Donnerstag, 19. Juli 2018

The Shape Of Water - Shape Of Water: Das Flüstern des Wassers (2017)

https://www.imdb.com/title/tt5580390/

Die stumme Elisa (Sally Hawkins) ist während des Kalten Krieges in einem Hochsicherheitslabor der amerikanischen Regierung angestellt, wo sie einsam und isoliert ihrer Arbeit nachgeht. Doch als sie und ihre Kollegin und Freundin Zelda (Octavia Spencer) ein streng geheimes Experiment entdecken, das in dem Labor vorangetrieben wird, ändert sich Elisas Leben für immer. Sie freundet sich mit dem mysteriösen Fischwesen (Doug Jones) an, das dort in einem Tank gefangen gehalten wird. Ihre Gefühle für die Kreatur werden immer intensiver und zusammen mit ihrem Nachbarn Giles (Richard Jenkins) fasst sie schließlich den Entschluss, den Amphibienmann aus den Händen der Regierung zu befreien – allerdings steht die Liebe unter keinem guten Stern, denn nun wird das Paar gnadenlos vom Militär und dem Laborleiter Strickland (Michael Shannon) gejagt, die das außergewöhnliche Geschöpf und seine heilenden Kräfte bei einem Kriegsausbruch gegen die Sovjets einsetzen wollen...

"Shape Of Water", das neue Werk von Guillermo del Toro, ist ein weiteres Meisterwerk neben dem genialen "Pans Labyrinth". Eine dringende Empfehlung an alle, die sich auf die Erzählung einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte einlassen können. Genau wie in "Pans Labyrinth" verbindet del Toro das Fantasievolle mit der harten Realität. Der Wassermensch steht dabei sinnbildlich für das Andersartige und Unvollkommene. Von ihm strömt einerseits Faszination und andererseits Gefahr aus. Die Faszination finden wir in all den fantasievollen Sequenzen, in denen es in "Shape Of Water" zahlreiche gibt. So ähnelt das Wesen stark dem "Schrecken vom Amazonas", in welchem diese Thematik ebenfalls beleuchtet wird, und bildet somit eine Hommage an den Horrorklassiker. Allgemein wird das künstlerische und Fantasievolle in Form des Mediums Film, der Musik und auch des Tanzes zelebriert. Generell wird Kunst durch die zahlreichen Anspielungen an alte Filme und Musicals hervorgehoben und betont, denn das Künstlerische oder auch das Emotionale ist allen Menschen zugänglich. Dadurch stellt der Film nicht zuletzt die Frage, was den Menschen menschlich macht und gibt darauf eine klare Antwort: Es ist seine Unvollkommenheit und sein Mitgefühl. Diese beiden stehen im Einklang miteinander, denn wären wir alle vollkommen, so müssten wir kein Mitgefühl haben. Sich diese Unvollkommenheit einzugestehen fällt dem Menschen jedoch schwer. Das Wettstreiten des Menschen und seinen Drang zur ständigen Verbesserung wird durch die zeitliche Einordnung des Geschehens in den kalten Krieges symbolisiert. Das sehen wir besonders in dem Antagonisten der Geschichte. Er versucht durch seine Regeln, seinen Erfolg und seine Überlegenheit den perfekten Menschen abzubilden. Dabei scheint er dem enormen Druck der Gesellschaft ausgeliefert zu sein, wie er selbst eindrucksvoll in einer Szene klarmacht. Die Gesellschaft erwartet schließlich nicht weniger als genau das von ihm und erschafft somit das eigentliche Monster der Geschichte. Ein starkes Symbol dafür ist der verrottende Finger, den er sich unbedingt unter allen Umständen bewahren will, da ihm sonst etwas fehlen würde. Auch muss er den Geschlechtsverkehr beenden, sowie er ihn einmal begonnen hat. Nach seiner Philosophie machen die Taten eines Mannes seine Vollkommenheit aus. Aus diesem Grund reinigt man sich auch nicht nach einer Tat, sondern davor. Ebenfalls eine beeindruckende Szene. Dem Antagonisten wird in den Kritiken häufig vorgeworfen er sei belanglos und eintönig.

Das komplette Gegenstück dazu bildet die Protagonistin. Sie ist sich ihrer Menschlichkeit in vollen Zügen bewusst und scheint Gefallen an den einfachen Dingen des Lebens zu finden, was sich unter anderem in einer regelmäßigen Selbstbefriedigung ausdrückt. Allein durch diese Szene macht del Toro klar, wie realistisch er seine Geschichte erzählen möchte. Es ist unglaublich mutig, solche Szenen, aber auch die späteren Liebesszenen, zu drehen, da sie schnell lächerlich wirken könnten. Regisseur del Toro und seine Hauptdarstellerin Sally Hawkins, für die er die Rolle geschrieben hat, wissen das allerdings zu verhindern. Zu eindringlich ernsthaft und gleichzeitig fantasievoll und parabelartig wird die Geschichte erzählt. Somit verkommt der Film in keinem Moment zu billigem Kitsch, sondern wird ständig von der harten Realität unterbrochen, denn auch hier gilt, dass Vollkommenheit nicht echt wäre.

Handwerklich entführt einen der Film in eine völlig andere Welt. Jeder einzelnen Szene merkt man an, dass hier ein absoluter Filmgeek am Werke war, der Spaß hat sich eigene etwas marode Szenen und Wesen auszudenken und sie optisch eindrucksvoll in Szene zu setzen. Satte 13 Nominierungen hat der Film bei den Oscars 2018 erhalten. Besonders das fantastische Szenenbild sticht hervor. Allerdings wäre es nachvollziehbarer gewesen, wenn der Film im Bereich Kostüm ausgezeichnet worden wäre. Die Kamera ist fließend und mit einem Wort wunderschön. Auch der Schnitt reiht sich in die inszenatorischen Kniffe des Films fantastisch ein. Del Toro ist völlig zu Recht für sein handwerkliches Können und seinen Mut diesen Film so zu realisieren als bester Regisseur ausgezeichnet worden. Sally Hawkins geht vollkommen in ihrer Rolle auf und man nimmt sie ihr absolut ab. Auch hier finden wir durch den stummen Charakter Anspielungen Filme von Buster Keaton oder Charlie Chaplin, von denen hier eindeutig gelernt wurde. Richard Jenkins und Octavia Spencer spielen solide Nebenrollen. Völlig in seinen Bann wird man allerdings von dem meisterhaften Michael Shannon gezogen. Weshalb er keine Nominierung erhalten hat, bleibt ein Rätsel. Schließlich schlüpft erneut Doug Jones in eine von del Toro erdachte Figur und erfüllt den Wassermenschen mit Leben.

Die Oscar-prämierte Musik von Alexandre Desplat ist ebenso zu erwähnen. Seine verspielten fantasievollen Klänge harmonisieren perfekt mit den Bildern und verleihen dem Film schließlich seine eigene Atmosphäre. Mit zunehmender Handlungsdramatik nimmt auch die Musik an Dramatik zu und schraubt sich zu einem großen Finale auf. Insgesamt kann man dieser parabelhaften (oder auch märchenhaften) Geschichte über das Anderssein, die Individualität, die Liebe und die Kreativität nichts vorwerfen. Mann muss sich auf die Geschichte einlassen und der mehr als gelungenen Verbindung aus Fantasie und Realität folgen wollen. Man muss den Streifen ernst nehmen und wird in diesem Fall mit einem absoluten Meisterwerk belohnt, dass beinahe auf einer Stufe mit "Pans Labyrinth" steht. Vielen, vielen Dank an Guillermo del Toro.

8,5/10

Donnerstag, 12. Juli 2018

[SERIE] How I Met Your Mother, Season 07

https://www.imdb.com/title/tt0460649/

Ted ist 27, angehender Architekt und Single. Zusammen mit seinem Freund Marshall teilt er sich eine WG im Big Apple. Während Marshall glücklich verlobt ist, befindet sich Ted noch auf der Suche nach der Frau fürs Leben - und der Mutter seiner Kinder, denen er im Jahr 2030 erzählt, wie er sie kennen lernte. Wie sich zeigt, hat Ted es sich nicht leicht gemacht. Und so rauscht er in seinen Berichten vor einer verrückten Beziehung in die nächste. Hinter welcher der zahllosen Affären sind allerdings am Ende die Mutter von Teds Kindern verbirgt, bleibt ein großes Geheimnis!

https://www.imdb.com/title/tt1982341/
7.1 Der Trauzeuge (The Best Man)
Die Folge beginnt mit einem Blick in die Zukunft: Barney ist sich auf seiner Hochzeit nicht sicher, ob er den richtigen Schritt macht. Er redet mit Ted über die Hochzeit von Punchy, Teds Schulfreund, die in der Gegenwart abläuft. Marshall und Lily haben ihren Freunden Lilys Schwangerschaft nicht mitgeteilt, weil sie sich noch in einem sehr frühen Stadium der Schwangerschaft befindet und das Kind noch verlieren könnte. Marshall konsumiert darum auf der Hochzeit alle alkoholischen Getränke, die Lily auf der Hochzeit angeboten werden. Lily erfährt, dass Robin noch immer in Barney verliebt ist. Als Barney jedoch von seiner ehemaligen Freundin Nora zurückgerufen wird, souffliert Robin ihm die passenden Worte für seine Entschuldigung. Marshall verteidigt den bei seiner Hochzeitsrede vor Rührung weinenden Ted. Marshall ruiniert aber auch Punchys Hochzeit, als er Lilys Schwangerschaft erwähnt, jedoch auf Punchys Frau zeigt, die ihre Schwangerschaft auch geheim gehalten hat. Ihr Vater ist darüber empört und es kommt zum Streit. - 8,5/10

https://www.imdb.com/title/tt2039807/
7.2 Die nackte Wahrheit (The Naked Truth)
Marshall Erikson erhält ein Stellenangebot von einer Umweltorganisation. Die Umweltorganisation prüft jedoch auch Marshalls privaten Hintergrund, indem sie beispielsweise das Internet nach Marshall durchsucht. Auf einer Plattform gibt es ein Video, in dem Marshall als Beercules nackt und betrunken über den Campus des Wesleyan College läuft. Er sucht daher seinen früherer Collegefreund Pete Votto auf, um ihn darum zu bitten, dass er es entfernt. Pete verlangt als Gegenleistung die Teilnahme am Trinkspiel Edward Fortyhands. Dann dreht er ein weiteres Video von Marshall als nacktem und betrunkenden Beercules und stellt es ins Internet. Ted hat sich durch das Vorzeigen des Titelbildes des New York Magazines, auf dem er als Architekt des zukünftigen GNB-Towers abgebildet ist, zwei Dates verschafft. Nachdem er sich mit beiden Frauen getroffen hat, muss er sich entscheiden, welchen ihn zum Architektenball begleiten soll, wobei ihn Lilly und Robin unterstützen soll. Schließlich nimmt er Robin mit, die unbedingt Lenny Kravitz treffen möchte, der auf den Ball anwesend sein soll, sich jedoch als älterer gleichnamiger Architekt entpuppt. Derweil trifft sich Barney in einem Lokal mit Nora, die ihm aufgrund seiner mitleidheischenden Lüge mit einer Halskrause, die er wegen eines angeblichen Unfalls tragen müsse, nicht mehr vertraut und ihn sitzen lassen möchte. Bevor Nora das Lokal verlässt, sichert Barney ihr zu, auf seinem Stuhl sitzen zu bleiben, bis sie wieder zurückkommt und sich mit ihm auf ein zweites Date verabredet. Am nächsten Tag wird Marshall zugesichert, dass er trotz der Videos eingestellt ist. Am Ende der Folge sieht man, wie Ted seine ehemalige Freundin Viktoria auf einem Architektenball wiedererkennt. Nora kommt nach vielen Stunden endlich zurück und verzeiht Barney. - 8,5/10

https://www.imdb.com/title/tt2049132/
7.3 Die Entchenkrawatte (Ducky Tie)
Ted erzählt von dem Treffen mit Viktoria. Sie findet es unpassend, dass Robin und Ted zusammen waren und immer noch enge Freunde sind. Barney findet, dass die Fähigkeiten eines Teppanyaki-Kochs nichts Besonderes wären und er sogar besser wäre. Marshall wettet mit ihm, dass dies nicht der Fall sei, und sagt ihm, er könne Lilys Brüste anfassen, wenn er gewänne. Im umgekehrten Fall müsse er die Entenkrawatte von Marshall für ein ganzes Jahr tragen. Barney erwähnt eine Teppanyakischule und sagt, die Wette könne aufgehoben werden, wenn er die Brüste für 30 Sekunden nur sehen dürfe. Lily ist kurz davor die Brüste zu zeigen, jedoch kommt Marshall darauf, dass Barney nur so tut, als könne er Teppanyaki und macht die Änderung der Wette wieder rückgängig. Es stellt sich heraus, dass er es wirklich kann. Lily kann ihn jedoch durch das Zeigen ihrer Brüste soweit ablenken, dass Barney die Wette verliert. - 9/10

https://www.imdb.com/title/tt2049980/
7.4 Die Stinson-Krise (The Stinson Missile Crisis)
Robin ist bei einem Psychologen, dem sie die letzten Geschehnissen aus ihrem Leben erzählt: Barney ist mit Nora zusammen, was sie eifersüchtig macht. Zudem will ihr Vorgesetzter Nora versetzen, was Robin ausnutzen will. Robin sagt einer Frau, die sich mit Barney treffen will, wo sie ihn finden kann. Derweil mischt sich Ted in die Ehe von Marshall und Lily ein, da letztere sich schlecht ernährt, was nachteilig für ihr Baby sein könnte. Marshall muss schließlich mit Ted statt mit seiner Frau zum Geburtsunterricht gehen. Robin wird klar, dass sie die Frau aufhalten muss, was sie auch tut. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt2071800/
7.5 Die Exkursion (Field Trip)
Robin kommt mit ihrem Psychologen zusammen, was ihre Freunde komisch finden. Marshall ist der Meinung, dass sein Vorgesetzter zu gut mit seinen Konkurrenten umgeht, Barney hat Probleme mit Nora, da sie Ewoks hasst und Ted geht mit seinem Kurs zur Baustelle des GNB Gebäudes. Robin befragt ihren Freund als eine Art Psychologin, damit ihre Beziehung normaler wirkt. Marshall kann seinen Vorgesetzten letzten Endes noch davon überzeugen, sein Verhalten zu ändern. - 7,5/10

https://www.imdb.com/title/tt2072524/
7.6 Das dunkle Geheimnis (Mystery vs. History)
Ted lernt Janet in der Bar kennen. Üblicherweise recherchieren Barney und Robin über jede Frau im Internet, die Ted trifft. Diesmal bittet er sie darum, dies nicht zu tun. Lily und Marshall wollen das Geschlecht ihres Kindes nicht erfahren. Ted ist bei seinem Date, das gut läuft. Währenddessen kann Barney Lily und Marshall dazu überreden, ihm den Umschlag zu geben, in dem das Geschlecht des Babys steht. Als er dieses herausfindet, werden auch die beiden neugierig. Marshall wirft das Papier jedoch aus dem Fenster, um das Geheimnis zu bewahren. Barney und Robin suchen entgegen der Abmachung nach Janet und schicken Ted einen Link, aus dem sich entnehmen lässt, dass Janet außerordentlich erfolgreich ist. Ted ist verunsichert und das Date geht schief. Ted geht zu seinen Freunden, wo diese das rausgeworfene Papier sehen, da Ted es versehentlich an seinem Schuh klebend mit herein getragen hat. Alle erfahren, dass das Kind ein Junge wird. - 7,5/10

https://www.imdb.com/title/tt2072525/
7.7 Noretta (Noretta)
Barneys Bruder James ist zu Besuch. Er sagt, dass Barneys Freundin Nora ihn an seine Mutter erinnert. Auch Lily und Marshall fällt auf, dass ihre Partner Ähnlichkeiten mit ihren Eltern haben. Bei Barney zu Hause erinnert Nora ihn nun auch an seine Mutter. Derweil schauen Kevin und Robin einen Film, wobei ersterer sagt, dass er das Verhältnis von Robin zu Ted zu eng findet, doch liege dies allein an Teds Einsamkeit. Gegen Ende der Episode sind die Freunde in der Bar, wo Barney erzählt, dass er mit Nora geschlafen habe und es eigentlich gut finde, dass ihre Art die seiner Mutter sei. Daraufhin sehen auch Lily und Marshall nichts Schlimmes darin. - 7,5/10

