Mexiko im Jahre 1979: Nach einem einschneidenden Einsatz entschließt sich der Auftragskiller Danny Bryce (Jason Statham) seine blutige Profession endgültig aufzugeben. Doch sein Mentor und Freund Hunter (Robert De Niro) will noch einmal richtig absahnen, gerät dabei aber an einen besonders heiklen Auftrag. Ohne zu wissen, wen er eigentlich umbringen soll, nimmt er von einem omanischen Scheich sechs Millionen Dollar an. Als er jedoch erfährt, dass es sich bei den Zielpersonen um vier Ex-Mitglieder der berüchtigten britischen Militär-Spezialeinheit SAS (British Special Air Service) handelt, versucht er zu fliehen, wird jedoch von den Männer des Scheichs am Flughafen wieder aufgegriffen. Nun ist es an Danny, aus dem Ruhestand zurückzukehren und den Job zu Ende zu bringen, damit sein langjähriger Weggefährte Hunter nicht im Kerker des Scheichs verrotten muss...
Es gibt Actionfilme, die ihre Schauwerte offen vor sich hertragen. Und es gibt Filme wie "Killer Elite", die zunächst wie ein gewöhnlicher Jason-Statham-Actioner wirken, tatsächlich aber versuchen, mehr zu sein: ein Spionagethriller, ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen gleichwertigen Gegnern und ein moralisch ambivalentes Drama über Loyalität, Pflicht und die Kosten professioneller Gewalt. Die lose Verfilmung des umstrittenem, biografischen Romans "The Feather Men" des Abenteurers, Forschers und ehemaligen Soldaten des britischen Special Air Service Sir Ranulph Fiennes ist das Regiedebüt von Gary McKendry, der eine Besetzung versammelte, die selbst heute noch beeindruckt: Jason Statham, Clive Owen und Robert De Niro in einem internationalen Thriller, der hohe Erwartungen schürt.
Eine der größten Stärken des Films liegt in seiner ungewöhnlich ernsten Herangehensweise. Obwohl Jason Statham die Hauptrolle spielt, handelt es sich nicht um einen typischen Actionfilm, der ausschließlich auf Explosionen und spektakuläre Stunts setzt. Stattdessen bemüht sich "Killer Elite" um eine vergleichsweise realistische Darstellung professioneller Söldner und Geheimdienstoperationen. Viele Auseinandersetzungen wirken bewusst bodenständig und gefährlich, ohne die übertriebene Unverwundbarkeit, die man aus vielen Genrevertretern kennt. Interessanter ist da noch das Duell mit Clive Owen, der als Spike einen intelligenten und äußerst gefährlichen Gegenspieler verkörpert. Owen verleiht seiner Figur eine ruhige Bedrohlichkeit, die viele Szenen spürbar aufwertet. Ergänzt wird das Ensemble durch Robert De Niro, der zwar vergleichsweise wenig Leinwandzeit erhält, seiner Rolle als erfahrener Mentor jedoch die nötige Autorität verleiht. Visuell setzt der Film auf eine raue, fast dokumentarische Atmosphäre. Die internationalen Schauplätze, die nüchterne Inszenierung und die bewusst geerdete Action schaffen ein glaubwürdiges Umfeld, das gut zur Geschichte passt. Gleichzeitig erweist sich genau dieser Realismus als zweischneidiges Schwert. Die ernsthafte Tonlage passt, jedoch verlangt der Film volle Aufmerksamkeit beim Zuschauer, um die teilweise komplizierte Handlung und das gelegentlich unausgewogene Erzähltempo auszugleichen. Einige Wendungen wirken unnötig verschachtelt, wodurch die Spannung auch nicht immer ihr volles Potenzial entfalten kann.



















