Mittwoch, 31. Juli 2019

カメラを止めるな! - Kamera O Tomeru Na! - One Cut Of The Dead (2017)

https://www.imdb.com/title/tt7914416/

Auf einer verlassen Fabrikanlage aus dem Zweiten Weltkrieg will Nachwuchsregisseur Higurashi (Takayuki Hamatsu) doch eigentlich nur einen blutigen Low-Budget-Zombie-Horrorfilm drehen. Sein nur wenig talentierter Cast versaut jedoch eine Szene nach der anderen. Aber dann spielt das Schicksal dem jungen Filmemacher in die Karten: Aus heiterem Himmel taucht nämlich eine waschechte Zombiehorde auf und im Nu sind alle Probleme gelöst. Higurashi schnappt sich nämlich gedankenschnell eine Kamera und hält einfach drauf, während Crew und Schauspieler in echter Panik vor den ganz realen und brandgefährlichen Untoten davonlaufen – oder ihnen dies eben nicht gelingt...

Manchmal zahlen sich Warten und etwas Geduld aus, auch wenn die Nerven vielleicht arg strapaziert werden. Das Regiedebüt von Shin'ichirô Ueda macht es mit einem etwa 38 Minuten langem One-Shot nicht gerade leicht, bis ein plötzlicher Wechsel der Perspektive eintritt und einen völlig anderen Blickwinkel zulässt. Was zuvor noch wie ein billig produzierter Amateur-Zombie-Streifen anmutet, das wird dann zu einem Film im Film, der sein eigenes Making-Of quasi gleich mitbringt, und sich als wirklich smart geschriebene Mediensatire entpuppt. Sicherlich ist dieses Film im Film-Konzept nun nicht sonderlich neu, aber "One Cut Of The Dead" kann dem inhaltlich durchaus noch so manche kluge Idee abgewinnen. Überhaupt ist das alles ungemein liebevoll aufgezogen, sehr pointiert geschrieben und herrlich unaufgeregt in Szene gesetzt, wenn das Zombie-Genre selbst allenfalls als Projektionsfläche dient und all dem eher wenig Bedeutung beigemessen wird. Zwischen Fiktion und Realität verschwimmend, ist das Zombie-Genre hier die liebevoll trottelige Plattform für eine quirlige Ode an das Kino.

Was machen, wenn man nur 25.000 $ Budget hat und trotzdem einen überzeugenden Zombie-Film drehen möchte? Man muss kreativ sein, verdammt kreativ. Und dass waren die Drehbuchautoren zu "One Cut Of The Dead" auf jeden Fall, kreativ - und schafften dann noch das Kunststück, den ganzen Film in 8 Tagen abzudrehen. Das Konzept ist herrlich frisch und bietet Überraschungen, Wendungen und eine Menge Meta-Humor. Seine volle Entfaltung findet es, wenn man im Vorfeld so wenig wie möglich über den Film weiß. Für ein Erstlingswerk legt Ueda erstaunlich viel Fingerspitzengefühl an den Tag und so funktioniert sein Film nicht nur als körperlich betonte Komödie, sondern eben auch als Mediensatire, als Blick hinter die Kulissen und kluge Meta-Reflexion über das Filmemachen selbst und vor allem als Liebeserklärung an Hingabe und Leidenschaft und das Kino selbst. "One Cut Of The Dead" mag vielleicht nicht sonderlich bedeutend oder herausragend sein, aber er ist clever, kreativ und vor allem zutiefst sympathisch in seiner ganzen Machart. Ueda beweist nachdrücklich, dass man für einen guten Film kein großes Budget oder aufwändige Technik braucht, sondern manchmal einfach nur eine gute Idee und eine große Portion Enthusiasmus. Der Rest ist dann kreatives Chaos aus dem Moment heraus und nur noch bedingt planbar.

8/10

Von KOCH Media erschien der Film im limitierten Mediabook. Dieses beinhaltet den ungeschnittenen Film auf Blu-ray und DVD, sowie jede Menge Bonusmaterial.

The House That Jack Built (2018)

https://www.imdb.com/title/tt4003440/

Psychopath Jack (Matt Dillon) ist auf den ersten Blick nicht unbedingt als klassischer Vertreter seiner Zunft zu erkennen. Der Ingenieur, der sich selbst den Serienmörder-Künstlernamen Mr. Sophisticated gegeben hat, hat bereits 60 Morde auf dem Kerbholz. Er steht in ständigem Austausch mit einem mysteriösen Mann namens Verge (Bruno Ganz), dem er von fünf seiner gelungensten Mordfälle in aller Ausführlichkeit erzählen will. So glaubt ihm die ahnungslos mit einer Reifenpanne gestrandete Autofahrerin (Uma Thurman) nicht, als Jack ihr im spielerisch, vermeintlich ironischen Dialog berichtet, dass er ihr gleich den Schädel einschlagen wird - wie man das als Serienkiller mit unbedarften Personen allein auf weiter Flur so macht. Ein fataler und letzter Fehler für die namenlose Frau. Jack betrachtet jedes seiner Morde als Kunstwerk, das er zu etwas Großem formen will. Gelegentlich kommt dem skrupel- und gefühllosen Killer aber seine Zwangsneurose dazwischen. Nachdem er eine ältere Frau bestialisch ermordet hat, treibt ihn seine Paranoia immer wieder zurück in das Haus, in dem er die Dame getötet hat, um auch das allerkleinste Detail zu überprüfen. Jack will einfach absolut keine Spuren hinterlassen. Das nimmt dann schon groteske Züge an, hindert den Schwerstgestörten aber nicht daran, sein Handwerk weiter zu verfolgen – selbst wenn das Risiko, entdeckt zu werden im Laufe der Jahre immer größer wird. Denn die Polizei rückt dem Serientäter immer näher auf die Fersen, während er sein Gesamtkunstwerk vollenden will...

Mord als Kunst. Mord als unkonventionelle Therapie der Zwangsneurose. Mord als Muse, Medizin und Heroin. Unfähig etwas zu erschaffen im eigentlichen Sinne sucht sich Jack seine Bestimmung im Zerstören. Im Zugrunderichten. Und erschafft damit seine Form der Architektur. Ein bipolares Blutbad zwischen provokantem Wüterich und ernsthaftem Diskurs über die Auslotung künstlerischer Grenzen; ob es so was überhaupt geben darf, kann und ab wann welche ethischen Regeln zum Scheitern verurteilt sind, wenn Kunst in seinem ursprünglichen Begriff uneingeschränkt ausgelebt wird. Und ein Film darüber als semi-autobiographischer Blick hinter die Kulisse eines kranken Genies. Das seine eigenen, persönlichen Dämonen und angreifbare Schwächen mit noch angriffslustigerer Offenheit dem gewollt geschockten Publikum in die Fresse schleudert, dabei aber nicht – wie so oft unterstellt – nur auf den puren Exzess und Skandal aus ist.


Denn Lars von Trier ist einfach nur so intelligent und selbstreflektiert, dass er seine Depressionen, sein gestörtes Frauenbild, seinen Selbsthass und die überhörten, obwohl öffentlich wohl so laut wie niemand rausgestoßenen Hilfeschreie schlicht zu einem neuen Meisterwerk verarbeitet. Ihnen mit bitterbösem Zynismus und tieftrauriger Ironie begegnet, denn eigentlich ist es erschreckend, wie viel von Trier persönlich in diesem Ungetüm steckt. Manche Menschen laufen Amok, manche nehmen sich das Leben, er dreht diesen Film. Man kann ihn abstoßend, gestört, prätentiös und widerlich schimpfen, all das nimmt er wissentlich in Kauf. All das bleibt aus einer gewissen Warte auch verständlich. Wer aus diesem Lager aber wenigstens unter vorgehaltenen Hand schon zulassen kann, das von Trier mit seinem Denkanstoß über die Grenzen von Kunst und besonders dem tiefgehenden Striptease über massive, psychische Probleme wie die Gleichgültigkeit der Allgemeinheit - so lange sie nicht unmittelbar betroffen ist - (nur ein Filmemacher wie von Trier könnte sich in diesen Jack hineinversetzen) nicht nur einen Porno gemacht hat, mit dem ist immerhin zu diskutieren. 

Brutal, provokant, intellektuell und doppelbödig - Lars von Trier ist voll in seinem Element, wie Fans ihn lieben und viele andere ihn hassen. Bei aller Grausamkeit ist "The House That Jack Built" auch noch beachtlich witzig, und bei zweieinhalbstündiger Laufzeit erstaunlich kurzweilig. Derweil scheint die persönliche Note des Autors und Regisseurs ausgeprägter denn je. Es ist kein Geheimnis, dass von Trier viel von sich selbst in die Hauptfigur steckte. Und mit der Besetzung bewies er wieder einen guten Riecher. Matt Dillon war seit "L.A. Crash" kaum aufgefallen, doch in "The House That Jack Built" liefert er eine glänzende One-Man-Show. Dank reichlich Charisma gelingt es ihm, als Unsympath einen ganzen Film zu tragen. Einen entscheidenden Beitrag leistet aber auch die Stimme der Vernunft, genannt Verge - eine der letzten Rollen des verstorbenen Bruno Ganz. Mehrfach unterbrechen Jack und Verge die eigentliche Handlung, um über Kunst zu diskutieren, und diese Dialoge sind nichts anderes als ein laut denkender Lars von Trier, sich seiner selbst stets bewusst. Entwaffnend frech.

