Freitag, 15. August 2014

Shoot 'em Up (2007)

http://www.imdb.com/title/tt0465602/

Mr. Smith (Clive Owen) ist ebenso cool wie heißblütig, so jähzornig wie hartgesotten. Urplötzlich muss er das unschuldigste Wesen der Welt beschützen – ein neugeborenes Kind. Während eines ohrenbetäubenden Feuergefechts spielt Smith den Geburtshelfer und begreift schnell, dass eine finstere Gang hinter dem Säugling her ist: Dessen erster Schrei soll auch sein letzter sein. Die schier unerschöpfliche Armee undurchsichtiger Attentäter wird von Hertz (Paul Giamatti) angeführt und hat den Auftrag, jede Spur des Babys auszulöschen. Während sich Smith im bellenden Stakkato des permanenten Kugelhagels seiner Haut wehrt, versucht er zusammen mit der Prostituierten DQ (Monica Bellucci) dem Geheimnis auf den Grund zu gehen, bevor sie alle drei zu viel Blei schlucken. Das Baby soll sterben, aber warum?

Saukomisch, actionreich, blutig und reichlich stumpf sind wohl die herausragenden Attribute des kurzweiligen Streifens, der sich zu keiner Zeit eine Verschnaufpause gönnt. "Shoot 'em Up" kann richtig Spaß machen, sofern man sich darauf einlässt. Die Story ist hier nur Mittel zum Zweck und völlig nebensächlich, Logik und Realismus waren für die Macher offensichtlich auch Fremdworte. Die irgendwie in den Film reingequetschte Kritik am amerikanischen Waffensystem hätte man sich eigentlich schenken können, denn sie wirkt ziemlich absurd und lässt einen eher glauben, dass sich die Filmemacher da einen Scherz erlaubt haben.


Aber geschenkt; der einzige wirkliche Anspruch dieses Films ist es zu unterhalten und das gelingt ihm von Anfang bis Ende. Überhaupt nimmt sich der Film nicht sonderlich ernst - und das tut ihm auch gut. Für besondere Unterhaltung sorgt dabei der Running Gag, wenn Smith sich an irgendwelchen Leuten stört, die einem im Alltag auf den Wecker gehen und diese mit drastischen Mitteln zur Ordnung ruft. Noch dazu werden viele Actionszenen von einem richtig genialen Metal-Soundtrack untermalt. Man hört hier u.a. Nirvana - "Breed", Wolfmother - "Joker & The Thief", Motörhead - "Ace Of Spades", AC/DC - "If You Want Blood (You've Got It)" und zum Abspann Mötley Crüe. Das fetzt.

"Shoot 'em Up" macht jedenfalls von Anfang bis Ende ordentlich Laune und wird zu keinem Zeitpunkt langweilig. Anspruch darf man nicht erwarten; hier empfiehlt es sich für etwa anderthalb Stunden einfach mal das Hirn auszuschalten und Spaß zu haben.

7,5/10