Freitag, 6. Juli 2018

Death Wish V: The Face Of Death - Death Wish V (1994)

https://www.imdb.com/title/tt0109578/

Paul Kersey (Charles Bronson) hat seiner früheren Tätigkeit als Rachengel abgeschworen und lebt nun als Paul Stewart in einem Zeugenschutzprogramm. Zudem arbeitet der ehemalige Architekt mittlerweile als renommierter Professor für Architektur an der Universität und lebt mit seiner jungen Lebensgefährtin, der Modedesignerin und Ex-Model Olivia Regent (Lesley-Anne Down), und deren Tochter Chelsea (Erica Lancaster) zusammen. Das traute Glück und die geplante Hochzeit des Paares werden jedoch von Olivias tyrannischem Ex-Ehemann, dem Gangsterboss Tommy O’Shea (Michael Parks), überschattet. Er drängt sich immer mehr in ihr Leben und fordert sogar das Sorgerecht für die gemeinsame Tochter. Als Kersey seine Freundin endlich überzeugt hat, vor Gericht gegen ihren verbrecherischen Ex auszusagen, setzt O’Shea, der durch den Polizisten Hector Vasquez (Miguel Sandoval) informiert wurde, einen Schläger auf Olivia an. Das Ex-Model wird bei diesem Anschlag misshandelt und dauerhaft entstellt. Zunächst setzt Kersey auf den Rechtsstaat, doch als immer mehr Zeugen sterben und auch Olivia Opfer von Killern wird, verliert er alles Vertrauen. Als auch noch Chelsea zu ihrem kriminellen Vater ziehen muss, erwacht der Racheengel in Kersey von Neuem zum Leben.

"Death Wish V" beendet die Reihe um den zum Racheengel gewordenen Paul Kersey (Charles Bronson) auf einem annehmbaren Niveau. Zwar weit weg von den Cannon-Produktionen ("Death Wish III: Der Rächer von New York" und "Death Wish 4: Das Weiße im Auge"), weit weg auch von den großartigen ersten Teilen, unterwirft sich Bronson der Regie von Damian Lee und spielt sich gewohnt stoisch, aber auch sichtlich gelangweilt durch einen Reißbrett-Racheplot, der von Lee nicht nur schlecht, sondern auch mit einem deutlichen Hang zum Sadismus inszeniert wird. Zumindest ist dieser Teil nicht sehr viel schlechter als die vorherigen und das ist auf jeden Fall noch über dem Durchschnitt. Die Handlung wirkt geradliniger und somit auch unkomplizierter. Bronson selbst sieht man noch immer gerne und die Inszenierung geht soweit auch in Ordnung. Das ist kurzweilige Unterhaltung, die ihre Highlights sicherlich in den Todesarten besitzt. Natürlich ist das anspruchslos, besitzt kaum eine Figurenzeichnung und mag auch etwas billiger erscheinen, doch Fans der Reihe werden damit dennoch etwas anzufangen wissen. Kurzum: ein paar nette Kills und den Bronson Bonus gibt es noch, mehr hat dieses DTV Sequel leider nicht zu bieten. Es erreicht weder die inszenatorische Klasse der ersten beiden Teile, noch die herrlich überdrehte Comicgewalt der Cannon Sequels 3 und 4. Brutales Mittelmaß.

5/10

Von NSM im Mediabook erschienen. Limitiert auf 888 Stück und erstmals in HD.