Montag, 31. Juli 2017

Death Wish 3 - Death Wish III: Der Rächer von New York (1985)

http://www.imdb.com/title/tt0089003/

Paul Kersey (Charles Bronson) kehrt in seine Heimat New York zurück, um dort seinen alten Freund und Kriegs-Veteranen Charley zu besuchen. Doch direkt bevor Paul an dessen Haus ankommt, wird Charley von einer Gang überfallen und stirbt schließlich in den Armen seines Freundes. Kurz darauf wird Paul von der Polizei als mutmaßlicher Mörder verhaftet. Im Gefängnis trifft er auf Gangchef Fraker (Gavan O'Herlihy) und Charleys Nachbarn Bennett (Martin Balsam), der ihm davon erzählt, dass sich das Viertel zunehmend in einen Slum verwandelt. Eine Bande von Schlägern unter der Führung Frakers beraubt die alten Bewohner und ermordet sie. Das kann Racheengel Paul natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Durch die Hilfe der Pflichtverteidigerin Davis (Deborah Raffin) wird er aus dem Gefängnis entlassen und der leitende Beamte Shriker (Ed Lauter) bietet ihm an, als Spitzel für die Polizei zu arbeiten. Wieder in Freiheit, begibt sich Paul auf Verbrecherjagt – die schließlich in einer wahren Schlacht endet...

Los Angeles hat er aufgeräumt, in New York City, aus dem Paul Kersey einst verbannt wurde, tummelt sich der punkige Abschaum allerdings immer noch auf den verkommenen Straßen. Gut, dass Kersey eh gerade zurück in die Weltstadt reisen wollte, um einen alten Kumpanen zu besuchen, der – wie passend! – genau zu seiner Ankunft einer berüchtigten Bande zum Opfer gefallen ist: "Death Wish III: Der Rächer von New York" bittet erneut zur Großwildjagd. Und so macht sich Charles Bronson auf, die irren Vandalen, die den Senioren in Brooklyn den Schlaf rauben, aus den Schuhen zu blasen und erklärt den Bezirk zum Kriegsgebiet. Dabei ist der dritte Ableger der Reihe nicht minder bekloppt und reaktionär wie "Der Mann ohne Gnade", allerdings hat Michael Winner aus den Fehlern des Vorgängers gelernt und inszeniert den dritten Teil des "Ein Mann sieht rot"-Franchise als richtig launige r Exploitationsbrei, der sich so dermaßen auf ihr trashiges Over-the-Top-Prinzip beruft, dass es schon äußerst schwer fällt, diesem orgiastischen Bleigewitter wirklich mit Hass zu begegnen. "Death Wish III" ist vom Anspruch her ein miserabler Film geworden, aber vom Unterhaltungswerk her funktioniert er super. Die Story ist noch unglaubwürdiger, die Figurenzeichnung noch überspitzter und politisch korrekt ist das alles auf gar keinen Fall. Das macht gerade so viel Spaß, weil es so herrlich unkompliziert ist, bösen Humor besitzt, einen guten Charles Bronson zeigt und überraschend viel Action im Finale hat. Somit bekommt man hier brutale, reißerische Action zu sehen, die nur den Selbstzweck verfolgt, dabei aber gut gemacht wurde und einfach amüsiert.

6,5/10

Von NSM im Mediabook erschienen. Limitiert auf 888 Stück und erstmals in HD.