Ein reines Serienkiller-Portrait wäre nicht originell gewesen, doch "The House That Jack Built" fügt der Grundidee tiefere Ebenen hinzu, reich an Metaphern und Anspielungen, vor allem im großen Finale. Die Gewaltspitzen können sich nicht an Splatter-Horrorfilmen messen, sind aber genau richtig dosiert, um der Geschichte verstörenden Nachdruck zu verleihen. Der für selbsttherapeutische Werke bekannte Lars von Trier kommuniziert hier verhältnismäßig offen und behält dennoch seinen vertrackten Inszenierungsstil. "The House That Jack Built" ist ein herrlich zynischer, pechschwarzhumoriger Schocker, der das zeitgenössische Kino ein bisschen wachzurütteln vermag.

8/10

Dienstag, 30. Juli 2019

The Spy Who Dumped Me - Bad Spies (2018)

https://www.imdb.com/title/tt6663582/

Die neurotische Audrey (Mila Kunis) fällt eines Tages aus allen Wolken, als sie herausfindet, dass ihr vermeintlich so langweiliger Ex-Freund Drew (Justin Theroux) die ganze Zeit ein internationaler Spitzenspion war. Als ihr ein USB-Stick mit gefährlichen Daten in die Hände fällt und sie zusammen mit ihrer besten Freundin, der chaotischen Morgan (Kate McKinnon), einen Mordanschlag auf ihren Verflossenen beobachtet, macht sie sich aus dem Staub und flüchtet aus Amerika. Es beginnt eine wilde Jagd durch die Hauptstädte Europas, bei der den beiden Freundinnen nicht nur die CIA, sondern auch osteuropäische Killer sowie ein mysteriöser britischer Geheimagent namens Sebastian (Sam Heughan) auf den Fersen sind. Dabei stellt sich schnell heraus, dass Audrey und Morgan nicht unbedingt das Zeug dazu haben, gute Agentinnen zu sein...

Dass "Bad Spies" als derbe Komödie schlichtweg nicht funktioniert, liegt nicht nur an den beiden Hauptdarstellerinnen, bei denen vor allem Kate McKinnon mit offensiver Penetranz ihren enervierenden Brachialhumor in die Welt plärren darf, sondern vor allem daran, dass Susanna Fogel keinen stimmungsvollen Mittelweg findet, um den Comedy-Anteil mit dem zur geopolitischen Verschwörung aufgebauschten Agenten-Part zu verbinden. Mit überraschend expliziter Härte werden hier Körper durchsiebt, zerstochen und in die Luft gesprengt, um jedem Toten im Anschluss noch einen flotten Spruch mit auf die Reise ins Jenseits zu geben. Dadurch eignet sich "Bad Spies" einen in Blut gebadeten Zynismus an, der dem eigentlichen Anspruch der Narration, nämlich dem Aushebeln der Parameter einer fast ausschließlich männlich reglementierten Domäne wie dem Spionage-Thriller, ungemein abträglich erscheint.

Eine der wenigen gelungenen Szenen, in denen "Bad Spies" nicht nur mit dem Finger auf andere zeigt, sondern sich auch mal augenzwinkernd an die eigene Nase fasst, ist jene, in der die Auftragskillerin Nadedja (Ivanna Sakhno) nach Wien geschickt wird, um Audrey und Morgan auszuschalten. Ihr Ziel sollen zwei verblödete Amerikannerinnen sein, und wie Nadedja das Zielfernrohr über das historische Zentrum gleiten lässt, erscheinen in ihrem Fadenkreuz ausschließlich dumme Amerikannerinnen, die die hiesigen Sehenswürdigkeiten heimgesucht haben. Kotzend, quasselnd, fotografierend. Ansonsten aber bleibt diese unentschlossen-fragwürdige Europatour, die mit erzwungenen Haken und Wendungen jongliert, die Konventionen des Genres aber vielmehr reproduziert, anstatt sie durch den touristisch-unbeholfenen Blick der beiden Frauen zu torpedieren, vor allem der krampfige und gescheiterte Versuch, eine Degenderisierung der Thematik zu vollziehen.


"Bad Spies" bietet damit insgesamt einen kruden Mix aus Fun-Action und Ballereinlagen, worin sich die Agenten im Dutzend mit Kugelhagel gegenseitig umbringen. Die Action stimmt und kommt im richtigen Pacing, doch die Frage ist hauptsächlich, ob man das Auftreten von Mila Kunis und Kate McKinnon witzig findet. Die beiden sorgen zwar für eine amüsante Grundstimmung, aber gute Gags und gelungene Situationskomik sind hier Mangelware. Damit reicht es noch für eine akzeptable Agentenkomödie, die wenigstens nicht langweilt und kein Fremdschäm-Reinfall ist, wie so manches im Genre.

5/10

Prospect (2018)

https://www.imdb.com/title/tt7946422/

Die junge Cee (Sophie Thatcher) und ihr Vater Damon (Jay Duplass) fliegen auf einen fremden, gefährlichen Mond, auf dem es begehrte Edelsteine geben soll. Die beiden haben die Chance gewittert, reich zu werden – müssen nach der Bruchlandung vor Ort aber feststellen, dass sie nicht die einzigen sind, die den toxischen Wald absuchen. Ein Kampf ums Überleben beginnt, bei dem Cee irgendwann auf die Hilfe des fremden, zwielichtigen Ezra (Pedro Pascal) angewiesen ist, der schon verdammt lange auf dem Planeten festsitzt. Da Cees Transportkapsel kaputt ist, muss sie einen anderen Weg finden, das Gebiet zu verlassen. Die beiden müssen sich zusammenraufen und entwickeln mit der Zeit sogar so etwas wie Kameradschaft. Diese steht jedoch bestenfalls auf wackeligen Beinen und im Angesicht des Todes ist sich ohnehin jeder wieder selbst der Nächste. Und langsam gehen auch die Sauerstoffvorräte zur Neige...

"Prospect" ist ein ruhiger Sci-Fi-Western im Space-Opera-Gewand. Man sollte also eine gewisse Vorliebe für ruhige, ja beinahe künstlerische kleine Independent-Produktionen mitbringen. Diese glänzen zumeist nicht durch bombastische Hollywood-Effekte, sondern durch einen tollen, unverbrauchten, originellen Ideenreichtum und frisches Handwerk. Es sind die vornehmlich kleinen Töne, die solche Filme so interessant machen können und so verhält es sich auch bei "Prospect". Trotz den löblich genutzten Mitteln, hätte ein höheres Budget sicher für eine differenziertere Welt gesorgt. Dennoch bietet der Film trotz der Schlichtheit des grünen Mondes und der Ausrüstung der Protagonisten optisch ein ziemlich gelungenes Gesamtbild. So wirkt die Ausstattung zwar recht knapp zusammengeschustert, was sich gerade bei den Raumfähren und Sets bemerkbar macht. Doch auf der anderen Seite wirkt all dies wiederum authentisch und stark auf die Funktionalität ausgerichtet, dass es in dem Universum des Films in der Form glaubhaft vermittelt wird. Ansonsten schert sich der Film nicht wirklich darum, großartige Exposition zu geben, sondern präsentiert alles in einer solchen Normalität, woraus er letzten Endes ein hohes Maß seiner Authentizität bezieht. Ansonsten wirft "Prospect" dem Zuschauer immer nur häppchenweise und beiläufig etwas über das fremdartige und gleichermaßen vertraute Universum und seine Zusammenhänge zu. Sicher bietet das Drehbuch einige Eckpunkte für Kritik und auch das Grundgerüst der Geschichte ist alles andere als bahnbrechend oder neu. Aber es kommen so viele Aspekte in diesem Überlebensdrama zusammen, die den Film gerade in den leisen Zwischentönen zu einer wunderbaren Seherfahrung machen.

So haben wir zum einen die eindringlichen und fabelhaften Performances des Casts. Gerade Pedro Pascal spielt hier großartig auf und stielt der ebenfalls stark spielenden, jungen Newcomerin und Hauptdarstellerin Sophie Thatcher etwas die Show. Zum anderen sind es aber auch die dem Film innewohnende Ruhe, der wunderschöne Score und die behutsame Art der Inszenierung eines Westerns mit Sci-Fi-Elementen, die Prospect so besonders machen und von der breiten Masse abheben. Wenn man also Fan von kleinen Science-Fiction-Dramen ist oder einfach nur gerne Pedro Pascal seht, dann ist "Prospect" in jedem Fall eine Sichtung wert. Der grüne Mond in "Prospect" wirkt sehr erdähnlich und vertraut, aber auch gleichermaßen fremdartig. Die vielen violetten Partikel und Sporen in der Luft sorgen für den befremdlichen Eindruck eines Waldes, dessen Winkel man einfach erkunden will. Das Zusammenspiel des tollen Lichteinfalls erschafft dabei gemeinsam mit dem wunderschönen, zurückhaltenden Klängen des Soundtracks eine gleichermaßen befremdliche, wie auch bezaubernde Atmosphäre inmitten der Flora und Fauna. Kommt es zu Panorama-Aufnahmen, bei denen zum Beispiel Planeten oder Gasriesen dicht am Horizont erscheinen, dann sorgen diese für wahre Augenöffner-Momente und müssen sich von ihrem Impact her, trotz des geringen Budgets, kaum vor größeren Produktionen verstecken. Der Score von Daniel L.K. Caldwel verwöhnt dabei zusätzlich die Ohren des Zuschauers mit gut akzentuierter Gesangsuntermalung und traumhaft beflügelnden, ruhigen Klängen. Herausgekommen ist ein Gesamtwerk, welches man durchaus als sehenswert bezeichnen darf.

