Sonntag, 30. Juni 2019

The Bounty - Die Bounty (1984)

https://www.imdb.com/title/tt0086993/

Die bekannte Story des Lieutenants William Bligh (Anthony Hopkins), dessen Grausamkeit zu einer Meuterei auf der Bounty führt. Fletcher Christian (Mel Gibson) kämpft dafür, seine Männer außer Reichweite der britischen Rechtsprechung zu schaffen, während der gnadenlose Bligh, mit den Getreuen unter der Schiffsbesatzung in einem winzigen Rettungsboot zur Küste von Ost-Timor zu gelangen versucht, nachdem er von Fletcher ausgesetzt wurde. Die Meuterer unter Fletcher müssen befürchten, dass sie der lange Arm des britischen Königreichs erreicht, wenn sie sich in bekannten Gefilden aufhalten. Deswegen versuchen sie einen Ort zu finden, der auf den Seekarten nicht verzeichnet ist. Begleitet werden sie dabei von ein paar hübschen Tahitianerinnen, die sie noch vor der Meuterei auf Tahiti kennengelernt haben...

Das ist schon die dritte Verfilmung von der Geschichte der Meuterei auf der Bounty. "Die Bounty" gilt indes zwar nicht als erste Referenz, wenn es darum geht, sich dem Thema filmisch anzunehmen (hier wird vor allem auf "Meuterei auf der Bounty" von 1962 mit Marlon Brando und Trevor Howard verwiesen), allerdings kommt die fiktionale Darstellung von Roger Donaldson den historisch verbürgten Ereignissen am nächsten. Das schlägt sich nicht zuletzt darin nieder, dass die Beziehung zwischen Lt. William Blight und seinem ersten Offizier Fletcher Christian zu Beginn eine freundschaftliche, anstatt sie - wie andere Verfilmungen - von vornherein als spannungsgeladen zu bezeichnen. Gerade durch diesen bestätigten Umstand, dass sich Christian und Bligh sich durchaus gewogen waren und in der Vergangenheit bereits zusammen auf Reisen gingen, erhält die Meuterei auf der Bounty eine neue, viel deutlichere Fallhöhe. Dieser - irgendwann nahezu unausweichliche - Vorfall stellt die Binnenhandlung von "Die Bounty" dar, während sich Bligh in der Rahmenerzählung vor seinen Vorgesetzter der königlichen Marine dafür verantworten muss, die Kontrolle über sein Schiff verloren zu haben. Wie konnte es soweit kommen?

Regisseur Roger Donaldson konnte in seinem Abenteuerfilm eine ganze Reihe illustrer Darsteller engagieren, die damals allerdings noch nicht auf ihrem Karriere-Höhepunkt angelangt waren. Dennoch ist es natürlich eine wahre Freude, in die - übertrieben gesprochen - jugendlichen Gesichter heutiger Weltstars zu blicken. Anthony Hopkins als ehrgeiziger und zunehmend wahnhafter Kapitän der Bounty Lieutenant William Bligh und Mel Gibson als Fletcher Christian Master's Mate spielen sich die Sympathie des Zuschauers dabei immer zu. Nehmen im Laufe der Filmhandlung die disziplinarischen Maßnahmen von Hopkins' Figur Bligh immer entwürdigendere und sadistischere Züge an, wähnt man Gibsons Christian als Identifikationsfigur. Doch auch dessen Motive gelten oftmals nur seinem eigenen Interesse. Eher im Hintergrund halten sich mit Daniel Day-Lewis ein heutiger und mit Liam Neeson ein ehemaliger Charaktermime. Der renommierte Brite Laurence Olivier darf in einigen kurzen Passagen als Admiral Hood, oberster Richter des Tribunals, auftreten.

Roger Donaldson und sein Kameramann Arthur Ibbetson benötigen nur wenige Minuten, um einen Eindruck davon zu erschaffen, wie ungemein bildgewaltig "Die Bounty" arrangiert ist. Ausstattung und Kostüme sind in ihrer formvollendeten Erhabenheit preisverdächtig; der authentische Nachbau der Bounty erweist sich als eindrucksvolles Zeugnis handwerkliche Größe – und der Score von Vangelis ist, wie gewohnt, schlichtweg exzellent. Seine Komposition nutzt malerische Klänge, die die paradiesischen Örtlichkeiten unterstreichen. Vangelis scheut sich aber auch nicht davor, auf bedrohlich brummende Sounds zurückzugreifen - etwa wenn die Freundschaft zwischen Bligh und Christian erste Risse erhält und sich drohendes Unheil ankündigt. Mit den für das Historienkino typischen Schauwerten wird zweifelsohne nicht gegeizt, der Schwerpunkt allerdings liegt auf der Gruppendynamik, die sich mit der Ankunft auf Tahiti zusehends verändern. Gastfreundlich von den Einheimischen und der paradiesischen Naturkulisse empfangen, erkennen viele Männer der Besatzung hier den Himmel auf Erden; ein Ort, an dem der Geist fernab jeden psychischen Drucks frei sein darf. Die Weiterfahrt verzögert sich mehr und mehr.

Bligh, der kein Unmensch und sicherlich kein Sadist von Haus aus ist, aber von seinem ehrgeizigen Anspruch, möglichst schnell die Karriereleiter aufsteigen zu wollen, angetrieben wird, sieht seine Integrität als Kapitän in Gefahr und seinen männlichen Stolz verletzt. Sein irgendwann unverhältnismäßiges Beharren auf blinden Gehorsamen lässt die Situation alsbald eskalieren. Dadurch, dass Roger Donaldson und Drehbuchautor Robert Bolt darauf verzichten, einzelne Charaktere einer klaren Gut-und-Böse-Dialektik unterzuordnen, sondern vielmehr als Produkt ihrer Herkunft und Erfahrungen zeichnet, gewinnt "Die Bounty" zusehends an Kraft durch ihren Umgang mit (zwischen-)menschlichen Ambivalenzen und hinterfragt dadurch nicht nur die Grundzüge militärischer Führungsstile, sondern befasst sich auch mit dem destruktiven Wesen von Status und Macht, um dadurch letztlich das schwerwiegende Zerwürfnis einer jahrelangen Freundschaft zu besiegeln.

Mit "Die Bounty" liefert der australische Filmemacher Roger Donaldson einen beachtlichen Beitrag zum oftmals muffig anmutenden Historienkino ab: Bildgewaltig, hochkarätig besetzt, über 130 Minuten durchaus packend. Der Schwerpunkt dieser Verfilmung der geschichtsträchtigen Meuterei aber liegt natürlich nicht auf den (in Hülle und Fülle vorhandenen) Schauwerten, sondern auf der Beobachtung der Psychologie der Figuren.

7/10

Von CAPELIGHT PICTURES erschien der Film hierzulande in HD in einem tollen Mediabook: 

Freitag, 28. Juni 2019

Bad Times At The El Royale (2018)

https://www.imdb.com/title/tt6628394/

Das heruntergekommene Hotel El Royal an einem Abend in den Sechzigern: Es ist ein merkwürdiger Haufen an Leuten, den der Concierge Mike Miller (Lewis Pullman) heute in Empfang nimmt, bestehend aus dem Priester Daniel Flynn (Jeff Bridges), der Sängerin Darlene Sweet (Cynthia Erivo), dem Staubsaugervertreter Laramie Seymour Sullivan (Jon Hamm) und einer mysteriösen Unbekannten (Dakota Johnson). Jeder dieser Gäste merkt, dass etwas im Hotel ganz und gar nicht stimmt. Ein Zimmer wurde mit Abhörgeräten geradezu überhäuft, die Zimmerbewohner können außerdem ganz einfach beobachtet werden und der Priester schüttet Darlene etwas in ihr Getränk. Als dann auch noch der Sektenführer Billy Lee (Chris Hemsworth) anreist, ist endgültig klar, dass alles andere als eine normale Nacht im El Royal bevorsteht…

Das El Royale liegt genau an der Grenze zwischen Nevada und Kalifornien. So nah, dass diese Linie das Hotel genau in zwei Hälften teilt und die Gäste wählen können, in welchem Bundesstaat sie unterkommen möchten. Einst war das El Royale eine beliebte Unterkunft, in der viele berühmte Persönlichkeiten wie Marilyn Monroe verkehrten. Jetzt, Ende der 1960er-Jahre, ist nicht mehr viel von diesem Glanz und Glamour übrig. Dennoch begrüßt der junge Rezeptionist Miles Miller eines Tages auf einen Schlag vier neue Gäste. Da wären der Priester Father Daniel Flynn (Jeff Bridges), die Sängerin Darlene Sweet (Cynthia Erivo), der Staubsauger-Vertreter Laramie Seymour Sullivan (Jon Hamm) und das Hippie-Mädel Emily Summerspring (Dakota Johnson). Schnell stellt sich heraus, dass diese unterschiedlichen Personen ihre ganz eigenen, nicht unbedingt legalen Ziele verfolgen. Ob dies damit zusammenhängt, dass vor einigen Jahren ein gewisser Felix O’Kelly eine Tasche voll Geld unter dem Fußboden eines Hotelzimmers versteckt hat?


