Dienstag, 23. Juli 2013

Girls Against Boys (2012)

http://www.imdb.com/title/tt2036376/

Shae (Danielle Panabaker) ist Studentin und gerade frisch getrennt. Als sie einen neuen Mann kennenlernt, der sie schließlich vergewaltigt, schwören sie und ihre Freundin und Kollegin Lu (Nicole LaLiberte) Rache. Gemeinsam begeben sich die beiden jungen Frauen auf einen mörderischen Trip, auf dem sie jeden Mann, der sich ihnen in den Weg stellt, auf grausame Weise eliminieren. Doch was als Rachefeldzug begann, entwickelt sich zu einer bedrohlichen Besessenheit.

"Keiner ist unschuldig!" - und genau aus diesem Grund metzeln zwei junge Frauen eine Handvoll Jungs nieder, da wir Männer ja so unglaublich böse sind. Beginnt dieser Rape'n-Revenge-Streifen noch mit einer angedeuteten aber irgendwie auch belanglosen weil nie bedrohlich wirkenden Vergewaltigung, so verliert sich der Film auch alsbald in seiner Rachephantasie, die zwar schon etwas anders ist als erwartet, aber dennoch zu vorhersehbar um zu erschrecken. Die wirklich heftigen Szenen spielen auch vielerorts im Off, sodass selbst (blutige) Schauwerte zum großen Teil außen vor bleiben. Die Charakterentwicklung von Shae ist zudem ziemlich unglaubwürdig. Allgemein wird im Film alles ziemlich schnell abgefertigt, ohne das weiter auf irgendwas eingegangen wird. Das führt dazu das einem die Charaktere so ziemlich egal sind und letztendlich austauschbar wirken. Danielle Panabaker ist ein hübsches Mädel, aber mehr als bedrückt in die Gegend schauen tut sie kaum. Nicole LaLiberte überzeugt da schon um einiges mehr und obwohl sie eigentlich kein Motiv hat wirkt ihr Charakter um einiges glaubhafter. Trotzdem ist es nicht das, was ich mir davon versprach.

6/10

http://tinyurl.com/mrrserv

Montag, 22. Juli 2013

Despicable Me - Ich: Einfach unverbesserlich (2010)

http://www.imdb.com/title/tt1323594/

Gru ist der größte Superbösewicht der Welt und hat einen Heidenspaß daran, seinen Mitmenschen das Leben schwer zu machen. Eines Tages aber scheint der verschrobenen Hauptfigur von "Ich - Einfach unverbesserlich" dieser Rang streitig gemacht zu werden: Seinem Konkurrenten Vector gelingt es, die legendäre Cheops-Pyramide zu stehlen. Tief in seinem Stolz verletzt, fasst Gru einen noch tollkühneren Plan: Zusammen mit seiner Zwergenarmee will er den größten Diebstahl der Geschichte vollziehen und den Mond klauen. Doch dazu braucht er die berüchtigte Schrumpf-Kanone, die sich allerdings gerade im Besitz Vectors befindet und er braucht er die Hilfe dreier Waisenmädchen, die eines Tages bei ihm auftauchen. Womit Gru jedoch nicht gerechnet hätte: Die drei kleinen Mädchen sehen in ihm nicht den Bösewicht, sondern eine Vaterfigur…

Was man bekommt - und einen die Trailer nie vermuten ließen - ist einen wunderbarer Familienfilm mit warmherziger Geschichte, deren Kern die Menschlichkeit ist, die in jedem von uns lauert - selbst in den größten und fiesesten Superschurken. Mit viel Herz ist es den Machern gelungen, einen Film zu kreiren, der insbesondere durch seine genial-witzigen Figuren entzückt - neben den verrückten gelben Minions, deren Sprache man nicht verstehen, nur erahnen kann, sind es vor allem auch die drei Waisenmädchen, die für die drolligsten Momente sorgen. Mit überraschend wenig Witz wurde hingegen Oberschurke Gru ausgestattet - sein Part konzentriert sich weitestgehend auf den tugendhaften Teil der Geschichte, der jedoch außergewöhnlich gut gelungen ist, ohne sich übermäßig stark der moralischen Keule zu bedienen. Insgesamt also ein genialer Film, den ich immer wieder gern sehe.

8/10

Quellen
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/Artwork: Universal Pictures/Illuminations

Donnerstag, 18. Juli 2013

Super Shark (2011)

http://www.imdb.com/title/tt1698008/

Durch einen Unfall bei einer Ölbohrung nahe der Küste kann sich ein gigantischer prähistorischer Riesenhai, ein Supershark, befreien und frisst sich hungrig durch die schwimmenden Badegäste des nahe gelegenen Strandes. Die hübsche Marine Biologin Kat Carmichael reist sofort an den Tatort. Doch Ölmagnat Roger Wade (John Schneider) stellt sich ihr in den Weg um seine nicht ganz sauberen Geschäfte zu schützen. Der Hai ist mittlerweile mutiert und kann nun sogar auf Land sich fortbewegen. Mit der Hilfe des Disc Jockeys Dynamite Stevens (Soul-Legende Jimmy JJ Walker) trotzt Kat dem zwielichtigen Wade und muss einen Weg finden, um das Monster zu besiegen.

Niemand kann von einem verlangen, einen Film, in dem ein Riesenhai auf seinen Flossen über den Strand "galoppiert" und gegen einen Panzer auf Beinen kämpft, schlecht zu bewerten. Wenn es etwas mehr Monster-Action und weniger Pseudo-Handlung gegeben hätte, könnte man diesem Ding sogar einen Punkt mehr geben. Andererseits; einen kompletten Handlungsstrang um zwei Rettungsschwimmerinnen einzubauen, nur um auf einen winzig-kleinen Gag hinzuarbeiten, das hat auch schon wieder was...

7/10 auf der Trash-Skala
2,5/10 auf der realen Bewertung

Days Of Thunder - Tage des Donners (1990)

http://www.imdb.com/title/tt0099371/

"Top Gun" am Boden oder auch "Top Gun 2" - so wurde "Tage des Donners" oft und viel beschrieben. Da hätten wir Regisseure Tony Scott, Hauptdarsteller Tom Cruise, eine fast ähnliche Story und das Produzenten-Duo Jerry Bruckheimer und Don Simpson.

Der erfolgreiche Rennfahrer Cole Tickle (Tom Cruise) verletzt sich in einem Autocrash mit seinem Rivalen Rowdy Burns (Michael Rooker) so schwer, dass er ins Krankenhaus eingeliefert wird. Dort verliebt er sich in die Ärztin Dr. Claire Lewicki (Nicole Kidman). Nach seiner Genesung baut Cole mit Hilfe seines Mechanikers Harry (Robert Duvall) langsam seine Karriere wieder auf. Zu seinem großen Rennen in Daytona Beach begleitet ihn nicht nur Claire, er erhält auch Unterstützung von seinem ehemaligen Rivalen Rowdy.

Die Geschichte ist einfach, gradlinig und auch zu vorhersehbar geraten. Und trotzdem gelingt es "Tage des Donners" aber einen gewissen Unterhaltungsfaktor aufzubauen, den man vor allem dem offensichtlich gut gelaunten Cast zu verdanken hat. Tom Cruise überzeugt erneut als kleiner Macho, Robert Duvall hat Spaß an seiner Rolle als Mentor und auch Nicole Kidmann liefert als Gespielin von Cruise eine solide Leistung ab. Aber auch die spannend gefilmten Rennsequenzen können überzeugen und sorgen für die nötige Action. Beim Soundtrack wurde auch wie bei "Top Gun" viel Wert auf die Songauswahl gelegt und für den Score zeichnet sich der damals noch recht unbekannte deutsche Komponisten Hans Zimmer verantwortlich. Letztendlich ist "Tag des Donners" nicht mehr oder weniger als ein cooles Mainstream-Filmchen, der auch nicht viel zu bieten hat. Sein Auftreten allerdings lässt, dank Scott's Regiearbeit, so einige Schwächen vergessen.

