Montag, 31. März 2025

Elevation (2024)

https://www.imdb.com/de/title/tt23558280/

Drei Jahre nachdem grauenvolle Kreaturen die Welt urplötzlich aus dem Untergrund heimgesucht und fast die gesamte Menschheit ausgelöscht haben, hat Will (Anthony Mackie) sich mit seinem Sohn Hunter (Danny Boyd Jr.) ein neues Zuhause in den Rocky Mountains in Colorado aufgebaut. Nur hier ist es sicher, denn in Höhenlagen von über 2.400 Metern können die Wesen nicht überleben. Auch die Wissenschaftlerin Nina (Morena Baccarin) wohnt bei ihnen in der Nähe – sie hatte zusammen mit Wills Frau Tara eine Exkursion unternommen, um die Achillesferse der Ungeheuer zu ermitteln, ein Ausflug, den Tara allerdings nicht überlebt hat. Weil der kleine Hunter an einer schweren Lungenkrankheit leidet, beschließt Will eines Tages notgedrungen, in die tiefer gelegene Stadt Boulder zu gehen, um dort in Ninas altem Labor neuen Sauerstoff zu besorgen, der zur Neige gegangen ist – was ihn und seine Begleiter mitten in die Monsterzone führt.

"Elevation" ist ein weiterer postapokalyptischer Thriller, der auf gewisse Art und Weise der "A Quiet Place"-Schule der Action-Optimierung folgt: In diesem Fall müssen die verbleibenden 5 % der Menschheit über einer 2.440 Meter hohen Grenze bleiben; darunter laufen sie Gefahr, von den Reapern, den riesigen Insekten, die den Planeten erobert haben, angegriffen zu werden. Der Film erinnert zudem an Gareth Edwards’ "Monsters", da er seine schildwanzenartigen Monster nur sparsam präsentiert, und bietet eine spannende letzte Wendung, die die Aussicht auf ein erfolgreiches Franchise nahelegt.

Regisseur George Nolfi ist in Sachen Action keine schlechte Wahl, mit einer brenzligen Seilbahnszene und einer Reihe von Nahbegegnungen mit den Reapern, als das Trio die "Minen von Moria" unter dem Berg beschreitet. Doch trotz regelmäßiger Adrenalinschübe entwickelt "Elevation" nie eine eigenständige Identität, und das nicht nur, weil der Film so durch und durch abgedroschen ist. Das liegt hauptsächlich an der drögen und spärlichen Charakterisierung, sowohl was Wills väterliche Mission als auch das wenig interessante Gezänk mit der nihilistischen Nina betrifft. Mackie trägt nicht gerade dazu bei, dass ihre Leistung eher zu einem Midlife-Crisis-Drama als zu einem Mockbuster über das Schicksal der zivilisierten Welt passt. Baccarin hingegen gelingt es besser, indem sie Töne unterdrückter Wut und letztendlicher Akzeptanz ihrer Vergangenheit einbringt. Doch zukünftige Filme dieser Art sollten sich vielleicht mehr als nur altbackene Geschichtenerzählerei zum Ziel setzen.

5,5/10

Quellen
Inhaltsangabe: Seven One International
Poster/Artwork
Grinder Monkey/John Glenn Entertainment

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