu sein und glaubt außerdem, dass Tims Vater noch am Leben ist. Also tun sich Pikachu und Tim zusammen und machen sich in Ryme City auf Spurensuche. Dabei treffen sie auf die CNM-Nachwuchsreporterin Lucy Stevens (Kathryn Newton), die mit ihrem Pokémon Enton ebenfalls einer großen Sache auf der Spur ist. Gemeinsam decken die vier eine Verschwörung auf, die das friedliche Zusammenleben zwischen Menschen und Pokémon in Ryme City für immer zerstören könnte...

"Pokémon" ist und bleibt ein Phänomen der Popkultur, welches selbst über 20 Jahre nach der Entstehung noch kaum Abnutzungserscheinungen zeigt. Nicht nur, dass die Serie über hunderte Folgen besitzt, zusätzlich gibt es mehr als 20 Trickfilme und Spiele gab es wohl bisher auf so ziemlich jedem Medium. Überraschend ist dabei am ehesten, dass es bis 2019 noch keine einzige Realverfilmung gab, was irgendwann ja meistens zur Pflicht wird. "Dragon Ball" hat das ja immerhin auch getan. Nach dem überragenden Erfolg des Spieles "Pokémon Go" wurde man bei den Studios scheinbar mutiger und mit "Meisterdetektiv Pikachu" steht jetzt tatsächlich die erste Realverfilmung von "Pokémon" bereit. Als Vorlage diente das gleichnamige Videospiel. Mit stolzen 150 Millionen Dollar Budget war man scheinbar bereit ein Risiko einzugehen, aber "Pokémon" macht seinem Name auch weiterhin alle Ehre. Der Erfolg blieb nicht aus und auf eine Fortsetzung wird man nicht sonderlich lange warten müssen.

Die Handlung dreht sich um den jugendlichen Tim. Der erfährt plötzlich, dass sein Vater, ein Polizist, gestorben sein soll. Er wohnte in der Stadt Ryme City, in welcher Pokémons und Menschen friedlich zusammenleben und eines Tages beim Dienst soll er umgekommen sein. Tim besucht die Wohnung seines Vaters und stößt dabei auf Pikachu. Dass Tim allgemein nichts mit Pokémons anfangen kann, ist noch nicht das Schlimmste für ihn, aber dass er dieses Pikachu verstehen kann, weil es in menschlichen Worten zu ihm spricht, kann Tim einfach nicht glauben. Scheinbar hat das Schicksal die Beiden zusammengeführt, denn Pikachu ist der ehemalige Partner seines Vaters und zusammen versuchen sie nun den Fall zu lösen.


Es ist schon reichlich kurios, ja fast etwas befremdlich, wenn man sich den ersten "Pokémon"-Realfilm anschaut, weil das einfach neu ist und die Sehgewohnheiten überfordern kann. Wenn dann auch noch Pikachu mit (Ryan Reynolds) Stimme spricht, weiß man erst mal nicht genau, ob man das albern oder gut finden soll. Die Pokémons sind zudem von sehr unterschiedlicher Qualität. Pikachu und auch Enton sehen sehr gut aus, aber bei etwas unwichtigeren, nicht so oft zu sehenden Pokémons hat man sich leider weniger Mühe bei den Animationen gegeben. Die Optik ist zudem ungewohnt, da viele Wesen hier nicht mehr glatt wie im Zeichentrick, sondern flauschig mit Fell aussehen. Die Effekte können also nicht komplett überzeugen, sind überwiegend aber dennoch eine ziemliche Wucht. Kaum eine Szene kommt ohne CGI aus und oftmals sieht das auch echt stark aus. An Aufwand mangelte es hier garantiert nicht und wo die 150 Millionen Dollar Budget geblieben sind, kann man sofort erkennen. Die Inszenierung weiß zudem ebenfalls zu überzeugen und so ist "Meisterdetektiv Pikachu" aus rein handwerklicher Sicht eine solide Sache geworden.


Die Story hingegen ist etwas altbacken und in Teilen vorhersehbar. Man kann den Twist leicht erahnen und was dort hinterher so geschieht, ist nicht mehr als eine passable Krimigeschichte für Kinder. Dass es einem kaum negativ auffällt, dass das Drehbuch etwas mau geraten ist, liegt vor allen Dingen daran, dass der Film in seiner Grundprämisse so abgefahren ist. Die Welt der Pokémon wird einem überhaupt nicht näher erläutert.

Die Geschichte setzt voraus, dass der Zuschauer schon weiß, worauf er sich da einlässt. Weil das alles doch ziemlich verrückt und bekloppt ist und das Tempo zusätzlich reichlich hoch ist, hat man also sowieso keine große Zeit nachzudenken. Und deshalb geht die Handlung dann doch in Ordnung, selbst wenn man sich hier etwas mehr Mühe hätte geben dürfen. Langweilig wird es dafür zum Glück nie, denn in den rund 100 Minuten ist reichlich viel los. Es gibt so manch eine Actionszene und es macht irgendwie Spaß die verschiedenen Pokémons zu entdecken, wobei man hier froh darüber sein kann, dass man sich mehr auf die ersten 150 Arten konzentriert hat - und selbst von denen nur wenige näher beleuchtete werden. Ist man Fan der Serie und der Spiele wird man auch so manch eine Anspielung finden können und zusätzlich gibt es ja Ryan Reynolds als Sprücheklopfer Pikachu zu hören. Der Humor ist schon eher alberner Natur, aber manchmal tatsächlich ganz amüsant und heiter. Justice Smith gibt sich in der zurückhaltenden Rolle recht brauchbar und Kathryn Newton ist ebenfalls solide. Dazu gesellt sich noch ein Bill Nighy, der gut spielt, nur Ken Watanabe hat man leider total verschenkt.


"Meisterdetektiv Pikachu" ist eine von den Darstellern gut gespielte Videospielverfilmung und ein geglücktes Debüt der Pokémons in der Realwelt. Auf mich wirkte der Film ziemlich abgedreht und verrückt, weil es einfach absurd ist die Pokémons in der Realwelt zu sehen. Gerade dadurch konnte mich das aber ziemlich gut unterhalten. Es gibt zahlreiche lockere Sprüche, Effekte, die manchmal atemberaubend und manchmal etwas enttäuschend aussehen, relativ viel Action, albernen Humor und Stereotypen, welche die obligatorische Dramaturgie bedienen. So wirklich begeisternd ist das alles nicht, aber da man kurzweilig unterhalten wird und der Film optisch einfach mal etwas anderes ist, gibt es dennoch eine kleine Empfehlung an alle, die mit Pokémon etwas anfangen können. Der Rest wird wohl leider nur verständnislos den Kopf schütteln.

6,5/10

Von WARNER BROS. Home Entertainment kommt der Film auch als "Limited 2-Disc-Edition" mit Ultra HD Blu-ray und Blu-ray im Steelbook. 

Sonntag, 13. Oktober 2019

Stan & Ollie (2018)

https://www.imdb.com/title/tt3385524/

Das legendäre Komiker-Duo Stan Laurel (Steve Coogan) und Oliver Hardy (John C. Reilly), auch bekannt als Dick und Doof, feierte einst große Erfolge. Doch im Jahr 1953 ist ihr Ruhm etwas verblasst. Der Promoter Bernard Delfont (Rufus Jones) kann sie daher überzeugen, eine Bühnentour durch Großbritannien zu machen. Während die ersten Vorführungen vor nur wenig gefüllten Rängen stattfinden, spricht sich nach und nach rum, dass es die Comedians noch draufhaben und die Hallen füllen sich. Doch bei Stan und Ollie kriselt es. Während Stan, der kreative Kopf des Duos, davon träumt, noch einen großen Film über Robin Hood zu machen, geht es Ollie gesundheitlich immer schlechter. Und als Lucille Hardy (Shirley Henderson) und Ida Laurel (Nina Arianda), die beiden Frauen der Komiker, zur Tour stoßen, verkomplizieren sie die Lage zusätzlich. Und so steht bald die Frage im Raum: Wird es nach der Tour überhaupt noch Stan und Ollie als Duo geben?

Hinter "Stan & Ollie" verbirgt sich keine typische Biographie des Kultduos, welche dem Zuschauer üblicherweise noch einmal die komplette Lebensgeschichte von Stan Laurel und Oliver Hardy aufzeigt. Hier konzentrierte man sich nach einem kurzen Abstecher ins Jahr 1937 ans Set ihres Kultfilms "Zwei ritten nach Texas" zur legendären Tanzszene sonst nahezu komplett auf die Zeit während ihrer England Tournee im Jahre 1953. "Stan & Ollie" ist dabei so viel mehr als nur ein Biopic, es ist ein Feel Good-Movie und vor allem ist es ein Andenken. Das Vermächtnis von Stan Laurel und Olliver Hardy lebt in den Köpfen vieler Generationen und in den Analen der Filmgeschichte weiter. Diejenigen, die mit dem Werk der beiden Hollywood-Legenden nicht vertraut sind, werden eine solide und gute Filmbiografie zu sehen bekommen. Diejenigen aber, die die Geschichte des Komikerduos Laurel und Hardy kennen, die werden ihre Freude mit "Stan & Ollie" weit über die 99 Minuten hinaus haben. Viele Menschen sind mit dem Humor von Laurel und Hardy aufgewachsen und manch einer mag sie als Helden feiern: Dieser Film ist das verdiente Andenken an zwei Große des Humors.


1953 liegt die Filmkarriere des Duos bereits hinter ihnen und beide sind körperlich nicht mehr wirklich auf der Höhe. Zwar träumen beide immer noch von einem Film mit "Robin Hood"-Thema zu dem sie fleißig Gags entwickeln und der sie wieder nach oben bringen soll doch bis dahin müssen beide immer noch irgendwie Geld verdienen. Dies dauerhaft in den Taschen zu halten - dazu hatten beide nämlich leider nicht wirklich Talent. Obwohl beide die Kunst, die sie ausüben, nach wie vor noch sehr lieben, kommen während dieser Zeit fernab von Heim und Frau ein paar schwerwiegende Konflikte aus der Vergangenheit, Probleme während der Tour und Ängste um die Zukunft zu Tage, die von beiden als Freunde und nicht bloss als Berufskollegen gemeistert werden müssen.

Die schauspielerische Leistung von Steve Coogan und John C. Reilly ist grandios, die musikalische Begleitung harmonisch und die Kamera geschickt geführt. Die gezeigten Bilder sind bewegend und voller Emotionen. Viele Szenenbilder und Momentaufnahmen vermitteln mehr als nur oberflächliches Spiel. Es stecken Ideen dahinter: Eine Idee von einer Geschichte Hollywoods, eine Idee von Humor und eine Idee von Freundschaft. Hier bekommt man einen glaubhaften Blick auf die beiden zu einer bestimmten Zeit ihres Lebens und ihres Schaffens und vor allem dem persönlichen Umgang miteinander. Dies als kauzige Komödie mit zwei Dickschädeln die aber nicht laut werden, sich aber trotzdem gegenseitig manchen verbalen Schlagabtausch liefern. Dazu zeigt der Film diverse Clips und Szenen aus ihrem Bühnenprogramm und mag so den ein oder anderen nostalgischen Lacher und Moment erzeugen. Für Leute die in der Thematik bewandert sind ist dieser Film sicherlich ein Hit, für alle anderen ein solides, kleines Filmchen mit einer Menge Herz und Charme.

8,5/10

Von CAPELIGHT PICTURES erschien der Film hierzulande in HD in einem tollen Mediabook: