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Sonntag, 30. März 2014

Død Snø 2 - Dead Snow 2: Red vs. Dead (2014)

http://www.imdb.com/title/tt2832470/

Der zweite Teil zeigt uns den einzigen Überlebenden der Zombie-Attacke des ersten Films. Gemeinsam mit einer professionellen, US-amerikanischen Zombie-Killer-Gang, dem Zombie-Squad, kämpft Martin (Vegar Hoel) nun gegen eine noch größere Armee untoter Nazi-Soldaten. Denn Martin will Rache für seine toten Freunde und schlimmer als seine vorherigen Erlebnisse kann es dieses Mal eigentlich gar nicht mehr werden. Zumindest hofft er das. Doch in seinem Fall war das wohl erst der Anfang allen Übels...

Mit beinahe uneinholbaren Abstand der beste Film der diesjährigen nights. Das hätte ich nicht gedacht. Ich habe tatsächlich knappe 100 Minuten lang am Stück gelacht. So sehr, dass mir manches Mal der Bauch weh tat. Aber von Anfang an.

Der Film beginnt mit einer kleinen Rückblende auf die Geschehnisse in Teil 1. Minimal verändert und ein oder zwei Details unter den Tisch fallen gelassen, aber darüber konnte ich recht großzügig hinwegsehen. Denn was dann kam, war an Genialität an Einfällen und Köstlichkeiten des teilweise sehr schwarzen Humors kaum zu überbieten. Es wäre viel zuviel, die einzelnen Gags aufzuzählen oder gar zu beschreiben. Das muss man einfach gesehen haben.

Es beginnt schon damit, dass Martin's Arm (den er sich im ersten Teil aufgrund eines Zombie-Bisses abtrennen musste) gerettet und wieder angenäht wird - nur leider ist es nicht wirklich seiner - es ist der von Nazi-Zombie Oberst Herzog. Mit diesem hat er eine übernatürliche Kraft und kann sich derer auch nicht erwehren, bzw. sie kontrollieren - da dürfen auch schon mal Kinder dran glauben. Dass das trotzdem noch komisch ist, ist der Situation zu verdanken und der einfachen Tatsache, dass der Streifen sich nicht einmal die Mühe gibt, ernst sein zu wollen. Im Gegenteil: er zitiert ungehemmt aus den "Star Wars"-Filmen, hommagiert gekonnt und vor allem passend Szenen aus bekannten Filmen wie "Platoon" oder "Titanic" - und geizt ebensowenig mit Blut und Splatter. Unglaublich aber wahr: mit Gedärmen kann noch viel mehr gemacht werden, wie hier sehr schön zur Schau gestellt wurde. :)

Wenn sich die "professionelle" Zombie Squad, die nur aus zwei weiblichen und einem männlich Nerd besteht, in Norwegen einreitet geht es richtig los. Die Zombie-Nazis sind entgegen aller Zombie-Konventionen unglaublich intelligent und fies und auch durch Ausweidung nicht aufzuhalten. Als Martin dann entdeckt, dass er durch seinen Zombiearm auch Tote zum Leben erwecken kann, bekommt sein Team noch einen absolut köstlichen und immer leidtragenden kleinen Sidekick-Zombie, der herrlich in das Szenario eingearbeitet wurde.

Und allerspätestens, wenn die "Rote Armee" zum Leben erweckt wird, die hilflose Polizei zusehen muss wie ein friedlicher und gleichzeitig malerischer Vorort zum Schauplatz eines Zombiekrieges wird ist es vorbei: ich konnte nicht mehr vor Lachen. Selbst das Ende kann noch einen drauf setzen und nach dem Abspann kriegt man noch ein kleines Sahnehäubchen, was einen dritten Teil auch wahrscheinlich machen könnte. Wenn der so ist wie dieser Streifen hier: immer her damit!

8,5/10

Von NAMELESS Media kommt der Film in HD im auf 333 Stück limitierten Mediabook:


Quellen
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/Artwork:  Tappeluft Pictures/Sagafilm/The Fyzz Facility/XYZ Films

Samstag, 21. März 2009

Død Snø - Dead Snow (2009)

http://www.imdb.com/title/tt1278340/

Acht Medizinstudenten machen einen Wochenend-Trip in die Berge Norwegens. Kaum an der Hütte angekommen, treffen sie auf einen unheimlichen alten Mann, der die Gruppe vor dieser Gegend warnt. Das Böse lauert in Gestalt einer SS-Armee in den eisigen Bergen. Aber wer nimmt so etwas schon ernst? Die acht Studenten lassen den alten Mann unter Gelächter ziehen. Doch schnell wird klar, dass es keine Gruselgeschichte war und ein erster SS-Zombie steht vor der Tür. Und wo einer ist, da lässt eine ganze Armee nicht lange auf sich warten. Es kommt zum Unvermeidlichen, zum Krieg zwischen untoten SS-Soldaten und Medizinstudenten. Ein Kampf zwischen Lebenden und Untoten beginnt.

Mit diesem blutigen Horrortrash zeigt Tommy Wirkola eindeutig ein gewisses Inszenierungstalent und seine Vorliebe für den Splatterfilm, auch wenn ihm nicht viel, oder besser überhaupt nichts, Neues einfällt. Gerade die erste Hälfte läuft nach ganz gewöhnlichem Muster ab. Das ist in so einem Genrefilm zwar kein Beinbruch, da Wirkola daraus auch keinen Hehl macht, z.Bsp. in dem er eine seiner Figuren ganz unverblümt aussprechen lässt, dass eine Gruppe junger Leute ohne Handynetz in einer einsamen Hütte wie aus einem Horrorfilm zu stammen scheint und dabei auch einige der indirekten Vorbilder namentlich nennt (der Kerl trägt auch noch ein "Braindead"-T-Shirt), dennoch ist es etwas schleppend und eine ganze Weile lang riecht es nach muffigem 08/15. Die Story und speziell deren Aufbau sind beileibe nicht der Rede wert, darin liegt eindeutig nicht die Stärke von "Dead Snow". Abwarten ist für den Genrefan angesagt, denn das lohnt sich durchaus. Sobald sich das untote Nazi-Pack so richtig aus dem Schnee gräbt, wird der auch fix blutrot getränkt und es wird gezeigt, auf was es in erster Linie ankommt: absurd ausufernden Splatter mit bösem Humor. Das Tempo steigt zügig und nun erinnert tatsächlich etwas an die vorher erwähnten Klassiker. Da darf natürlich auch die Kettensäge nicht fehlen. Zwar ist "Dead Snow" auch nun nicht einfallsreich, aber er macht Spaß. Es ist rasant, ekelhaft und gemein, jedoch stets auf die humorvolle Art, die sich nicht als bösartig bezeichen lässt. Die Effekte sind sehr ordentlich und wer mit gut gemachtem Splatter seinen Spaß haben kann, liegt hier sicher nicht verkehrt. Ohne den mauen Beginn wäre da noch einiges mehr drin gewesen. So aber hintenraus sehr versöhnlich.

7,5/10

Von NAMELESS Media kommt der Film in HD im auf 333 Stück limitierten Mediabook: 


Quellen
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/Artwork: Future Film Nordic/Film i Väst