Mittwoch, 21. Juni 2017

Austin Powers in Goldmember - Austin Powers in Goldständer (2002)

http://www.imdb.com/title/tt0295178/

Dr. Evil (Mike Myers) und seinem Komplizen Mini-Me (Mike Myers) gelingt es, aus dem Gefängnis zu fliehen. Das ruft den "Swinging International Man of Mystery" auf den Plan. Als Austin Powers (Mike Myers) tritt er in Aktion, um seine beiden Widersacher wieder hinter Gitter zu wissen. Aber der schrille Agent hat es nicht nur mit Dr. Evil zu tun. Denn sein Vater Nigel Powers (Michael Caine), ein altgedienter Agent, wurde von dem holländischen Bösewicht Goldständer (Mike Myers) entführt. Der unberechenbare Schurke plant eine Teufelei, die den Fortbestand des Planeten gefährdet. Sowohl die Sorge um die Erde als auch die persönliche Schmach, dass sich Goldständer an der Familie Austin Powers' vergreifen konnte, will der Agent nicht ungesühnt lassen. Passenderweise arbeiten Goldständer und Dr. Evil zusammen, so dass Austin Powers mit einem Kampf gleich zwei Gegner in die Schranken weisen kann.

Die ersten beiden Austin Powers-Teile waren durchaus sehr sehenswerte Agenten-Parodien, auch wenn der zweite Teil bereits sehr schamlos daher kam und mit viel Fäkalhumor um sich schmiss, was dem Erfolg jedoch keinen Abbruch tat - im Gegenteil. Kein Wunder also, dass sich der dritte Teil "Austin Powers in Goldständer" dem Prinzip Malen nach Zahlen verschrieben hat und das Erfolgsrezept der beiden Vorgänger mehr oder weniger einfach nur kopiert. Entsprechend werden die meisten Gags lediglich recycelt und sind dem Zuschauer bereits bekannt. Das wäre jedoch nur halb so schlimm, wenn die Figuren wenigstens mit Herz bei der Sache wären. Sind sie allerdings nicht. Stattdessen werden die Jokes völlig routiniert, größtenteils sogar lustlos von den Darstellern präsentiert. Immerhin erwies es sich als ein guter Kniff, "Mini-Me" ein wenig mehr Leinwandzeit zu geben. Dieser hat nämlich sichtlich Spaß bei der Arbeit und sorgt für nennenswerten Lacher. Die anderen Nebenfiguren bleiben hingegen fast komplett blass, sogar Michael Caine.

Insgesamt fehlte einfach spürbar der Charme, den beide Vorgänger noch aufwiesen. Genauso wie Einfallsreichtum und Kreativität, obwohl doch einige Gags gut zünden. Dabei fing der Film mit seiner genialen Anfangssequenz wirklich famos an. Tom Cruise als Austin Powers und Kevin Spacey als Dr. Evil sind nicht nur zum Brüllen komisch, sondern auch eine geniale Idee. Es ist das absolute Glanzstück des Films und man fragt sich, warum dieses Konzept nicht im weiteren Verlauf eine Rolle spielt. Schade, denn damit bleibt der Abschluss der Trilogie auch der schwächste Teil der Reihe.

6,5/10