Mittwoch, 14. Mai 2014

Mission: Impossible III (2006)

http://www.imdb.com/title/tt0317919/

Der ehemalige IMF-Agent Hunt hat sich aus dem aktiven geschäft zurückgezogen und trainiert nun Rekruten. Owen Davian (Philip Seymour Hoffman), ein sadistischer Psychopath und der Erzfeind des Superagenten Ethan Hunt (Tom Cruise), beantwortet seine eigene Verhaftung mit einem spektakulären Rachefeldzug. Hunt soll der Vernichtung von Freunden, Kollegen und seiner großen Liebe und Verlobten Julia Meade (Michelle Monaghan) beiwohnen – und nichts dagegen unternehmen können.

10 Jahre nach dem ersten Teil erschien der dritte Teil der "Mission: Impossible"-Reihe. Und dieser hatte auch einiges gut zu machen, nach dem katastrophalen zweiten Teil. Auf dem Regiestuhl nahm nun J.J. Abrams Platz, der damit auch gleich sein Regie-Debüt gab. Und damit machte er es auch schon auf Anhieb besser, als noch sein Vorgänger John Woo. Der Film besinnt sich zurück auf die Stärken des Originals, bietet also wieder eine anständige und unterhaltsame Story mit der ein oder anderen Wendung, die gelegentlich auch für gute Spannung sorgt. Zwar gibt es auch wieder eine Liebes-Komponente, aber Abrams vermag es, diese besser in den Plot zu integrieren und so für Emotionalität zu sorgen als noch sein Vorgänger. Zudem gibt es wieder einige Heist-ähnliche Szenen mit coolen Gadgets und haarsträubenden Stunts zu bestaunen, also ganz im klassischen Stil. Da kann man dann auch mal über die ein oder andere ja schon fast Genretypischen Logiklücken mal hinweg sehen. Dafür gibt es dann auch die ein oder andere nette Anspielung auf das Original.

Dennoch hat der Film, wie es heutzutage üblich ist, einen recht großen Action-Anteil. Und auch wenn die Action hier und da ein wenig übertrieben ist, so verkommt sie nie zum Selbstzweck wie in "M:I-2". Im Gegenteil; sie fügt sich gut ins Gesamtbild des Films ein, ist modern, rasant und spektakulär in Szene gesetzt. Abrams verpasst dem Franchise so eine neue Note und richtet sie neu aus, ohne dabei den Geist des Originals zu verlieren. Visuell macht sich das auch dadurch bemerkbar, dass das Bild teilweise recht weich und auf Hochglanz poliert wirkt und zudem von Lens-Flare-Effekten und CGI durchzogen ist. Insgesamt ein bisschen zuviel nach meinem Geschmack, aber das mag Ansichtssache sein. Passend dazu ist aber auch noch zu sagen, dass der Soundtrack gefällt: es ist einfach erfrischend zu hören, wie Michael Giacchino das altbekannte "Mission: Impossible"-Thema aufgreift und neuinterpretiert.

Abschließend kann man sagen, dass es der richtige Schritt war, J.J. Abrams ins Boot zu holen. Hier zeigt er, dass er ein Händchen für Franchises hat; er hauchte dieser Filmserie neues Leben ein und brachte sie wieder auf eine ansprechende Spur. Mission Accomplished.

7,5/10