Montag, 11. September 2017

Ninja Assassin (2009)

http://www.imdb.com/title/tt1186367/

Raizo (Rain) ist einer der gefährlichsten Auftragskiller der Welt - seit ihn der Ozuno-Clan als Kind aus der Gosse geholt und zu einer perfekten Tötungsmaschine ausgebildet hat. Aber als die Geheimorganisation, die viele bloß für einen Mythos halten, seine Freundin brutal hinrichtet, bricht Raizo mit dem Clan - und verschwindet. Nun bereitet er seine gnadenlose Rache vor und wartet. Währenddessen stößt Europol-Agentin Mika Coretti in Berlin auf dunkle Geldgeschäfte, die eine mysteriöse Killerbande aus dem Fernen Osten mit politischen Morden in Verbindung bringt. Obwohl es ihr Vorgesetzter Ryan Maslow ausdrücklich untersagt, schnüfflt sie in streng geheimen Unterlagen herum, um die Wahrheit herauszufinden. Doch durch die Ermittlungen gerät sie plötzlich selbst ins Visier des Ozuno-Clans. Er schickt sein Killerteam, angeführt von dem brutalen Takeshi, um Mika Coretti für immer zum Schweigen zu bringen. Raizo gelingt es zwar, sie zu retten, doch er weiß: Der Clan wird nicht eher ruhen, bis sie beide ausgelöscht sind. Sie geraten mitten in Berlin in ein tödliches Katz- und Mausspiel. Jetzt kommt es für Raizo und Mika darauf an, einander zu vertrauen und zusammenzuhalten, wenn sie überleben und den Ozuno-Clan zur Strecke bringen wollen...

Eins vorweg: man sollte bei einem Titel wie "Ninja Assassin" keinen Actionthriller mit spannenden Intrigen auf internationaler Ebene rechnen, sonder eher mit Ninjas, die irgendwelche Leute niederstrecken. Und genau das bekommt man zusammen dem üblichen cineastischem Aufbau: das Training der Jungen, die diszipliniert und in höchster Perfektion ausgebildet werden, um schließlich einen Hauptdarsteller zu bekommen, der durch seine Ausbildung ein Übermensch geworden ist und sich immer wieder an Szenen aus seiner Vergangenheit erinnern kann, um in einer aussichtslosen Situation, eine, seiner Herkunft gerechten Aktionen zu bringen, um schließlich den Kampf gegen einen weiteren, aber viel böseren Übermenschen zu gewinnen. Dazu bekommt man noch eine austauschbare Liebesgeschichte, die einen mäßig bis gar nicht mitnimmt. In diesen Punkten macht "Ninja Assassin" also nichts neu.

Deswegen bleibt "Ninja Assassin" nur noch die Action um zu punkten. Diese ist konsequent mit CGI Blut, welches noch nie schlechter ausgesehen hat, und Albernheiten überladen, was dem Film kurioserweise unterhaltsam macht. Der Protagonist wird mit (gefühlt) 20 Shuriken durchlöchert, um danach von einem Hochaus zu fallen und das ganze zu überleben. Oder mit einem Katana einmal quer durch den Bauchbereich geschnitten, um hinterher eine kümmerliche Schnittwunde davon zu tragen. Solche Szenen sind bei "Ninja Assassin" keine Seltenheit und quasi andauernd wird Raizo zerfleischt, nur um danach die nächsten 20 Ninja zu zerschlagen, als wären das nur irgendwelche Stümper und hätten keine ähnliche Ausbildung durchgemacht. Der Film ist daher durchweg unspannend und die Schauspielerei aller Beteiligten macht es nicht besser.  Als wäre das nicht genug, übertreiben es die Macher ab einem gewissen Punkt mit der Unlogik und dem ganzen CGI-Splatter, dass man öfter, zum eigenen Erstaunen, laut loslachen muss, nur um im nächsten Moment wieder den Kopf zu schütteln. Dieser (in gewissen Szenen an "Mortal Kombat" erinnernder Verschnitt macht irgendwo doch noch Laune, ist nicht zu lang oder zu kurz und bietet für einen Hirn-raus/Action-rein-Abend durchaus ganz gute Unterhaltung.

5,5/10