Donnerstag, 30. Januar 2014

R.E.D. 2 (2013)

http://www.imdb.com/title/tt1821694/

Frank Moses (Bruce Willis) ist ein ehemaliger CIA-Agent und versucht, seinen Ruhestand zu genießen. Auf der Beisetzung seines früheren Kollegen Marvin Boggs (John Malkovich) wird er vom FBI festgenommen und zum Thema ‘Nightshade’ befragt. Es geht dabei um eine Nuklearwaffe aus rotem Quecksilber, die vor 25 Jahren unter mysteriösen Umständen verschwand. Niemand weiß, wo sich die Waffe heute befindet. Das Verhör wird jedoch unterbrochen, seine Kidnapper werden ermordet und plötzlich taucht der totgeglaubte Marvin wieder auf. Die beiden Männer wollen die Hintergründe zum Thema Nightshade ergründen und ihre Jagd führt sie schließlich nach London, Paris und Moskau. Auch ihre Ex-Kollegin Victoria (Helen Mirren) unterstützt die beiden Agenten bei ihrer gefährlichen Suche nach der Wahrheit. Doch sie sind nicht die einzigen, die Interesse an der Nuklearwaffe haben. Und dann taucht auch noch die verführerische Katja (Catherine Zeta-Jones), eine alte Bekannte von Frank, auf.

Sobald John Malkovich auf der Leinwand erscheint, ist alles in Butter. Ihm gelingt es, lediglich durch Gesichtsakrobatik und skurille Outfits die Sympathien der Zuschauer zu gewinnen und bewegt sich so durchgehend auf der guten Seite. Dies war bereits im ersten Teil der Fall - nur hatte jener noch weit mehr zu bieten. In der nun vorliegenden, Fortsetzung sind es neben Malkovich vor allem die Szenendiebe Mirren & Hopkins, die ihr Bestes geben, den Streifen aus dem sonstigen "Hat man schon mal gesehen"-Brei heraus zu hieven. Vergeblich.




Der Wechsel auf dem Regiestuhl macht sich deutlich bemerkbar; überzeugte Robert Schwentke im ersten Teil noch mit frischen Ideen, überzeugendem Witz und einem angemessenen Tempo, scheitert sein Nachfolger Dean Parisot bereits beim Aufbau. Eine Menge der bemüht flotten Sprüche werden dadurch zunichte gemacht, dass im Anschluss nicht zackig genug umgeschnitten wird. Peinliche Sekunden der Stille entstehen so, was im Grunde für alle Beteiligten unangenehm ist. Ein weiterer dicker Minuspunkt ist jenes aufgeblasene, hohle Gebilde namens "Story", das wie ein dunkler Schatten über den Ereignissen schwebt. Vom müßigen Aspekt der Logik ganz zu schweigen, strotzt die Handlung vor Ungereimtheiten, sodass man sich nach einiger Zeit damit zufrieden geben sollte, die Vorgänge schlicht als gegeben anzusehen. Wobei mir die gerade auf der Welle mitschwimmende Twisterei im letzten Drittel des Films schon erheblich gegen den Strich ging. So etwas braucht kein Mensch, schlimmer, es verleiht dem Film einen etwas faden Beigeschmack. Abgesehen davon sind leider sowohl die Action als auch ein Großteil der Gags bis zu Unkenntlichkeit genormt und auf den modernen Blockbuster zugeschnitten, sodass am Ende wenig Alleinstellungsmerkmale bleiben. Bis auf ein wirklich gelungenes Product Placement, das durch seine Selbstironie positiv hervorsticht. Fazit: etwas schlechter als der Vorgänger, aber immer noch witzig und durchaus einen Blick wert. Gebraucht hätte es die Fortsetzung allerdings nicht.

6,5/10