Sonntag, 12. Oktober 2014

127 Hours (2010)

http://www.imdb.com/title/tt1542344/

Als Aron Ralston (James Franco) alleine zu einer Klettertour in den entlegenen Blue John Canyon in Utah aufbricht, ahnt er nicht, dass dieser Trip zur härtesten Herausforderung seines Lebens werden soll. Ein herabstürzender Felsbrocken wird ihm in einer engen Felsspalte zum Verhängnis. Alle Versuche seinen eingequetschten Arm zu befreien scheitern, und so erlebt Aron 127 Stunden voller Hunger, Durst, Kälte und dem Wissen, dass es nur einen, schier unvorstellbaren Weg gibt, sich zu befreien. Wie weit würdest du gehen, um zu überleben?

"127 Hours" die wahre Geschichte des Aron Ralston, der fast eine Woche in einem Felsspalt gefangen saß und ums Überleben kämpfen musste. Dass man so eine "einseitige" Geschichte wirklich spannend verfilmen kann, zeigt uns Regisseur Danny Boyle hier auf ziemlich beeindruckende Weise, wenn er einen der stärksten Kinofilme des Jahres 2010 bietet.

Da hat manauf der einen Seite großartige Landschaftsaufnahmen in der unberührten Natur Utahs + eine starke Musikuntermalung und auf der anderen Seite eine tolle Inszenierung, die eine unheimliche Spannung aufbauen kann - obwohl das Ende von vornherein feststeht.  Was "127 Hours" aber natürlich über die komplette Laufzeit trägt, ist das Spiel von James Franco. Was der Mann hier abliefert ist einzigartig und eine der beeindruckendsten "One-Man-Shows" die ich bisher gesehen habe. Dazu der Soundtrack, der manchmal so unpassend erscheint, aber genau den Kern der Sache trifft (ich denke da speziell an die Szene, die mit Bill Withers' "Lovely Day" unterlegt ist). Und ich befürchte, dass ich noch nie(!) eine authentischere und schmerzhaftere Szene gesehen habe als die am Finale.

Viel mehr kann man über dieses Werk auch nicht sagen, makellos inszeniert und ein genialer Hauptdarsteller, den man bei so einer Geschichte braucht, dann muss man sich nur noch auf diesen Film einlassen und man wird von der immer mitreißenderen Atmosphäre des Films für 90 Minuten komplett erfasst werden. Und die letzten Minuten treiben einen die Tränen in die Augen.

"Aron Ralston continues to be a hiker and a canyoneer. He always leaves a note to say where he has gone."

8/10