7/10

Von CAPELIGHT PICTURES erschien der Film hierzulande in HD in einem tollen Mediabook:

Montag, 29. Juli 2019

Mortal Engines - Mortal Engines: Krieg der Städte (2018)

https://www.imdb.com/title/tt1571234/

Nachdem vor Tausenden von Jahren eine unfassbare Katastrophe die Erde verwüstete, werden die Ressourcen in der fernen Zukunft immer knapper und die Städte streiten sich unentwegt darum. Mittlerweile sind diese aber zumeist nicht mehr an einem Ort verankert, sondern stehen auf riesigen Rädern, mit denen sie über die Eroberfläche fahren – immer auf der Suche nach Essbarem und anderen Ressourcen. Das Leben des Stadtbewohners Tom Natsworthy (Robert Sheehan) ändert sich vollkommen, als er Hester Shaw (Hera Hilmar), einer jungen Frau aus dem Ödland, begegnet. Deren Stadt wurde von dem rollenden Koloss, der einst die Stadt London war, überfallen und verschlungen und sie nutzt die Gelegenheit, um zu versuchen, Thaddeus Valentine (Hugo Weaving) zu töten, der einst ihre Mutter ermordete und einer der Anführer von London ist. Doch ihr Angriff scheitert und Tom und Hester finden sich bald in den Reihen einer Rebellentruppe wieder, die verhindern möchte, dass Valentine eine mächtige Waffe in die Hände bekommt...

Nachdem die Stimme aus dem Off kurz und knackig über den Untergang und die Wiederauferstehung der Zivilisation aufklärt, eröffnet der Film mit seiner spektakulärsten Szene. Die Metropole London rollt als überdimensionaler Stadtpanzer, gekrönt von St. Paul’s Cathedral, auf einem Kettenlaufwerk durch eine karge Landschaft. Plötzlich ist ein kleines Städtchen in Sichtweite. Eine rasante Verfolgungsjagd, wie man sie so noch nie gesehen hat, beginnt. Die Designs der teilweise sehr chaotisch aussehenden Steampubk-Städte wecken Erinnerungen an Hayao Miyazakis "Das wandelnde Schloss". Der Einstieg in diese postapoakyltische Welt ist dermaßen gut gelungen, bildet aber auch schon den Höhepunkt des Films. Denn leider spiegelt sich der visuelle Einfallsreichtum des Films in seiner abgenudelten Geschichte und dünnen Charakteren nicht wieder. "Mortal Engines" ist ein Film, der so sehr mit seinen zugegebenermaßen beeindruckenden Schauwerten beschäftigt ist, dass der generische Plot beinahe als Nebensache nach Schema F abgehandelt wird. So toll die Welt von "Mortal Engines" auch aussehen mag, so wenig originell sind die Ideen dahinter. Peter Jackson und seine Co-Autorinnen Fran Walsh und Philippa Boyens bedienen sich besonders großzügig bei "Star Wars", aber auch mehr als ein Hauch von "Mad Max" und "Die Tribute von Panem" ist zu erkennen, während Rivers' visuelle Umsetzung hier und da an Terry Gilliam erinnert.

Es ist natürlich keineswegs verwerflich, sich von großen Vorbildern inspirieren zu lassen. Schließlich hat "Star Wars" unzählige Fantasy- und Sci-Fi-Blockbuster über die Jahrzehnte beeinflusst. Es ist die Umsetzung dieser bekannten Elemente, auf die es ankommt, und vom Visuellen abgesehen, wirkt diese in "Mortal Engines" vor allem zweckmäßig. Nach dem furiosen Auftakt, sobald Hester und Tom außerhalb von London landen, verfällt der Film in einen gewissen Trott, bei dem Dinge ohne viel Energie und Elan passieren, weil sie passieren müssen, um die Geschichte voranzutreiben, ohne dass am anfangs so vielversprechenden Worldbuilding oder den Charakteren gearbeitet wird. Das ist zwar aufgrund der zahlreichen soliden, wenn auch zum Teil zu schnell geschnittenen Actioneinlagen nicht langweilig, aber auch nicht so mitreißend, wie es hätte sein können, wenn die Helden und die Einsätze, um die es hier geht, einen auch nur ein bisschen kümmern würden. Dass ein Film von solchen Maßstäben wie "Mortal Engines" fast gänzlich auf unverbrauchte, neue Gesichter setzt - den meisten Zuschauern wird lediglich Hugo Weaving vertraut sein - ist in der Tat erfrischend. Der Film macht jedoch nicht viel daraus. Die isländische Schauspielerin Hera Hilmar hinterlässt als verwegene, widerstandsfähige, aber auch (nicht nur äußerlich) zutiefst verletzte Heldin einen sehr positiven Eindruck, doch das Drehbuch wird ihrer Performance nicht gerecht. Robert Sheehan ist als Tom der klassische Luke-Skywalker-Verschnitt (jedoch ohne besondere Kräfte) – ein fader, weitäugiger, begeisterungsfähiger Held und Optimist. Wenn in der zweiten Filmhälfte unausweichlich die Funken zwischen Hester und Tom sprühen, passiert das nicht, weil die beiden Chemie haben oder der Film die Beziehung vorbereitet hat, sondern weil das Drehbuch es so diktiert. Als ultracoole Rebellenkämpferin Anna Fang hat die südkoreanische Musikerin Jihae viel Stil und keinerlei Substanz. Hugo Weaving ist charismatisch wie eh und je, verkommt jedoch sehr schnell zu einem eindimensionalen Bösewicht.


Die faszinierendste Figur des Films und dessen überraschendes Herz ist Stephen Lang als wiederauferstandener Toter Shrike. Leider kommt er zu kurz und verschwindet aus dem Film gerade wenn er am interessantesten wird. Aber "Mortal Engines" hat auch einige gute Einfälle. So gibt es ein herrlich amüsant erklärtes Cameo der "Minions", das möglicherweise mehr oder weniger subtile Gesellschaftskritik enthält. Auch die unendlich haltbaren Süßigkeiten aus der alten Welt oder die Bewunderung eines Toasters lassen einen schmunzeln. Es sind diese kleinen Momente, von denen man sich mehr wünscht, um sich wirklich auf diese ungewöhnliche Welt einlassen zu können. Diese sind jedoch im ersten Akt abgearbeitet und danach geht es über mehrere Umwege, einschließlich einer umwerfenden Luftstadt ("Star Wars" lässt wieder grüßen), zur Rebellenbasis für einen verzweifelten, finalen Angriff auf London. Als der Streifen dann noch den am wenigsten überraschenden Twist des Jahres serviert, kann man nur noch die Augen rollen und sich wundern, ob Jackson nicht eigentlich doch viel lieber ein Abenteuer aus einer weit entfernen Galaxie umgesetzt hätte.

Es ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Philip Reeve, der den Auftakt einer vierteiligen Reihe bildet - aber es ist recht unwahrscheinlich, dass Jackson und Rivers die Gelegenheit bekommen werden, die verbleibenden drei Romane aus Reeves Zyklus über Tom, Hester und die mobilen Städte zu adaptieren. Der Film selber ist visuell sehr beeindruckend, mit viel Liebe zum Detail - wie man es vom Team hinter Peter Jackson auch erwarten würde. Die postapokalyptische Fantasywelt von "Mortal Engines" ist auf den ersten Blick schon ziemlich geil, so richtig die Hosen runterlassen tut der Film aber eigentlich erst, wenn sich so langsam der super-flache 08/15-Plot entblättert und die blassen Hauptfiguren in Stellung gebracht sind. Kurz gesagt: Inhaltlich geht hier echt nicht viel. Immerhin veredelt Hugo Weaving das Ensemble deutlich und die CGI-Spezialeffekte sind sehenswert. Als unterhaltsamer Ausflug in eine alternative Welt kann man den Film also locker weggucken, solange man keine Ansprüche an das Drehbuch hat. Im Endeffekt hätte man daraus aber auch deutlich mehr machen können.

6,5/10

Sonntag, 28. Juli 2019

Child's Play - Chucky: Die Mörderpuppe (1988)

https://www.imdb.com/title/tt0094862/

Als Andy Barclay (Alex Vincent) zu seinem sechsten Geburtstag eine Puppe geschenkt bekommt, ahnt weder er noch seine Mutter Karen (Catherine Hicks), was für Konsequenzen das hat. Denn bei dem Spielzeug handelt es sich nicht um einen normalen Gegenstand, sondern ausgerechnet um die Puppe, in die der Geist des, bei seiner Flucht scheinbar getöteten, Serienkillers Charles Lee Ray (Brad Dourif) gefahren ist. Chucky, so nennt sich die Puppe, hat das Morden auch noch nicht satt und nimmt im bis dahin wohlbehüteten Heim der Barclays neue Fahrt auf. Das erste Opfer ist die Babysitterin Andys, die aus dem Fenster fällt und stirbt. Da Chucky auch danach fröhlich weiter tötet und Andy immer in der Nähe ist, fällt der Verdacht auf den kleinen Jungen. Seinen Aussagen, dass die Puppe die Morde begangen hat, glaubt ihm natürlich niemand, bis Andys Mutter herausfindet, dass Chucky ohne Batterien funktioniert hat. Jetzt versucht sie, gemeinsam mit Polizist Mike Norris Chucky das Handwerk zu legen.

