Samstag, 12. August 2017

Friday The 13th: A New Beginning - Freitag, der 13. Teil V: Ein neuer Anfang (1985)


Jason wurde endgültig bezwungen! Tommy (John Shepherd), dem dieses kleine Wunder gelang, leidet seitdem unter schrecklichen Psychosen und begibt sich in ärztliche Betreuung. Doch schon nach kurzer Zeit werden die ersten Mordopfer in der Nähe der Klinik gefunden. In einem kleinen Landhaus hat sich eine Gruppe von Jugendlichen eingefunden. Darunter Betreuerin Pam (Melanie Kinnaman), der kleine Reggie (Shavar Ross), die süße Robin (Juliette Cummins) und der aggressive Vinnie (Anthony Barrile), der beim Holzhacken total ausrastet und seinen Mitbewohner Joey (Dominick Brascia) mit seinem Beil erschlägt. Als dann auch noch nachts ein Maskierter sein Unwesen treibt und einen nach dem anderen ermordet, befürchten alle Beteiligten, dass Jason wohl doch noch nicht tot ist und weiter auf Rache sinnt...

Da Jason am Anfang des letzten Teils ja bereits als praktisch unkaputtbar und fern jeder Leichenstarre erlebt wurde, brauchte es eigentlich keiner großen Erklärungen, den Kultkiller aus der Kiste zu zaubern. Trotzdem gingen die Macher hier einen etwas anderen Weg, der diesem Teil einen zweifelhaften Ruf bescherte. Hardcore-Jason-Jünger sehen in ihm ein rotes Tuch, versuchte er doch der Reihe einen anderen Anstrich zu geben. Wie der aussieht, mag an dieser Stelle nicht verraten werden. Es soll ja immer noch Leuten geben, die das nicht wissen. Genau genommen offenbart "A New Beginning" bis zum Schluss nicht, ob Jason wirklich von den Toten auferstanden ist, oder nur jemand in seine übergroßen Fußstapfen tritt. Wie in den beiden ersten Filmen wird der Killer nie direkt gezeigt, mal hier die Füße, da ein Arm, sonst lässt er seine Taten für sich sprechen. Erst am Ende gibt es die Antwort.
   
So fragwürdig diesen Vorgehen für Fans der Reihe sein mag, zumindest ist Teil 5 niemals langweilig. Die rein handwerkliche Inszenierung ist sogar besser als die von Joseph Zito in "Freitag, der 13: Das letzte Kapitel". Der Film versucht sich zwar nicht mehr an düsterem Spannungsaufbau, das hat bei Zito aber so richtig ja auch nicht funktioniert. Hier ist es oft taghell, dafür schleppt sich dieser Teil nicht so lange dahin. Die Darsteller sind etwas besser, der Humor wieder etwas freiwilliger, es erinnert mehr an Teil 3 als Teil 4. Der Bodycount ist recht hoch, es gibt kaum eine Durststrecke, in der nicht irgendjemand böse ins Gras beissen muss. Dadurch ist das Tempo stimmiger als beim direkten Vorgänger, bei dem es durchaus kräftige Durchhänger gab. So viel und durchaus deftig hier zum Teil gestorben wird, etwas mehr Kreativität wäre schön gewesen. Bis auf wenige Ausnahmen gibt es die Machete in Magen und durch die Kehle, gemessen an dem hohen Leichenberg hätte es abwechslungsreicher sein können.

5/10

Von Eightyfour Entertainment kommt der Film auch im wattierten und limitierten Mediabook als 3-Disc Special Edition. Komplett ungeschnitten und in HD.