Sonntag, 27. August 2017

3 Days To Kill (2014)

http://www.imdb.com/title/tt2172934/

Secret-Service-Agent Ethan Runner (Kevin Costner) ist sehr gut in seinem Job, aber nicht mehr der Jüngste. Als er dann auch noch erfährt, dass er eine tödliche Krankheit hat, will er die die kurze verbleibende Zeit seiner Tochter Zooey (Hailee Steinfeld) widmen. Runners Ex-Frau Christine (Connie Nielsen) findet, dass Ethan seine Vaterpflichten lange genug vernachlässigt hat und übergibt Zooey in die Obhut ihres Vaters. Dann taucht plötzlich eine Agentin namens Vivi Delay (Amber Heard) auf und bietet Ethan einen Deal an: Wenn es ihm binnen drei Tagen gelingt, den Waffenhändler „Der Wolf“ (Richard Sammel) zu töten, einen der meistgesuchten Terroristen der Welt, erhält er ein Mittel, das sein Leben verlängern könnte. Ein heikles Geschäft, da die Wirksamkeit des Heilmittels nicht bewiesen ist und Ethan gerade jetzt seine Tochter bei sich hat, die er nicht erneut enttäuschen will...

"3 Days To Kill" öffnet mit einer furiosen Actionsequenz, in der die Bösewichte toll überzeichnet sind, der "Held" supercool und der Bodycount auf eine unaufdringliche Weise hoch ist. Ja, man freut sich so richtig auf die kommenden 90min mit Mr. Ethan Renner, gespielt von Kevin Costner und in Erwartung eines "Taken" oder vergleichbarem Action-Thriller. Leider hält der Film das Tempo nicht konstant auf diesem Level. Im Gegenteil. Er sackt bis zur Hälfte sogar bis zum unerwartet und deswegen ödem Familiendrama, in welchem der Vater wieder Kontakt zu seiner Tochter knöpfen möchtedurch. Nebenbei muss er einen Auftrag für Vivi (Amber Heard, als Eye Catcher sehr gut, in Ihrer Rolle aber wirkungslos) und sich noch mit einer Migrantenfamilie in seiner Wohnung herumschlagen.

Leider sind alle 3 Geschichten mehr oder weniger äußerst unglaubwürdig aufgebaut und man hat das Gefühl dass man hier einfach einige Zutaten (Action, Familie, soziales Thema) in einen Topf werfen wollte und mit der Kevin Costner-Kelle einfach mal umgerührt wird. So funktioniert das Ganze dann eben nicht wie gewünscht, und es ergeben sich zwar witzige oder emotionale Situationen, die für den Handlungsverlauf der Geschichte aber völlig bedeutungslos sind. Daher kann man durchaus dem verschenkten Potential, welches man mit dem Cast und der Geschichte gehabt hätte, hinterher trauern. Am Ende fühlt man sich ich zwar irgendwie auch unterhalten, nur wirkte "3 Days To Kill" zu wenig ausgearbeitet und an vielen Stellen belanglos. Es gibt aber auch durchaus genialen Momente und wenn es mehr davon gehabt hätte, die Story etwas glaubhafter wäre und einige ungeschickte Logiklöcher nicht wären, hätte es wohl ein echter Kracher auf den Screen geschafft. So kratzen Luc Besson, der für das Screenplay verantwortlich war, und Regisseur McG leider nur an der Oberfläche des Möglichen, aber wenigstens ab und zu auf recht coole Art und Weise.

5,5/10