Und über allem hier steht in riesigen Lettern: Tarantino. Und zwar in fett gedruckten Großbuchstaben, leuchtend und in Neonfarben, nicht zu übersehen und geradezu aufdringlich. Nach der grandiosen Genre-Dekonstruktion "The Cabin In The Woods" schlägt Autor und Regisseur Drew Goddard nun eher pulpig-verschmierte Neo Noir-Wege ein und lässt eine handvoll zwielichtiger Fremder mit unterschiedlichsten Motiven in einem einst glanzvollen Hotel voller dunkler Geheimnisse aufeinander treffen. Die Erzählstruktur ist episodenhaft angelegt, leicht verschachtelt und immer wieder aus variierenden Perspektiven diverser Figuren dargeboten, wenn Goddard nach und nach immer mehr Details ans Tageslicht fördert und Mosaikartig sein Gesamtbild Stein um Stein erweitert. 

Leider bleibt dieses Gesamtbild über die Laufzeit von rund 140 Minuten beinahe immer vorhersehbar und vor allem schrecklich belanglos, denn all die kleinen Wendungen täuschen über die inhaltliche Schlichtheit von "Bad Times At The El Royale" nicht hinweg. Zwar wird immer mal wieder mit Erwartungen gespielt, doch nie so sehr, dass man wirklich überrascht sein könnte. Der Plot will wahnsinnig geheimnisvoll und mysteriös sein, doch letzten Endes steckt da erschreckend wenig dahinter und gerade das eigentlich spannende – die Interaktion zwischen den einzelnen Figuren untereinander – bleibt lange aus und kommt erst im letzten Drittel so richtig zur Geltung. Schade nur, dass "Bad Times At The El Royale" ab dem Punkt absackt, ein wirklich schwaches und plumpes Finale abliefert und nicht eine einzige seiner eigentlich recht spannenden Andeutungen und zuvor getätigten Versprechen einzulösen vermag. Zwar wird im Grunde alles recht solide vorbereitet und so manche gute Idee gibt der Stoff durchaus auch her, doch meist wird alles immer nur vage angerissen und nie wirklich zu Ende geführt. Immerhin sieht Goddards Film echt gut aus, Seamus McGarvey fängt den Charme des eigentlichen Stars des Filmes - das El Royale - in tollen Bildern und Kamerafahrten ein.


Wenn man den Meister Quentin Tarantino schon so offensichtlich kopiert oder sich zumindest von seiner Arbeit "inspirieren" lässt, muss man mit hohen Erwartungen beim Publikum rechnen. Und diese konnte Regisseur und Autor Drew Goddard nicht zur Gänze erfüllen. Wie sollte er aber auch...? Doch abseits davon kann der Film dennoch richtig gut unterhalten. Er ist zwar lang, aber nie langweilig. Dazu ist die Ausgangs-Idee und das Setting zu genial und der Cast ist über jeden Zweifel erhaben. "Bad Times At The El Royale" ist atmosphärisch dicht und gut konstruiert, nur am Ende wohl eben an zu viel Ambition gescheitert um mit dem Prädikat "Meisterwerk" entlassen werden zu können. "Bad Times At The El Royale" ist vor allem zu lang und zäh geraten, gibt sich geschwätzig, aber ohne Schwung, und bietet unter seiner glitzernden Oberfläche zu viel Belanglosigkeit. Viel Lärm um nichts irgendwo zwischen Tarantino, "Vantage Point" und "Identity". Schade.

6,5/10

Mittwoch, 26. Juni 2019

[SERIE] Married With Children - Eine schrecklich nette Familie, Season 08

https://www.imdb.com/title/tt0092400/

Die Organisation NO MA’AM wird in Folge 166 - "Der Männliche Feminist" ins Leben gerufen. Jerry Springer spielt sich in dieser Folge selbst. In der Folge "Das Idol" (Originaltitel: "Legend Of Ironhead Haynes") verliest Al die neun Regeln seiner NO MA’AM-Vereinigung, welche von seinem Idol und Guru Ironhead Haynes erstellt wurde. Haynes wird gespielt von Waylon Jennings. Eine weitere wichtige Folge ist "Weg mit dem Ding", in der Al versehentlich beschnitten wird. Al bekommt außerdem seinen neuen Mitarbeiter Aaron. In der Folge "Wo ist der Hund" haut Buck ab, weil er nicht mehr von den Bundys beachtet wird. Sofort kommt er ins Tierheim, wo er in allerletzter Minute wieder von den Bundys herausgeholt wurde. Al wird außerdem vom Sensenmann heimgesucht, der mit dem Gesicht von Peggy erscheint. In der Zwischenzeit treten die anderen Bundys als Village People zusammen mit Jefferson bei Marcy als Ersatz für die echte Gruppe auf, weil jene sich verspäten (am Ende der Folge erscheinen dann doch noch die echten Village People). Weitere Gastauftritte haben u. a. Danny Bonaduce, Dave Madden, Gary Coleman, Joe Namath, Ernie Banks, Stacy Ann Ferguson und Todd Christensen.

https://www.imdb.com/title/tt0642211/
8.1 Der Fan (A Tisket, A Tasket, Can Peg Make A Basket?)
Al frohlockt: Von einer spendablen Kundin hat er zwei V.I.P.-Logenplätze für ein Basketballspiel abgestaubt. Sein Favorit für die zweite Karte ist der Türsteher seiner Lieblingsnacktbar. Doch natürlich kommt alles ganz anders als ersehnt, und zu guter Letzt begleiten ihn Peggy und Kelly zu dem Spiel. Schließlich kann man dort reiche Promis kennen lernen. Die beiden Damen sorgen dann auch für ein sehr abwechslungsreiches Match... - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt0642289/
8.2 Straßenkämpfe (Hood ‘n The Boyz)
Als einstige Jugendliebe Mary Ellen hat Probleme mit marodierenden Jugendlichen: Gäste in ihrer Bar werden belästigt. Al und Peggy mieten sich als Flitterwöchner in einem Hotel in der Nähe der Bar ein. Weil Peggy das mit den Flitterwochen sehr wörtlich nimmt, ist Al bei seinem Antrittsbesuch bei Mary Ellen ziemlich erschöpft. Und die Kids haben sich seit seiner Jugend auch verändert – gegen sie vorzugehen, erweist sich als ziemlich schwieriges Unterfangen... - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt0809289/
8.3 Der letzte Versuch (Proud To Be Your Bud?)
Bud versucht es mit einem Imagewechsel, um endlich beim anderen Geschlecht zu landen: Mit Stetson und Cowboystiefeln fühlt er sich wie Billy Ray Bundy. Der Countrylegende lagen alle Frauen zu Füßen – Bud jedoch kommt weniger gut bei den Damen an. Auch Al hat Sorgen: Er braucht dringend eine Lichtmaschine für seinen Wagen, doch der Schrotthändler lässt ihn am Telefon verhungern. In der Zwischenzeit erlebt Bud eine Begegnung der besonderen Art. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt0642323/
8.4 Der Gewinner (Luck Of The Bundys)
Ein Horoskop sagt Al Bundy unwahrscheinlich viel Glück voraus. Das freut Al gar nicht: Einem alten Familienfluch gemäß bringt eine Glückssträhne einem Bundy genauso viel Unglück wie Gutes. Zunächst läuft ja auch wirklich alles bestens an: Kelly hat einen Job mit Unterkunft, zieht also endlich aus. Bud wird in eine Burschenschaft aufgenommen, und Al hat beim Pokern einen unglaublichen Lauf. Aber die negativen Seiten des Fluchs lassen nicht lange auf sich warten... - 8,5/10

https://www.imdb.com/title/tt0642225/
8.5 Marcy Superstar (Banking On Marcy)
Marcy wird mit einer Aufgabe betraut, die sie vor unendliche Schwierigkeiten stellt: Sie soll vor den Aktionären ihrer Bank sprechen. Marcy leidet an einer tief verwurzelten Angst, vor Publikum zu reden. Schließlich sucht sie Rat bei der Radio-Psychologin Dr. Angela. Die gibt Marcy einen einfachen Rat: Sie soll bei der Rede an Sex denken, das sorge für die nötige Entspannung. Marcy befolgt den Rat - mit durchschlagendem Erfolg. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt0642335/
8.6 Das neue Auto (No Chicken, No Check)
Kelly und Bud kaufen sich gemeinsam ein Auto. Jeder will mit seinem Rendezvous eine prickelnde Nacht im Autokino verbringen. Das Vorhaben ist nicht einfach umzusetzen, denn keiner der beiden will auf den Wagen verzichten. Sie beschließen, zu viert ins Autokino zu fahren. Doch für das, was Kelly und Bud in ihren pikanten Fantasien vorschwebt, sind bei vier Personen einfach zwei zu viel. Fragt sich, welche zwei... - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt0642384/
8.7 Ein Mörder-Publikum (Take My Wife, Please)
Halloween: Marcy hat ein Problem. Sie hat eine Party arrangiert und zwar nur für Frauen, die ihre Männer umgebracht haben. Und nun hat die Attraktion des Abends, die Musikgruppe "Village People", abgesagt. Für 500 Dollar sind Peggy, Kelly und Bud bereit, in die Rolle der Musiker zu schlüpfen. Unterdessen kommt Al nach Hause und hofft nur, dass der Abend schnell vorbei ist, denn er hasst Halloween. Doch es kommt anders: Der Tod, in Gestalt von Peggy, steht vor seiner Tür... - 8,5/10

