Donnerstag, 17. September 2015

ชัตเตอร์ กดติดวิญญาณ - Shutter (2004)

http://www.imdb.com/title/tt0440803/

Auf dem Heimweg von einer Hochzeitsfeier überfahren der Fotograf Tun und seine Freundin Jane auf einer finsteren, ausgestorbenen Straße versehentlich eine junge Frau. Nicht sicher was sie tun sollen, schlägt Tun vor, sich aus dem Staub zu machen. Wenige Tage später bemerkt Tun, dass die Fotos seines jüngsten Auftrags durch Lichtstreifen und die geisterhafte Anwesenheit des toten Mädchens entstellt sind. In einem Versuch, ihr Gewissen zu beruhigen und die offensichtliche Wut eines Geistes zu vertreiben, kehren Jane und Tun zur Unfallstelle zurück: Das Paar steht vor einem Rätsel, als es erfährt, dass es für die fragliche Nacht weder ein Protokoll über einen Todesfall noch einen Leichnam gibt. All die Fotos, die Tun aufgenommen hat, weisen eine diabolische Gegenwart auf. Und was noch schlimmer ist: Er erfährt, dass seine Freunde der Reihe nach Selbstmord begehen...

Ein durch und durch gut kalkulierter Mystery-Thriller aus Thailand. "Shutter" erfindet sicher das Rad nicht neu und genau das ist in diesem Fall gut so. Es ist ein typischer Horrorfilm nach asiatischer Art und noch dazu ein wirklich guter.  Der Film beherrscht sein Handwerk, auch wenn er zu viel aus bekannteren Filmen stiehlt.

Auch wenn mittlerweile die Thematik mit gespenstischen asiatischen Damen mit nassen schwarzen langen Haaren etwas abgedroschen erscheint, gelingt es den Machern letztlich insbesondere in den Schockszenen immer wieder hervorragend den Kern der menschlichen Angst zu finden und freizusetzen. Etwas gewöhnungsbedürftig ist die typische kalte, irgendwie seltsam anmutende Charakterdarstellung, die aber wohl aus der Andersartigkeit der Kultur und der nicht so recht passen wollenden deutschen Synchronisation herrührt. Die Jump Scares werden (irgendwie untypisch) desöfteren schon von Weitem angekündigt (etwa durch fiese Bernhard Herrman-Psycho-Streichinstrumenteinlagen), daher gibt es auch nicht ganz so viel Gänsehaut, aber die Asiaten wären eben nicht Asiaten, wenn sie in einem Genrefilm, wissen, welche Hebel umzulegen sind, um trotzdem ein gelungenes, gruseliges Filmerlebnis zu schaffen. Die Atmosphäre stimmt in jeder Einstellung und die Schauspieler geben ebenfalls eine gute und zufriedenstellende Leistung ab.


Die sterilen, sehr blassen und farbarmen Bilder geben als Stilelement zudem die genau richtige Note. In der Makrospektive mag die Story dann  zwar vorhersehbar sein, doch das Ende ist dann wieder recht kreativ und die allerletzte Szene absolut genial und - so könnte man durchaus sagen - typisch asiatisch. Denn auf so etwas Krankes kommen europäische Regisseure einfach nicht bei Horrorfilmen und die verkitschte Hollywood-Riege ohnehin nicht. Daher hat "Shutter" eindeutig die Nase vorn. Ja, so etwas haben die Asiaten einfach drauf.

7/10