Nach einer bleihaltigen Verfolgungsjagd sieht sich der Serienkiller Charles Lee Ray (Brad Dourif) in der Stunde seines Todes dazu gezwungen, seine Seele mit der Hilfe von Voodoo-Magie auf ein Exemplar der beliebten Good Guy-Puppen zu übertragen: Blitze erhellen alsbald den Nachthimmel und der Spielwarenladen, in dem sich der vor allem als Würger bekannte Triebtäter und der Polizist Mike Norris (Chris Sarandon) einen scharfen Schusswechsel geliefert haben, explodiert in einer Fontäne an Spielzeug, Feuer und Staub. Chucky, die Mörderpuppe, wird geboren. Mit dieser temporeichen wie aktionsgeladenen Eröffnung begründen Regisseur Tom Holland und Ideengeber Don Mancini einen Mythos, der im Horror-Genre nach einigen Anlaufschwierigkeiten doch irgendwie zum Kult avancieren sollte.

Die Frage, woher die Faszination für die Figur des Chucky rührt, liegt auf der Hand: Sie manifestiert die grundlegenden Ängste davor, dem augenscheinlich Alltäglichen und damit vermeintlich Harmlosen nicht mehr trauen zu können, es als ständige Bedrohung wahrzunehmen. Um ihrem 6-jährigen Sohn Andy (Alex Vincent) einen perfekten Geburtstag zu bereiten, kauft Karen (Catherine Hicks) einem Hausierer die von Charles Lee Ray verfluchte Good Guy-Puppe ab, was Tom Holland als Ausgangspunkt nimmt, um einen klassischen, fast schon altmodischen Spannungsaufbau zu forcieren, der primär auf Suspense baut. Andy berichtet bereits frühzeitig darüber, dass der Rotschopf in Latzhose mit ihm spricht, was von den Erwachsenen natürlich kurzerhand als kindliche Spinnerei abgetan wird. Bis es schließlich den ersten Todesfall zu beklagen gibt.

"Chucky - Die Mörderpuppe" gibt sich fortwährend auf den Moment lauernd, an dem die Menschen um Andy herum ebenfalls in Erfahrung bringen, dass die Puppe eben nicht nur aus Plastik und Stoff besteht, sondern von einem unbarmherzigen Blutdurst getrieben ist. Tom Hollands Regie gibt sich in ihrer Mischung aus übersinnlichem Slasher und herkömmlichen Kriminalanleihung allerdings noch etwas zu seriös und kontrolliert, was bei einem Film, der von einer geisteskranken Mörderpuppe erzählt, nicht zwingend zweckdienlich ist. Vor allem fehlt Chucky hier noch das letzte Quäntchen Wahnsinn, um wirklich vollständig am Rad zu drehen und all seine Energie zu entfesseln. Brad Dourifs prägnante Stimme aber ist  über jeden Zweifel erhaben.

Sicherlich strahlt Chucky schon im ersten Teil eine klares Gefühl der Bedrohung aus, dadurch, dass sich der Film selbst aber dann doch noch etwas zu gemäßigt artikuliert, bleibt das schaurige Potenzial ein Stück weit ungenutzt. Als kurzweiliger Horror-Flic über das Ende der kindlichen Unbeschwertheit aber ist "Chucky - Die Mörderpuppe" auch heute noch durchaus sehenswert. Ein altmodisch angehauchter Genre-Streifen, der mehr auf Suspense denn - bis auf das herrlich absurde Finale - auf harte Effekte setzt.

7,5/10

Von Eightyfour Entertainment kommt der Film im limitierten und wattiertem Mediabook als "2-Disc Good Guy Edition" mit Lenticularcover im Halbschuber.

[SERIE] Married With Children - Eine schrecklich nette Familie, Season 10

https://www.imdb.com/title/tt0092400/

Die Staffel beginnt mit einigen Änderungen. Peggys Mutter ist bei den Bundys eingezogen, nachdem sie Peggys Vater verlassen hat, wovon Al alles andere als begeistert ist. In den anschließenden Folgen versucht Al, Peggys Vater Ephraim dazu zu bringen, dass dieser sie wieder zurückholt. Doch dieser denkt gar nicht daran und geht stattdessen in der Folge 221 - "Am Rande des Wahnsinns" auf Weltreise. Peggy verfolgt sofort seine Spur und reist ihm hinterher. Peggys Vater wird vom Komiker Tim Conway gespielt. In der Folge "Heiße Weihnachten" arbeitet Peggys Mutter als Telefonsexangestellte. In einer weiteren Folge versucht Al mithilfe der NO MA’AM-Truppe, eine Satellitenschüssel auf dem Hausdach der Bundys zu montieren. Außerdem stirbt Buck in dieser Staffel und wird im Anschluss als Lucky wieder auf die Erde geschickt. Wieder haben einige Prominente Gastauftritte, u. a. Terry Bradshaw, Traci Bingham, Richard Moll, Shannon Tweed, Don Novello, Casper Van Dien, Michael Clarke Duncan, Pat Morita, Jennifer Lyons, die Buds Freundin Ariel spielt, und King Kong Bundy.

https://www.imdb.com/title/tt0642281/
10.1 Rat’ mal, wer zum Essen kommt (Guess Who’s Coming To Breakfast, Lunch And Dinner)
Al hat zur Zeit nur einen Wunsch: Bud soll endlich ausziehen. Leider findet der Junge keine Bleibe, die er sich leisten kann. Doch das ist nicht Als einziges Problem: Ausgerechnet jetzt taucht auch noch plötzlich seine fürchterlich verfressene Schwiegermutter auf. Sie hat sich mit ihrem Mann zerstritten – und nun soll ihr Schwiegersohn Al die Sache in Ordnung bringen. Doch ein Al Bundy wird allemal mit Schwiegermüttern und deren Problemen fertig... - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt0642208/
10.2 Schuhgeschäft mit Aussicht (A Shoe Room With A View)
Als Chefin hat zu einem internen Mitarbeiterwettbewerb aufgerufen: Gesucht ist die beste Idee für den Nachbarladen, den sie mieten will. Als Kelly vom Aerobic-Studio nach Hause kommt, beschwert sie sich über die blöde Anmache der Männer. Das bringt Al auf eine glänzende Idee: Er denkt an ein Aerobic-Studio neben dem Schuhgeschäft. Da könnte man dann nämlich kleine Löcher in die Wand bohren und sich so den Arbeitsalltag versüßen... - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt0642359/
10.3 Trauerfeier für Buck (Requiem For A Dead Briard)
Der Vierbeiner Buck hat das Zeitliche gesegnet. Während die Familie trauert, steht der Hund im Himmel einer Kommission unter dem Vorsitz des Katers Felix B. Cat gegenüber. Dieser wird über Bucks Reinkarnation entscheiden. Unterdessen ist Kelly nach wie vor untröstlich. Um sie aufzuheitern, rät Marcy zu einer Séance, in der sie Kontakt mit dem toten Buck aufnehmen will. Es dauert nicht lange, und eine Stimme aus dem Jenseits rät zu einem neuen Hund... - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt0642360/
10.4 Nichtswürden Al (Reverend Al)
Die Biersteuer wird erhöht, und Al und seine Kumpels fürchten um ihr Feierabendbierchen. Als Al erfährt, dass man als staatlich anerkannte Kirche steuerfrei bleibt, macht er flugs aus dem "No Ma’am"-Club die "No Ma’am"-Kirche. Ganz im Stil der amerikanischen Prediger erläutert er auf einer offiziellen Kirchenversammlung die Ziele dieser Glaubensgemeinschaft – als da sind Säufertum, Chauvinismus und andere Errungenschaften der westlichen Zivilisation... - 7,5/10

https://www.imdb.com/title/tt0642290/
10.5 Das Wundermittel (How Bleen Was My Kelly)
Kelly hat eine Rolle in einem Film über Madame Curie bekommen, dabei hat sie von deren Leben und Werk nicht den leisesten Schimmer. Auf Buds Vorschlag gibt sie sich als Universitätsprofessorin aus, um Erfahrungen für ihre Rolle zu sammeln. In ihrem Labor erfindet sie ein Haarwuchsmittel, über dessen Wunderwirkung Al sehr erfreut ist. Weniger begeistert aber ist er von dessen Nebenwirkung: Es macht nämlich unbändige Lust auf Sex – und davon will Al ja nun wirklich nichts wissen. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt0642417/
10.6 Der Schwächling des Jahres (The Weaker Sex)
Peggy besucht einen Selbstverteidigungskurs – mit durchschlagendem Erfolg: Als sie vor laufenden Kameras einen Taschendieb unschädlich macht, während Al sich gegen den Kurs ausspricht, wird Peggy als Heldin gefeiert. Al aber wird zum Feigling erklärt. Ein Versuch, sein Image aufzubessern, misslingt. Al wird zum Gespött der Welt. Er sieht nur noch einen Weg, die Öffentlichkeit von seinem Mut zu überzeugen: Als Genghis um Kellys Hand anhält, bekommt er Als Faust zu spüren. - 7,5/10