7,5/10

Quellen
Inhaltsangabe: Paramount

Brüno (2009)

http://www.imdb.com/title/tt0889583/

Mit seinem homosexuellen Bruno - teils Model, teils Reporter des Österreichischen Jungenrundfunks (OJRF) - schickt Comedy-Superstar Sacha Baron Cohen eine seiner ersten Schöpfungen auf einen internationalen Parcours der Provokation. Wie Borat und Ali G ist auch Bruno ein erprobter Held in Cohens Repertoire und hat mit seiner freizügigen Art schon so manchen Puritaner oder Modeschöpfer in die Verzweiflung getrieben. Für sein erstes Kinoabenteuer lädt er beispielsweise im konservativen Arkansas zum "Cage Fight" mit heißen Girls ein und schockierte dann die einigermaßen homophoben Gäste mit knutschenden Muskelmännern im Käfig. Er mischte sich in Mailand mit einem Haufen alter Kleider am Leib unter die Models und stolzierte über den Laufsteg einer exklusiven Modenschau, er versuchte sich in Los Angeles hartnäckig an einem Interview über Schwulenrechte mit Arnold Schwarzenegger und er holte sich in einem angesagten Berliner Club als geschmacksverirrter DJ eine ordentliche Packung Buhrufe ab...

Nach "Ali G" und "Borat" schickt der britische Starkomiker Sacha Baron Cohen nun den nächsten Unruhestifter in den Ring - in Netzhemd und Hotpants. Brüno - teils Model, teils Celebrity-Reporter und vollständig schwul - macht sich aus Österreich auf, die Vereinigten Staaten und damit auch die Welt zu erobern. Auf seiner internationalen Tour der Provokationen schreckt Brüno vor nichts und niemandem zurück, um sich ins Rampenlicht zu drängeln. Ob mit einem Guerilla-Auftritt im Klettkostüm bei einer Modenschau in Mailand, ob mit kruden Auftritten und Reality-Reportagen oder eben mit seinem schwarzen Adoptivbaby, das man als angesagter Star einfach dabeihaben muss. Mit hartgesottener Arglosigkeit sucht Brüno ungeniert nach Spaß und sorgt für Aufruhr, wo auch immer er hinkommt. Er lässt Moralapostel auflaufen, entblößt die Absurditäten der Fashionistas, ärgert selbsternannte Sittenwächter bis aufs Blut und tritt ignoranten Dummköpfen mit unanständiger Wucht vors Schienbein - ein schlüpfriger Narr in der Welt des schönen Scheins. Schamlos und unverschämt witzig.

Der neue Film von Sacha Baron Cohen macht sich über den grenzenlosen Promiwahn lustig. Er überschreitet bewusst Grenzen und alles, was auch nur ansatzweise wie guter Geschmack aussehen könnte, auf seiner Mission soviel kulturelles Chaos wie nur möglich zu schaffen. In halb-dokumentarisch, halb-filmischen Stil führt er die strunzdummen Protagonisten der Glitzerwelt ebenso vor wie die humorlosen Wächter der politischen Korrektheit - und das so provokant und lustig wie möglich. Allein die Szene in der Selbstversteidigung gegen Homosexuelle "unterrichtet" wird spricht Bände. Aber das beste, das wirklich größte ist Brünos Auftritt als (mittlerweile) heterosexueller Moderator einer Wrestling-Show, der während der Show (zum Glück!) geschützt in einem Käfig seinen Assistenten Lutz zum "MyHeart Will Go On"von Celine Dion verführt. Es ist der perfekte Moment, wenn das militant-heterosexuelle Publikum begreift, wem sie da eigentlich zugejubelt haben. Und auch wenn der Humor so manchmal zum Schreien komisch und dann auch wieder inhaltslos ist, so ist auch der Schockfaktor ebenso unbezweifelbar. Genial!

7,5/10

McBain (1991)

http://www.imdb.com/title/tt0102422/

Als der Kolumbianische Freiheitskämpfer Santos vom Präsidenten ermordet wird flieht seine Tochter in die U.S.A. um McBain, seinen alten Freund aus dem Vietnamkrieg, um Hilfe zu bitten. McBain und seine ehemaligen Kameraden reisen nach Kolumbien und nehmen, um Santos zu rächen, den Kampf gegen die Regierung auf.

Von der Story her ist "McBain" sicherlich nur einer von vielen B-Movie-Actionern. Daher ahnt man von Anfang an wie die Geschichte ausgehen wird und der Weg zum Ziel variiert nur geringfügig. Dennoch bietet Regisseur James Glickenhaus eine temporecihe Inszenierung, weshalb der Film auch eine gute Portion Spannung abbekommt. Im Bereich Action gibt es im Grunde nichts auszusetzen, die einzige kleine kleine Enttäuschung ist lediglich der vergleichsweise unspektakuläre, aber dennoch irgendwie coole Showdown.  Dafür überrascht die erste Hälfte mit erstaunlich viel 90er-Action, vor allem mit Feuergefechte én masse. Diese sind sehr gut in Szene geetzt und geizen auch nicht mit teilweise recht drastischen blutigen Details.

