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Montag, 17. Juni 2013

Blade (1998)

http://www.imdb.com/title/tt0120611/

Was hatte ich mich 1998 auf diesen Film gefreut. Und dann war das auch noch einer der wenigen Streifen, die meine Erwartungen nicht enttäuschten, sondern übertrafen.

Die schwangere Vanessa (Sanaa Lathan) wird kurz vor der Geburt von einem Vampir gebissen, ihr Sohn Eric wird daraufhin als Daywalker geboren. Viele Jahre später befindet sich Blade (Wesley Snipes), wie Eric nun genannt wird, Nacht für Nacht auf der Jagd nach Vampiren, um seine Mutter zu rächen. Halb Vampir, halb Mensch verfügt er lediglich über die Stärken der Vampire, nicht jedoch über ihre Schwächen. Als seine rechte Hand und Erfinder diverser todbringender Apparaturen ist Whistler (Kris Kristofferson) sein einziger Freund. Während Blade sich zahlreicher Vampire entledigt, plant der gewandelte und damit minderwertige Vampir Deacon Frost (Stephen Dorff), die Blutgottheit La Magra zu erwecken, um so die Weltherrschaft an sich reißen zu können. Aber dafür braucht Frost das Blut von Blade...

"Blade" ist eine sehr ernsthafte Comicverfilmung ohne viel Schnörkel und ohne Gnade. Snipes spielt die Figur Blade grandios - unbarmherzig, aber doch nicht gefühllos, cool, aber nicht unnahbar und mit dem zwingend nötigen Sarkasmus. So kämpft sich Blade mit jeder Menge Tempo durch die namenlose Großstadt und hält kaum inne um seine Sache zu erklären, sehr beiläufig erfährt man hier und da ein Details, warum und wieso. Die Story ist noch heute spannend und weiß auch durch ihre Inszenierung zu gefallen. Wobei es gerade da auf die richtige Mischung aus Action und Handlung ankam - und die wurde erreicht. So ist Blade nicht nur eine klasse Comicverfilmung, sondern auch einer der besten - nein, coolsten Vampirfilme aller Zeiten und mit Sicherheit Snipes bester Film. Eines haben allerdings auch diese Gegenspieler nicht gecheckt: man verärgert einfach den Helden nicht. Nein, nein.

8/10

Von WARNER Home Entertainment gibt es den Film auch im limitierten Mediabook:

Quellen
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/Artwork: Warner Bros.

Dienstag, 18. Juni 2013

Blade II (2002)

http://www.imdb.com/title/tt0187738/

Guillermo del Toros Interpretation des Blade-Stoffes kam dann 5 Jahre nach dem grandiosen ersten Teil. Und so ist auch die Story gestrickt: einige Jahre nachdem sein Gefährte Whistler (Kris Kristofferson) von Vampiren entführt wurde, kann Blade (Wesley Snipes) ihn endlich befreien und schließlich vom Vampirvirus heilen. Aber es warten schon neue Probleme auf den Vampirjäger. In Blade II muss der Daywalker (der Mensch, der die Stärken von Vampiren und Menschen in sich vereint) sich mit seinen schlimmsten Feinden, einem Killerkommando (u.a. Ron Pearlman, der später die Hauptrolle in "Hellboy" übernahm) der Vampire, das eigentlich dazu ausgebildet wurde ihn zu töten, verbünden um einer Vampirmutation, dem Reaper, Einhalt zu gebieten. Unter seinen Verbündeten ist auch die Vampirin Nyssa (Leonor Varela), der es gelingt den coolen Blade ein wenig aus der Reserve zu locken...

Der zweiten Teil steht dem ersten grundsätzlich in Nichts nach: die Action stimmt, die Geschichte finde ich  spannend und vor allem eines Comics würdig, dazu passen die bereits bekannten Hauptdarsteller und die neu hinzugekommenen Nebendarsteller, zwischen denen es immer wieder Spannungen gibt, die mal witzig und mal schlagkräftig beseitigt werden. Die Effekte sind auch wesentlich besser als im Vorgänger, aber hier kommt eben Del Toros Phantasie zum Tragen - das merkt man deutlich. Und selbst der Humor kommt im Sinne der splattrig-blutigen Story auch nicht zu kurz. Einen klaren Gewinner zwischen den ersten beiden Teilen der "Blade"-Trilogie gibt es für mich also nicht wirklich; mir gefallen beide sehr gut.

8/10

Von WARNER Home Entertainment gibt es den Film auch im limitierten Mediabook: 

Quellen
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/Artwork: Warner Bros.

