Samstag, 4. Oktober 2014

Maleficent 3D - Maleficent: Die dunkle Fee 3D (2014)

http://www.imdb.com/title/tt1587310/

Es war einmal vor langer, langer Zeit in einem friedvollen Wald-Königreich. Hier lebt die gutmütige Wald-Fee Maleficent (Angelina Jolie) in Harmonie mit unzähligen Fabelwesen. Als sich eines Tages der junge Stefan (Sharlto Copley) in das sagenumwobene Feenreich verirrt, trifft er auf Maleficent und freundet sich mit ihr an. Sehr schnell entsteht aus dieser Freundschaft jedoch Liebe und letzten Endes ist es auch die Liebe, die Maleficent später zum Verhängnis werden soll, denn wie alle Menschen verfällt Stefan dem Machthunger und ihn packt der Ehrgeiz: Um die Thronfolge von König Henry (Kenneth Cranham) an sich zu reißen, bringt er ihm die Flügel von Maleficent. Nicht zuletzt wollte König Henry zu Lebzeiten das Feenreich unterjochen. Nun übergibt er sein Erbe an Stefan, der daraufhin zum König gekrönt wird. Maleficent ist derweil außer sich vor Wut. Der Verrat ihres besten Freundes hat tiefe Wunden hinterlassen. Als König Stefan und seine Frau Ula (Miranda Richardson) viele Jahre später ihr Kind Aurora (Elle Fanning) in den Armen halten, verflucht die dunkle Fee das Neugeborene. An ihrem 16. Geburtstag soll Aurora in einen ewigen Schlaf fallen. Lediglich ein Kuss wahrer Liebe könne das unschuldige Mädchen von dem grausamen Fluch erlösen. Sobald Maleficent allerdings beobachtet, wie die junge Prinzessin heranwächst, erkennt sie, dass Aurora der Schlüssel zu ihrer eigenen Erlösung ist...

Das ewige Märchen von Dornröschen, neu aufgerollt, aufpoliert und mit 3D-und einer ganze Menge an Special Effects aufgepeppt. Und - und das ist vermutlcih das Besondere daran - aus dem Blickwinkel der dunklen Fee, Maleficent, erzählt. Zum Glück wurde der Film nach recht kurzer Zeit dann auch sehr düster, denn die furchtbare Computerweltoptik zu Beginn war so abartig unecht und war zudem noch mit quietschbunten und albernen Disney-Fabelwesen bevölkert, dass mir fast die Augen geblutet hätten. Den Film hätte ich in dieser Form wohl nicht sehr lange ausgehalten.

Aber hat sich dann doch sehr gesteigert. Okay, es gibt zwar immer noch ein paar peinliche Figuren, wie etwa die obernervigen "Drei-Stooges"-Feen und ein paar recht dämlich Logiklöcher (der König lässt alle Spindeln das Landes in seine Burg bringen und dort vernichten, schickt aber seine Tochter zur Sicherheit weit weg - hä?), aber im Großen und Ganzen hat mir der Film ganz gut gefallen. Mit stimmiger und teils etwas düsterer Hintergrundmusik wird die Geschichte der guten Fee, die zur bösen Fee wurde und sich dann doch noch eines Besseren besinnt, recht erfrischend und auch noch interessant erzählt.

Die Geschichte wurde gut aufgebaut und erzählt. Erfreulicherweise hat man sich auch merklich auf Geschichte und Charaktere konzentriert und nicht ein Dauer-Gewitter an Effekten veranstaltet, wie es zu Beginn des Films den Anschein hatte (auch wenn es natürlich auch so einiges an Effekten gab). Die Mischung passt also und der Film war im Mittelteil bis zum fulminanten Finale gut gemacht - auch wenn das Finale nicht das ist, was man aus den Mäörchen zu kennen meint. Trotzdem: der Film wäre letztendlich wohl dann doch ziemlich mittelmäßig gewesen, wäre Angelina Jolie nicht dabei gewesen, denn sie war in der Rolle der titelgebenden Figur "Maleficent" absolut großartig, hat sie mit einer unglaublichen Präsenz in allen Facetten perfekt gespielt, somit den Film allein(!) getragen und desöfteren sogar gerettet.

7/10