Neben der gut verteilten Action trägt vor allem das Setting einen großen Anteil daran, dass „McBain“ in der oberen B-Movie-Liga mitspielt und auch die musikalische Untermalung hat beinahe das Niveau eines A-Films, reicht dann aber doch nicht an diese heran. Die beiläufig eingestreuten und vermeintlich kritischen Ansätze wirken angesichts der reaktinären Action jedoch alles andere als glaubwürdig. McBain-Darsteller Christopher Walken tätet sich cool und kaltschnäuzig durch den Film, auch wenn die Rolle natürlich etwas stereotypisch und beinahe niveaulos ist. Erwähnenswert sind auch Michael Ironside und Maria Conchita Alonso, welche eine solide, aber nicht überambitionierte Leistung abliefern. Vor allem dank der aufwendigen Machart und der Feuergefechte ist "McBain“ also ein recht gelungener Actionfilm, bei dem der eine oder andere Actionfan durchaus mal ein Auge riskieren könnte.

7/10

Von NSM kommt der FIlm in einem schicken Mediabook, natürlich ungeschnitten und nur über das deutschsprachige Ausland, da der Streifen hierzulande immer noch indiziert ist.

Dienstag, 16. Juli 2013

Bad Boys (1995)

http://www.imdb.com/title/tt0112442/

Für Actionfilmfans ist "Bad Boys" sicher ein Begriff für explosive Action und coole Sprüche. Eines der besten Action-Buddy-Movies der 90er Jahre mit Martin Lawrence und Will Smith als herrlich chaotisches Ermittler-Duo. Nicht ohne Grund wird seit Jahren sehnsüchtig auf Teil 3 gewartet.

Dem Miami Police Department wird Heroin im Wert von über 100 Millionen Dollar geklaut. Wenig später wird ein Ex-Polizist mit einem Paket dieses Heroins zusammen mit der jungen Frau Max (Karen Alexander) ermordet aufgefunden. Die beiden Cops Mike Lowrey (Will Smith) und Marcus Burnett (Martin Lawrence) müssen in Bad Boys – Harte Jungs nicht nur das konfiszierte Heroin wiederbeschaffen, sondern auch die Morde aufklären. Einzige Zeugin ist Julie (Téa Leoni), die beste Freundin von Max. Verängstigt will sie sich Mike, der eng mit Max befreundet war, anvertrauen. Aber der ist nicht auffindbar und so muss Marcus seinen Platz einnehmen. Ein riskantes Rollenspiel beginnt, während die beiden Cops in ihren Ermittlungen auf immer härtere Gegner treffen.

Regisseur Michael Bay kennt man heute eher als Mann der großen Explosionen und an seinem Markenzeichen: Militär vor Sonnenuntergängen. Man kann den Mann dafür hassen oder lieben, aber es gab Zeiten, da hatte er noch kein Millionenbudget zur Verfügung und musste auf andere Mittel zurückgreifen. Hier bekommt er einen sauberen Spagat zwischen klassischem Actionkino und moderner Popcorn-Unterhaltung hin, der auch ordentlich Gas gibt. Die typische Optik und die wilden Schnitte sind hier auch schon anzutreffen, geben aber eben "Bad Boys" auch den nötigen Stil. Es kracht an allen Ecken und Ende, die Explosionen und die Action sind toll in Szene gesetzt und vor allem der Witz ist ein absolutes Highlight, der auch nur so lebendig rübergebracht werden kann, weil man mit Martin Lawrence und Will Smith zwei perfekt passende Hauptdarsteller gefunden hat, die ihren Rollen auch den nötigen Charme verleihen. Fetzt.

7,5/10

Exklusiv bei amazon.de gibt es den Film im Doppelpack mit Teil II auch als limtiertes Steelbook, welches den Film in 4K Ultra-HD und Blu-ray enthält. 


Quellen
Inhaltsangabe: Sony Pictures
Poster/Artwork
Sony Pictures