Samstag, 9. Februar 2013

Forrest Gump (1991)

http://www.imdb.com/title/tt0109830/

"Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen. Man weiß nie, was man kriegt." Diese Weisheit kann dem Leben von Forrest Gump nur ansatzweise gerecht werden. Auf den Bus wartend berichtet Forrest Gump (Tom Hanks) von seinem bewegten Leben als zunächst körperlich und, mit einem IQ von 75, geistig benachteiligter, von seinen Mitschülern gehänselter, Junge, der nicht nur den berühmten Hüftschwung von Elvis Presley erfindet, sondern auch ein berühmter Footballspieler, Ping Pong-Champion, Langstreckenläufer und gefeierter Kriegsheld wird. Neben seinen Begegnungen mit historischen Größen wie John F. Kennedy, John Lennon und Richard Nixon, deckt Forrest Gump unbedarft die Watergate-Affäre auf, zieht das Bubba Gump Shrimp-Imperium auf und wird mit der Investition in Apple-Aktien zum Millionär. Durch all seine Erlebnisse zieht sich die Liebe zu seiner besten Freundin Jenny (Robin Wright), die immer zu ihm gehalten hat, wie ein roter Faden. Dies ist der Tag, an dem Forrest Gump sie endlich wiedersehen wird...

Ich kann auch nicht mehr sagen, wie oft ich diesen genialen Film in meinem Leben schon gesehen habe. Und das ist einer der wenigen Filme, die man sich auch immer und immer wieder ansehen kann. Ich mag die Geschichte um die Figur Forrest Gump, die es trotz aller Widrigkeiten und Vorurteile schafft (teils auch mit einer gehörigen Portion Glück) etwas aus seinem Leben zu machen - und dabei alles sehr naiv zu betrachten - eben wie durch die Augen eines Kindes, mit einem Quentchen von erwachsenem Verständnis. 

Die Filmmmusik ist bei jeder einzelnen Szenerie passend und man freut sich immer wieder Ereignisse beinahe zufällig zu sehen, bei denen Forrerst mitgewirkt hat, ohne selbst zu wissen, was die spätere historische Bedeutung sei wird. Dazu zählen unter anderem der (von Forrest fälschlich als Ruhestörung gemeldete) Einbruch im Watergate-Gebäudekomplex, was Nixon zu Fall brachte oder der Hurricane Carmen, der die halbe Fischereiwirtschaft der USA lahmlegte und nur Forrest diesem entkam und dadurch in völliger Unwissenheit sein Imperium aufbaute oder ganz banale Dinge wie die Erfindung des Smileys. Das mag an einigen Stellen sehr überspitzt sein, für was dieser Mann verantwortlich gewesen sein soll, aber irgendwie passt es auch in die Geschichte und - da bin ich ehrlich - wenn es unterhält, von mir aus. 

 Wie auch immer, das Drama um seine ewig davonlaufende Freundin Jenny und Forrests Mutter binden die gesamte Geschichte wie Zement und dienen immer wieder als Ankerpunkt, was dem ganzen gleichsam einen romantischen als auch dramatischen Touch verleiht. Der Film hat etwas. Etwas, dass mich fesselt und je öfter man ihn sieht um so mehr Details entdeckt man im Hintergrund, auf laufenden Fernsehapparaten in Schaufenstern, in Zeitungsartikeln, die kurz eingeblendet werden. Vielleicht ist es auch diese Verliebtheit des Regisseurs, die dem Film das gewisse Etwas gibt. Toll.

9,5/10