https://www.imdb.com/title/tt0642271/
10.7 Bud im Ring (Flight Of The Bumblebee)
Buds sehnlichster Wunsch ist es, in den "No Ma’am"-Club aufgenommen zu werden. Als Aufnahmeprüfung verlangt man von ihm, dass er sich mit dem gefürchteten Wrestler King Kong Bundy fotografieren lässt. Ein Live-Kampf King Kongs wird im Fernsehen übertragen – da sitzen am Abend natürlich alle zu Hause vor dem TV-Gerät. Bud aber mischt sich im Club als Biene verkleidet unter die Wrestler. Dummerweise muss er dann auch in den Ring – und erlebt sein blaues Wunder. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt0642228/
10.8 Blond und blonder (Blonde And Blonder)
Marcy hat eine Tauschaktion "Waffen gegen Spielzeug" initiiert. Auch die Bundys wollen etwas beisteuern. Dabei bricht sowohl bei den Bundys als auch bei den D’Arcys der Spieltrieb durch – und der wirkt erotisierend. Währenddessen trifft Kelly auf einer Party ihre ehemaligen Freundinnen von der Highschool wieder. Die Mädchen wollen sich an allen Jungs rächen, die sie früher einmal haben sitzen lassen. Bud mischt dabei kräftig mit, und schließlich geht alles drunter und drüber. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt0642414/
10.9 Scharf ist, was scharf macht (The Two That Got Away)
Al und Jefferson treten heimlich einen lang ersehnten Angelurlaub an. In ihrer gebuchten Unterkunft angekommen, müssen sie umkehren. Eine berühmte Schauspielerin hat ihr Quartier belegt. Durch Zufall kommen die beiden an ein paar Nacktfotos von ihr und schwören nun große Rache. Zur gleichen Zeit versucht sich Lucky, das ständig vernachlässigte neue Hündchen der Bundys, als Werbestar. Lucky ist aber nicht bereit, vor laufenden Kameras zu bellen – also übernimmt Kelly den Job. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt0642260/
10.10 Al sieht rot (Dud Bowl II)
Die "Kyoto National Bank" will der Footballmannschaft von Als ehemaliger Highschool eine Anzeigentafel spendieren. Die Tafel soll nach dem besten Spieler der Schule benannt werden. Al ist sicher, dass die Tafel nach ihm benannt werden wird. Marcy, die bei der Bank angestellt ist, versucht dies zu verhindern. Sie macht den berühmten Footballstar Terry Bradshaw ausfindig, der nur zwei Monate auf der Highschool war. Al beschließt, die Anzeigentafel in die Luft zu sprengen. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt0787971/
10.11 Al Bundys Sports Spectacular
- 6/10

https://www.imdb.com/title/tt0642226/
10.12 Auf Bärenjagd (Bearly Men)
Peggys verfressene Mutter sucht mal wieder die Bundys heim, weil sie sich mit ihrem Mann Ephraim verkracht hat. Al, Kelly und Bud sind sich schnell einig: Die Frau muss verschwinden. Peggy bittet Ephraim, sich wieder mit seiner Frau zu versöhnen und sie nach Hause zu holen. Doch der Hinterwäldler hört nur auf echte Männer. Deshalb müssen Al und Bud mit ihm auf eine Bärenjagd, um ihre Männlichkeit zu beweisen. Al ist in seiner Tapferkeit wirklich überzeugend. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt0642322/
10.13 Am Rande des Wahnsinns (Love Conquers Al)
Kelly erwartet eines Abends aufgeregt den von allen Frauen umschwärmten, gut aussehenden Carlos. Der jedoch bringt seine Cousine Esmeralda mit, eine Klosterschülerin, um die sich nach etlichen Überredungsversuchen Bud kümmert – damit Kelly in Ruhe Carlos verführen kann. Doch alles kommt ganz anders als geplant: Carlos zupft nämlich lieber auf der Gitarre als an Kelly. Währenddessen erlebt Bud mit der Klosterschülerin eine scharfe Überraschung nach der anderen... - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt0642294/
10.14 Heiße Weihnachten (I Can’t Believe It’s Butter)
Al plant eine Männer-Weihnachtsparty im Schuhladen. Er und seine Freunde rufen bei einer Sex-Hotline an. Keiner merkt, dass am anderen Ende der Leitung Peggys Mutter sitzt. Als Al davon Wind bekommt, sitzt er in der Klemme: Er will seine Kumpel nicht übers Ohr hauen. Andererseits bringt Telefonsex eine Menge Geld. Er könnte seiner Familie endlich mal ein korrektes Weihnachtsessen spendieren. Dann eskaliert die Situation: Einer von Als Freunden will die sexy Stimme kennen lernen. - 8,5/10

https://www.imdb.com/title/tt0642402/
10.15 Brüder, Väter und Mafiosi (1) (The Hood, The Bud And The Kelly (1))
Peggy wünscht sich von ihrem Mustergatten Al eine Satellitenschüssel, um endlich alle Oprah-Sendungen sehen zu können. Al ist sofort einverstanden – erhofft er sich doch endlich rund um die Uhr Ruhe vor seiner Frau. Der alte Geizkragen ersteht beim Billigladen um die Ecke eine Anlage, die er selbst installieren will. Inzwischen macht Bud gemeinsame Geschäfte mit einem Mafioso. (Text: ProSieben)

https://www.imdb.com/title/tt0642403/
10.16 Brüder, Väter und Mafiosi (2) (The Hood, The Bud And The Kelly (2))
Al versucht immer noch, die Satellitenschüssel zu installieren, die sich Peggy gewünscht hat, und hat in seiner Verzweiflung alle seine Freunde aufs Dach eingeladen. Auch Bud hat Probleme: Weil er sein Fitnessvideo noch nicht fertig hat, droht ihm der Mafioso und Geldgeber mit Organentnahmen. Doch Bud löst das Problem mit der Mafia auf seine ganz persönliche Weise. Inzwischen hat Al den bizarren Entschluss getroffen, den Rest seines Lebens auf dem Dach zu verbringen... - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt0642242/
10.17 Die Frau im Mann (Calendar Girl)
Al will zusammen mit Bud seinem Rivalen und Geschäftskonkurrenten Floyd Babcock endlich mal eins auswischen. Bud und Babcocks Sohn belegen auf dem College denselben Kurs in Betriebswirtschaftslehre. Daher haben die beiden Väter einen Wettbewerb ausgeheckt: Wer von den Söhnen schreibt die bessere Arbeit? Bud siegt mit einem neuen Jahreskalender mit zwölf spärlich verhüllten scharfen Ladys. Da kann Babcock junior mit seinem angeblich revolutionären Laserdrucker nicht mithalten... - 8,5/10

https://www.imdb.com/title/tt0642386/
10.18 Das Geheimnis der vier Buchstaben (The Agony And The Extra C)
Jefferson steht wieder mal nicht nur vor dem Problem, wie er vor seiner Frau am Hochzeitstag Reißaus nehmen kann, sondern auch, was er ihr am besten schenkt. Doch wozu hat man Freunde? Und diese beschließen, dass Jefferson seiner Frau eine Pobackentätowierung schenkt – mit der Aufschrift: "Ich liebe dich, Marcy". Doch der alkoholisierte Tattoo-Spezialist lässt zum Entsetzen aller den Buchstaben "C" weg – und das hat äußerst unangenehme Folgen... - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt0642379/
10.19 Ab nach Florida (1) (Spring Break (1))
Die Frühlingsferien will Bud mit seinen Freunden in Florida am Strand genießen. Doch Kelly und deren Freundinnen luchsen den Jungs die Tickets ab. Sie fliegen nach Florida – nicht ahnend, dass auch Al, Schuhverkäufer und Leidensgenosse Griff sowie Nachbar Jeff unterwegs sind nach Fort Lauderdale. Denen wiederum kommt Marcy auf die Schliche. Stinksauer macht sie sich auf den Weg, um den unbeschwerten Tagen der Männer ein jähes Ende zu bereiten... - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt0642380/
10.20 Ab nach Florida (2) (Spring Break (2))
Während Marcy – immer noch total wütend – auf dem Weg nach Florida ist, amüsieren sich Jeff, Al und Griff am Strand. Sie lassen sich von tollen Mädchen verwöhnen. Sie staunen nicht schlecht, als ihnen Kelly und deren Freundinnen über den Weg laufen. Kelly lässt sich zur Teilnahme bei einer Miss-Wahl überreden und wird dabei von ihrem Vater kräftig unterstützt. Er sieht sich schon als reichen Mann, und deswegen hilft er auch ein bisschen nach und manipuliert die Wahl. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt0642423/
10.21 Ein Dodge für Japan (Turning JapaneseTurning Japanese)
Um in der Bank aufzusteigen, organisiert Marcy ein Essen für den Vorstandsvorsitzenden aus Japan, Mr. Shimokawa. Der Abend verläuft ziemlich chaotisch, und Marcy ist von ihrer Beförderung weiter weg denn je. Doch dann erhält sie doch eine Chance: Mr. Shimokawa, ein leidenschaftlicher Oldtimer-Sammler, gibt ihr den neuen Job, wenn es ihr gelingt, Al zum Verkauf seines alten Dodges zu bewegen. Der treibt natürlich den Preis für seine Schrottkarre in Schwindel erregende Höhen. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt0642214/
10.22 Auf den Hund gekommen (Al Goes To The Dogs)
Luckys schwache Blase raubt Al jede Nacht den Schlaf. Um nicht mehr dauernd mit dem Hund raus zu müssen, will Al dem Vierbeiner eine Hundehütte bauen. Gesagt, getan – und das Ergebnis ist für einen Heimwerker Marke Al auch ganz passabel ausgefallen. Leider sieht das der Inspektor vom Bauaufsichtsamt ganz anders: Die erste Hütte steht zu nah am Haupthaus, die zweite hat keine Wasserleitung, die dritte keinen Behindertenhundeeingang, die vierte ist nicht wasserdicht. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt0238966/
10.23 Feinde (Enemies)
Paketzusteller Tom lernt beim Ausliefern von Sex-Spielzeug jede Menge heiße Mädels kennen. Auch ein kleiner Flirt mit Kelly steht auf dem Programm – und der wird ihm zum Verhängnis: Toms Freundin Shannon hat seine Eskapaden satt. Sie verlässt ihn und "überredet" von nun an Männer reiferen Alters zu einem kleinen Ehebruch. Das kann ein ganzer Kerl wie Tom natürlich nicht auf sich sitzen lassen. So beginnt ein aberwitziger Wettstreit um den raffiniertesten Seitensprung. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt0642236/
10.24 Buds Fehlgriff (Bud Hits The Books)
Eine Woche noch bis zur Abschlussprüfung: Bud büffelt Tag und Nacht. Um sich nicht mehr als sonst von Mädchen ablenken zu lassen, flüchtet er in die Unibliothek. In dieser Welt der Bücher und des Wissens scheint jede Gefahr der Versuchung gebannt. Doch mit einem hat Bud nicht gerechnet – und das ist eine Bibliothekarin mittleren Alters, die scharf auf ihn ist. Sie reicht ihm nicht nur pikante Werke in die Lesekabine, sondern überwacht ihn auch noch per Videokamera. - 8,5/10

