Dienstag, 28. Juni 2016

Uno Sceriffo Extraterrestre... Poco Extra E Molto Terrestre - Der Große mit seinem außerirdischen Kleinen (1979)

http://www.imdb.com/title/tt0079859/

Newman ist ein verschlafenes Provinzstädtchen in Georgia. Dies ändert sich an dem Tag, als mehrere Bewohner glauben, ein Ufo gesehen zu haben. Sheriff Craft (Bud Spencer) versteht die Aufregung nicht. Er glaubt nicht an Außerirdische – zumindest bis er dem Kleinen H7-25 (Cary Guffey) begegnet. Der sieht zwar aus wie ein kleiner Junge, verfügt aber über äußerst ungewöhnliche und ganz und gar nicht irdische Fähigkeiten. Für den außergewöhnlichen Jungen interessiert sich auch schon bald die militärische Abwehr unter Führung von Captain Briggs (Raimund Harmstorf). Nun muss der Große wieder zu seinen schlagkräftigen Argumenten greifen, um seinen kleinen Freund vom anderen Stern zu beschützen...

Bud Spencer. Man muss zu diesem Mann nicht viel mehr sagen, ist er doch für viele noch immer ein Kindheitsidol. Und auch heute noch, wenn man dem Kinderdasein entwachsen ist, kann man ihm und seinen Filmen immer wieder was abgewinnen. Auch wenn die "Extraterrestre"-Reihe etwas gewöhnungsbedürftig ist, so ist der Film genau das, was er sein will: gepflegte Familienunterhaltung mit einigen netten Hau-drauf-Elementen und dürftigen Kalauern am Fließband. Bud Spencer ist, wie so häufig, der nette Typ von nebenan, der kinderlieb ist und die Welt retten will. Das kommt sympathisch rüber, versprüht aber keine wirkliche Freude am sehen. "Der Große mit seinem außerirdischen Kleinen" ist eben bewusst familientauglich und klischéetriefend.

Neben der kindlichen Handlung mit Fantasytouch und den typischen Bud Spencer'schen Hieben fällt mal wieder ganz besonders der Soundtrack von Oliver Onions auf, der einen fast mehr noch als der Film an sich in diese Zeit versetzt. Auch wenn es ein ganz netter Seitenhieb auf die spielbergschen Filme ist Gary Cuffey (der kleine Sohn von Melinda Dillon aus Spielbergs "Unheimliche Begegnung der dritten Art") als ausserirdischen Ziehsohn zu casten, so packt einem doch das Gefühl, hier ist alles zu sehr auf Liebkosungen getrimmt wurde und unbedingt ein kleiner Erfolg produziert werden sollte. Aber dazu ist er zu einfach konstruiert und versprüht etwas zu wenig Charme. Aber für eine ordentliche Prügelei reicht es immerhin.

6,5/10