https://www.imdb.com/title/tt2072526/
7.8 Die Kürbis-Schlampe kehrt zurück (The Slutty Pumpkin Returns)
Barney erfährt, dass er selbst kanadischer Abstammung ist, kommt damit jedoch nicht gut klar. Ted kommt am Laden vorbei, der ein Kürbiskostüm verleiht, das auch die Frau an hatte, die er in der Halloweenfolge aus Staffel 1 kennengelernt hat. Er will ihre Adresse wissen und fragt den Ladenbesitzer danach. Die beiden verbringen Zeit miteinander, Ted findet jedoch, dass Naomi (Katie Holmes) nicht die richtige Frau für ihn ist. Lilys Großeltern wollen ihrer Enkelin das Haus schenken. Sie nimmt an und will, wie es eigentlich auch Marshalls Plan war, in die Vorstadt ziehen. Marshall glaubt jedoch, dass sie in Wirklichkeit anders darüber denkt. Schließlich sieht Lily ein, dass sie noch einmal darüber nachdenken müssen. Naomi sagt Ted auf der Party, dass sie über die Beziehung eigentlich die gleiche Meinung wie er habe. Die beiden trennen sich. - 7,5/10

https://www.imdb.com/title/tt2094413/
7.9 Katastrophenschutz (Disaster Averted)
Barney versucht die Entenkrawatte, die er seit der verlorenen Wette tragen muss, loszuwerden. Ted und Kevin kommen auf das Schild No Boogie Boarding am MacLaren’s zu sprechen, womit der Tag von Hurrikan Irene zusammenhängt. An dem Tag saßen alle in Barneys Wohnung fest. In der Gegenwart geht es um Barneys Willen die Krawatte auszuziehen, was daran liegt, dass er Noras Eltern kennenlernen wird. Barney darf die Krawatte ablegen wofür Marshall ihn ohrfeigen darf. Es wird wieder zum Hurrikan gewechselt: am nächsten Tag sind alle vor dem MacLaren’s. Marshall nimmt die nasse Straße als Anlass zum Boogie Boarding, wobei er sich beim zweiten Anlauf, wie Ted erzählt, verletzt hat, indem er durch das Fenster der Bar glitt. Das ist der Grund für das Schild. Am Ende der Episode sind Barney und Robin im Taxi und reden über den Tag nach dem Hurrikan, wo sie sich beinahe küssten. Daraufhin tun sie dies im Taxi. - 8,5/10

https://www.imdb.com/title/tt2102769/
7.10 Tick Tick Tick... (Tick Tick Tick)
Am Anfang der Folge sieht man Barney und Robin nackt im Bett aufwachen. Diese reden über den Vorfall, und bereuen diesen auch. Ted und Marshall rauchen im Stadion einen Joint („verzehren die Sandwiches“). Dann sollen beide für Lily Nachos holen. Barney und Robin versuchen den Betrug an ihren Partnern zu verschweigen, sind sich dann aber einig, es jenen zu erzählen. Ted und Marshall, die immer noch im Rausch sind, irren durch das Stadion, in der Hoffnung, Nachos zu finden. Beiden glauben stundenlang zu suchen, sind dabei aber nur wenige Minuten unterwegs. Barney beendet seine Beziehung mit Nora und wartet auf Robin, die jedoch mit Kevin zusammenbleiben will und ihm nichts von dem Seitensprung erzählt. In der Schlussszene sieht man Barney, wie er traurig und enttäuscht Rosenblätter von Robins Bett in ihrem Zimmer in eine Tüte steckt, und Ted, wie er die Situation beobachtet. - 9/10

https://www.imdb.com/title/tt2108075/
7.11 Plan B (The Rebound Girl)
Lily und Marshall sind in dem Haus, das sie von Lilys Großeltern bekommen haben und verkaufen wollen. Sie ändern diesen Entschluss jedoch, da es ihnen besser gefällt als ihr Apartment. Dieses sehen sie zudem als zu klein an, als sie wieder nach Hause kommen. Barney und Ted haben derweil Probleme mit ihrem Liebesleben. Im betrunkenen Zustand entscheiden sie als Freunde ein Baby zu adoptieren. Barney kommt daraufhin mit einem Baby in Teds Apartment. Kurze Zeit später sind die beiden bzw. die drei auch in Lily und Marshalls neuem Haus. Es kommt raus, dass das Baby in Wirklichkeit von Barneys Bruder James und dessen Ehemann adoptiert wurde, die auch gekommen sind. James erklärt Ted zudem, dass sein und Barneys Plan kein guter war und er selbst eine Familie gründen solle. Barney redet mit Robin und erfährt von ihr, dass sie schwanger ist. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt2121966/
7.12 Sinfonie der Erleuchtung (Symphony Of Illumination)
Anstelle des zukünftigen Ted erzählt die zukünftige Robin ihren eigenen Kindern von der Zeit, als sie Barney verriet, dass sie von ihm schwanger ist, was sie jedoch geheim halten wollte. Während Barney von der Vorstellung Vater zu werden begeistert ist, kann Robin sich mit dem Gedanken eigene Kinder zu haben nicht anfreunden. Marshall verkündet, dass er dieses Jahr die beste Weihnachtslichtershow veranstalten wird. Sowohl Barney als auch Robin sind erleichtert, als ihnen der Arzt mitteilt, dass Robin nicht schwanger ist. Während die Nachricht noch gefeiert wird, erfährt Robin jedoch, dass sie keine Kinder bekommen kann. Sie ist unsicher, ob sie ihren Freunden davon erzählen soll, entscheidet sich aber dagegen. Marshall bringt die ganze Weihnachtsdekoration zum Haus nach Long Island, als der Nachbarsjunge Scott ihm seine Hilfe anbietet. Als er auf dem Dach arbeitet, entfernt dieser die Leiter, klaut Marshalls Handy und schmeißt eine Party in seinem Haus. Die Freunde sehen Heimweh als Ursache für Robins Verhalten. Als Ted Robin Flugtickets in seine Heimatstadt Cleveland anbietet, missversteht sie die Geste und gibt ihm zu verstehen, dass er nicht dafür verantwortlich ist, sie aufzuheitern. Robin macht einen Spaziergang durch den Central Park, wo herauskommt, dass Robins Kinder und das Gespräch mit ihnen nur in ihrer Fantasie spielen. Als sie in die Wohnung zurückkommt, hat Ted eine Überraschung für sie. Beide vertragen sich wieder. Der zukünftige Ted verrät zum Schluss, dass Robin eine bekannte Journalistin, Geschäftsfrau und Weltreisende wird, aber trotzdem nie alleine sein wird. - 9/10

