Sonntag, 25. Oktober 2015

Caedes - Die Lichtung des Todes (2014)

http://www.imdb.com/title/tt3367250/

Zusammen mit drei Freunden macht Dan (Bernhard Bozian) einen Campingausflug in den Wald. Die vier Urlauber sind allesamt Ex-Soldaten und wollen es auf einer Lichtung fernab der Stadt so richtig krachen lassen. Nach einer durchzechten Nacht wachen sie allerdings mitten im Chaos auf. Ein Tourist beißt sich in dem Fleisch einer jungen Frau fest. Doch das ist kein Einzelfall: Um sie herum drehen mehrere Camper durch und zerfleischen die anderen. Angst greift um sich und schnell entstehen daraus Hysterie und Panik. Das befreundete Quartett ruft ihre militärischen Fähigkeiten ab und flieht in den Wald, um Zuflucht vor dem Grauen auf der Wiese zu finden. Aber sie werden nicht fündig, denn genau dort lauert das absolut Böse zwischen den Bäumen. Es scheint, als wolle sie jemand nicht von der zombieverseuchten Lichtung lassen.

"Caedes" ist ein deutscher B-, ach was sage ich, C-Horror, der an einigen Stellen sogar schön witzig ist. Die 08/15-Story, die sicher nicht aus der Feder der besten Hollywood-Autoren stammt, ist anfangs vorhersehbar, irgendwann absurd, voller Logiklöcher und Fallstricke und letztlich völlig abstrus. Auch haben sich nicht gerade geballte Film- und Schauspielerfahrung versammelt, vor und hinter der Kamera tummeln sich offensichtlich viele Debütanten. Und ein paar davon haben sogar einschlägige TV-Erfahrung. Stellvertretend sei da Hauptdarsteller Bernhard Bozian gennant, in dessen Filmografie sich Perlen vom Schlag "Marienhof", "Anna und die Liebe", "Sturm der Liebe" und "Verbotene Liebe" finden - gibts da noch Fragen? Klar, dass auch der Dialogregie nicht unbedingt großes Augenmerk galt. Dafür gibts als Entschädigung ein paar markige und lustige Oneliner, die sicher ihre Abnehmer finden. Mühe haben sich die fürs Make-up zuständigen Crewmitglieder gegeben. Die Gesichter der Zombies sind zwar wenig beeindruckend, einige der  Splattereffekte sehen aber - im Hinblick auf das geringe Budget und dafür, dass es sich um einen deutschen Film handelt - recht ordentlich aus. Würde sich der Film tatsächlich ernst nehmen, wäre das ein glatter Schuss in den Ofen gewesen. So aber kann man zumindest mit Freunden, Bier und viel Wohlwollen einen Splatterspaß sehen, über den man noch lange den Kopf schüttelt. Allerdings nicht ohne die Mundwinkel nach oben zu ziehen.

6/10