Freitag, 16. Dezember 2016

男兒本色 - Naam Yi Boon Sik - Invisible Target (2007)

http://www.imdb.com/title/tt0995739/

Bei einem brutalen Überfall auf einen Geldtransporter kommt auch die Verlobte des hitzköpfigen Cops Chan Chun (Nicholas Tse) ums Leben. Von unendlichem Schmerz über den Verlust getrieben, schwört er, sich an den Mördern zu rächen. Zusammen mit seinen beiden Kollegen Fong Yik Wei (Shawn Yue), dem draufgängerischem Kommisar, und Wai King-ho (Jaycee Chan), einem ambitionierten aber unerfahrenen ‚Frischling’, setzt Chun sich auf die Spur der brutalen Bande. Doch die, von dem eigentlichen Drahtzieher des Überfalls um ihren Anteil betrogen, schreckt selbst vor Kindesentführung, Mord in den eigenen Reihen, und Polizistenmord nicht zurück. Das ungleiche Cop-Team steht vor der fast unlösbaren Herausforderung, die Bande endgültig zur Strecke zu bringen – auch wenn sie wissen: Verschont wird hier niemand!

Es ist ja nun wahrlich kein Geheimnis, dass man nach Asien schauen muss, wenn man durchgestylte Action sehen will. Auch "Invisible Target" reiht sich in die Riege der hervorragend choreographierten und gespielten Martial-Arts-Actioner ein. Auch wenn die Story sicher nicht die Neuste oder Überraschenste ist und im Grunde nur der klischeebelastete Standard, punktet der Film mit herausragenden Darstellern bis in die kleinste Nebenrollen und abgedrehten/tiefgängigen Charakteren die man einfach alle auf ihre Art lieben muss. Kurzum: der Film versteht es, den Zuschauer bei der Stange zu halten. Die Geschichte wird mit zunehmender Länge nicht etwa langweiliger sondern zieht einen, trotz mangelnder Originalität, einfach mit.

Die Helden der Geschichte sind grundsympathisch und man fühlt mit ihnen. Doch was noch besser ist, der Film zeigt auch seine Bösewichter nicht so oberflächlich wie in so vielen Streifen des gleichen Genres. Das macht die Kämpfe noch um ein ganzes spannender. Die  sind nämlich reinstes Adrenalin, nicht zu abgedreht (vielleicht bis auf das völlige "over-the-top"-Ende) und schön fotografiert. Die Schauspieler machen ihre Sache hervorragend, das asiatische Overacting bleibt aus und deshalb können auch Leute die sonst einen großen Bogen um Filme aus dem asiatischen Bereich machen mal zugreifen. Es lohnt sich nämlich. Im gesamten Film gibt es nur ein paar wenige Szenen die nicht ganz zum Rest passen wollen, aber das sind Mängel auf hohem Niveau. "Invisible Target" bleibt trotzdem ein äußerst spannender und kräftig auf die Ohren gebender Thriller der sich gewaschen hat.

7/10