https://www.imdb.com/title/tt0642367/
8.8 Al als Arbeitgeber (Scared Single)
In Als Schuhladen wird eine Abteilung für Handtaschen eröffnet. Al soll einen Fachverkäufer suchen und einstellen. Al nimmt einfach die nächstbeste Frau mit großem Dekolleté. Doch dann betritt der junge Aaron den Laden, der Al über alle Maßen verehrt. Also überlässt Al Aaron die Stelle. Als er erfährt, dass Aaron heiraten will, schrillen bei Al sämtliche Alarmglocken. Er versucht, den Jungen vor der Dummheit seines Lebens zu bewahren – und begeht selbst die größte... - 8,5/10

https://www.imdb.com/title/tt0642336/
8.9 Der männliche Feminist (No Ma’am)
Peggy und Marcy sehen gerade ihre bevorzugte Fernsehshow "Der männliche Feminist" mit Moderator Jerry Springer. Da kommt Al wutschnaubend nach Hause: Auf "seiner" Bowlingbahn wurde ein Frauentag eingeführt, und zwar auf Grund einer Anregung eben jenes Jerry Springer. Der Haussegen gerät in Schieflage. Dann wird auch noch Als Nacktbar in ein intellektuelles Literatencafé umgewandelt – da muss jeder Macho zum Desperado werden... - 9/10

https://www.imdb.com/title/tt0642252/
8.10 Die Sport-Bar (Dances With Weezy)
Voller Vorfreude fiebern Peggy und Marcy einem Konzert entgegen, das sie mit Al und Jefferson besuchen wollen. Die Männer wollen an diesem Abend an der Eröffnung einer neuen Sport-Bar teilnehmen. Dort soll die wichtige Streitfrage geklärt werden, welcher Sportler in einem Werbespot für Bier mitgewirkt hat. Doch zunächst müssen die Gattinnen ausgetrickst werden. In der Bar kommt es über der Frage zu einer Schlägerei. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt0642244/
8.11 Wo ist der Hund? (Change For A Buck)
Dem Hund der Bundys reicht es endgültig: In den sechs Jahren, die er jetzt bei der schrecklich netten Familie lebt, hat sich keiner um ihn gekümmert. Buck läuft fort in der Hoffnung, dass er schwer vermisst werden wird. Doch die netten Bundys bemerken sein Fehlen überhaupt nicht. Buck wird zur Beute des städtischen Hundefängers. Hunde, deren Besitzer sich nicht melden, werden eingeschläfert. Muss auch Buck dieses Schicksal erfahren? - 7,5/10

https://www.imdb.com/title/tt0642205/
8.12 Weg mit dem Ding (A Little Off The Top)
Al hat sich aufgerafft und spielt mit Aaron und ein paar Nachbarjungs Football im Park. Nach eigenem Bekunden topfit, wird er wenig später von den Jungs nach Hause gebracht – mit schlimmen Rückenschmerzen. Eine Operation ist unumgänglich. Leider kann der Arzt im OP die Diagnose nicht richtig entziffern: Al wird beschnitten. Peggy ist entsetzt, doch Marcy beruhigt sie: Sex mit beschnittenen Männern sei viel besser. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt0809290/
8.13 Warum sind wir nicht eingeladen? (The Worst Noel)
Es weihnachtet im Hause Bundy, doch Al und Peggy streiten wieder einmal. Unterdessen versuchen Bud und Kelly, eine massive, alte Jukebox unbemerkt ins Haus zu schmuggeln. Doch das Geschenk für Al bereitet Probleme. Al und Peggy hoffen, wie jedes Jahr auf die Weihnachtsparty von Marcy und Jefferson eingeladen zu werden. Doch dieses Jahr ist alles anders. Inzwischen haben Bud und Kelly bei ihren Bemühungen die wertvolle Jukebox zerlegt. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt0642377/
8.14 Die Couch brennt (Sofa So Good)
Die Bundys müssen zu einem Familientreffen, und plötzlich erkranken Kelly und Bud so schwer, dass Peg und Al alleine losziehen. Kaum sind die Eltern aus dem Haus, liegt Kelly mit ihrem Freund auf dem Wohnzimmerteppich. Das einzige Problem ist, dass dessen Zigarre beim Küssen etwas stört. Kurzerhand deponiert er sie auf dem Sofa – das gleich darauf abbrennt. Nun macht sich Kelly auf den Weg, ein identisches Sofa zu finden. Doch etwas so Hässliches ist schwer zu bekommen... - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt0642288/
8.15 Peg als Poster (Honey, I Blew Up Myself)
Al hat wieder einmal Geburtstag und würde am liebsten gar nicht nach Hause gehen. Dabei hat sich Peggy für ihren Liebsten ein ganz besonderes Geschenk einfallen lassen: Sie hat sich von einem Profi-Fotografen höchst erotisch ablichten lassen. Als einzige Reaktion auf das Geschenk kommt die Bemerkung, es sei ja ganz nett. Als jedoch der Fotograf eine Postervergrößerung Peggys als Werbung für sein Studio verwendet, brennen bei Al die Sicherungen durch... - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt0642292/
8.16 Die Grenze (How Green Was My Apple)
Al hat ein neues Hobby: seinen Apfelbaum im Garten. Der Baum trägt sogar einen einzigen saftigen Apfel. Eines Tages ist das Prachtstück plötzlich verschwunden. Al ist außer sich, als ihm Jefferson genüsslich kauend eröffnet, der Apfel sei auf seiner Seite des Gartenzauns vom Baum gefallen. Nun ist ein Grenzkrieg unausweichlich. Doch wie fast jeder Krieg, bringt auch diese Auseinandersetzung keiner Partei etwas: Beide Häuser liegen in Schutt und Asche... - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt0642427/
8.17 Verpasste Gelegenheiten (Valentine’s Day Massacre)
Bud erhält von Kelly eine Karte zum Valentinstag: Die Absenderin Bernice schwelgt in leidenschaftlichsten Worten. Doch Bud freut sich umsonst: Kelly hätte ihm die Karte bereits vor sechs Jahren übergeben sollen! So alt ist das Ding inzwischen. Doch Bud gibt nicht auf: Er will nachholen, was er damals versäumte. Aber Bernice ist inzwischen ein Popstar geworden und hat nicht mehr viel übrig für Buds Werben. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt0642273/
8.18 Die entscheidende Meile (Get Outta Dodge)
Als Dodge hat eigentlich nur noch Schrottwert. Peggy verlangt von Al, dass er nun endgültig seinen altersschwachen Wagen verkauft. Dann erfährt der Hersteller, dass der Wagen fast eine Million Meilen drauf hat. Der Manager von Dodge will daraus ein Medienereignis machen: Ein Filmteam soll aufnehmen, wie Al die einmillionste Meile fährt. Al winkt ein nagelneuer Sportwagen. Einen Tag vor Drehbeginn löst sich die Handbremse: Der Wagen rollt weg, und der Zähler springt weiter... - 8,5/10

https://www.imdb.com/title/tt0642270/
8.19 Marcys Schuss in den Ofen (Field Of Screams)
Marcy und Jefferson haben Grund zum Jubel: Marcy hat dem Automobilhersteller "Trans-Mexican Motors" teures Bauland für eine neue Autofabrik vermittelt. Die Provision macht sie zur Millionärin. Doch dabei hat sie eines übersehen: Auf eben diesem Gelände hat Al als Collegestudent seine sportlichen Triumphe gefeiert. Al ist entsetzt und wird zum Rebell: Aus Protest kettet er sich an einen Pfosten und hofft auf tatkräftige Unterstützung... - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt0642392/
8.20 Der Mann im Dunkel (The D’arcy Files)
Der 1. April steht bevor, und Al und Jefferson lachen sich immer noch über vergangene Aprilscherze kaputt. Dann aber vergeht Jefferson das Lachen, denn er sieht im Fernsehen Walter Traugott und fühlt sich von seiner Vergangenheit eingeholt: Jefferson war einst ein CIA-Agent. Nun will sich der Schurke Traugott an ihm rächen. Traugott sucht Al auf und bietet ihm 50.000 Dollar für Jeffersons Auslieferung. Von der Aussicht auf Reichtum beflügelt, stürzt sich Al in Ermittlungen. - 8,5/10

https://www.imdb.com/title/tt0642338/
8.21 Früher oder später (Nooner Or Nothing)
Peggy nimmt an einem Radiowettbewerb teil. Sie muss ihren Ehemann Al dazu bringen zu singen, aber Al ist nach allem zumute, nur nicht nach musikalischem Einsatz. Wie gut, dass dies nicht die einzige Disziplin ist: Der Preis erhöht sich ständig, und nun geht es um 10.000 Dollar und eine Reise nach Hawaii. Dafür allerdings muss Peg Al dazu bringen, sein Schuhgeschäft zu verlassen – und mit ihr zu schlafen. Peg versucht ihr Bestes... - 8,5/10

https://www.imdb.com/title/tt0642361/
8.22 Rücken wir zusammen (Ride Scare)
Zunächst ist Al verärgert: Wegen einer Umweltschutzaktion des Einkaufszentrums soll er seinen Wagen mit anderen Angestellten teilen. Als Al jedoch erfährt, dass es sich bei den Mitfahrern um drei Models für Unterwäsche handelt, wird er zum aktiven Umweltschützer. Leider verschweigt man ihm, dass es sich um Models für XXL-Wäsche handelt. Weil sie die einzige Fahrgemeinschaft in Chicago bilden, werden sie berühmt. - 7,5/10

https://www.imdb.com/title/tt0642407/
8.23 Das Idol (The Legend Of Ironhead Haynes)
Seine vollschlanken Kundinnen beschweren sich über Als Frechheiten. Daraufhin droht die Geschäftsleitung, ihm seinen Firmenparkplatz zu entziehen! Al sucht in seinem "No Ma’am-Club" Rat, doch dort kann ihm niemand helfen. Als letzte Möglichkeit wendet sich Al an den Vorzeigemacho Ironhead Haynes, der sich auf einen einsamen Berg zurückgezogen hat. Haynes eröffnet ihm, dass Männer wie sie zu einer aussterbenden Rasse gehören... - 7,5/10

https://www.imdb.com/title/tt0642223/
8.24 Der Supermarkt (Assault And Batteries)
Al will seinen Lieblings-Western im Fernsehen anschauen, doch Peg verdonnert ihn zur Hausarbeit. Ein Trick soll helfen: Jefferson täuscht eine Blinddarmentzündung vor. Also muss ihn Al ins Krankenhaus fahren – tatsächlich wollen sie natürlich bei Jefferson fernsehen. Ausgerechnet jetzt ist zufällig ein Sanitäter zur Stelle. Während dieser den Simulanten in die Klinik schafft, muss Al die Kellertreppe reparieren. Und dann soll er auch noch im Supermarkt einkaufen gehen... - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt0642213/
8.25 Die Riesenwette (Al Goes Deep)
Die Bundys bekommen eine Steuerrückzahlung vom Finanzamt: Peg will das Geld in eine neue Geschäftsidee investieren. Al hat ganz andere Pläne: Er wird eine Wette zum Football-Endspiel abschließen. Da Bud dem Football-As Chad Nachhilfe gibt, hat Al Informationen aus erster Hand. Al platziert seine Wette. Doch der Sieg rückt jäh in weite Ferne, denn Chad lernt Kelly kennen und verliebt sich in sie. Von dieser Liaison körperlich geschwächt, sieht es für Spiel und Wette schlecht aus. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt0642312/
8.26 Die 10.000 Dollar-Frage (Kelly Knows Something)
Jefferson erzählt Al von einem Sport-Quiz, bei dem man 10.000 Dollar gewinnen kann. Und im Wissen über Sport ist Al ja wirklich ein As – doch leider wird er von dem Moderator abgelehnt. Dafür wird Kelly angenommen. Und nun zwingt Al seiner Tochter ein immenses Lernprogramm auf. Das Unerwartete tritt ein: Kelly ist in der Show brillant. Doch als nach einem bestimmten Champ des College-Footballs gefragt wird, weiß sie keine Antwort. Es ist niemand anderer als ihr Vater Al Bundy! - 9/10

Donnerstag, 20. Juni 2019

The Entity - Entity: Es gibt kein Entrinnen vor dem Unsichtbaren, das uns verfolgt (1982)

https://www.imdb.com/title/tt0082334/

Es klingt phantastisch und doch ist es schreckliche Realität. Eine Frau wird von einem unsichtbaren Wesen vergewaltigt. Wie von Geisterhand explodieren Gegenstände, geraten Autos außer Kontrolle, werden Menschen misshandelt. Bei der Erforschung dieser Geheimnisse entwickeln Mediziner und Psychologen tödliche Rivalitäten: Was sich zunächst als Hirngespinst einer schizophrenen Frau dargestellt, entwickelt sich zur lebensbedrohenden Realität. Alle Mittel der Wissenschaft versagen, das unheimliche Wesen unter Kontrolle zu bekommen. Das Unheil nimmt ungehindert seinen Lauf...

"The Entity" ist wohl der Urvater aller "Conjuring"- und "Insidious"-haften Geistergeschichten. Noch bevor der von Stephen Spielberg produzierte und von Tobe Hooper verfilmte "Poltergeist" im selben Jahr das Licht der Leinwände erblickte, befasste sich dieser Streifen mit Übersinnlichem, Geistern und einer von einem Wesen verfolgten Frau/Familie in Zusammenspiel mit paranormalen Wissenschaftlern, die der Sache auch auf den Grund gehen wollen. Kennt man "The Entity" (noch) nicht, so fallen eindeutige Parallelen zu oben genannten  Filmreihen auf, die sich wohl hemmungslos an "The Entity" bedienten und das Konzept weiter ausbauten. "The Entity" selbst ist ein sehr langer, aber selten langatmiger Film, der nicht lange herumeiert, sondern gleich nach ein paar Minuten zum Kern der Sache kommt. Der akustische Einsatz ist dabei wohl von besonderer Bedeutung, denn weit weg von unterschwellig oder bedrohlichem Einsatz von Musik kommt es hier zu einem hämmernden, lautstarken Gepolter, was die Situation, in der sich Carla Moran (gespielt von Barbara Hershey) befindet, noch intensiviert und ein geradezu unangenehmes Gefühl beim Zuschauer hervorruft. Für einen Film, der zu Beginn der Achtziger Jahre entstand ist das hervorragend, heutzutage lockt man damit kaum noch einen Hund hinter dem Ofen vor. Die Geisterszenen werden vor allem durch die Protagonistin getragen - was will man bei einem Angriff eines unsichtbaren Wesens auch großartig zeigen, außer zuklappende Türen, herunterfallende Vasen und rüttelnde Schränke? Mit etwas über 2 Stunden Laufzeit ist "The Entity" trotzdem etwas zu lang. Dazu kommt, dass dem Zuschauer vor allem zu Beginn wieder und wieder dieselbe Begebenheit gezeigt wird, was gar nicht nötig ist. Auch ist der Einsatz von Tricks nur allzu leicht zu erkennen - was aber irgendwie auch charmant ist. "The Entity" ist damit ein ganz guter Vertreter seiner Zunft. Ein wenig dumm und unbeholfen in manchen Dingen, aber effektiv und spannend zugleich.

7/10

Mittwoch, 19. Juni 2019

Wild Card (Extended Cut) (2015)

https://www.imdb.com/title/tt2231253/

Nick Wild (Jason Statham) ist nicht zufrieden mit seinem Leben. Zwar hat er seine Spielsucht einigermaßen hinter sich gelassen und sein Job als Söldner gehört ebenfalls der Vergangenheit an – aber sein Traum, sich auf einer Mittelmeerinsel niederzulassen, scheitert am nötigen Geld. Also versucht er, mit Gelegenheitsjobs als Detektiv und Bodyguard über die Runden zu kommen. Seine Prinzipien sind dabei eindeutig: keine Schusswaffen! Doch als seine Ex-Freundin Holly (Dominik García-Lorido) übel zugerichtet auf seiner Fußmatte steht und ihn um Hilfe anfleht, muss er seine Überzeugungen über den Haufen werfen. Holly hat nämlich ernste Probleme mit dem Gangsterboss Danny DeMarco (Milo Ventimiglia), der keinen Spaß versteht und seine Schergen aussendet. In die Unterwelt von Las Vegas getrieben, verfällt Wild schnell in alte Gewohnheiten...

"Wild Card" ist ein Remake des Films "Heat - Nick, der Killer" / "Heat" der 1986 mit Burt Reynolds in der Hauptrolle eher gemischte bis schlechte Kritiken einfuhr. Während die Kinofassung von "Wild Card" ein insgesamt guter, wenngleich ruhiger und untypischer Film für Jason Statham ist (zumindest seit den 2010er Jahren), geht die "Extended Version" nahezu verschwenderisch mit dem Platz um, der ihr gewährt wird und hat an neuen Inhalten nicht so viel Relevantes zu bieten, als dass man sagen könnte, dass sich die zirka elf zusätzlichen Minuten an aufzubringender Ausdauer wirklich lohnen würden. Die Szenen fügen sich gut in den Film ein, doch wirklich gebraucht hat es sie nicht. Denn während die Kinofassung nun im direkten Vergleich plötzlich knackig und pointiert wirkt, zieht der "Extended Cut" doch vieles und vor allem unnötiges Erklärbärhaft in die Länge. Das ist nicht unbedingt schlecht, da so etwas mehr von Nicks Charakter zu Tage tritt, doch irgendwie hinterlässt es auch einen faden Beigeschmack, denn wirklich interessante Szenen oder Begebenheiten trifft man nicht. Die Action ist immer noch etwas zu spärlich dosiert und auch zu konventionell dargestellt - zumindest für Jason Statham-Verhältnisse. Ob man nun den etwas langsameren Extended Cut sieht oder die Kinofassung - im Endeffekt ändert sich nichts. "Wild Card" bleibt ein relativ guter und unterhaltsamer Film - die richtigen Erwartungen vorausgesetzt.

