Dienstag, 29. August 2017

[KINO] Terminator 2: Judgment Day - Terminator 2: Tag der Abrechnung 3D (1991)

http://www.imdb.com/title/tt0103064/

Zehn Jahre sind vergangen, seit Sarah Connor (Linda Hamilton) den ersten Terminator zerstörte. Die Ereignisse haben Spuren hinterlassen, und die Paranoide Kämpferin muss in einer psychiatrischen Klinik ausharren, während ihr John Connor (Edward Furlong) bei einer Pflegefamilie untergebracht ist. Da John Connor nach dem Krieg gegen die Maschinen die Widerstandsbewegung gegen die künstliche Intelligenz ‘Skynet’ anführen wird, Schickt diese das neue Terminator-Modell T-1000 (Robert Patrick) in unsere Gegenwart, um ihn schon als teenager ermorden zu lassen. Die menschliche Widerstandsarmee hingegen entsendet ein umprogrammiertes Terminatormodell T-800 (Arnold Schwarzenegger) um John Connor zu beschützen und den Plan von Skynet zu vereiteln. John und Sarah Connor müssen bald erkennen, dass ihr einstiger Todfeind der einzige ist, der ihr Leben retten kann. Gemeinsam beschließen sie, die Zukunft neu zu schreiben.

"Am 29. August 1997 endeten 3 Milliarden Leben. Die Überlebenden des nuklearen Feuers nannten den Krieg den Tag des jüngsten Gerichts. Sie überlebten nur um sich einen neuen Alptraum gegenüber zu sehen. Den Krieg gegen die Maschinen..."

Der 29. August 2017 - 20 Jahre nach dem "Judgment Day", der in dem wohl ikonischsten aller Actionfilme "Terminator 2: Judgment Day" verhindert wurde - bringt als einmaliges Event den Film in 3D noch einmal auf die Leinwände der Nation. Nun mag man sich fragen, ob eine 3D-Konvertierung den Film tatsächlich besser macht. In erster Linie jedoch ist es schön, gerade diesen Film (vielleicht sogar erneut) auf der großen Leinwand zu sehen. Zum Film selbst gibt es kaum was zu sagen - fast jeder kennt ihn, fast jeder hat ihn schon einmal gesehen. Und nicht umsonst wird "Terminator2: Judgment Day" als einer der besten Actionfilme aller Zeiten behandelt, denn was 1991 auf die Leimwände kam, war ein herrliches brachiales Effektgewitter, welches zu dem Zeitpunkt in dieser Art und Weise so eigentlich noch gar nicht vorstellbar gewesen wäre. Stan Winston zeichnete verantwortlich für die vielen non-digitalen Effekte (Make-up des T-800) und erhielt dafür nicht umsonst 1992 den Oscar für "bestes Make-up". Ebenso waren die digitalen Efekte ihrer Zeit voraus, so etwa die verschiedenen Verwandlungen/Transformationen des T-1000.

Die Ernüchterung - und das muss sich der Film nun mal gefallen lassen - folgt auf dem Fuße. Nicht nur, dass die 3D-Fassung nicht in der "Extended Special Edition", welche viele sinnvolle zusätzliche Szenen beinhaltet, gezeigt wurde, auch die 3D-Konvertierung macht sich nur wenig bemerkbar und nutzen die Szenerie kaum aus. Vor allem zu Beginn hat man eine grandiose Tiefenschärfe, die auf viel hoffen lässt, dieser Eindruck lässt aber im Laufe des Films mehr und mehr nach. Gerade bei einer digitalen Nachbearbeitung hätte man doch erwarten können, dass das 3D besser (aus-)genutzt wird. Zudem wurde das Bild vielleicht durch eine neue Abtastung digital verbessert was Schärfe und Farbgebung betrifft, was aber in jedem Fall verschlimmert wurde ist die Filmkörnung, denn diese ist so gut wie gar nicht mehr vorhanden. Dieser Umstand gibt dem Film einen recht glattgebügelten Look und das sichtbar eingesetzte DNR ("Digital Noise Reduction") trüben den Eindruck einer wirklichen Restauration. Auch der Ton ist geblieben wie er war - er ist immer noch etwas schwachbrüstig für 2017er Verhältnisse und die alten Synchronfehler wurden ebenso nicht behoben. Es fehlt einfach der richtige Wumms und das Gefühl des "mittendrin statt nur dabei".

Kurz und gut: man hat vielleicht Geld in die Restauration des Streifens gesteckt, aber letztlich wurde hier wieder nur "auf Kante genäht" und nur das Nötigste gemacht, um mit "Terminator 2: Judgment Day" noch einmal die Kassen klingeln zu lassen. Dem Film selbst nutzt oder schadet dies in keinster Weise, lediglich der Fan, der auf eine ultimative Version in Bild und Ton gehofft hatte, geht erneut leer aus.

8,5/10