Rumänien Anfang der 50er Jahre: In einem abgeschiedenen Kloster begeht die junge Nonne Victoria (Charlotte Hope) Selbstmord und der Fall schlägt hohe Wellen. Sogar der Vatikan ist daran interessiert, den mysteriös erscheinenden Todesfall zu untersuchen, und entsendet den Priester Burke (Demián Bichir). Begleitet wird Burke, der nach einem traumatischen Erlebnis mit seinem Glauben hadert, von der Novizin Irene (Taissa Farmiga), die als junges Mädchen Visionen von einer unheimlich aussehenden Nonne hatte. Vor Ort erfährt Burke von einem Dämon, den die Bewohner des Klosters seit vielen Jahrhunderten fürchten - und er muss erkennen, dass diese Geschichte auf grauenhafte Weise mit dem Selbstmord der Nonne und den Visionen von Irene zusammenhängt, und sie alle in größter Gefahr sind…
Nach "Annabelle" ist "The Nun" das zweite Spin-off zur Horrorreihe "Conjuring". Wie bei vielen Gruselstreifen ist die Story mit wenigen Worten schnell beschrieben. In einem rumänischen Kloster begeht eine Nonne Suizid. Den Fall sollen ein Priester und eine Novizin untersuchen, also reisen sie dort hin. Schnell müssen die Beiden feststellen, dass in dem Kloster unheimliche Dinge vor sich gehen. Das wars dann eigentlich auch schon. Die dämonische Nonne wurde bereits in "Conjuring 2“ eingeführt und nun bekommt sie hier ihren Solo-Film, was allerdings oftmals nicht ganz so wirkt, weil man das Potenzial dieser Figur kaum ausschöpft. Hier und da gibt es ein paar Verwebungen mit den "Conjuring"-Filmen, was eher beliebig ausgefallen ist und kaum einen Mehrwert besitzt. Dass das Drehbuch sehr dünn ist und kaum etwas zu erzählen hat, ist jedoch nicht wirklich schlimm. Die Handlung ist in solchen Werken selten so wichtig und meistens eher dünn. Viel entscheidender ist doch, was man daraus gemacht hat und hier kann "The Nun" teilweise dann doch punkten.


Dabei ist "The Nun" nicht so schlecht wie sein Ruf, aber ein besonders guter Film ist das hier sicherlich nicht geworden. Dass die Story so dünn ist kann man gerne verzeihen, aber da die Charaktere nebenbei ebenfalls blass bleiben, fehlt einem hier schon etwas die Substanz. Man hätte da auf jeden Fall mehr draus machen können. So kann man im Endeffekt lediglich die tollen Kulissen bewundern und anfangs schwebt auch noch eine unheimliche Atmosphäre in der Luft. Hinterher mutiert das zum Hau-Drauf-Horror, der nicht gruselig ist, aber immerhin gute Effekte serviert. Außerdem wird das Ganze gut gespielt. Hat mich kurzweilig unterhalten, besitzt allerdings kaum einen Mehrwert. Im Endeffekt ist "The Nun“ nicht schlecht, aber insgesamt sehr belanglos.
5,5/10
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