6,5/10

Samstag, 15. Juni 2019

[KINO] Godzilla: King Of The Monsters - Godzilla II: King Of The Monsters (2019)

https://www.imdb.com/title/tt3741700/

Fünf Jahre nach dem ersten Auftauchen von Godzilla und den „Muto“ getauften Titanen lebt die Welt in ständiger Angst vor weiteren Urzeit-Monstern. Die Wissenschaftsorganisation Monarch, die sich bislang autark um sämtliche Vorkommnisse rund um die Titanen kümmerte, wird von der Regierung vor die Wahl gestellt: Entweder sie begibt sich unter staatliche Aufsicht, oder Godzilla und alle weiteren bekannten Titanen werden getötet, um weitere Katastrophen zu vermeiden. Dr. Emma Russell (Vera Farmiga) hat derweil ein Bio-Sonar-System namens Orca entwickelt, mit dessen Hilfe sie mit den Urzeit-Riesen kommunizieren und ihnen sogar Anweisungen geben kann. Dafür benötigt sie jedoch die jeweils passende Frequenz der Titanen. Das Gerät fällt schließlich in die Hände des Öko-Terroristen Alan Jonah (Charles Dance), der Emma und ihre Tochter Madison (Millie Bobby Brown) entführt und sämtliche auf der Erde schlummernden Titanen aufwecken will. Als schließlich Godzillas Erzfeind, der dreiköpfige Drache King Ghidorah aus seinem Schlaf erwacht, bricht die Hölle los…

2014 kreierte Regisseur Gareth Edwards ein neues Monsterversum mit seinem Film "Godzilla" und lieferte damit einen ansprechenden Appetizer auf kommende Filme. 2017 kam dann auch "Kong: Skull Island" in die Kinos und nun darf wieder die riesige Echse ran. Am Ende von "Godzilla" lag San Francisco in Schutt und Asche, Godzillas Kampf mit dem Muto-Männchen hatte seine Spuren hinterlassen und die Menschheit ist sich mittlerweile der Existenz von Riesenmonstern bewusst. Blöd nur, dass die beiden Monster nicht die einzigen auf der Erde waren. So entspinnt sich in "Godzilla: King Of The Monsters" eine ökoterroristische Geschichte, die nicht nur für die Befreiung weiterer Monster, sondern auch für resigniertes Kopfschütteln beim Zuschauer sorgt. Zahlreiche Haupt-, Neben- und Opferfiguren auf allen Seiten und ein parallel stattfindendes Familiendrama komplettieren einen unnötigen Story- und Figuren-Ballast. Ein Ballast, der nicht nur ordentlich Zeit und Raum einnimmt, sondern auch für reichlich Logiklöcher sorgt.


Doch irgendetwas fasziniert an diesem komischen Monsterverse und Godzilla wäre eben nicht der König der Monster, wenn er den überschüssigen Story- und Figurenwulst nicht einfach mit einem brüllendem Schulterzucken beiseiteschieben könnte. Genau das gelingt ihm unter der leidenschaftlichen Regie des Newcomers und des bekennenden Kaiju-Fans Michael Dougherty. Beeindruckender hat man die brachialen Kämpfe zwischen den ikonischen Titanen noch nie gesehen. Wenn die riesigen Urgewalten aufeinander treffen, bleibt kein Kaiju-Fanherz ruhig und kein Mund geschlossen. Mit einem einzigartigen Zusammenspiel aus Farbgebung und Lichtstimmung erzeugt man unvergessliche Bilder. Aber nicht nur die Bilder und spektakulären Monster-Fights lassen das Kaiju-Fanherz höher schlagen. Neben den überflüssigen Story-Parts schafft man es auch, die Essenz der originalen "Godzilla"-Filme einzufangen. Elemente aus den verschiedensten Streifen finden hier ihre Verwendung und verdiente Huldigung. So japanisch war noch kein Hollywood-Streifen zuvor.


Wie so oft beim einem zweiten Teil macht es hier das Ausmaß. Alles ist etwas größer, alles ein bisschen teurer. Dabei ist das Monsterdesign und die -action über jeden Zweifel erhaben. Wunderschön getrickst, übersichtlich inszeniert und einfallsreich choreografiert. Die düstere Verknüpfung japanischer Mythologie mit biblischen Strafen und Ökobotschaft, fühlt sich einigermaßen organisch und frisch an. Der Cast aus unterforderten Kinogrößen, sympathischen Newcomern und aufstrebenden Fernsehstars täuscht weitgehend über die doch recht uninteressanten Charaktere hinweg. Und wie es das Handbuch für Katastrophenfilme vorsieht, werden Genreproduktionen gerne mit einer gehörigen Portion Familiendrama am liebsten dysfunktional verknüpft. Auch hier bringt die nahende Katastrophe eine Scheidungsfamilie wieder zusammen, wobei die menschlichen Figuren kaum glänzen können, weil sie nur vergleichsweise vergessenswerte Szenen spendiert bekommen. Wie immer absolut unnötig.


Aber damit vereint "Godzilla: King Of The Monsters“ gewissermaßen alle Stärken und Schwächen des jungen Franchises: edle Schauwerte, ein mitunter konfuses Storytelling (hier, sobald sich die Geschichte auf mehrere Schauplätze verlagert), unpassende Humor Einlagen und ausgetrampelte Handlungspfade. Doughertys legt inhaltlich einen Schwerpunkt auf die alles umspannende Regierungsorganisation "Monarch", erweitert das Universum um neue Fraktionen und - das ist wohl das Wichtigste - jeder Menge neuer, alter Monster. Trotz des mythologischen Unterbaus und der angesprochenen christlichen Symbolik (Kaijus als sintflutartige Strafe für menschliche Überheblichkeit, die Auferstehung Godzillas etc.) suhlt sich Dougherty vor allem in den trashigen B-Movie-Wurzeln der Reihe. Und damit werden gleich ein halbes Dutzend bizarrer Kreaturen von der Kette gelassen und aufeinandergehetzt.

Das schaut trotz Dauerregen gut und übersichtlich aus, hat eine gewisse Bedeutsamkeit und man verliert nie den Blick für die gigantischen Ausmaße der Schlachten. Untermalt wird das Spektakel von Bear McCrearys donnernden Retro-Soundtrack, der lustvoll den Original-Score zitiert. Hier hat der Film, wie es sich gehört, seine größten Stärken. "Show, not tell." - dieses uralte Kinoprinzip haben aber offenbar nur die Kaijus verinnerlicht. Als wahre Expositions-Monster entpuppen sich ihre menschlichen Gegenparts, denen die undankbare Aufgaben zukommt, permanentes Worldbuilding zu betreiben (und grundsätzlich zehn Schritte zu dicht an die Monsterkämpfe zu tapsen). Das gilt besonders für die Figur Sam Coleman, die Hälfte Comic Relief und Hälfte Erklärbär ist - in besonders lichten Momenten auch mal gleichzeitig.

Der ganz, ganz große Fang ist so auch "Godzilla: King Of The Monsters" nicht und fügt sich aber gerade deshalb sehr harmonisch in das Franchise. Man darf gespannt sein auf das kommende Gipfeltreffen zwischen King Kong und Godzilla, in dem Indie-Darling Adam Wingart Regie führen wird. "Godzilla: King Of The Monsters" jedenfalls ist ein brachiales Kaiju-Fest, voll mit Fanservice und spürbarer Leidenschaft und für Fans des Genres jedenfalls ein absolutes Muss. Lang lebe der Kaiju-König unter den Hollywood-Filmen!

7/10

Dienstag, 11. Juni 2019

First Man - Aufbruch zum Mond (2018)

https://www.imdb.com/title/tt1213641/

Der Ingenieur Neil Armstrong (Ryan Gosling) arbeitet Anfang der 60er Jahre als Testpilot für Jets und Raketenflugzeuge und hat mit seiner Frau Janet (Claire Foy) und den beiden Kindern Rick (Gavin Warren) und Karen (Lucy Stafford) eine liebende Familie hinter sich, die ihm den Rücke stärkt. Sein ganzes Leben ändert sich jedoch, als seine Tochter an einem Gehirntumor stirbt und die Familie nach einer Veränderung sucht. Diese bietet sich, als die NASA für ein Mondprogramm auf der Suche nach Piloten mit Ingenieurswissen ist. Neil nutzt die Chance und zieht mit seiner Familie nach Houston, wo er eine Ausbildung zum Astronauten beginnt. Nach etlichen Strapazen und Testflügen kämpft sich der professionelle Ingenieur bis an die Spitze und wird bald gemeinsam mit Buzz Aldrin (Corey Stoll) und Michael Collins (Lukas Haas) mit der Apollo-11-Mission zum Mond geschickt...

Wer bei "First Man" einen actionlastigen Film erwartet, der kennt entweder (noch) nicht die Arbeiten von Damien Chazelle oder wurde von den Trailern fehlgeleitet. "First Man"/"Aufbruch zum Mond" ist ein anderes Biopic, eine Art Charakterstudie, ein Drama über einen Mann, den seine Mitmenschen stets als fokussiert und ruhig beschrieben. Und es ist ein Film über die unglaublich lange, von herben Rückschlägen und Verlusten begleitete Vorlaufzeit, die es benötigte, um überhaupt einen Menschen auf den erdnahen Trabanten zu bringen. "First Man" ist etwas ganz besonderes. Ein ruhiger, unaufgeregter Film, mit ausschlagartigen Action- und Spannungsmomenten, die vor allem durch die Perspektive beeindruckt.

“The day we stop exploring is the day we commit ourselves to live in a stagnant world, devoid of curiosity, empty of dreams.” - Neil deGrasse Tyson

Der kanadische Schauspieler Ryan Gosling passt aufgrund seiner Art und Spielweise perfekt in die Rolle des oft in sich gekehrten, nachdenklichen Neil Armstrong, der immer eine Lösung parat hat und der, von Schicksalsschlägen gezeichnet (er hatte drei Kinder, seine einzige Tochter starb im Alter von 2 Jahren an Krebs), zurückhaltend, emotional extrem kontrolliert im Hintergrund über Sachverhalte nachdenkt, während ein Edwin Eugene "Buzz" Aldrin, dargestellt von Corey Stoll, vorlaut das ausspricht, was alle denken. Zumindest behauptet er das mehrmals von sich. Auch entspricht das "Look-alike" der Darsteller ganz gut den dargestellten Personen und Chazelle legte darauf wohl besonderes Augenmerk. Andererseits Gosling nicht gänzlich, das Spezielle, die Ausnahmeperson Neil Armstrong packend darzustellen. Doch schon der Beginn von "First Man" ist anders. Man sieht Armstrong im Fokus, nur wenige Aufnahmen zeigen, was da gerade passiert, alles wackelt, ist laut und gleich bedrückend. Chazelle gelingt der Coup, dass sich der Zuschauer ganz in die Person des Raumfahrers, bzw. Fliegers in den engen, bedrückenden Kabinen hineinversetzen kann. Oft aus der Ego-Perspektive aufgenommen fängt die Kamera dann ein, was Armstrong selbst wahrnimmt und sieht, sodass der Zuschauer mit seinem Charakter in diesen wenigen Szenen verschmilzt.