https://www.imdb.com/title/tt2157459/
7.13 Gutes neues Jahr (Tailgate)
Marshall grillt gemäß einer alten Tradition zwischen ihm und seinem Vater an dessen Grab. Dabei berichtet er, wie seine Freunde Silvester verbracht haben: Robin muss als Moderatorin für den betrunkenen Sandy einspringen, Ted und Barney versuchen (erneut) in Teds Wohnung eine Bar zu eröffnen. Hierbei hilft ihnen Kevin als Barkeeper. Marshall versucht Lily zu trösten, deren Vater kaum Reaktion auf ihre Schwangerschaft gezeigt hat. Nachdem die Party außer Kontrolle gerät, werfen Ted und Barney mithilfe des Türstehers, mit dem sie mal eine Schlägerei hatten, alle Gäste aus der Wohnung. Lilys Vater besucht sie und sagt ihr, wie sehr er sich freut. Marshall, um dessen Grill sich immer mehr Gäste versammelt haben, erkennt, dass auch sein Vater immer Gäste bewirtete, und so fühlt er sich mit diesem umso verbundener. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt2157457/
7.14 46 Minuten (46 Minutes)
Marshall und Lily sind nun komplett in ihr neues Haus in Long Island umgezogen. Barney, Robin und Ted scheinen sie zu vermissen. Barney sieht sich aufgrund der neuen Umstände jedoch als Anführer der Gang und beschließt daher mit Ted, Robin und deren Freund Kevin in einen Stripclub zu gehen. Dort sehen sie Stripper-Lily (welche schon einmal Teil einer Episodenhandlung war) sowie ihren Freund. Sie sehen die beiden als „neue Lily“ bzw. „neuen Marshall“ und somit ihre neuen Freunde an. Derweil fühlen sich Marshall und Lily in Long Island von Lilys Vater gestört, der seit zwei Wochen bei ihnen wohnt. Sie wollen, dass er geht, und als der Strom ausfällt, hilft er ihnen aus Rache nicht, den Sicherungskasten im Dunkeln zu finden. Währenddessen werden die Freunde und Kevin von Stripper-Lily und ihrem Freund zu einem Pokerspiel eingeladen. Die vier kommen mit. Der mittlerweile betrunkene Ted gewinnt, löst seinen Gewinn jedoch nicht ein. Anschließend bieten ihre neuen Freunde ihnen an mit zu einer exklusiven Party zu kommen. Letzten Endes rauben sie die vier jedoch nur aus. Derweil vertragen Marshall und Lily sich mit Lilys Vater, der Marshall den Weg zum Sicherungskasten zeigt, sodass er den Strom wieder einschalten kann. Am Ende der Episode sind die fünf Freunde in Long Island und frühstücken zusammen im neuen Haus. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt2216757/
7.15 Der brennende Bienenzüchter (The Burning Beekeeper)
Lily und Marshall veranstalten eine Hauseinweihungsfeier. Lily hat von Anfang an die Sorge, dass dabei etwas schiefgeht wegen ihres Vaters, der im Keller Bienen züchtet. In der Episode werden die Geschehnisse der Party im Wohnzimmer, Esszimmer und der Küche gezeigt. Ted und Robin haben einen Streit, wie man bei ihrer Ankunft merkt. In der Küche will Ted für fünf Minuten Essen warmmachen. In diesem Zeitraum, so sagt es Ted als Erzähler, geht etwas schief. Marshalls Vorgesetzter will, dass er mit ins Büro kommt. Zudem gerät er mit Ted in einen Streit, da er angeblich Frühlingsrollen gegessen habe, die eigentlich für ihn bestimmt waren. In Wirklichkeit hat Barney dies jedoch getan. Dieser will mit einer Frau schlafen, die er auf der Feier kennenlernt, die jedoch laut Lily eine Stalkerin ist. Robin und Ted streiten weiter. Ted findet sie zu harsch, wohingegen sie ihn zu nett findet. Marshall braucht zudem Robins Hilfe. Er will Cootes seine Meinung sagen und will daher von ihr wissen, wie er standhaft bleiben kann. Daraufhin droht er Cootes zu kündigen, wenn dieser seine Art nicht ändert. Cootes zieht aus Jux den in Kerosin getränkten Imkeranzug von Lilys Vater an und öffnet den Ofen, in dem sich Teds Essen befindet. Der Anzug fängt Feuer und Coots läuft nach draußen in den Schnee. Er sieht dieses Ereignis als Anlass zu einer Änderung seiner Art an. Ted und Robin vertragen sich wieder. Da die Kellertür nicht geschlossen wurde, fliegen derweil tausende Bienen im Haus herum. Währenddessen ist Barney am Ende der Episode mit der Frau, die er kennengelernt hat, im Gästezimmer. Da er sie für wahnsinnig hält, geht er trotz der vielen Bienen heraus aus dem Zimmer. - 7/10

https://www.imdb.com/title/tt2216759/
7.16 Der Saufzug (The Drunk Train)
Zum Valentinstag werden Robin und Kevin von Lily und Marshall nach Vermont eingeladen. Dort bekommt Robin von Kevin einen Heiratsantrag, worauf sie zuerst keine Antwort weiß. Ted und Barney erfahren von Lily und Marshall, dass der letzte Zug nach Long Island den Spitznamen „The Drunk Train“ hat, beide versprechen sich durch das dortige Erscheinen einfache und schnell eine Frau zu kriegen, sie selbst nüchtern, hatten aber keine Chance zu landen. Am nächsten Tag versucht Barney mittels Mathematik den Grund ihres Versagens aufzudecken, die Lösung von Ted ist jedoch viel simpler, sie sollen sich einfach auch betrinken. Damit gelingt es dann Barney auch vermeintlich, doch er macht einen Rückzieher im letzten Moment: Er muss noch immer an Quinn denken – er lernte sie ein paar Tage vorher in einer Bar kennen. Robin verrät – zuerst Marshall und Lily, dann auch Kevin – dass sie keine Kinder kriegen kann. Für Kevin scheint dies zuerst auch absolut kein Problem zu sein. Robin macht Kevin aber klar, dass sie auch keine Kinder will, also auch keine Adoption. Daraufhin nimmt Kevin seinen Heiratsantrag zurück. Als Ted am Ende der Episode aufs Dach geht und mit Robin darüber spricht, gesteht er ihr (zum wiederholten Mal) seine Liebe. - 8,5/10

https://www.imdb.com/title/tt2212411/
7.17 Langzeitwetten (No Pressure)
Nachdem Ted Robin gesagt hat, dass er sie liebt, küssen sie sich beide und sind glücklich. Doch Robin muss (wegen ihres Jobs) nach Russland fliegen, verspricht aber, dass sie nach dieser Woche weitermachen, wo sie aufgehört hatten. Ted ist verzweifelt und ruft, obwohl es früh morgens ist, Marshall an, da er sich mit ihm in der Bar treffen will. Durch das Telefonat wachen nicht nur Marshall und Lily, sondern auch Barney, der im gleichen Bett wie sie geschlafen hat, auf. Da Lily nicht alleine mit Barney im Bett sein will, geht sie auch mit in die Bar, erzählt aber Barney noch, dass es kein Sexvideo von ihr und Marshall gibt, er also nicht danach suchen muss. Barney hört aber „es gibt ein Sexvideo“ und will dieses Band natürlich unbedingt finden. Er fängt an das Zimmer zu durchsuchen. Dabei findet er eine Box, in welcher Marshall und Lily Wettprotokolle aufbewahren: Sie wetten über banale Dinge wie, ob Robin Lily den ausgeliehenen Föhn zurückbringen wird, aber auch über Dinge wie eine mögliche Hochzeit von Ted und Robin. In der Bar erzählt Ted Lily und Marshall alles, was geschehen ist. Lily, welche gegen das Paar gewettet hat, versucht Ted davon abzuhalten, mit Robin wieder zusammenzukommen. Barney gesellt sich zu ihnen und deckt die Wettangelegenheiten auf. Dabei findet er ein Protokoll, das eine Wette bescheinigt, bei der es darum geht, ob Barney ein Sexvideo von Lily und Marshall findet. Barney fährt wieder nach Long Island, um weiter zu suchen, und findet es schließlich. Er will es sich mit Ted ansehen, der aber innerlich immer noch mit Robin beschäftigt ist. Ted wird klar, dass eigentlich Barney und Robin zusammengehören. Als er Barney dies darlegt, behauptet dieser jedoch, dass er über Robin hinweggekommen sei. Als Ted ihn auf die Situation anspricht, bei der Barney Rosen auf Robins Bett platziert hatte, erzählt ihm Barney die ganze Geschichte über ihn und Robin. Doch selbst nachdem Ted ihm eröffnet, dass Robin und Kevin sich getrennt haben, und er ihm gesteht, dass er mit Robin zusammen sein wolle, lässt dieses Barney – zumindest nach außen hin – kalt. Als Barney schließlich das Video von Marshall und Lily sehen will, tauchen die beiden auf. Marshall schafft es, Barney davon abzuhalten, sich das Band anzusehen. Nachdem Robin von ihrer Dienstreise zurückgekehrt ist, zeigt sich in einer Unterhaltung zwischen ihr und Ted, dass sie doch nicht in ihn verliebt ist, woraufhin sie aus der gemeinsamen Wohnung auszieht. Für Ted ist somit das Thema weg vom Tisch und er sagt, dass er sich in den letzten 5 Jahren noch nie so frei gefühlt habe wie in diesem Moment. - 8,5/10

https://www.imdb.com/title/tt2247489/
7.18 Karma (Karma)
Robin zieht auf Anraten Marshalls aus ihrem Zimmer in Teds Wohnung aus und dafür bei Lily und Marshall ein. Dort findet sie es mit der Zeit jedoch langweilig und will wieder nach Manhattan. Barney weiß derweil nicht, was er wegen Quinn machen soll, die wie sich herausstellt eine Stripperin ist, deren Künstlername Karma ist. Er sieht dies letzten Endes als unbedeutend an und will ein Date mit ihr haben. Währenddessen weiß Ted nicht, was er mit dem leeren Zimmer in seiner Wohnung machen soll und verwendet es zuerst zum Grillen und anschließend zum Töpfern. Dabei muss er jedoch die ganze Zeit an Robin denken. Barney ist im Stripclub und hat im Hinterzimmer, nachdem er ihr zuvor etwa 900 Dollar und seine Rolex gegeben hat, ein Date mit Karma, die ihn, wie sich herausstellt, nur ausnutzt. Später haben die beiden jedoch ein wirkliches Date in einem Coffeeshop. Robin klopft in Manhattan bei Ted an. Die beiden sprechen miteinander. Am Ende der Episode erhalten Lily und Marshall eine SMS von ihm und fahren daher zu seiner Wohnung, die sie fast leer auffinden, nur ein Kinderbett steht in Robins ehemaligem Zimmer. Ted hat einen Zettel da gelassen, auf dem steht, dass er eine Veränderung braucht und dass die Wohnung nun ihnen gehört. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt2265943/
7.19 Der Bro-Eid (The Broath)
Ted, Robin, Lilly und Marshall machen sich Sorgen um Barney und um seine Beziehung zu Quinn. Ted muss Barney zuliebe einen Bro-Schwur ablegen und darf damit dem Rest der Gruppe nichts über Quinns Job als Stripperin erzählen. Doch er kann nicht lange still halten und verpetzt Quinn bei Lilly, Marshall und Robin. Bei einem gemeinsamen Treffen der Gruppe in Quinns Appartement kommt es dann zu noch größeren Zweifeln und so führt kein Weg an einer Intervention vorbei (in diesem Fall einer Quinntervention). Bei dieser Intervention taucht überraschenderweise Quinn selbst auf und ist davon derart schockiert, dass sie Barney nicht mehr sehen will. Auch Barney verlässt das Appartement und somit merken die Freunde, dass sie zu weit gegangen sind und sich deshalb bei Barney entschuldigen müssen. Als sie bei seiner Wohnung aufkreuzen, lässt sich Barney ein paar witzige Spielchen für Lilly und Robin sowie Ted und Marshall einfallen, damit er ihnen verzeihen kann, und lüftet am Ende das Geheimnis, dass sich Quinn und er dies alles nur als teuflisches Spielchen ausgedacht hatten und sie alle damit reinlegen wollten. Darauf merken alle, dass Barney und Quinn wie geschaffen füreinander sind. Da Quinn ihre Wohnung aufgeben will, streiten sich Ted und Robin um diese. Dabei stellt Ted fest, dass es zwischen ihm und Robin nie mehr so sein wird wie früher. - 9/10

https://www.imdb.com/title/tt2336905/
7.20 Die Trilogie (Trilogy Time)
Ted, Marshall und Barney treffen sich alle drei Jahre, um die Star-Wars-Trilogie gemeinsam anzusehen. Dieses Ritual beschlossen Ted und Marshall, als sie auf dem College waren. Jedes Jahr überlegen sich die drei, wie sie wohl in drei Jahren leben werden, also immer dann, wenn sie das nächste Mal die Star-Wars-Trilogie schauen würden. Es werden jeweils die ausgedachten Abschnitte aus den Jahren 2003, 2006, 2009 und 2012 gezeigt und dazu, was wirklich in den Jahren geschah. Während Ted und Marshall im Jahr 2012 die Star-Wars-Trilogie schauen, ziehen Quinn und Barney zusammen. Immer wenn gezeigt wird, was wirklich in dem Jahr geschah, wird Ted klar, dass sich sein Leben nie wirklich verändert, da er nicht die perfekte Frau trifft und auch noch keine Kinder hat, doch als am Ende das Leben der Gruppe im Jahr 2015 gezeigt wird, hält Ted sein Baby im Arm, während die drei wie jede drei Jahre die Star-Wars-Trilogie schauen. - 9/10

https://www.imdb.com/title/tt2346207/
7.21 Punktsieg (Now We’re Even)
Ted lebt nun alleine und ist glücklich, dass er mit niemandem mehr zusammenwohnt. Während Marshall die Möbel für das Kinderzimmer streicht, hat Lily einen Sextraum, ausgerechnet von Ranjit. Während Lily und Marshall bei Ranjit im Taxi sitzen, will Marshall klarstellen, was sie geträumt hat. Währenddessen sind Ted und Barney in der Bar und wollen zusammen jeden Abend einen super Abend verbringen. Ted macht Barney jedoch klar, dass – wenn man jeden Abend einen „legendären Abend“ hat – kein Abend mehr besonders ist, weil man jeden Abend immer das Gleiche macht. Da Ted und Barney noch nicht quitt sind, zieht Ted wie versprochen an einem Abend ein grünes Kleid an. Nachdem ein Pilot während des Fluges zusammengebrochen ist, hat Robin den Helikopter wieder heil zum Boden gebracht. Mit dieser spektakulären Rettungsaktion ist Robin berühmt geworden und wird nun von jedem als erfolgreiche Fernsehjournalistin gesehen. Marshall und Lily vertragen sich wieder, indem Marshall die Begründung für den Traum findet, dass Lily während ihrer Schwangerschaft auf alle Männer steht, die ihren Kindern ein guter Vater sind. Robin und Ted vertragen sich am Ende wieder, nachdem die beiden längere Zeit nicht miteinander geredet haben. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt2376741/
7.22 Die Ersatz-Robin (Good Crazy)
Ted und Robin möchten übereinander hinwegkommen, weshalb sie bewusst zu unterschiedlichen Zeiten bei Marshall und Lily erscheinen, die eine Babyparty veranstaltet haben. Auf Anraten Barneys probiert Ted Online Dating aus und trifft sich mit verschiedenen Frauen. Dennoch glaubt er bei deren Anblick ständig Robin zu erkennen. Derweil versucht Marshall sich auf die kommende Zeit als Vater einzustellen: Er steht nachts auf und benutzt eine Melone als Übungsbaby. Lily gefällt das nicht. Währenddessen treffen Barney und seine Freundin Quinn, die als Stripperin arbeitet, auf der Straße auf Kunden. Barney empfindet dies als unangenehm, weshalb er ihr eine Stelle bei der GNB anbietet. Quinn lehnt sie jedoch ab. Lily sagt Marshall, dass es ein zweitägiges Seminar als Erziehungs-Vorbereitung gebe, zu dem sie hinfahren will. Marshall schläft im Auto ein und als er aufwacht sitzt Barney statt Lily, die zuhause ist, am Steuer und fährt mit ihm nach Atlantic City. Dort stellen die beiden ihre Handys aus und betrinken sich. Als sie sie wieder anmachen, hören sie Mailboxnachrichten von Lily, die zuhause kurz vor der Geburt steht. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt2376743/
7.23 Der Magier-Kodex – Teil 1 (The Magician’s Code (1))
Lily kommt mit ihren Wehen ins Krankenhaus, wo sie sich zur Ablenkung verschiedene Geschichten von Ted und Robin erzählen lässt. Marshall und Barney sind nach wie vor in Atlantic City und suchen verzweifelt nach einer Möglichkeit, nach New York zu kommen. Marshall und Barney schaffen es rechtzeitig zur Geburt ins Krankenhaus in New York, nachdem sie durch Zufall zwei Plätze in einem Bus ergattern konnten. Marshalls und Lilys Sohn wird geboren, welchen sie Marvin, nach Marshalls verstorbenem Vater, benennen. - 8,5/10

https://www.imdb.com/title/tt2376745/
7.24 Der Magier-Kodex – Teil 2 (The Magician’s Code (2))
Robin rät Ted, die einzige Freundin in seinem Leben, die nicht vergeben war, Victoria, wieder zu kontaktieren und sie zurückzugewinnen. Barney und Quinn sind am Flughafen, um eine Urlaubsreise nach Hawaii anzutreten. Dort werden sie festgehalten, weil Barney einen mysteriösen Würfel, der Teil eines Zaubertricks ist, bei der Flughafenkontrolle nicht öffnen will. Schließlich zeigt Barney doch den Zaubertrick und aus dem Würfel erscheint eine Blume mit einem Verlobungsring in der Mitte und Barney macht Quinn einen Heiratsantrag, welchen sie annimmt. Weiterhin sieht man, als Lily, Marshall und ihr Kind bereits wieder aus dem Krankenhaus zurück sind, wie sich die Clique im MacLaren’s Pub trifft, wo Ted sich mit Victoria verabredet hat, die dort im Hochzeitskleid erschienen ist, da sie an diesem Tag ihren deutschen Freund Klaus heiraten wollte. Ted und Victoria wollen gemeinsam durchbrennen und man sieht die beiden schließlich, wie sie mit dem Auto fortfahren. Während der Fahrt will Ted zuerst Victoria wieder zu ihrer Hochzeit zurückbringen, entscheidet sich dann jedoch kurzfristig dagegen und fährt mit ihr weiter. Am Schluss wird wieder Barneys Hochzeit gezeigt, wo sich herausstellt, dass nicht Quinn, sondern Robin die Frau ist, die Barney heiraten wird. - 9/10