https://www.imdb.com/title/tt0642316/
10.25 Der Kuss der Kaffeefrau (Kiss Of The Coffee Woman)
Bud Bundy versucht sich wieder als Agent. Für einen Werbespot verscherbelt er seine Schwester Kelly; sie soll eine Kaffeegenießerin spielen. Als keine geeigneten männlichen Partner gefunden werden, aktiviert Bud Nachbar Jefferson. In dem Spot spielen die beiden ein Paar, das durch den Genuss des Kaffees richtig angetörnt wird. Als sich Kelly und Jefferson küssen müssen, flippen Al und Marcy aus. Der Nachbarschaftskrieg zwischen den Bundys und den D’Arcys scheint vorprogrammiert. - 8,5/10

https://www.imdb.com/title/tt0642422/
10.26 Nicht lange fackeln, Al! (Torch Song Duet)
Ein Radiosender veranstaltet im Vorfeld der Olympischen Spiele ein Quiz. Der Sieger bekommt Dauerkarten und darf außerdem die Fackel mit der Olympischen Flamme durchs Einkaufszentrum tragen. Al darf an dem Quiz nicht teilnehmen, weil er kürzlich eine Radiomoderatorin schwer beleidigt hat. Also souffliert er die richtigen Antworten Griff – der prompt gewinnt und zum amerikanischen Helden hochgejubelt wird. Als Wut ist grenzenlos, und das hat Konsequenzen für die Spiele. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt0642405/
10.27 Der Kannibale von Chicago (The Joke’s On Al)
Al und Jefferson streiten sich, wer die besseren Ideen für böse Streiche hat. Sie beginnen, sich gegenseitig hereinzulegen. Nachdem Al auf einige Streiche hereingefallen ist, glaubt er wieder an einen Streich, als plötzlich eine attraktive Frau in seiner Küche steht und für ihn kocht. Al lässt sich überreden, sie zu heiraten. Als er vor dem Traualtar steht, wartet er auf Jeffersons erlösende Worte, dass alles nur ein dummer Scherz war. Doch diesmal hat Jeff nichts damit zu tun. - 8,5/10

Samstag, 27. Juli 2019

Mädchen Mädchen! (2001)

https://www.imdb.com/title/tt0258827/

Es ist Sommer, kurz vor den Ferien, und es gilt noch das letzte Volleyballmatch zu gewinnen. Doch Inken (Diana Amft) und ihre zwei besten Freundinnen Victoria (Felicitas Woll) und Lena (Karoline Herfurth) haben den Kopf woanders! Was für den Rest der Welt anscheinend zu den leichtesten Übungen zählt, bereitet den drei Mädchen Kopfzerbrechen: Wie kommen sie endlich zu einem Orgasmus? Schließlich soll dieser Glückshormone freisetzen, Flügel verleihen und überhaupt der Schlüssel zum Erfolg sein.

Der Titel der Produktion hat mit ihrem Inhalt nicht all zu viel gemein, mit der Zielgruppe jedoch gar nichts. Mädchen und Frauen die von dieser Thematik betroffen sind dürften sich nicht ernstgenommen bzw. sogar verlacht fühlen - Mädchen/Frauen die solcherlei Kummer nicht kennen dürften es trotzdem kaum witzig finden, da er sehr zottig und kindisch rüberkommt. "Mädchen Mädchen!" ist eine lockere Komödie mit deutschem Charme, die auf eine gewisse Art und Weise das Gegenstück zu "Harte Jungs" bildet. Die Thematik sowie der Humor zielt auf pubertierende Nervenzentren ab, aber das ist in Ordnung - eben so ein typisches Filmchen, das vielen Gesichtern zum heutigen hohen Bekanntheitsgrad verholfen hat und das rückblickend eher Scham bei den Akteuren auslösen dürfte als verlegenen Stolz. Die meisten Konsumenten dieses Films sind Jungs zwischen 12 und 25, welche sich hämisch einen ablachen, leicht unterhalten / "angerregt" fühlen und unbewußt ein stark verzerrtes Bild von Mädchen/Frauen vermittelt bekommen... was ihnen bei Annäherungs- und/oder Verständnisversuchen in Zukunft kaum weiterhelfen dürfte.

4/10

Donnerstag, 25. Juli 2019

Mississippi Burning - Mississippi Burning: Die Wurzel des Hasses (1988)

https://www.imdb.com/title/tt0095647/

Im südlichen US-Bundesstaat Mississippi werden 1964 drei junge Männer, ein schwarzer und zwei weiße Bürgerrechtler von einem Wagen mit Blaulicht in einer abgelegenen Straße angehalten. Nachdem sich die drei wüste, rassistische Beschimpfungen anhören müssen, werden sie erschossen. Zur Aufklärung des Falls werden der idealistische Nordstaatler Alan Ward (Willem Dafoe) und der erfahrene ehemalige Südstaaten-Sheriff Rupert Anderson (Gene Hackman) als FBI-Ermittler nach Jessup County geschickt. Dort haben die FBI-Agenten keine leichte Aufgabe vor sich, sind die offen rassistischen Einwohner doch wenig hilfreich bei der Aufklärung des Verbrechens. Als den Agenten klar wird, dass die drei ermodert wurden, fordert Ward einen großen Trupp FBI-Agenten und sogar das Militär an, um zu helfen. Unterdessen kommt Anderson der Frau des Hilfssheriff, Mrs. Pell (Frances McDormand), näher...

Zuerst ist da nur diese Stille. Eine Stille, trügerisch und dumpf, die den beiden FBI-Agenten Anderson und Ward weismachen soll, dass die Vorurteile über den tiefsten Süden der Vereinigten Staaten keine Daseinsberechtigung genießen: Den Schwarzen ginge es hier gut. Den Vorwürfen der Diskriminierung präsentiert man sich krampfhaft irritiert. Natürlich bemerkt der Zuschauer, wie auch die beiden Ermittler im Zentrum der Erzählung, sofort, dass die scheinbar entspannte Klima nur verlogene Fassade ist. Der Hass lodert. Damals wie heute. Und die drei verschwundenen Jugendlichen, zwei weiße Aktivisten aus New York und ein Dunkelhäutiger, werden zum Katalysator einer im Namen von J. Edgar Hoover umfangreich initiierten Suchmaßnahme, die noch heute in der amerikanischen Politik, den Medien und der Kultur selbst schäumende Wellen schlägt.

Alan Parkers siebenfach oscarnominiertes Thriller-Drama lässt einen nur Luft holen, um gleich danach die Kehle noch fester zuschnüren zu können. Mit einer gehörigen Portion bitterer Wut im Bauch und dem Schrei nach Gerechtigkeit auf den Lippen folgt man dem charakterlich völlig verschiedenen FBI-Ermittler Duo Anderson (Gene Hackman) und Ward (Willem Dafoe), die 1964 im Ku-Klux-Klan verseuchten Mississippi das Verschwinden von drei jungen Bürgerrechtsaktivisten aufklären sollen. Der Widerstand aller örtlichen Organe ist enorm, Hass steht über dem Gesetz.

Moralisch lupenrein mag "Mississippi Burning" dementsprechend nicht sein, dafür beweist Alan Parker mal wieder, mit welcher Intensität er das inszenatorische Zepter schwingen kann und den Zuschauer für 120 Minuten wie gebannt vor dem Bildschirm sitzen lässt. Das verschlafene Nest, in das der Film sein Publikum entführt, offenbart sich bald als Schmelztiegel des (Rassen-)Hasses und Parker fängt den instrumentalisierenden (Gedanken-)Mechanismus des Rassismus hier in seiner ganzen ausbeuterischen und korrupten Strahlkraft ein. Alles ist hier verseucht von ihm, jedes Organ, vom Polizei- bis zum Justizapparat, vom Streifencop bis zum Richter. Alle hängen sie hier unter einer Decke, weil den Menschen der Hass anerzogen wurde. Er wurde ihnen von Kindertagen ins Gehirn gestanzt und gefangen im selbstgefälligen, falschen Stolz scheinen nur die wenigsten in der Lage, dieser rückständigen Ideologie zu entwachsen.

