Montag, 4. Juli 2016

The Butterfly Effect 2 (2006)

http://www.imdb.com/title/tt0457297/

Der beruflich recht erfolgreiche Nick (Eric Lively) bricht einen romantischen Seeausflug mit seiner Freundin Julie (Erica Durance) sowie den Bekannten Trevor (Dustin Milligan) und Amanda (Gina Holden) zugunsten einer geschäftlichen Besprechung ab. Die Heimfahrt endet aber in der Katastrophe, weil alle außer Nick bei einem schweren Autounfall ums Leben kommen. Die Erlebnisse traumatisieren Nick nachhaltig, so dass er sowohl unter körperlichen als auch seelischen Schmerzen leidet. Beruflich läuft es schlechter. Aber plötzlich bietet sich ihm die einzigartige Fähigkeit, in der Zeit zurück zu reisen. Nick nutzt diese Gabe, um den damaligen Unfall zu verhindern. Dadurch verändern sich auch andere Teile der Zukunft, deren Auswirkungen gravierend sind. Nick wird zunehmend in ein Geflecht aus komplizierten Wechselwirkungen hineingezogen, das sein ganzes Leben bedrohen kann. Verzweifelt versucht er, durch immer neue Zeitreisen den Schaden zu reparieren.

Mit sehr viel Wohlwollen kann man diesem Machwerk gerade noch anerkennen, dass er eine kleine Kopie der großartigen Erstlings ist. Und kennt man diesen nicht, hat man im zweiten Tei, sofern dieser hier überhaupt als "Teil" bezeichnet werden kann, überhaupt keine Chance zu erkennen warum und wieso. Viel erwarten ließ sich von so einer D2V-Produktion ohnehin nicht, nur wie schauderhaft hilflos und unfähig hier wirklich alles ignoriert und versemmelt wird, ist schon ein starkes Stück. Die Story, soweit sie sich so bezeichnen lässt, hat keinen inneren Zusammenhang, sondern besteht nur noch aus einer Aneinanderreihung des 'Effekts'. Der Plot ist weitgehend vorhersehbar, bis auf eine Szene, in der man tatsächlich und für kurze Zeit auf eine falsche Fährte gelockt wird. Schade, um wenigstens ein bisschen Farbe in diesen Plot zu bringen, hätte man das zum Ende hin nach dem nächsten oder übernächsten Sprung wieder hochkommen lassen können, nachdem er seine Welt scheinbar wieder in Ordnung gebracht hätte. Das hätte auch etwas Neues, Unerwartetes, und so käme er schliesslich noch zu Fall. Der finale Sprung, um alles wieder gerade zu biegen, toppt aber wirklich alles. Dieser ist (und das kann man nicht gelinde ausdrücken) Schwachsinn von vorn bis hinten. Es gebe locker ein halbes Dutzend besserer Ideen wie sich alles kitten ließe, und dann kommt so etwas... das hat eine große Chance auf den Preis für das dämlichste Filmende aller Zeiten. Und für so einen dummen Fehler muss man einfach bezahlen.

4/10