Donnerstag, 28. Juni 2018

Candyman: Day Of The Dead - Candyman 3 - Der Tag der Toten (1999)

https://www.imdb.com/title/tt0165662/

Als der schwarze Maler Robitaille einst in den Südstaaten der USA die Tochter eines Plantagen-Besitzers porträtierte und sich dabei in die weiße Frau verliebte, unterband ihr Vater die Beziehung, indem er ihm die rechte Hand abhackte und ihn von Bienen zu Tode stechen ließ. Aus dieser Tat erwuchs die Legende des Candyman, der all jenige mit seiner Hakenhand heimsucht, die seinen Namen fünfmal hintereinander vor einem Spiegel aussprechen. Als dieses Schicksal eine Nachfahrin seiner ehemaligen Geliebten ereilt, weigert sich diese zunächst, an die Realität des Mythos zu glauben, bis kontinuierlich wachsende Leichenberge sie schließlich überzeugen...

Nach dem superben ersten Film und der unterhaltsamen Fortzsetzung bekommt nun auch der Mythos um den "Candyman" einen dritten Teil spendiert. Die Geschichte um die Enkelin der Familie und um das Geheimnis der Bilder klingt eigentlich recht interessant, doch leider ist diese mit einem viel zu flachen Spannungsbogen erzählt. So kann der Film leider nicht mit seinen Vorgängern in puncto Spannung und Amosphäre mithalten. Zwar gibt es reichlich graphische Gewalt, doch auch mit solchen Mitteln lassen sich die Inhaltsschwächen nicht kaschieren. Zumal man den Effekten ihr B-Film-Niveau teilweise recht deutlich ansieht. Neben der spannungslosen und bestenfalls routinierten Inszenierung ist es vor allem die völlig talentfreie Hauptdarstellerin Donna D'Errico, die zu keiner Sekunde glaubwürdig in die Fußstapfen von Virginia Madsen und Kelly Rowan treten kann, welche den Gesamteindruck des Films noch weiter nach unten zieht. Man hat oft das Gefühl, dass der Regisseur Turi Meyer immer wieder Vorwände und Gründe suchte, einzig ihre großen Brüste in Großaufnahme ins Bild zu holen.

Schauspielerisch agiert das Dargebotene also weit unterhalb des B-Levels, geboten wird also Schulschauspielkunst mehr oder weniger nicht begabter Freizeitschauspieler. Lediglich Tony Todd ist auch hier wieder herausragend in seiner persönlichen Horrorhauptrolle als hakenschwingender Rächer seines eigenen Schicksals. Man hätte wirklich mehr aus der nicht uninteressanten Geschichte machen können, doch Budgetknappheit sowie Fähigkeitseinschränkungen der Schauspieler und Effekttechniker begrenzen die Möglichkeit, einen besseren Film zu machen. Zwar ist "Candyman 3" einigermaßen unterhaltsam und ansehnlich, aber hier wurde sehr viel Potential vergeudet, was wirklich schade ist. Blut ist eben nicht alles.

4/10

Von NSM Records kommt der Film hierzulande ungeschnitten und in HD auch im auf 333 Stück limitierten und nummerierten Mediabook: