Montag, 3. April 2017

Ali G Indahouse - Ali G In Da House (2002)

http://www.imdb.com/title/tt0284837/

Der englische Möchtegern-Rapper Ali G (Sascha Baron Cohen) wird ohne sein Wissen zum Haupt-Akteur eines politischen Komplotts, das die Regierung des britischen Empires stürzen soll. Der sinistre Finanzminister David Carlton (Charles Dance) macht sich die schwierige soziale Lage des in armen Verhältnissen lebenden Ali Gs zunutze, um ihn für seinen Pläne einzuspannen. Ali G soll in seinem Stadtteil als Kandidat der Regierungspartei für das Unterhaus antreten. Carlton will aber nicht, dass Ali G gewinnt, sondern er soll verlieren, um den amtierenden Premierminister (Michael Gambon) unmöglich zu machen. Darauf, so Carltons Plan, könne er den Premierminister beerben. Doch Ali G gelingt es, das Volk auf seine Seite zu ziehen: als Stimme der Jugend und der Nation verhilft er der Regierung zu neuen, unerwarteten Ehren. Das will Carlton aber nicht hinnehmen und plant schon die nächste Intrige.

Bei all den Figuren die Sacha Baron Cohen so über die Jahre erst ins TV und dann auf die Leinwand brachte muss man schon sehr differenzieren. Wie schon so oft erwähnt... Sacha Baron Cohen kann man entweder nur lieben oder hassen - etwas dazwischen gibt es nicht. Ali G ist sozusagen Cohens "erstes Kind", sein Seriencharakter, mit dem er schon früh große Erfolge feierte und international auch wegen der geringen Sprachbarriere erfolgreich.

Ali G war zu seiner Zeit schon irgendwie cool, weil er mit Anglohumor oft in den Staaten unterwegs war, um sich als "Trottel" das Gesetzesleben und anderer pubertierenden Themen anzunehmen. Sicherlich mit guten Episoden und weniger inspirierenden, doch die Zeit über mit Abnutzungserscheinungen. Der dazu passende Kinofilm stellt daher nicht etwa ein Highlight der besten Sketche dar, sondern vergrössert einfach die Publikumsbühne. Der Humor im Film ist typisch Kategorie, so blöd das es auch blöd ist, aber hin und wieder doch sitzende Partien gibt, denn so ganz ohne Schmunzler kommt man eben nicht aus. Platte Witze und Humor, die gerade durch die Castergänzung doch ganz witzig sind, oder die eben jene dargestellte Situation es auch ist. Und apropos Cast - der kann sich echt sehen lassen. Ein zu dieser Zeit noch unbekannterer Martin Freeman, eine absolut heisse Rhona Mitra und ein Charles Dance, der einen absolut genialen Job macht.


Die Handlung kann man hier noch als die "Vernünftigste" sehen, da hier sowohl Humor als auch Story an sich  harmonieren. Innen- wie außenpolitische Themen werden verwendet, die mit dem schon erwähnten Schwachsinnshumor auf ärgste übertrieben werden. Aber Cohen wäre nicht Cohen, gäbe es nicht unzählige Flachwitze und sexuelle Anspielungen. Diese werden vor allem gegen Ende dann leider zu oft wiederholt, dennoch hat der Film Hand und Fuß, obgleich inhaltlich eher flau. Ghettohumor, auch zotig zwischendurch, aber hin und wieder doch recht witzig.

6,5/10