Ein genialer Trick, der klaustrophobische Gefühle beim Zuschauer wecken kann - zumal auch der erste Schuss ins All, in der Gemini 8, rein aus dieser Sicht gezeigt wird - und man eigentlich gar nichts sieht. Nur hört. Man hört das Knarzen jeder Schraube und das ächzende Metall. Und dann ist da noch dieses kleine Fenster und der Spiegel, den Kollege David "Dave" Scott (gespielt von Christopher Abbott), angebracht hat, um spiegelverkehrt das Verlassen der Abschussrampe sehen zu können. Unwillkürlich ertappt man sich dabei, auch in diesen Spiegel schielen zu wollen und dabei ist dieser gar nicht so oft im Fokus der Kamera. Einen solch überwältigenden Eindruck von einem Raketenstart hat man bisher noch nicht vermittelt bekommen. Kameramann Linus Sandgren, der schon in "La La Land" mit Chazelle zusammenarbeitete leistet hier wirklich gute Arbeit und bietet dem Zuschauer eine völlig neue Erfahrung, was Ego-Perspektiven betrifft. Mit langgezogenen Takes und ruhigem Schnitt unterstreicht er damit auch die unaufgeregte Dramaturgie des Streifens. Justin Hurwitz' Komposition unterstützt das Werk akustisch und trägt viele Szenen. Ob anschwellend und hektisch oder leise und ruhig - Hurwitz findet in der Gesamtheit immer wieder die richtigen Töne, um die Szenerie stimmig zu untermalen. All dies rundet den Gesamteindruck ansprechend ab.


"First Man" setzt damit einer der größten technischen Errungenschaften der Menschheitsgeschichte ein würdiges Denkmal. Nun mag man hin und wieder auf den berühmtesten aller Verfilmungen der NASA, "Apollo 13" zurückblicken und versuchen, parallelen zwischen ihm und "First Man" zu ziehen. Was die Action, die Spannung und das Flair betrifft, ist "Apollo 13" "First Man" haushoch überlegen. Doch stütz sich "First Man" gar nicht auf diese Qualitäten, seine Stärke liegt in der Dramaturgie und der Charakterzeichnung, der Szenerie und des Erlebnisses. Nie zuvor war man so dicht am Astronaut-sein dran wie hier, nie zuvor saß man gemeinsam mit Armstrong in der engen Kapsel der Gemini-8 und erst recht nicht an Bord der Apollo 11. Überzeugende Schauspielleistungen, ein erfrischend anderer Soundtrack für die Raumfahrtszenen und authentische Effektaufnahmen, welche anscheinend mit Original-Filmmaterial von 1969 ergänzt wurden, ergeben einen Film, der zeigt mit welchem Ehrgeiz die Pioniere der Raumfahrt ihr Ziel verfolgten und der dem Zuschauer die Faszination an der Raumfahrt näher bringt. Letztlich liegt es, wie so oft, am Zuschauer, ob er diese Reise wagen will. Wer knisternde Action und brachiale Szenen sehen will, der ist hier falsch. Wer Wert auf Atmosphäre, Dramaturgie legt und ein Faible für ruhige Filme mitbringt, der wird belohnt. Mit einem bildgewaltigen Werk, welches einfach eine technisch faszinierende Abenteuergeschichte mit wahrem Hintergrund zu erzählen hat. Und eine Geschichte über den Mann, der, beim finalen Sprung von der Leiter des Landers, die berühmten Worte sagte:

“That’s one small step for man… one… giant leap for mankind."

8,5/10

Montag, 10. Juni 2019

Hancock (2008)

https://www.imdb.com/title/tt0448157/

Eine Parkbank in Los Angeles: Ein heruntergekommener Mann erwacht schlecht gelaunt, übel riechend und mit einer Whiskyflasche in der Hand. Der Obdachlose John Hancock (Will Smith) ist ein eigentlich ein waschechter Superheld, aber trotzdem kann seine Stadt getrost auf ihn verzichten. Die Bürger von L.A. hassen ihren Retter vom Dienst förmlich. Warum? Hancock ist ein verbittertes Riesen-Arschloch! Als er den erfolglosen PR-Berater Ray Embrey (Jason Bateman) davor bewahrt, von einem heranrasenden Zug zermalmt zu werden, will sich dieser auf besondere Weise erkenntlich zeigen. Er lädt Hancock nicht nur zum Abendessen mit Frau Mary (Charlize Theron) und Sohn Aaron (Jae Head) ein, sondern bietet ihm auch seine Dienste als PR-Manager an. Hancock soll sich ein besseres Image erarbeiten, damit ihn die Leute wieder lieb haben. Als erste Maßnahme muss der Sturkopf in den Knast gehen und sich seinen Verurteilungen wegen zahlreicher Sachbeschädigungen stellen. Rays Theorie: Nach kurzer Zeit steigt die Verbrechensrate so stark an, dass die Polizei von Los Angeles wimmernd angekrochen kommt, woraufhin Hancock mit verbesserten Manieren als strahlender Held wieder auf den Plan treten soll…

"Hancock" beginnt stark und lässt einiges erhoffen. Die Idee vom gescheiterten, ständig angetrunkenen (ohne dabei ins Slapstickhafte abzugleiten) Superhelden wirkt zumindest auf dem Papier frisch und die idealisierte Welt der glänzenden Superhelden aus dem DC- oder MARVEL-Universum wird in gewisser Weise persifliert. Ist denn schon einmal jemandem aufgefallen, dass der Luftraum für Superman ständig frei ist? Keine Flugzeuge, Vögel? Hier nicht. Hier wirkt das alles ein wenig realer (im Sinne des Superhelden-Konstuktes) und John Hancock, gespielt von einem etwas mies gelaunten Will Smith verursacht bei der Bekämpfung von verbrechen oder im Willen, Gutes zu tun, mehr Schaden als Nutzen. Das macht anfangs noch richtig Spaß, doch spätestens ab dem Zeitpunkt, wo man dem Zuschauer Glauben machen will, dass ein stinknormaler Verbrecher ausgerechnet einen unverwundbaren Superhelden "alle machen" will, wird es reichlich komisch. Dass es da noch Stolpersteine in der Unverwundbarkeit gibt ist da schon uninteressant geworden. Die Gags gegen Ende beschränken sich fast nur auf Wiederholungen des bereits Gesehenen, und es fehlt auch ein wirklicher, richtiger (End-)Gegner. "Hancock" ist trotzdem unterhaltsam, wenn man die Erwartungen etwas zurückschraubt. Nach dem starken Anfang enttäuscht das Finale und insgesamt hinterlässt die mangelnde Ausarbeitung der Story einen eher faden Geschmack. Nicht Fisch, nicht Fleisch, aber irgendwie auch okay.

5,5/10

Lords Of Chaos (2018)

https://www.imdb.com/title/tt4669296/

Als der 16 Jahre alte Øystein Aarseth alias Euronymous (Rory Culkin) 1984 im norwegischen Oslo die Black-Metal-Band Mayhem gründet, soll dies der Anfang einer neuen Art von Musik sein: Härter, böser und brutaler als alles, was es bislang gab. Das kommt gut an. Schnell finden Euronymous und seine Mitstreiter eine Fangemeinde. Gemeinsam lebt die Band in einem schäbigen Landhaus, in dem sie nicht nur probt, sondern auch viele Partys feiert. Um auf ihre Musik aufmerksam zu machen, aber auch aus Rebellion und echter Faszination heraus, gibt es auf und neben der Bühne satanische Rituale zu sehen. Und tatsächlich geht das böse Image auf – Mayhem feiern mitunter deswegen erste Erfolge. Doch dann bringt sich Sänger Dead (Jack Kilmer), der unter Depressionen leidet, um. Sein Nachfolger wird der unberechenbare Varg Vikernes (Emory Cohen). Anstatt am Erfolg anzuknüpfen und Musik zu machen, streiten er und Euronymous sich bald aber mehr als offen darüber, wer der Bandleader ist und mehr Macht in der Gruppe hat. Der Streit eskaliert immer weiter. Und er wird kein gutes Ende nehmen...

Die Geschichte um die Band "Mayhem" ist mehr als interessant. Daraus einen Film zu machen, ist mit Sicherheit kein leichtes Unterfangen gewesen, aber mit Jonas Åkerlund hat sich da genau der Richtige gefunden. Nicht nur, dass er zahlreiche Musikvideos gedreht hat, er selbst saß auch schon am Schlagzeug bei "Bathory" und wird sich mit der Kultur des Black Metals somit auskennen. Sein "Lords Of Chaos" ist im Endeffekt ein äußerst interessanter Film geworden, der aber längst nicht jeden ansprechen wird. Euronymous gründete in den 80er Jahren die Black-Metal-Band "Mayhem". Der Sound sollte roher sein, als alles was es zuvor gab. Man fand einen passenden Sänger, der sich hinterher aber selbst umbrachte. Daraufhin stößt Varg Vikernes zu der Band. Die Ansichten sind radikal, mehrere Kirchen werden in Brand gesteckt. Das Ganze endet in einem zielgerichteten, unbegreiflichen  Finale und behauptet auch, so in Wirklichkeit geschehen zu sein. "Lords Of Chaos" geht es nicht unbedingt darum, alles völlig wahrheitsgetreu aufzubereiten, was schon der Anfang klar macht, wenn man lesen kann, dass dieser Film auf der Wahrheit und auf den Lügen basiert. Es geht halt um eine Version und die komplette Wahrheit wird man wohl sowieso niemals herausfinden. Das Drehbuch funktioniert jedoch ordentlich, weil man sich Mühe gegeben hat, das Szenario und das Umfeld, in dem alles spielt, authentisch und glaubwürdig zu gestalten. Somit bekommt man im Grunde genommen eine True-Crime-Story, aber durchaus in einem anderen Gewand.

Nebenbei handelt es sich nämlich auch noch um eine Art Biopic und um einen Film über eine Szene, die sich im Aufwind befand. "Mayhem" haben damals schon etwas Einzigartiges erschaffen und sind nicht zu Unrecht so berühmt-berüchtigt geworden. Åkerlund konnte sogar verbliebene Mitglieder zum Mitwirken bewegen, so dass man im fertigen Film auch ein paar Songs der Band hören kann. Allgemein ist die Musik-Auswahl sehr gut und authentisch. Da lässt es sich Åkerlund auch nicht nehmen, mal etwas länger eine Konzert-Szene zu zeigen. Aus handwerklicher Sicht hält er sich allerdings ziemlich zurück und geht gar nicht so verspielt zur Sache. Abgesehen von ein paar Albtraum-Sequenzen ist "Lords Of Chaos" sehr bodenständig gefilmt und er dokumentiert die Sache eher. Von der Inszenierung her durchaus gelungen und passend. Man darf bei "Lords Of Chaos" nun keinen Splatter im eigentlichen Sinne erwarten, aber es gibt doch ein paar Szenen, die an die Nieren gehen. Das hält sich grafisch nicht zurück und wirkt sehr schonungslos und dies sind alles Zutaten, die schon für eine Kontroverse sorgen können. Dass die wenigen gewalttätigen Momente so enorm wirken, liegt aber auch an der Stimmung, denn diese wirkt zuweilen recht trostlos. Obwohl Emotionen hier nicht viel verloren haben, bemerkt man, wie verloren manche hier doch sind und wenn daraus dann Gewalt resultiert, geht das am Zuschauer nicht unbemerkt vorbei.


Allerdings gibt es auch in diesem Punkt noch Abwechslung, denn längst nicht alles an "Lords Of Chaos" ist böse. Ab und zu gesellen sich tatsächlich mal schwarzhumorige Momente mit hinzu, die das Ganze etwas auflockern und Spaß machen. Phasenweise ist das ganz amüsant und nahezu locker, doch die finsteren Abgründe holen einen schnell wieder ein. Euronymous wird dabei als Identifikationsfigur für den Zuschauer benutzt und besitzt noch am ehesten Emotionen. Rory Culkin spielt ihn echt gut, aber Emory Cohen ist als Varg nicht minder stark. Sehr zurückhaltend, spielt er diesen Psychopath schon ziemlich authentisch.

Damit ist "Lords Of Chaos" ein ziemlich einzigartiger Film, den man so sicher nicht alle Tage zu sehen bekommt. Die wahre Geschichte alleine ist schon interessant genug und man nutzt diese für einen recht intensiven Film, der von allem ein bisschen etwas besitzt. Biopic, Musikfilm, True Crime, Komödie, Drama, fast schon Horror – daraus braut Åkerlund einen unterhaltsamen Film, der manchmal Spaß macht, aber auch ein paar erstaunlich derbe Momente besitzt, die nicht so leicht zu verdauen sind. Die Inszenierung passt und die Darsteller wirken authentisch und der Soundtrack unterstreicht das. Gelungen.

7,5/10

Von STUDIO HAMBURG erschien der Film ungeschnitten in HD im limitierten Mediabook.  

Sonntag, 9. Juni 2019

Ballon (2018)

https://www.imdb.com/title/tt7125774/

Die Familien Strelzyk und Wetzel leben in der DDR und wollen weg. Im Sommer 1979 ist es so weit: Nach zwei Jahren harter Arbeit starten Peter (Friedrich Mücke), seine Frau Doris (Karoline Schuch) und ihre beiden Kinder (Jonas Holdenrieder und Tilman Döbler) sowie das Ehepaar Günter (David Kross) und Petra (Alicia von Rittberg) mit seinen zwei Söhnen (Ben Teichmann und Christian Näthe) endlich ihren Fluchtversuch in einem selbstgebauten Heißluftballon. Doch die Flucht aus ihrer Heimat in Thüringen endet kurz vor der innerdeutschen Grenze, als der Ballon abstürzt. Die beiden Familien arbeiten fieberhaft an einem neuen Ballon, denn mittlerweile ist ihnen die Stasi auf die Schliche gekommen und beginnt mit den Ermittlungen. Noch kennt die DDR-Geheimpolizei den Absturzort nicht, doch die Schlinge zieht sich immer enger zu. Es beginnt ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit...

Michael 'Bully' Herbig sollte öfter ernste Filme machen. Mit "Ballon" liefert er einen ernsten, emotionalen und auch spannenden Thriller ab. Mit authentischer Detailverliebtheit und einer stimmungsvollen Inszenierung holt er den Zuschauer ins Jahr 1979 und lässt ihn die spektakuläre Ballonflucht hautnah miterleben. Mit seiner Verfilmung gelang ihm damit spannendes und unterhaltsames Kino, wie man es im deutschen Film mit der Lupe suchen muss. Keine Spur von den oft anzutreffenden "Tugenden" (verkopftes oder banales Dauergeschwafel, zähe Plots, stagnierende Handlung, hölzerne Inszenierung, amateurhaftes Acting usw.), sondern eine stringent umgesetzte, überzeugend gespielte Handlung, basierend auf einer wahren Geschichte, die den Zuschauer beschäftigt und keine Minute Langeweile aufkommen lässt. Der Wunsch der Flucht war in der ehemaligen DDR allgegenwärtig. Doch es wird kaum beleuchtet, warum gerade diese Familien ihre Kinder und sich selbst in solch große Gefahren bringen. Ist das wichtig? Kaum.

Denn besonders gelungen ist die Darstellung der ständigen Bedrohung durch den DDR-Spitzelstaat, wozu auch der passend gewählte Score beiträgt. Man hat das mulmige Gefühl der Angst im Magen. Man zweifelt. Ist diese Person ein Stasi-Mitarbeiter? Oder der? oder die? Man bekommt regelrecht Angst. Angst, entdeckt zu werden und kann nachfühlen, wie es den "Republikflüchtigen" ergangen sein muss. Nach einem misslungenen Versuch, bei dem der erste Ballon zurückblieb, war klar, dass die Behörden hinter den beiden Familien her waren und es nicht mehr lange dauern konnte, bis die Stasi vor der Tür steht. Um so etwas durchzuziehen, braucht man Nerven wie Drahtseile, was gut umgesetzt wurde. Auch Faux-pás und dumme Fehler, die in so einer angespannten Lage zwangsläufig geschehen, wurden hervorragend fokussiert. Herbig beleuchtet fiktiv auch die Ermittlerseite und lässt sie die Schlinge immer enger ziehen, während die beiden Familien mit Problemen beim Bau ihres Ballons zu kämpfen haben. Ein kluger Dramaturgie-Schachzug, der zum Ende hin allerdings etwas in die Überdramatisierung driftet und dafür im Ablauf stellenweise die Nachvollziehbarkeit opfert.

Leider stützt sich der Film lediglich auf die Erzählungen von Peter Strelzyk. Auf seiner Seite, ballonflucht.de, wird die komplette Geschichte vom Konstrukteur des Ballons, Günter Wetzel, selbst dargestellt - und die ist etwas anders als im Film. Nun mag hier Aussage gegen Aussage stehen, wer nun was wie wann gebaut und die Idee dazu gehabt hat - am Film ändert sich deswegen nichts. "Ballon" ist ein Stück deutscher Geschichte und ein technisches Husarenstück, geboren aus Freiheitsdrang, womit mutige und findige Bürger den Überwachungsstaat austricksten - Bully Herbig setzte ihnen ein würdiges Denkmal. Da kann man kaum anders, als den Hut zu ziehen und zu sagen: Da capo!

