Freitag, 12. Juli 2019

Field Of Dreams - Feld der Träume (1989)

https://www.imdb.com/title/tt0097351/

Eines Tages hört Ray Kinsella (Kevin Costner), ein Farmer aus Iowa, eine Stimme aus seinem Maisfeld flüstern, die ihm aufträgt genau dort ein Baseballstadium zu bauen. Kaum hat er den Spielplatz fertiggestellt, erscheint der Geist des längst verstorbenen Baseballprofis Joe Jackson (Ray Liotta) mit einem Gefolge aus sieben weiteren Spielern seines Teams. Außer Ray, seiner Frau Annie (Amy Madigan) und ihrer kleinen Tochter Karin (Gaby Hoffmann) kann jedoch niemand die Geister sehen. Die Spieler haben eines gemeinsam: Sie alle waren 1919 in einen Bestechungsskandal verwickelt, der sogenannte Black Sox Skandal, woraufhin ihnen die Spielerlizenz entzogen wurde. Doch das ist nur der Beginn einer Kette wundersamer Ereignisse. Wenig später meldet sich die geheimnisvolle Stimme aus dem Maisfeld erneut und hat eine weitere Aufgabe für Ray...

"Feld der Träume" handelt nur sekundär von Baseball, denn das Spiel ist nur eine Metapher für etwas viel Größeres. In Wahrheit geht es nämlich um viel wichtigere Dinge im Leben wie Verständnis zwischen den Generationen, familiären Zusammenhalt, Glaube an Träume und den Mut sie zu verwirklichen sowie eines der stärksten biblischen Elemente, die Vergebung. Es geht um einen in Iowa lebende Farmer namens Ray, der eine Stimme hört, die ihm sagt: "Wenn du es baust, wird er kommen." So beginnt er ein Baseballfeld in der Mitte seines Kornfeldes zu bauen, weil er denkt, das Feld ist für einen berüchtigten Spieler der einst mit 7 anderen Spielern von der Liga verbannt wurde, und er denkt das diese dann vom Totenreich (Himmel) kommen und wieder Baseball spielen. Was diese dann im weiteren Verlauf auch tatsächlich tun, aber das ist nicht der wahre Grund für das Feld.

Obwohl den meisten Zuschauern bei Betrachten des Films diese Botschaften nicht bewusst sind, vermittelt die Geschichte von Ray Kinsella (Kevin Costner) und seinem anfänglich irrational erscheinenden Baseballfeld auf dem Maisacker sie trotzdem. Unbewusst. Also was ist das Baseballfeld wirklich? Mehrere Male fragen die Leute: "Ist das der Himmel?" und Ray antwortet: "Nein, es ist Iowa", was hier sicherlich eine lustige Zeile ist, aber die Wahrheit ist, es ist wirklich der Himmel. Es ist der Ort, wo Träume wahr werden, wie Rays Dad es ihm später erzählt. Der Himmel hat sich auf einer Farm in Form eines Baseballfeldes manifestiert um einige zerbrochene Leben zu erlösen und zu heilen. Das Herz des Films ist Rays Beziehung zu seinem Vater. Es ist ein Film über Väter und Söhne. Ray baut das Baseballfeld, weil er Angst davor hat wie sein Vater zu sein. Es ist eine Sache die bleibt, und auch darum geht es in diesem Film: das Königreich des Himmels. Es ist kein Reich der Steine und Mörtel, noch ein Reich des Baseballs: es ist ein Reich der Beziehungen. deshalb sind wir hier und davon handelt der Film.

Dazu trägt ein vorzügliches Ensemble bei. Neben Costner und seiner Filmfrau Annie - gespielt von einer spürbar von ihrer Rolle überzeugten Amy Madigan - sind es natürlich vor allem James Earl Jones und die hier noch lebende Legende Burt Lancaster, die begeistern. Der Film ist ein Appell an den Zuschauer, für diese vermittelten Werte einzustehen oder sie zumindest zu schätzen. Darum fühlt man sich nach der Sichtung von "Feld der Träume" auch so nachdenklich. Und gleichzeitig unheimlich gut. Wer bei "Feld der Träume" nicht begreift, was die Magie des Kinos bedeuten kann, wird es wahrscheinlich nie verstehen. Ein zeitloser Klassiker, dessen Bilder nicht nur für Tage und Wochen, sondern für immer in Kopf und Herz bleiben.

8/10

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