Sonntag, 13. April 2014

Der Wixxer (2004)

http://www.imdb.com/title/tt0313021/

Die Schurken von London müssen sich in Acht nehmen, denn: Der Wixxer geht um. Rücksichtslos mordet er und macht auch vor Inspector Rather Short (Thomas Heinze) nicht halt. Aber da hat der Wixxer seine Rechnung ohne dessen Partner, Chief inspector Even Longer (Oliver Kalkofe), gemacht, denn der nimmt nun die Verfolgung auf. An seiner Seite sind sein neuer Partner Very Long (Bastian Pastewka) und das Ehepaar Dubinsky (Anke Engelke und Olli Dittrich), die einen Mord beobachtet haben. Schnell führt sie die Spur zu dem Earl of Cockwood (Thomas Fritsch), der noch ganz traditionell im Black White Castle lebt und versucht seine dunklen Machenschaften vor den Ermittlern zu vertuschen. Doch auch er fürchtet den Wixxer, dessen Plan die Vorherrschaft über die Unterwelt zu übernehmen immer deutlicher wird. Wird es den beiden Ermittlern gelingen die Schurken zu überführen und die Identität des Wixxers zu enthüllen?

Eigentlich erfüllt der Film genau das, was er soll: er soll den Zuschauer zum Lachen bringen, selbst wenn es nur für den Moment ist. Und genau das hat er bei mir erreicht. Der Film sammelt schon Pluspunkte, da er mit meinen Lieblingskomödianten alá Pastewka, Kalkofe und Herbst auftrumpft. Besonders Christoph Maria Herbst als Butler Alfons Hatler hat sich für mich durch diesen Film unvergessen gemacht - die Rolle war wie für ihn gemacht, einfach unglaublich komisch. Leider hat der Film kaum Story. Aber wen juckt das, wenn die "Geschichte" letztendlich nur dazu benutzt wird, um einen gag an den anderen zu reihen? Große Vorbilder wie "Die nackte Kanone" haben es ja schließlich vorgemacht. Doch zahlreiche gelungene Anspielungen auf andere Filme der jüngeren oder älteren Vergangenheit und die Namen der vielen Protagonisten sind dabei nur die kleinsten Gags. Außerdem von Vorteil ist, dass man die alten Edgar Wallace-Filme nicht kennen muss, um die eine oder andere Anspielung zu verstehen. Abschließend lässt sich sagen, dass "Der Wixxer" zeigt, dass deutsche Komödien nicht unbedingt schlecht sein müssen und ebensowenig muss man sich ans unterste Ende der Humorgrenze bewegen, um einen recht lustigen Film produzieren zu können. Und das man Filme parodieren und dabei trotzdem so nah wie möglich am Original bleiben kann.

Das Fazit ist ein mehr als solider Film, der doch an vielen Stellen von Witzigkeit trotzt, nette Darsteller hat, auch wenn beispielsweise ein Kalkofe als abendfüllender Schauspieler ungeeignet ist, was aber nicht heißt, das er seine Rolle schlecht spielt. Nochmal müsste ich mir den Film jetzt in nächster Zeit nicht angucken, aber dann bestimmt wieder in ein paar Jahren, wenn ich den groben oder den ganzen Inhalt des Films wieder vergessen habe.

6,5/10