Mittwoch, 10. Oktober 2018

Trespass - Trespass: Auf Leben und Tod (2011)

https://www.imdb.com/title/tt1674784/

Als die maskierten Männer in ihr Haus stürmen und Kyle Miller brutal niederschlagen, ist seine Frau Sarah zunächst wie erstarrt vor Entsetzen. Doch je mehr sich die beängstigende Situation zuspitzt, weil der Diamantenhändler den Safe nicht öffnen will, desto sicherer wird sich Sarah, dass sie einen der Maskierten kennt. Da war doch dieser junge attraktive Handwerker, der ein ganz eindeutiges Interesse an ihr hatte ... Und sie an ihm! So unauffällig wie möglich versucht sie, mit dem Mann Kontakt aufzunehmen. Ein hochriskanter Weg, denn wenn seine Komplizen bemerken, dass sie weiß, wer hinter der Maske steckt, wäre das nicht nur ihr eigenes sicheres Todesurteil ...

Namen die ja doch ein wenig Hoffnung ins Endprodukt rechtfertigen: Nicolas Cage in der Hauptrolle, Nicole Kidman als seine Frau und auf dem Regiestuhl Joel Schumacher der durchaus einige große Blockbuster abgeliefert hat. Kidman liefert ja durchaus noch gute Auftritte ab, während die beiden genannten Herren nicht mehr allzu präsent sind - woran dieser Film zwar sicherlich nicht schuld ist, aber auch nichts entscheidend an der Sachlage geändert haben dürfte. Ein kleiner, mit überschaubarem Budget abgedrehter Psychothriller, lokal begrenzt auf einen Schauplatz und dem einzigen originellen Nebenpart dass einer der Gangster eine Psychose besitzt und öfter mal Dinge aus dem Zusammenhang heraus falsch auffasst oder umsetzt. Das ist nicht gerade neu und nur bedingt spannend. Da ist der ein Jahr zuvor gedrehte "Kidnapped" mit selber Thematik der weitaus spannenderer Thriller und wenn man es nicht besser wüsste, man könnte meinen, dass Schumacher hier einfach wild abgekupfert hat. In Anbetracht der relativen Unbekanntheit des zuvor genannten spanischen Krachers wäre es aber noch nicht einmal verwunderlich.

Kurzum: wenn man weiß worauf man sich einlässt, kriegt man austauschbaren Thriller knapp über TV-Niveau; wer bei den namhaften Darstellern einen richtig guten Film erhofft hat leider schlichtweg Pech. "Trespass" ist ein nahezu überraschungsfreies Home-Invasion-Szenario mit populären Mitwirkenden, aber kaum nennenswertem Resultat. Schade.

5/10