Dienstag, 3. September 2013

Gallowwalkers (2012)

http://www.imdb.com/title/tt0829176/

Nachdem der Herr Snipes aus dem Knast raus ist, kann er ja wieder Filme machen. Und der Film beginnt auch recht vielversprechend mit eier netten Szene, die eine FSK-18 durchaus rechtfertigt. Alles was danach kam, war dann wirr, gegenstandslos und auch noch schlecht gespielt. Der Genre-Mix aus Horrorfilm, Western, Thriller und Krimi versprach so viel - und scheitert so kläglich.

Live by the Gun. Die by the Gun. Come back for more…heißt es für alle bösen Jungs, die der mysteriöse Revolverheld Aman (Wesley Snipes) auf dem Schirm hat. Da seine Mutter, eine Nonne, vor langer Zeit ein Gelübde gebrochen hat, um ihrem Sohn das Leben zu retten, lastet auf ihm ein unheilvoller Fluch. Alle seine Opfer, die durch seinen Revolver gestorben sind, kehren als Untote wieder zurück und machen Jagd auf ihren Mörder. Aman rekrutiert einen jungen Krieger namens Fabulos (Riley Smith), um mit ihm gemeinsam gegen die Bande seiner früheren Opfer, angeführt von dem bösartigen Kansa (Kevin Howarth), zu kämpfen und sie endgültig in die ewigen Jagdgründe zu schicken.

Wer denkt, dass Nicolas Cage schlechte Filme macht, der sollte sich mal "Gallowwalkers" ansehen. Eins vorweg: bis auf Snipes sind und bleiben die übrigen Schauspieler blass und öde. Aber das ist nicht das einzige Manko. Für einen dreckigen Western ist er zu sauber. Für einen Horrorfilm zu unblutig und langweilig. Für einen Krimi zu vorhersehbar und für einen Thriller viel zu wenig verstörend. Eigentlich fehlt dem Film alles, was ihn hätte gut werden lassen. Dazu kommen langatmige Szenen (und schier endlose Ritte durch Wüstengebiet), eine sehr zusammenhanglose Story und Dialoge, die aus den Federn der schlechtesten Hollywoodautoren hätten stammen können. Dabei wird noch groß auf dem Cover mit "Wesley Snipes" und "Blade is back!" geworben. Aber eben nur geworben. Denn der Film hat rein gar nichts mit "Blade" oder gar Vampiren zu tun. Wenigstens gibt es ein paar nette Shootouts und ein paar blutige Szenen, die das ganze Machwerk vor der völligen Degradierung bewahren. Gerade noch

3,5/10

Sonntag, 23. Juni 2013

Blade: Trinity (Extended Version) (2004)

http://www.imdb.com/title/tt0359013/

Was für ein vergleichsweise blöder Abschluss der Blade-Trilogie! Nachdem Teil 1 und Teil 2 noch richtig gute Vampir-Actioner waren, stinkt der dritte vor allem wegen seiner Darstellung der Nightstalker-Kiddies bei mir ab.

Im finalen Teil der Vampijäger-Saga bekommt es der Daywalker zum ersten Mal mit dem Vampir aller Vampire Drake alias Dracula zu tun. Dieser wird von einer Gruppe Vampire aus seinem Grab befreit, mit dem Ziel sie alle zu Daywalkern zu transformieren. Nach Whistlers Tod muss Blade (Wesley Snipes) mit der Untergrundorganisation Nightstalker zusammen arbeiten, die auch in den Kampf gegen Vampire geht. Zu dieser gehört neben Whistlers Tochter Abigail (Jessica Biel) auch der Draufgänger Hanibal King (Ryan Reynolds). Ziel der Gruppe ist es, mit dem von ihnen entwickelten Virus Day Star alle Vampire zu vernichten. Dafür brauchen sie jedoch als letztes Element einen Tropfen von Drakes Blut, der das Virus erst wirkungsvoll genug macht. Die Schlacht zwischen den Nightstalkern rund um Blade und den Vampiren beginnt...

Die Story bringt den Mythos um Blade nicht ein Quentchen weiter, sondern wirkt eher wie ein Rückschritt. Die Fights sind recht ordentlich gemacht, doch die Vorgänger haben diesbezüglich stehts die Nase vorn. Die titelgebende Figur kriegt bedauerlich wenig Screentime ab als in den Teilen davor, wirkt dann aber stehts cool. Der Endgegner ist ein Witz und wirkt in keinem Moment richtig bedrohlich, Jessica Biel spielt peinlich und Ryan Reynolds zerstört mit seiner nervigen und ständig blöden Sprüche klopfenden Art fast den ganzen Film. Das war eine reine Null-Nummer.

5,5/10

Von WARNER Home Entertainment gibt es den Film auch im limitierten Mediabook: 

Quellen
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/Artwork: Warner Bros.