9,5/10

Samstag, 8. Juni 2019

[KINO] Dark Phoenix - X-Men: Dark Phoenix (2019)

https://www.imdb.com/title/tt6565702/

Etwa zehn Jahre nachdem sie es mit dem ebenso mächtigen wie machthungrigen Mutanten Apocalypse aufgenommen haben, sind die X-Men rund um Charles Xavier (James McAvoy) zu Helden geworden. Doch der damit einhergehende Ruhm steigt dem an den Rollstuhl gefesselten Telepathen zu Kopf, so dass er seine Schützlinge auf immer gefährlichere Missionen schickt. Für ihren jüngsten Auftrag schickt er Mystique (Jennifer Lawrence), Beast (Nicholas Hoult), Storm (Alexandra Shipp), Nightcrawler (Kodi Smit-McPhee) und Quicksilver (Evan Peters) ins Weltall, wo sie einige verunglückte Astronauten retten sollen. Doch dabei wird ihr Raumschiff von einer Sonneneruption getroffen, die Jean Grey (Sophie Turner) zwar absorbieren und umlenken kann. Aber durch die enorme Energie erwacht eine mysteriöse Macht in ihr: die Phoenix Force. Jeans neue Kräfte lassen sich nur schwer kontrollieren und rufen schließlich auch eine außerweltliche Gestaltwandlerin (Jessica Chastain) auf den Plan, die Jagd auf sie macht...

"Dark Phoenix", das mittlerweile vierte Installment der neuen "X-Men"-Reihe ist vor allem ein Film über Persönlichkeitswandel und Verantwortung, der seine Thematik primär auf den Schultern von Jean Grey (Sophie Turner) und Charles Xavier (James McAvoy) (und am Rande vielleicht sogar noch Erik Lehnsherr (Magneto, Michael Fassbender)) zum Tragen bringt. Die Weltenrettung aus "X-Men: Apocalypse" hat die X-Men um Kurt Wagner (Nightcrawler, Kodi Smitt-McPhee) und Peter Maximoff (Quicksilver, Evan Peters) zu Helden des Alltags gemacht. Die Mutanten werden nicht mehr verfolgt, sondern gefeiert, der Präsident schüttelt mit Charles auf offiziellen Banketten die Hand und hat einen direkten Telefonanschluss für Notfälle. Raven (Mystique, Jennifer Lawrence) ist einerseits der immer riskanter werdenden Missionen überdrüssig, die andererseits auch noch das Leben der Mutanten für die normale Bevölkerung riskieren. Charles wiederum sieht den Superhelden-Status auf Abruf seiner jungen Schüler als simpelste Form der Akzeptanz an.

Als sich im Verlauf Jean zu "Dark Phoenix" entwickelt und dabei Angriffe auf die Staatsgewalt folgen, wandelt sich dieses Bild wieder (zu) schnell ins Gegenteil. Vergessen sind auf Knall und Fall die Einsätze der X-Men, die zum Beispiel das Leben der Astronauten auf der "Endeavour" retteten. Wie genau diese Wandlung vollzogen wird, wird jedoch nicht klar, da sich vor allem die jüngeren (aber auch älteren) "X-Men"-Filme nie wirklich mit dem Thema der Diskriminierung, die dem Comic innewohnte, auseinandersetzen wollten. Das ist prinzipiell auch nicht notwendig, um das Kinopublikum zu unterhalten, doch wenn man die Thematik schon anreißt, dann muss man sie auch behandeln. In "Dark Phoenix" sieht man aber – wie, fairerweise in den Filmen zuvor auch – keine wirklichen Vertreter jener Schicht Mutanten, die im Comic als Morlocks aufgrund ihres Aussehens als soziale Außenseiter im Untergrund hausen.


Stattdessen sieht "Xavier’s School for Gifted Youngsters" aus wie ein Internat für die reiche weiße Oberschicht. Wo man es von Hank (Beast, Nicholas Hoult) gewohnt ist, dass er sich seine mutierte Form für X-Men-Aktivitäten aufhebt, befremdet es etwas, dass auch Raven hier ihr natürliches Erscheinungsbild alsbald für die blonde Schönheit von Jennifer Lawrence aufgibt. Außer Kurt hätte eigentlich niemand von ihnen sichtbare Probleme, in der Gesellschaft unterzutauchen, weshalb die Schule als Refugium und Ersatzfamilie in "Dark Phoenix" nicht recht funktionieren will. Was reichlich seltsam ist, klappt dies in den vorigen Filmen doch auch. Unklar ist zudem, wieso sich alle Figuren mit ihren Real- statt Codenamen ansprechen, mit Ausnahme der afrikanischen Ororo (Alexandra Shipp), die stets als Storm tituliert wird. Kurz und gut: man merkt quasi sofort, dass hier eben nicht mehr Bryan Singer am Ruder stand.

Mit der Genesis von "Dark Phoenix" im Weltraum und der Integration von Vuk und den D’Bari bewegt sich Regisseur Simon Kinberg zwar näher am Originalcomic, dennoch ist seine Adaption wie schon die von 2006 zu distanziert von ihren Figuren, damit sich die Geschichte entsprechend entfalten kann. Wo man damals zumindest in "X-Men" und "X2" Zeit mit Jean verbringen konnten, wurde diese nun erst in "X-Men: Apocalypse" als Nebenfigur eingeführt. Wer sie wirklich ist, welche Bedeutung die X-Men für sie haben, wird in "Dark Phoenix" praktisch nicht erklärt. Weshalb der Wandel der Figur, ihr Trauma und ihre Zweifel, kaum Eindruck beim Zuschauer hinterlassen. Um mit Jean zu leiden, müsste man erst eine Beziehung zu ihr besitzen - welche Kinberg schlicht übergeht.


Denselben Vorwurf müssen sich auch die Gegenspieler gefallen lassen. Was die D’Bari wollen, wer sie überhaupt sind und wer Jessica Chastains Figur ist, wird in einer kurzen Szene buchstäblich im Vorbeigehen erwähnt. Die Motive der Aliens bleiben aber unklar, da sie einerseits Opfer der "Phoenix Force" (jene Kraft, die Jeans Wandlung auslöst) sind, diese aber andererseits für sich nutzen wollen. Grundsätzlich schleppen sie ihr eigenes Trauma mit sich herum, aufgrund ihrer Handlungen sind sie aber einfach nur die Bösen. Es verwundert daher nicht, dass sie abseits von Jessica Chastain allesamt austauschbar sind und nur als Futter für Kampfszenen gegen die X-Men-Gruppe im Verlauf des dritten und finalen Aktes dienen.

Das Problem von "X-Men: The Last Stand" und "Dark Phoenix" ist damit weniger die "Dark Phoenix"-Saga, sondern die überhastete Herangehensweise an diese. Nur wenn Jean als Figur etabliert ist, genauso ihre Beziehung zu den übrigen X-Men, kann das Publikum die Tragik ihres Schicksals so ergreifen, wie sie es sollte. Stattdessen wendet sich beispielsweise Ororo nach einem dramatischen Vorfall augenblicklich von einer Figur ab, mit der sie die letzten neun Jahre verbracht hat. Wenn dies schon ihr so leicht fällt, warum sollte es dem Zuschauer, der diese Jean nur aus einem Film kennt, schwerer fallen? Ähnlich verhält es sich dann, wenn Erik einige seiner Mitstreiter mit auf seine Mission nimmt, diese aber nicht einmal bei ihren Namen/Codenamen genannt werden.


Wo die Ausarbeitung der Figuren scheitert, macht es die Action nur wenig besser. Die Weltraum-Mission zu Beginn ist eher Mittel zum Zweck, die übrigen Set-Pieces beschränken sich zwar darauf, nicht ins episch Weltzerstörerische abzudriften wie zuletzt in "X-Men: Apocalypse", wissen in ihrer Zentrierung aber auch keine rechte Wucht zu entfalten. Unklar bleibt dabei stets die inkonsistente Darstellung der jeweiligen Mutantenkräfte: behauptet Kurt/Nightcrawler im einen Moment, er müsse sehen, wo er hinteleportiert, gelingt ihm dies später aber auch so. Ähnlich Erik, der im zweite Aktes merklich Mühe hat, einen U-Bahn-Zug durch die Straßendecke an die Oberfläche zu befördern, im Finale aber einen ganzen Zugwaggon problemlos wie ein Stück Papier zerknüllt. Das nervt und wirkt wenig konsistent.

Wusste "X-Men: Apocalypse" immerhin mit Fanservice zu gefallen und zu unterhalten, will bei "Dark Phoenix" nicht einmal das gelingen. Vielleicht wäre hier eine Integration von Lilandra und den Shi’ar besser gewesen als von Vuk und den D’Bari. Aber auch die Tatsache, dass "Dark Phoenix" nach "X-Men" sowie "X-Men: The Last Stand" mit unter zwei Stunden die kürzeste Laufzeit hat, ist bei der Etablierung der Prämisse, Zusammenhänge und Ausmaße nicht allzu dienlich, da die Geschichte noch weniger Raum zur Entfaltung erhält als dies bereits der Fall ist. Sophie Turner wirkt sichtlich bemüht, ihrer eindimensionalen Figur soweit es geht etwas Dreidimensionalität zu verleihen, was sich von Jessica Chastain wiederum nicht sagen lässt.


Am einprägsamsten ist da noch Hans Zimmers musikalische Untermalung sowie ein minimal stärkerer Fokus auf Kurt/Nightcrawler, der an die Eröffnungsszene von "X2" erinnern darf. Sowohl Jennifer Lawrence als auch Evan Peters rücken leider nach dem ersten Akt in den Hintergrund und hinterlassen eine Lücke, die von Eriks Handlangern nicht gefüllt werden kann. So ist "Dark Phoenix" am Ende wie schon "X-Men: The Last Stand" ein reichlich enttäuschender Abschluss. Es mag das einzig Gute an der Fox-Übernahme durch Disney sein, dass sich das nächste Reboot der Mutanten-Truppe, wenn es um die "Dark Phoenix"-Saga geht, wohl die nötige Zeit nehmen dürfte.

6,5/10