Samstag, 25. Februar 2017

Freddy's Dead: The Final Nightmare - Freddys Finale: A Nightmare On Elm Street 6 (1991)

http://www.imdb.com/title/tt0101917/

Zehn Jahre, nachdem Alice und Jacob Freddy abgewehrt haben und in eine andere Stadt umgezogen sind, hat Freddy (Robert Englund) es doch noch geschafft, nahezu jedes Kind in Springwood zu töten. Die einzige Ausnahme bildet John Doe (Shon Greenblatt), der aus Springwood fliehen konnte, dabei aber sein Gedächtnis verloren hat. Er wird in einem Heim für Straßenkinder aufgenommen. Die Pädagogin Maggie (Lisa Zane) hält es für eine gute Idee, nach Springwood zurückzukehren, um Johns Erinnerungen auf die Sprünge zu helfen. Begleitet werden der Junge und die Frau dabei von den Kindern Tracy (Lezlie Deane), Carlos (Ricky Dean Logan) und Spencer (Breckin Meyer). In Springwood beginnt John zu glauben, dass er Freddy Kruegers Sohn sein könnte, dies erweist sich allerdings als falsch, als Freddy ihn im Schlaf ermordet. Als die Pädagogin Maggie anfängt, in ihrer Familiengeschichte nachzuforschen, findet sie heraus, dass sie selbst das Kind von Krueger ist. Dank der Hilfe von Doc (Yaphet Kotto) erfährt sie, dass es möglich ist, Freddy Krueger in der realen Welt zu töten. Auf diese Weise kann er nicht mehr von den Traumdämonen wiederbelebt werden. Als Maggie es schafft, Freddy in die reale Welt zu ziehen, kommt es zum entscheidenen Showdown...

Der Trashfaktor, der in "Dream Warriors" langsam Einzug hielt (man erinnere sich nur an den "Wizard Master") und in "The Dream Master" und "The Dream Child" schon deutlich spürbar war wurde im sechsten Teil der Reihe noch eine Spur verschärft. Wenn man sich ein wenig darauf einlassen konnte, waren all diese genannten Teile sogar noch erträglich, obwohl aus der überbösen Figur des Freddy Krueger aus "A Nightmare On Elm Street" mittlerweile eine wahre Witzfigur geworden war, der sich nicht mehr auf das Töten von Kindern konzentrierte, sondern darauf, dass dies alles möglichst absurd und spaßig war. Das ist einerseits etwas schade, da man hier tatsächlich den Humor über den blanken Horror stellte, andererseits ist gerade dies so seltsam unterhaltsam und skurril, dass man diese Teile als Horror-Trash einfach irgendwie lieben muss.

Denn auch im sechsten Teil der Reihe setzt sich dieser Trash-Trend leider fort, verfällt hier aber zusehends in Albernheiten und schlechten Witz, der der ehemaligen Horrorikone Freddy Krueger sämtliche angsteinflössende Macht nimmt. Wie schon die drei Vorgänger ist "Freddy's Dead" nur noch Mittelmaß und das obwohl die Kills recht kreativ sind. Die Story selbst ist dermaßen übel an den Haaren herbei gezogen, dass es einem schlecht wird, die Charaktere sind - bis auf Englund, dem seine Rolle als Krueger offenbar noch immer und auch angesichts solcher Absurditäten Spaß macht - maximal durchschnittlich bis nervig und auch der Blutfaktor ist in Teil 6 eher mager. Er macht auf seiner Art irgendwie immer noch Spaß und unterhält von Anfang bis Ende, als sechster Nachfolger des großartigen Erstlings versagt er aber auf ganzer Linie.

5,5/10