Montag, 9. Juli 2018

[KINO] Hereditary - Hereditary: Das Vermächtnis (2018)

https://www.imdb.com/title/tt7784604/

Trotz einiger Tragödien in der Vergangenheit führt die Familie Graham, bestehend aus Mutter Annie (Toni Collette), ihrem Mann Steve (Gabriel Byrne) und ihren beiden gemeinsamen Kindern Peter (Alex Wolff) und Charlie (Milly Shapiro), ein recht beschauliches Leben in einem abgelegenen Haus am Waldrand. Annie ist Galeristin und baut für eine Ausstellung zu Hause aufwändige Miniaturmodelle, Peter schlägt sich mit den üblichen Teenagerproblemen rum und Charlie ist eine leicht schräge Außenseiterin. Doch als Annies Mutter Elen stirbt, das unangefochtene Familienoberhaupt, sehen sich die Grahams plötzlich mit reihenweise rätselhaften und unheimlichen Ereignissen konfrontiert. Nach und nach kommen sie einem grauenhaften Familiengeheimnis auf die Spur und müssen sich mit dem Schicksal auseinandersetzen, das ihnen ihre Ahnen hinterlassen haben…

"Hereditary" ist definitiv nichts für schwache Nerven. Schon der Trailer, der sehr inflationär auf dem FantasyFilmFest nights lief, hinterließ den Zuschauer mit einem interessiert-mulmigen Gefühl und der Film liefert auch, was man aufgrund dessen erwartet. Es ist kein Gruselfilm, der mit ewig vorhersehbaren Jump-Scares arbeitet und bei dem man sich mit einem Kreischen erschrecken würde, aber dieses Spielfilmdebüt hat schon seine Schock-Momente, die einem bis in den Magen fahren. Wobei man sagen muss, dass "Hereditary" eher ein Drama mit richtig guten Gruselelementen ist, als ein waschechter Horrorfilm, den so manch einer vielleicht erwarten würde. Der US-amerikanische Regisseur und Drehbuchautor Ari Aster setzt seine Gruselelemente spärlich ein, dafür sind diese dann aber auch um so effektiver. Er ist eindeutig ein geborener Meister des Grauens.

Aber das Gruseligste in "Hereditary", ein Film, der unterschwellig beständig ein unangenehmes Gefühl des Unwohlseins und der Angst beim Zuschauer erzeug, ist ein Geräusch. Es ist das Geräusch, das man macht, wenn man mit seiner Zunge schnalzt und diese in den Gaumen herunterschnellen lässt. "Klokk". Ein Geräusch, das man eher selten macht, es sei denn man wollte das Traben von Pferden imitieren. Aber Charlie Graham (Milly Shapiro), ein niemals lächelndes Mädchen von dreizehn Jahren, klokkt mit beunruhigender Häufigkeit. Sie wird von der Newcomerin Milly Shapiro so porträtiert, dass sie gleichzeitig Sympathie und tief sitzende Unruhe hervorruft. Dieses "Klokk" ist ihre akustische Signatur, ihr Geräusch, und ihr Bruder Peter (Alex Wolff), der ein paar Jahre älter als Charlie ist, hört selbst nach Einbruch der Dunkelheit noch dieses "Klokk" in der Ecke seines Schlafzimmers, auch wenn sie nicht da ist. Wolff porträtiert sensibel den älteren Bruder Peter als Teenager, der in gewissem Sinne nicht erwachsen wird - und das in einer psychologisch spröden Lebensphase, die ihn zwischen hier und jetzt hin- und her reißt. Und überhaupt: die meisten Leute in dem Film wissen selbst nicht recht, was sie glauben sollen oder wie sehr sie ihren Augen und Ohren trauen können. Die Mutter Annie (Toni Collette), kann nicht sagen, ob sie ihre eigenen Emotionen trauen kann. Ihre Mutter ist gerade gestorben, und Annie ist amüsiert oder halb beschämt darüber, dass sie sich nicht allzu traurig fühlt. Aber dann, wie sie bei der Beerdigung zu gibt, war ihre Mutter eine geheimnisvolle Person, die "eigene Rituale" besaß. Dieser Satz hallt durch die Geschichte wie ein Flüstern in einer Höhle. Szene um Szene trägt die hermetische Strenge eines Ritus, den Außenstehende - oder auch andere Mitglieder des Haushalts - vielleicht gar nicht verstehen. Dieses Gefühl der Inklusion ist eine Art Konserve. Annies Ehemann, Steve (Gabriel Byrne) passt perfekt dazu, ist undurchsichtig und düster und hat irgendwo auch sein Päckchen zu tragen. Aber man findet dies nie heraus, ebensowenig, was er für seinen Lebensunterhalt tut. Byrne spielt die Rolle des beständigen, uninteressanten, alles zusammenhaltenden (und versagenden) Vaters Steve angemessen solide. Und so wird jede Figur in diesem Film punktgenau beleuchtet, man erfährt nicht zu wenig, doch gerade über Charlie und Annie lernt man vielleicht mehr, als man sich eigentlich wünscht. Und was Toni Collette in der Hauptrolle der Annie angeht, so versetzt Aster sie wirklich in die Krise, indem sie ihren Leidensgenossen Probleme zufügt, die vergleichbar mit denen sind, die sowohl Essie Davis in "The Babadook" als auch Ellen Burstyn in "The Exorcist" erlitten hat.

"Hereditary", so merkt man, schwimmt gekonnt auf der aktuellen Welle des sogenannten neuen "American Horrors" mit, der so tolle Filme wie "A Quiet Place", "Get Out" oder "It Follows" hervorgebracht hat, fühlt sich aber dadurch eher inspiriert als abgelenkt. Aster spielt mit vielen als solche erkennbaren Ideen und Elementen, formt sie aber zu etwas, was einem frisch und unverbraucht erscheint. Ja, es gibt heidnische Symbole und Kerzenlicht-Séancen. Und es lauern fürchterliche Dinge in deren Schatten. Aber all dies wird ruhig und gekonnt erzählt und mit vertrauten Unsicherheiten gespielt, was letztlich in der Frage gipfelt, wer für unsere eigenen Unzulänglichkeiten verantwortlich ist: unsere Eltern? Wir selbst? Oder etwas ganz anderes? Mit wunderschöner Kubrick'scher Präzision und eleganten Trompe-l’œil-Techniken wird "Hereditary" präsentiert, von einem schleichenden Zoom in den Raum eines Modellhauses (das dann unmerklich, verstörend in das reale Haus übergeht), zu langen, gleitenden Single-Takes um die Graham-Familie herum, nach Hause, zum Widerschein von hellroten Lichtern in den tränenden Augen eines Charakters, zu den stechschnellen Schnitten, die den schon längst gebannten Zuschauer von Nacht zu Tag und wieder zurückschleudern.

Ein endzeitartiger, elektronischer Puls untermalt den größten Teil des Films dazu passend akustisch, so dass man auch aufgrund des Soundtracks unangenehm im Sessel hin- und herrutscht, selbst wenn das, was auf dem Bildschirm passiert, unschuldig oder banal erscheint. Alles wirkt bedrohlich. Und vor allem die Orte, an denen man sich am sichersten fühlen sollte. "Hereditary" ist verwirrend. Der Film hat den Nerv, zu behaupten, dass die soziale Einheit per Definition selbstbedrohend und dass das eigene Zuhause nicht länger ein Heiligtum ist, sondern eine bröckelnde Festung, die von innen belagert wird. Deshalb gibt es in Asters Film keine Ärzte und auch keine Detektive, die beide dringend benötigt werden, noch kommt ein Mann Gottes, wie er es in "Der Exorzist" tut, um Ängste zu stillen. "Hereditary" ist ein rohes Horror-Meisterwerk von einem Regisseur, das es jetzt schon wert ist, im selben Atemzug wie die Großen des Genres erwähnt zu werden. Selbst der abgestumpfteste Betrachter sollte hier etwas finden, um sich einmal mehr unbehaglich und gespannt unterhalten zu fühlen, denn nichts, kurz gesagt, kann Annie, Steve und den Kindern helfen, und sie können sich sicher nicht helfen, stationiert, wie sie in ihrem zarten Puppenhaus einer Welt sind. In diesem bemerkenswerten Film gibt es keinen Familienfluch. Die Familie ist der Fluch. Und diese Ausarbeitung des Themas ist nahezu genial.

8/10

Sonntag, 8. Juli 2018

Dead Man Walking - Dead Man Walking: Sein letzter Gang (1995)

https://www.imdb.com/title/tt0112818/

Der zum Tode verurteilte Häftling Matthew Poncelet (Sean Penn) warten schon seit sechs Jahren auf seine Urteilsvollstreckung. In einem Brief bittet er die eher unkonventionelle Nonne Schwester Helen Prejean (Susan Sarandon) um Hilfe, die noch nicht mit einem Schwerverbrecher zu tun hatte. Sie antwortet auf sein Schreiben und besucht ihn schließlich im Staatsgefängnis von New Orleans. Dort ist sie mit der von Bürokratie beherrschten Welt des Strafvollzugs konfrontiert und entschließt sich, dem Häftling trotz seiner ablehnenden Art und seines Zynismus zu helfen. Bei ihrem Versuch, den sicheren Tod Poncelets doch noch abzuwenden, muss sie erfahren, wie wenig ein Menschenleben für Politik, Behörden und Medien wert ist und sieht sich schließlich auch mit den Eltern der Opfern konfrontiert, die eine Vergeltung für den Mord an ihren Kindern einfordern. Schwester Prejean findet sich bald zwischen den Fronten wieder und wird von Selbstzweifeln geplagt. Ist es richtig, sich auf die Seite eines Mörders zu stellen?

"It's easy to kill a monster, but it's hard to kill a human being."

Tim Robbins inszeniert ein sehr ruhiges, ziemlich dialoglastiges, aber intensives und bewegendes Drama ohne Hollywood Verkitschungen mit sehr bemühtem Realismus. Viel zu sagen gibt es kaum über "Dead Man Walking". Es ist ein inhaltlich klar überschaubarer Film in allen Bereichen. Er ist sicher nicht leicht oder immer ganz einfach anzuschauen (ist auch schon über 20 Jahre alt und längst nicht so dynamisch wie heutige Filme), das jedoch macht der Inhalt und die im Film aufgeworfenen Fragen locker wieder wett. Susan Sarandon liefert eine starke Leistung ab, genauso wie Sean Penn als Häftling. Der gesamte Film dreht sich um die Frage, ob auch ein Mörder das Recht auf Liebe verdient, trotz seiner nicht leugbaren, schrecklichen Taten. Wo für Helens Umfeld und die Außenwelt der Sachverhalt relativ klar aussah, der Mord oder Mörder allgemein ist böse und verdient es hingerichtet zu werden, zeigt Helen trotz Widerständen auf, dass es noch einen anderen Weg gibt: den der Liebe und Vergebung, anders als wie die Eltern der Opfer durch den Tod des Täters auf Erleichterung/Gerechtigkeit zu hoffen. "Dead Man Walking" ist kein einfacher Film, bei dem sich die Spannung und Intention durch die Interaktion zwischen Schwester Helen und Häftling Matthew ergab. Die letzte halbe Stunde ist richtig packend. "Dead Man Walking" ist ein toller Film, ein wichtiger Film, ein Film der zum Nachdenken angeregt (immer ein Plus bei Filmen) und eine Art von Film, wie sie viel zu selten gemacht werden.

"I just don't see the sense in killing people to say killing people is wrong."

8/10

Freitag, 6. Juli 2018

[KINO] The First Purge (2018)

https://www.imdb.com/title/tt6133466/

Die Partei "Neue Gründungsväter Amerikas" will die Verbrechensrate im Land auf unter ein Prozent drücken. Die Idee: Einmal im Jahr sollen für zwölf Stunden alle Verbrechen legal sein, inklusive Diebstahl, Mord und Vergewaltigung. Dabei berufen sie sich auf die soziologischen Theorien der renommierten Psychologin Dr. Updale (Marisa Tomei). Beim ersten Probelauf der sogenannten "Purge" soll das Experiment auf den New Yorker Stadtteil Staten Island begrenzt sein und den Anwohnern wird eine Summe von 5.000 Dollar geboten, wenn sie sich an dem Experiment beteiligen. Doch als sich die zumeist armen Bürger mit verschiedenen kulturellen Hintergründen weigern, aufeinander loszugehen, beschließt die Regierung, selbst für eine ordentliche Purge zu sorgen. Die Anwohner bleiben jedoch nicht untätig: Der Drogenboss Dmitri (Y'lan Noel) führt eine Widerstandbewegung an, während die Aktivistin Nya (Lex Scott Davis) sich auf die Suche nach ihrem Bruder (Joivan Wade) begibt. Und bald schon greifen die Unruhen im gesamten Land um sich...

Mit "The First Purge" erlebt man nun den bereits vierten Teil des erfolgreichen Franchises und die Macher dachten sich wohl, "Warum nicht mal zeigen, wie das alles begann und ein Prequel machen, das den Lauf der Ereignisse vor "The Purge" in Gang setzt?". Und da man sich von vorherigem inhaltlichen Balast lösen wollte und am Ende des letzten Teils angedeutet wurde daß die böse "Purge" bald enden könnte, setzte man hier eben alles auf Null zurück und erzählt die Geschichte eines Experiments, der den Grundstein für die in den Filmen so heiß begehrte Tradition des "Purge" legt. Wie kam es eigentlich zu der berühmten Horrornacht, in der alle Verbrechen legal ist? "The First Purge" gibt eine Antwort darauf, jedoch keine, die sich in irgendeiner Form lohnen würde. Die gesellschaftskritischen Aspekte der Reihe werden hier fast völlig ignoriert.

Dabei ist es wohl eine Frage der Betrachtungsweise: das reine Grundthema ist weiterhin spannend und sicherlich ein gutes Diskussionsthema für den Stammtisch, allerdings machen es einem die farblosen Rollen und die unauffälligen Darsteller nahezu unmöglich irgendeinen emotionalen Bezug, zu dem was hier vorgeht, zu knüpfen. In Punkto Action und Gewalt gibt es nichts zu vermissen, allerdings verschiebt sich der Schwerpunkt etwas: da wo in den vorherigen Filmen oftmals darum ging das schräge Figuren in schrägen Masken metzeln ist es hier relativ geradlinige Action in der eigentlich nur geschossen wird, obendrein wird nochmal mit Ausrufezeichen betont wie im Grunde die Reichen die Armen ausrotten wollen. Das mag zwar nicht der beste Film sein, aber sehr wohl spannend und eine "nette" Diskussionsgrundlage.


Ohne Umschweife wird auch die aktuelle Trump-Regierung in abgewandelter, aber leicht erkennbarer Form kritisiert. Dies ist vor allem herrlich am Teaser-Poster mit dem ikonischen roten Basecap zu sehen - unten verlinkt - welches keinen Hehl daraus macht, was die Macher von der Regierung ihres Landes halten. Von großer Raffinesse zeugt dieses Drehbuch dennoch nicht. Aber zu sehen, dass Drogenbosse zu den Guten gehören können und Regierungsvertreter zu den Bösen, macht trotzdem ausreichend Spaß. Nach den wenigstens recht unterhaltsamen ersten beiden "Purge"-Filmen folgt mit dem vierten Teil der Tiefpunkt des Franchises. Und das, obwohl mit der Idee die Beweggründe der ersten Säuberung zu erzählen, durchaus interessantes Potential geboten wurde. Dieses wurde allerdings konsequent ignoriert. Eine uninspirierte Inszenierung, ebenso schwache Figuren wie Darsteller und eine etwas sinnentleerte Handlung, angesichts des großartigen Erstlings, komplettieren den Gesamteindruck.


Mit jedem neuen Film des "Purge"-Fanchise wird es zudem schwerer zu glauben, dass das alles nur eine Fantasie sein soll, denn selbst die leidenschaftlichsten Fans dürften die Abgestumpftheit des Films unangenehm zeitgemäß finden. Trotzdem dürfte auch dieser Teil erfolgreich genug werden um einen weiteren zu generieren. Es ist eine solide weitere "Purge"-Episode, die leider total an ihren bleichen Figuren krankt.

6/10

Death Wish V: The Face Of Death - Death Wish V (1994)

https://www.imdb.com/title/tt0109578/

Paul Kersey (Charles Bronson) hat seiner früheren Tätigkeit als Rachengel abgeschworen und lebt nun als Paul Stewart in einem Zeugenschutzprogramm. Zudem arbeitet der ehemalige Architekt mittlerweile als renommierter Professor für Architektur an der Universität und lebt mit seiner jungen Lebensgefährtin, der Modedesignerin und Ex-Model Olivia Regent (Lesley-Anne Down), und deren Tochter Chelsea (Erica Lancaster) zusammen. Das traute Glück und die geplante Hochzeit des Paares werden jedoch von Olivias tyrannischem Ex-Ehemann, dem Gangsterboss Tommy O’Shea (Michael Parks), überschattet. Er drängt sich immer mehr in ihr Leben und fordert sogar das Sorgerecht für die gemeinsame Tochter. Als Kersey seine Freundin endlich überzeugt hat, vor Gericht gegen ihren verbrecherischen Ex auszusagen, setzt O’Shea, der durch den Polizisten Hector Vasquez (Miguel Sandoval) informiert wurde, einen Schläger auf Olivia an. Das Ex-Model wird bei diesem Anschlag misshandelt und dauerhaft entstellt. Zunächst setzt Kersey auf den Rechtsstaat, doch als immer mehr Zeugen sterben und auch Olivia Opfer von Killern wird, verliert er alles Vertrauen. Als auch noch Chelsea zu ihrem kriminellen Vater ziehen muss, erwacht der Racheengel in Kersey von Neuem zum Leben.

"Death Wish V" beendet die Reihe um den zum Racheengel gewordenen Paul Kersey (Charles Bronson) auf einem annehmbaren Niveau. Zwar weit weg von den Cannon-Produktionen ("Death Wish III: Der Rächer von New York" und "Death Wish 4: Das Weiße im Auge"), weit weg auch von den großartigen ersten Teilen, unterwirft sich Bronson der Regie von Damian Lee und spielt sich gewohnt stoisch, aber auch sichtlich gelangweilt durch einen Reißbrett-Racheplot, der von Lee nicht nur schlecht, sondern auch mit einem deutlichen Hang zum Sadismus inszeniert wird. Zumindest ist dieser Teil nicht sehr viel schlechter als die vorherigen und das ist auf jeden Fall noch über dem Durchschnitt. Die Handlung wirkt geradliniger und somit auch unkomplizierter. Bronson selbst sieht man noch immer gerne und die Inszenierung geht soweit auch in Ordnung. Das ist kurzweilige Unterhaltung, die ihre Highlights sicherlich in den Todesarten besitzt. Natürlich ist das anspruchslos, besitzt kaum eine Figurenzeichnung und mag auch etwas billiger erscheinen, doch Fans der Reihe werden damit dennoch etwas anzufangen wissen. Kurzum: ein paar nette Kills und den Bronson Bonus gibt es noch, mehr hat dieses DTV Sequel leider nicht zu bieten. Es erreicht weder die inszenatorische Klasse der ersten beiden Teile, noch die herrlich überdrehte Comicgewalt der Cannon Sequels 3 und 4. Brutales Mittelmaß.

5/10

Von NSM im Mediabook erschienen. Limitiert auf 888 Stück und erstmals in HD.

Charlie Wilson's War - Der Krieg des Charlie Wilson (2007)

https://www.imdb.com/title/tt0472062/

Für den Kongressabgeordneten Charlie Wilson (Tom Hanks) gehören Party und Politik untrennbar zusammen. In Las Vegas feiert er mit Stripperinnen und Kokain, während zuhause in seinem Büro nur Angestellte arbeiten, die über Idealmaße verfügen - "Charlie‘s Angels" eben. Politisch setzt sich Wilson für eine Unterstützung der Afghanen ein, die gerade im Krieg mit der Sowjetunion liegen. Der Texaner sitzt in einem Komitee, das zwischen der CIA und den Regierungsinstitutionen vermittelt. Dazu hat er die Hilfe einer Freundin in der Hinterhand. Joanne Herring (Julia Roberts) hasst nicht nur Kommunisten, sie ist auch eine der reichsten Frauen des Landes und verfügt über entsprechenden Einfluss. Wilson arbeitet sich in die Materie ein und will die Afghanen unterstützen. Er steigert das Budget für geheime Aktionen von fünf Millionen Dollar nach und nach immer weiter an, bis die Mudschahedin gut ausgerüstet einen sowjetischen Hubschrauber nach dem anderen vom Himmel holen. Im Hintergrund zieht der erfahrene FBI-Agent Gust Avrakotos (Philip Seymour Hoffman) die Fäden...

"Der Krieg des Charlie Wilson" ist jedoch sicher kein tiefgründiges Charakter-Drama, dass dem Zuschauer den Menschen Charlie Wilson Facette für Facetten offenbart und einen Einblick in die Tiefen seiner Seele erlaubt. Mike Nichols inszeniert hier vielmehr eine der treffsichersten Polit-Satiren der letzten Jahre und kann dabei vor allem bei den großartigen Dialogen aus den Vollen schöpfen. Sicher, das Thema ist ernst, vor allem aus heutiger Sicht und in Verbindung mit den immer noch anhaltenden Folgen, aber die Inszenierung verknüpft die unbestreitbare Ernsthaftigkeit so gekonnt mit einem zynischen Augenzwinkern, dass sich der Film nie an einen Punkt begibt, an dem der Humor zu kurz kommt. Wir begleiten Charlie Wilson auf seinem Weg, die afghanischen Freiheitskämpfer (heutige Taliban) zu unterstützen und das Finanzierungsbudget an allen Ecken und Enden unbemerkt aufzustocken. Dabei verkommt "Der Krieg des Charlie Wilson" aber zu keiner Sekunde zu einer trockenen Abarbeitung, die sich um staubige Fakten klammert und dem Zuschauer langsam den Schlaf in die Augen treibt, denn dafür ist die Erzählweise Nichols' einfach viel zu kurzweilig, ironisch, elegant und auch zu intelligent.

Das Drehbuch basiert auf der gleichnamigen Biographie von George Crile ("Charlie Wilson's War") und die einprägende Darstellung von Tom Hanks skizziert Wilson's Patriotismus und unanständigen Lebenswandel. Für den echten Wilson war das kein Gegensatz. Trotz allem war er ein Mann mit Prinzipien. Über die Folgen des Afghanistankrieges will sich der Film nicht auslassen. Das würde auch zu weit führen. Das Großartige an diesem Film ist, dass er sich nicht in rückwärtsgewandter Besserwisserei ergeht. Denn heute wissen wir, dass die Form der Kriegsführung, die die Mudschahedin gegen die Russen entwickelt haben, sich heute gegen den Westen richtet, vor allem in Afghanistan und im Irak. Der Perfektionismus dieses Films ist fast schon erschreckend. Allein schon wegen des äußerst unterhaltsam behandelten politischen Themas und der geschliffenen Dialoge von Aaron Sorkin dürfte jedem von der ersten Minuten an klar sein, dass man hier einen tatsächlich wohl durchdachten Film zu sehen bekommt. Fühlte sich der Klappentext eher trocken und wenig ansprechend an, so bekommt man anstelle eines stoisch abgearbeiteten Themas einen höchst erfrischenden Film zu sehen. Es ist ein kluger Schachzug gewesen, diesen Auszug eines Gesamtkontextes der Vergangenheit in eine Satire zu verpacken.
Mit Satire ist man ja bekanntermaßen so gut wie Vogelfrei.

Manch einer mag eine Satire vielleicht nicht als den richtigen Erzählstil empfinden. So ein nachhaltiges Ereignis sollte man ggf. ernsthafter adaptieren. Aber es passt hier so wunderbar. Die Aussage "These things happened. They were glorious and they changed the world... and then we fucked up the end game." (Charlie Wilson) bezieht sich auf die nach dem Krieg ausbleibende finanzielle Hilfe der USA zum Wiederaufbau Afghanistans. Damit sollte jeder, der sich für die Hintergründe des politischen Lebens interessiert, diesen Film mindestens einmal gesehen haben. Und wird bei jeder Sichtung neue aberwitzige Details entdecken, wie Politik funktionieren außerdem kann.

8,5/10