Die Handlung spielt einige Jahre nach den katastrophalen Ereignissen von Westworld. Der Freizeitkonzern Delos hat seine Anlagen wieder aufgebaut und lädt ausgewählte Journalisten ein, die Sicherheit und Fortschrittlichkeit des neuen Freizeitparks "Futureworld" zu begutachten. Die Reporter Chuck Browning (Peter Fonda) und Tracy Ballard (Blythe Danner) werden jedoch misstrauisch, als Hinweise auf eine größere Verschwörung auftauchen. Schon bald entdecken sie, dass Delos weit mehr plant als die Unterhaltung zahlungskräftiger Besucher - und dass modernste Robotertechnologie möglicherweise dazu genutzt wird, die mächtigsten Menschen der Welt zu ersetzen.
Fortsetzungen stehen oft vor der schwierigen Aufgabe, die Welt eines erfolgreichen Films zu erweitern, ohne dabei dessen Reiz zu verlieren. Genau daran scheitert "Futureworld", zumindest teilweise. Drei Jahre nach Michael Crichtons einflussreichem Science-Fiction-Thriller "Westworld" kehrte das Delos-Universum zurück - diesmal unter der Regie von Richard T. Heffron. Statt erneut auf Spannung und technologischen Terror zu setzen, schlägt die Fortsetzung einen anderen Weg ein und entwickelt sich zu einer Mischung aus Verschwörungsthriller, Science-Fiction-Abenteuer und technologischem Zukunftsmärchen. Das Ergebnis ist durchaus unterhaltsam, erreicht jedoch nie die Klasse oder Intensität seines Vorgängers. Der stärkste Aspekt von "Futureworld" ist zweifellos seine Grundidee. Während "Westworld" vor allem von außer Kontrolle geratenen Maschinen handelte, beschäftigt sich die Fortsetzung mit Identitätsverlust, Klonen, Manipulation und der Frage, ob Technologie dazu genutzt werden könnte, politische und wirtschaftliche Machtstrukturen zu kontrollieren. Rückblickend wirken manche dieser Themen erstaunlich modern und greifen Ängste auf, die auch heute noch relevant erscheinen.
Auch Blythe Danner hinterlässt einen positiven Eindruck. Ihre Figur Tracy Ballard bringt deutlich mehr Energie in die Geschichte als der oftmals etwas passiv wirkende Chuck Browning. Danner gelingt es, selbst in den ruhigeren Szenen Interesse aufrechtzuerhalten, und sie sorgt für einige der besten Momente des Films. Peter Fonda bleibt solide, wirkt jedoch nicht immer so engagiert, wie die Geschichte es eigentlich verlangen würde. Interessant ist zudem der historische Stellenwert des Films. "Futureworld" gehört zu den frühen Science-Fiction-Produktionen, die Computergrafiken einsetzten. Einige der digitalen Animationen waren damals technisch bemerkenswert und gelten heute als kleine Meilensteine der Filmgeschichte. Natürlich wirken diese Effekte aus heutiger Sicht sehr einfach, besitzen aber einen gewissen nostalgischen Charme. Leider offenbaren sich mit zunehmender Laufzeit auch die Schwächen des Films. Das größte Problem ist das Tempo. Während "Westworld" seine Bedrohung konsequent aufbaute und den Zuschauer permanent unter Druck setzte, verliert sich "Futureworld" häufig in Besichtigungen futuristischer Attraktionen und längeren Expositionsszenen. Die Spannung entwickelt sich nur schleppend, und viele der faszinierenden Ideen werden erst sehr spät wirklich relevant. Hinzu kommt, dass die Inszenierung stellenweise überraschend bieder wirkt. Der Film ist zu glatt und fast fernsehhaft inszeniert. Wo Michael Crichtons Original noch eine unangenehme, beinahe bedrohliche Atmosphäre erzeugte, wirkt "Futureworld" oftmals wie eine geführte Tour durch ein futuristisches Freizeitresort. Selbst die Verschwörung entfaltet nie ganz die Dringlichkeit, die ihr eigentlich innewohnt. Selbst das Finale hinterlässt einen etwas zwiespältigen Eindruck. Die Enthüllungen sind interessant und besitzen großes Potenzial, doch die Auflösung wirkt überraschend zurückhaltend. Die Geschichte deutet wesentlich größere Konsequenzen an, als sie dann letztlich tatsächlich ausspielt. Dadurch fehlt dem Schluss die Wucht, die man nach dem Aufbau der Handlung erwarten würde.Trotz dieser Schwächen bleibt "Futureworld" ein durchaus noch sehenswerter Science-Fiction-Film seiner Zeit. Er mag nicht die Spannung von "Westworld" besitzen, bietet aber einige interessante Zukunftsvisionen und eine Verschwörungsgeschichte, die ihrer Epoche teilweise voraus war. Gerade Fans klassischer 70er-Jahre-Science-Fiction dürften Gefallen an den charmanten Ideen, den futuristischen Designs und der nostalgischen Atmosphäre finden. Als nostalgischer Science-Fiction-Thriller funktioniert er durchaus, als große Fortsetzung bleibt er jedoch hinter seinen Möglichkeiten zurück.




















