Donnerstag, 11. Juli 2013

John Rambo (2008)

http://www.imdb.com/title/tt0462499/

Nach 20 Jahren kam mit "John Rambo" unerwartet der 4. Teil um die Action-Ikone in die Kinos. Und es zeigt sich, dass Regisseur und Hauptdarsteller Sylvester Stallone durchaus in der Lage ist, einen guten Actionfilm abzuliefern, der zwar - wie es die Figur im Grunde fordert - gegen Ende in wirklich extremer Gewalt ausartet, aber sich dafür auch nicht scheut ein weiteres kontroverses und aktuelles Thema aufzugreifen. Im Gegenteil zu dem sehr oberflächlichen Teil 3 ist es hier aber wesentlich besser ausgearbeitet. Stallone besinnt sich darauf zurück, was einst Kotcheffs "Rambo" ausmachte: den kritischen Grundton.

John Rambo (Sylvester Stallone) hat dem Kampf und der Gewalt abgeschworen und lebt als Skipper im thailändischen Dschungel. Er lebt davon, Menschen mit seinem Boot über den Fluss zu bringen. Vom burmesischen Bürgerkrieg in der Region will er nichts wissen. Als eine Gruppe Missionare (Julie Benz, Paul Schulze) in der Nähe vom Militär entführt wird, heuert ihn eine Gruppe Söldner an, um ein Boot zu navigieren. Ungewollt wird John Rambo in einen Kampf gezogen, dem er nicht aus dem Weg gehen kann.

Somit ist und bleibt der vierte teil ein ultrabrutaler Actionreißer, der zu Beginn ein paar kritische Ansätze aufwirfft aber sich bis zum Schluss wieder einmal in einer Gewaltexplosion entlädt. Darüber hinaus bietet Teil 4 aber nicht nur die schonungslose Realität in Burma, die teilweise mit wahrlich schockierenden Bildern daher kommt, sondern auch einen mit sich selbst unzufriedenen alten Veteran, der immer noch nicht zur Ruhe gekommen ist. So wird aus dem anfänglichen "Scheiß auf die Welt." ein gereiftes "Lebe für nichts oder stirb für etwas!". Sehr gut, Herr Stallone!

Der Film ist übrigens in Deutschland nicht in ungeschnittener Form zu bekommen und sogar indiziert.

7,5/10