Stattdessen lebt man den Hass, atmet ihn, heiratet ihn, verleibt ihn sich ein, bis man glaubt, es würde sich um ein gesellschaftliches Ideal handeln. Wie packend sich "Mississippi Burning" aber wahrlich gestaltet, manifestiert sich auch an dem Umstand, dass die - eigentlich - simplistische Gegenüberstellung der beiden Hauptfiguren niemals banal wirkt. Rassismus ist ein ernstes Thema, und wird scheinbar niemals etwas von seiner Aktualität verlieren. Auch "Mississippi Burning" basiert auf einer leider wahren Geschichte, die zugunsten einer filmisch mitreißenden Dramaturgie noch etwas zugespitzt wurde. Dadurch funktioniert der Film hervorragend als spannender Thriller sowie anspruchsvolles Drama, tadellos inszeniert und technisch herausragend von Peter Biziou bebildert. Aber auch bissiger, fast schon zynischer Humor, blitzt hier und da im Schatten brennender Kreuze und weißer Umhänge auf. Gene Hackmans Figur haut einige so trockenen Dinger raus, dass man bei der schwere des Stoffes schon fast ein wenig über das eigene erleichternde Lachen erschrickt. Ward und Rupert repräsentieren zwei Formen der Erhaltung von Grundgesetz und Rechtsstaatlichkeit: Willem Dafoe überzeugt als liberal-akademischer Paragraphenreiter, Gene Hackman brilliert gar in seiner markanten Performance, die formidabel zwischen knurrend-hemdsärmelig und empathisch-sensibel changiert, aber auch Francis McDormand, Brad Dourif und Michael Rooker bereichern Parkers Film in ihren Nebenrollen ungemein. Über allem thront aber der Eindruck, dass "Mississippi Burning" ein Film mit Wut im Bauch ist. Er will nicht grundsätzlich mit dem Kopf durch die Wand, aber wenn ihm jemand Betonklötze in den Weg stellen sollte, würde er sie schlicht zerschlagen.

9/10

Dienstag, 23. Juli 2019

The Believer - Inside A Skinhead (2001)

https://www.imdb.com/title/tt0247199/

Marx brachte uns den Kommunismus, Freud machte Perversion salonfähig, und Einstein erfand die Atombombe. Und beim Holocaust hätten sich die feigen Juden ja auch mal wehren können. So denkt Danny Balint (Ryan Gosling). Danny könnte also ein ganz normaler rechtsradikaler Skinhead mit etwas mehr Grips als die anderen sein, aber er ist obendrein noch Jude. Das verbirgt er natürlich vor seinen Nazi-Freunden, um nicht in Gefahr zu geraten. Mit flammenden Reden, die seine intellektuelle Scharfsinnigkeit zum Ausdruck bringen, macht er die beiden erfahrenen Faschisten Curtis Zampf (Billy Zane) und Lina Moebius (Theresa Russell) auf sich aufmerksam. Sie laden ihn in ein Ausbildungscamp ein, wo Danny in Kampftechniken unterrichtet wird. Gemeinsam mit ein paar Kameraden soll er daraufhin Anschläge verüben...

Regisseur und Drehbuchautor Henry Bean ließ sich mit "The Believer" von der Lebensgeschichte des Daniel Burros inspirieren. Dieser erlag der Annahme, dass seine Existenz durch den Leidensweg des jüdischen Volkes genetisch vorgeprägt wurde und alle Nachteile auf die Historie seiner jüdischen Konfession zurückgehen. Er schloss sich erst der American Nazi Party unter George Lincoln Rockwell, dem American Hitler, an um später, nachdem er Die Geburt einer Nation gesehen hat, Teil des Ku-Klux-Klan zu werden. Am 31. Oktober 1965 nahm sich der als hochintelligent beschriebene Burros schließlich das Leben. Er war seinem Hass bis zuletzt vollkommen ausgeliefert. "The Believer" greift diesen innerseelischen Konflikt nun auf und übersetzt ihn in die Gegenwart.

Das Beachtliche gleichermaßen Bewegende an "The Believer" ist die Entschlossenheit, mit der sich Henry Bean auf die innere Zerrissenheit seines Protagonisten einlässt. Anstatt sich auf einfache Antworten zu verlassen, belässt Bean es bei schwierigen Fragen und erschafft damit einen Charakter, dessen größte Angst es ist, das Gefühl der Leere für immer in sich tragen zu müssen. Sein Zorn ist das Ergebnis tiefgreifender Selbstzweifel. Er kann die Welt, seinen Glauben und sich selbst in keinen harmonischen Einklang bringen, deswegen ist die Zerstörungswut die einzige Ausdrucksform, die ihm hilft, seiner Verlorenheit ein temporäres Ventil zu verleihen. Wie Ryan Gosling diesen schwierigen Charakter zum Leben erweckt, ist ebenfalls beeindruckend: So roh wie fragil verleiht Gosling dieser ambivalenten Persönlichkeit Kontur und Kraft. Durch ihn funktioniert "The Believer" so blendend und vielschichtig.

Die Hauptrolle in "The Believer" wird Ryan Gosling verkörpert, der zu diesem Zeitpunkt seine Brötchen noch als Darsteller in Fernsehserien verdiente. Sein Spiel als Danny Balint brilliert jedoch schon mit kleinen Nuancen und Gesten. Dem Drehbuch ist mit dieser Figur eine paradoxe Figur entsprungen, deren innere Zerrissenheit von Gosling nachvollziehbar verkörpert wird. Auch wenn seine radikalen Ansichten und Zwiespalt wohl nur den wenigsten Zuschauern Projektionsfläche bieten, schafft er es, Danny eine magnetisierende Aura ausstrahlen zu lassen. Er ist von einem derartig inbrünstigen Selbsthass getrieben, dass er nur auf eine Art und Weise mit der Welt um sich herum in Verbindung treten kann: Mit noch mehr Hass. Jedes Mal, wenn er sich dazu entscheidet, Gewalt gegen seine Mitmenschen anzuwenden, dann ist diese Gewalt auch immer eine gegen ihn selbst gerichtete. Was Danny so mit unkontrollierter Wut erfüllt, ist seine Identität: Er ist Jude und gleichzeitig der Überzeugung, dass es die Juden sind, die die Seele Amerikas zerstört haben. Wenn Danny auf die Straßen geht, dann nur im Hakenkreuz-Shirt und in Springerstiefeln – Flagge zeigen, vor allem gegen die eigenen Wurzeln. Dass diese Geschichte eines antisemitischen Neonazis von wahren Ereignissen inspiriert wurde, gestaltet die Wirkung von "The Believer" umso bedrückender. Neben Gosling wirken eine Reihe weitere klangvolle Namen mit: Summer Phoenix, Theresa Russel und Billy Zane. Neben Goslings zurückgenommenen, aber gerade deshalb enorm überzeugenden Spiel verblassen die anderen Darsteller tatsächlich etwas. Allen voran Billy Zane bleibt denkbar fade.

Es ist unstrittig, dass die Handlungsprämisse (antisemitischer Jude möchte möglichst viele Juden ermorden) alles andere als subtil ist. Die Art und Weise, wie Regisseur Henry Bean (selbst jüdischen Glaubens und im Film in der Nebenrolle des jüdischen Geschäftsmannes Ilio Manzetti zu sehen) das Thema jedoch angeht, verdient großen Respekt. "The Believer" gewährt immer wieder den Blick auf jüdische Rituale und Gebräuche und gestaltet sich deshalb angenehm nüchtern – auch wenn sicherlich nicht jedem Zuschauer sofort klar ist, worum es sich bei Kaddisch, Tallit und dergleichen handeln mag. Danny steht stellvertretend für ein tatsächliches Dilemma im jüdischen Glauben: Jüdischer Selbsthass. Die inhaltliche Brisanz wird von Bean nicht mit Gewalteskapaden oder Überemotionalisierung geschaffen, sondern durch seine Dialoge. Danny wird als intelligenter Mann zum Aushängeschild der faschistischen Organisation, der er beitritt. Als geschickter Redner akquiriert er Spenden oder überzeugt immer mehr Menschen, der Vereinigung beizutreten. Dabei sind es seine hasserfüllten Ansichten, die gleichermaßen fesseln und abstoßen. Sein ambivalenter, von steter Unruhe und fehlender Identifikation getriebener Charakter erweckt beinahe schon Mitleid. Man möchte Danny aus seinem Irrweg befreien und nicht tatenlos zusehen, wie der Hass schlussendlich nur einen Ausweg kennt.

"The Believer", der zuvor unter dem Titel "Inside A Skinhead" in Deutschland vertrieben wurde, hat mehr Aufmerksamkeit verdient: Henry Bean, der sich hier von einem wahren Fall hat inspirieren lassen, lässt sich nicht zu einfachen Antworten verleiten, sondern baut auf schwierige Fragen und zeichnet das Portrait eines jungen Mannes, der die Welt, sich und seinen Glauben in keinen harmonischen Einklang bringen kann. Ryan Gosling brilliert in der Hauptrolle durch eine gleichermaßen wuchtige wie verletzliche Performance.

8,5/10

Von CAPELIGHT PICTURES erschien der Film hierzulande in HD in einem tollen Mediabook:

Montag, 22. Juli 2019

Free Solo (2018)

https://www.imdb.com/title/tt7775622/

Der Extremsportler Alex Honnold bereitet sich im Sommer 2017 auf seinen größte Lebenstraum vor: Er will den fast senkrechten Felsen El Capitan erklimmen, der 975 Meter hoch ist und im Yosemite-Nationalpark in Kalifornien liegt – und das im Alleingang und vollkommen ohne Sicherung. Denn Honnold ist nicht nur irgendein Extremsportler, sondern Free-Solo-Kletterer. Auf seinem Weg begleiten ihn die preisgekrönte Dokumentarfilmerin Elisabeth Chai Vasarhelyi und ihr Kameramann, Profi- Bergsteiger Jimmy Chin. Sie zeigen nicht nur wie sich der Athlet auf sein hohes Ziel vorbereitet, sondern erzählen auch von den Rückschlägen, Verletzungen und Opfern, die der Sportler erbringen muss, um seinen Körper in Form zu bringen. Der Dokumentarfilm beschäftigt sich auch mit der Frage, was Hannold antreibt, für seine Leidenschaft sein Leben zu riskieren, und beleuchtet, wie seine Eltern, Freunde und Lebensgefährtin mit dem gefährlichen Lebenstraum des Free-Solo-Kletterers umgehen. Schließlich können jeder Fehler und jede kleine falsche Bewegung schon seinen Tod bedeuten…

Bei der Oscarverleihung 2019 haben die Dokumentarfilmer Jimmy Chin und Elizabeth Chai Vasarhelyi völlig zurecht den Academy Award für den besten Dokumentarfilm entgegengenommen. In "Free Solo" begleitet man den Freikletterer Alex Honnold bei seinem Vorhaben, als erster Mensch im Free Solo den El Capitan im Yosemite National Park zu bezwingen. Das titelgebende "Free Solo" steht für das freie Klettern ohne Hilfsmittel, sprich Seile, Haken oder sonstigen technischen Hilfen - und das auch noch völlig allein. Nur mit bloßen Händen, komplett ohne Sicherung. Der El Capitan liegt an der höchsten Stelle 2307 Meter über dem Meeresspiegel. Alex Honnolds Ziel ist es, die "Freerider Route" in eine Höhe von um die 1000 Meter zu bezwingen.

"Free Solo" begleitet Honnold über seinen steinigen Weg der Vorbereitungen und des Trainings, bis hin zu seinem ersten Versuch den El Capitan zu bezwingen. Dabei wird auch ein Blick in seine Kindheit geworfen, die einen in sich gekehrten jungen Menschen offenbart. Einen Außenseiter, der kaum Freunde hatte, sondern nur für den Sport, das Klettern lebt. Der brachial ehrlich ist und auf die Frage seiner Freundin, "ob er denn wegen ihr seine Lebenserwartung maximieren würde" ganz klar mit "Nein" antwortet. Und dies auch begründet. So kommen in "Free Solo" unter anderem Honolds Mutter und Freundin, sowie einige Weggefährten und andere Free Solo-Künstler zu Wort und plaudern aus dem Nähkästchen über Honnold selbst, als auch darüber, wie gefährlich der El Capitan ist. Technisch einwandfrei vermittelt "Free Solo" vor allem in seinen wunderschön anzusehenden Bildern so die Begeisterung Honnolds für das Freiklettern. Die verschiedenen Gegenden und Berge, die in dem Film bestiegen werden, sind eindrucksvoll inszeniert, allen voran natürlich der Hauptdarsteller des Films: der El Capitan. Mt einer Mischung aus Weitwinkelbildern und Einstellungen direkt an Alex Honnold dran, kann so ein intensives Gefühl für den Felsen und seine Tücken vermittelt werden.

Während "Free Solo" über den größten Teil der Laufzeit einen interessanten Einblick in diesen Extremsport und auch das Privatleben eines solchen Sportlers gibt, wird es dann wirklich richtig spannend, wenn es Alex Honnold zum El Capitan verschlägt und er lange hin und her überlegt ob er ihn wirklich besteigen soll und dann tatsächlich losklettert. Ab diesem Moment beginnt "Free Solo" den Zuschauer in den Sitz zu drücken, öfters mal den Atem zu nehmen und wie gebannt auf das Geschehen blicken zu lassen. Somit bietet "Free Solo" eine gute Mischung aus Informationen zum Sport allgemein und diesem Rekordversuch im speziellen, sowie einen immer höher steigenden Spannungsbogen, wenn es darum geht, endlich den Versuch anzugehen.

Mit schönen Bildern der Natur, einer starken Inszenierung des El Capitans und vielen interessanten Einblicken in die Welt des Freikletterns, bietet "Free Solo" damit rundum gelungene 100 Minuten Kletterabenteuer, die vor allem auf der großen Leinwand so richtig ihre Wirkung entfalten können. Den Oscar für den besten Dokumentarfilm hat "Free Solo" verdienterweise gewonnen und ist im Gesamtpaket ein Film, in den man reinschauen sollte, um die Faszination hinter diesem Sport zu erleben.

9/10

Von CAPELIGHT PICTURES erschien der Film hierzulande in HD in einem tollen Mediabook:

Montag, 15. Juli 2019

Central Park - Central Park: Massaker in New York (2017)

https://www.imdb.com/title/tt4788736/

Teenager Harold (Justiin A. Davis) hat einen enorm reichen Vater, der einige Leute um mehrere Millionen betrogen hat und deswegen nun im Knast sitzt. Die Presse belagert das Haus und Harold hat darauf keinen Bock mehr, dort zu sein. Er versammelt seine besten Freunde, um im Central Park so richtig einen drauf zu machen – mit viel Alkohol und weiteren Drogen. Doch Musterschüler Mikey (Deema Aitken) ist nach dem ersten Joint ziemlich paranoid und ruft seinen Lehrer Mr. Shaw (Michael Lombardi) an. Der tanz an und schon bald befinden sich er und die sechs Teenager in einer sehr misslichen Lage. Denn sie ahnen nicht, dass sie jemand beobachtet. Jemand, der ihnen nach dem Leben trachtet…

Mit seinem Regiedebut huldigt der Schauspieler und gebürtige Kanadier Justin Reinsilber nicht nur dem 80er-Jahre-Slasher-Film, sondern explizit auch seiner Wahlheimat New York. Im Opener fährt die Kamera über die Sykline Manhattans und blickt schließlich auf diese grüne Oase in einer der größten Metropolen der Welt: den Central Park. Schauplatz und so was wie Hauptdarsteller, im weitesten Sinne sogar Mittäter in einem Horrorfilm alter Schule, der versucht, klassischen Strukturen in einen zeitaktuellen Kontext zu setzen. Der Film präsentiert sich dabei als lupenreiner Slasher, dessen Handlung sich grundsätzlich auf die ebenso klassische Prämisse zusammenfassen lässt: Ein Sextett von Teenagern frönen im Dickicht den Genüssen der körperlichen und substanziellen Begierden und werden nach und nach dezimiert.

Das liest sich wie die Inhaltsangabe jedes x-beliebigen Genre-Beitrags und grundsätzlich wird auch nichts anderes geboten. Setting, Rahmenbedingungen und rudimentär auch der Ansatz können als Wiedererkennungsmerkmal (aber nicht wie wohl erhofft als Alleinstellungsmerkmal) hervorgehoben werden. Der Film stürzt sich nicht sofort in einen Blutrausch, verwendet relativ viel Zeit für den Aufbau und die Einführung der Charaktere - was ihnen aber nicht zwangsläufig mehr Tiefe verleiht. Vielleicht etwas mehr Profil. Lediglich der New York-Flair wird ganz geschickt in den Vordergrund gerückt. Doch leider mag sich trotz Dunkelheit und Abgeschiedenheit kein beklemmendes Gefühl der Ausweglosigkeit einstellen. Im sprichwörtlichen urbanen Dschungel von "Central Park" blitzt immer wieder die Großstadt durch, die hier wenig bedrohlich, sondern mehr wie eine sichere Zuflucht wirkt. So reizvoll und eigentlich faszinierend allein diese Idee ist, sie hat auch so ihre Macken. Auch wenn es mitten in der Nacht ist, wieso ist dieses riesige, sonst äußerst belebte Areal einer Stadt mit über 8 Millionen Einwohnern wie ausgestorben? New York nach Mitternacht, da werden die Bürgersteige allem Anschein nach ab 22 Uhr hochgeklappt.

Handwerklich ist dies zwar alles in Ordnung, aber in keiner Weise bestechend oder gar spektakulär vorgetragen und so verkommt das an sich spannende Vorhaben fast zur monotonen Hausaufgabe. Der Soundtrack ist für ein solches Machwerk durchaus okay, auch die Kamera macht einen guten Eindruck, aber die Funken, die die audiovisuelle Arbeit streut, entzünden allein aber leider kein Suspense-Inferno. Leider schafft es auch fast keine Figur auch nur annähernd Projektions-, geschweige denn Identifikationsfläche zu bieten. Somit sind dem Zuschauer die Personen herzlich egal – Mitfiebern wird so zur Geduldsprobe, was bei einer Nettospielzeit von knapp 80 Minuten alles andere als verheißungsvoll erscheint. Denn eigentlich wünscht man sich nur ein möglichst effektreiches Ableben sämtlicher Charaktere. Vieles soll hier wichtig sein, ist dafür aber zu einfach gedacht. "Central Park" macht tatsächlich nie richtig Spaß. Wirkt sehr ernst, deutlich zu angestrengt, ohne dass es sich effektiv auszahlen würde. Schade.

4/10

"Pierrot Le Fou UNCUT #15", so lautet der Editionsname des limitierten Mediabooks, welches den Film in der ungeschnittenen Fassung (FSK-18) enthält: