Freitag, 28. Juli 2017

Journey To The Center Of The Earth - Die Reise zum Mittelpunkt der Erde (2008)

http://www.imdb.com/title/tt0373051/

Trevor Anderson (Brendan Fraser) ist Vulkanologe und soll für einige Tage auf seinen 13-jahrigen Neffen Sean (Josh Hutcherson) aufpassen. Nichts leichter als das - wären da bloß nicht einige geheime Aufzeichnungen von Trevors Bruder (Jean Michel Paré). Sie deuten darauf hin, dass die Werke von Jules Vernes auf Tatsachen beruhen. Trevor und Sean machen sich auf den Weg nach Island, wo Professor Lidenbrock, der Held des Romans, leben soll. Doch der ist längst verstorben. Stattdessen treffen Trevor und sein Neffe auf Lidenbrocks Tochter Hannah (Anita Briem), die das Duo als erfahrene Bergführerin zu einem Vulkankegel geleitet. Dort zwingt ein elektromagnetischer Sturm die Gruppe, Unterschlupf zu suchen. Dabei werden die drei verschüttet und von der Außenwelt abgeschnitten. Es bleibt nur die Flucht durch stillgelegte Minengänge, immer tiefer ins Erdinnere hinab...

Brendan Fraser blieb seinem Erfolgsgenre Fantasy-Abenteuer-Action treu und produzierte direkt nach dem letzten, vergleichsweise schwachen Teil der "Mumie" seine entrückte Version dieses Jules Verne-Klassikers, natürlich mit sich selbst in der Hauptrolle. Das Ergebnis ist leidernicht berauschend, trotz des beachtlichen Budgets von 45 Mio.$. und wirkt sogar etwas bieder, phasenweise beinahe schon hölzern, wozu auch die teils billig wirkenden Effekte beitragen (vor allem beim Stürzen/Fallen, Monstern, etc.). Allerdings ist die Story ansprechend und hat über das Acting einen gewissen Charme, was wiederum überzeugt - man darf diesen Film eben nicht allzu ernst nehmen. Eindeutig hervor sticht auch der Score von Andrew Lockington, doch er kann den Streifen nicht auf ein höheres Level wuchten, obwohl er eindeutig besser ist als die Bilder. "Journey To The Center Of The Earth" ist endeutig ein reiner Kinderfilm vom Regisseur Eric Brevig. Vergleichbar mit einem Besuch in Disneyland, wo man mal eben eine rasante 3D-Fahrt vor einer Leinwand im wackelnden Sessel macht. In diesem Punkt erfüllt er seinen Zweck. Als Erwachsener aber beinahe unerträglich anzuschauen, etwa wenn es in rasanter Fahrt durch die Mine geht wie einst bei Spielberg, aber hier einfach nur billig getrickst aussieht, und sich die Darsteller in der todeslastigen Schussfahrt auch noch fröhlich-lakonische Kommentare zuwerfen. Mit Jules Verne hat das nichts mehr zu tun. Leider.

4/10