Samstag, 13. Februar 2016

Firestarter - Der Feuerteufel (1984)

http://www.imdb.com/title/tt0087262/

Andrew (David Keith) und Vicky McGee (Heather Locklear) lernten sich auf dem College kennen. Damals stellten sie sich beide als Versuchskaninchen für medizinische Experimente zur Verfügung. Die beiden verliebten sich und heirateten und bekamen eine Tochter. Doch was sie nicht ahnen: Die Substanz, die ihnen damals bei dem Experiment verabreicht wurde, bewirkte die Entwicklung übersinnlicher Fähigkeiten. Und ihre Tochter scheint diese Begabungen geerbt zu haben – in verstärkter Form. Die kleine Charlie (Drew Barrymore) hat die Fähigkeit, Feuer durch bloße Gedankenkraft entflammen zu lassen. Dieses Talent bleibt auch der Regierung nicht verborgen. „Das Institut“, ein dubioser Geheimdienst will Charlie in Quarantäne setzen, um ihre Kräfte zu studieren. Captain Hollister (Martin Sheen), der Chef der Behörde, setzt einen skrupellosen Kidnapper (George C. Scott) auf Charlie an...

Der Film basiert auf Stephen Kings "Firestarter" von 1980 und kleine Mädchen sind ja immer für Horrorfilme gut; das war vor gut 30 Jahren nicht anders als jetzt. Die Besetzung mit Drew Barrymore erwies sich als kluger Schachzug des Regisseurs Mark L. Lester, jedoch ist das Drehbuch äußert schwach. Man bekommt den Eindruck, dass Barrymore, als putzig-süß-zorniges Anti-Wunderkind idealbesetzt, durch übermäßige Pyromanie in insgesamt überlanger Dimension von Schwächen in puncto Spannung und Storyline ablenken soll. Der Cast spielt hingegen durch die Bank sauber-solide bis herausragend, wobei letzteres nur auf George C. Scott's Charakter zutrifft, denn er setzt Markenzeichen der Undurchschaubarkeit, des unterschwelligen Bösen und des getrieben-besessenen Wahnsinns. Fesselnd und spannend ist indes diese Geschichte nicht. Die Tricktechnik ist ganz passabel, wenn auch zu oft mit dem Feuer gespielt wird, bemerkenswert ist die Wandlung des Films in Sachen Fokussierung zu nennen, nämlich von Kontrolle und Macht der übermenschlichen Fähigkeiten auf (Anti-)Werte wie Zusammenhalt, Besessenheit, Liebe und Angst. Dies hätte jedoch subtiler und nicht gar so plump und offensichtlich herausgearbeitet werden müssen.

6/10

Von NSM erschien der Film erstmals in HD im Mediabook: