Montag, 16. Januar 2017

Wild Wild West (1999)

http://www.imdb.com/title/tt0120891/

Die Vereinigten Staaten im Wilden Westen von 1869: Die beiden Regierungsagenten James West (Will Smith) und Artemus Gordon (Kevin Kline) werden vom US-Präsidenten damit beauftragt das mysteriöse Verschwinden von Amerikas Top-Wissenschaftlern aufzuklären. Gemeinsam mit dem Lokführer Coleman (M. Emmet Walsh) und der unbekannten Schönheit Rita Escobar (Salma Hayek) fahren sie auf der Suche nach den Vermissten in einem Spezial-Zug durch die Prärie. Es dauert nicht lange, bis sie auf den Drahtzieher der Entführungen stoßen: Der wahnsinnige Millionär Dr. Arliss Loveless (Kenneth Branagh). Der verrückte Erfinder, der durch eine Kriegsverletzung an einen dampbetriebenen Rollstuhl gefesselt ist, plant mit seinen futuristischen Waffen die USA zu zerstören und das Land anschließend unter den ehemaligen Kolonialmächten aufzuteilen. Nur James und Artemus können den Exzentriker jetzt noch aufhalten...

Diesen Film beschreibt eine Phrase nahezu perfekt: unterhaltsamer Quatsch und absolut fiktiv. Aber Science-Fiction plus Western? Geht das überhaupt? Natürlich und in gewisser Weise funktioniert er auch ganz gut. Und für das Jahr 1999 war dieser Blockbuster zudem noch eine gute Hausnummer. Will Smith durfte wie schon bei "Men In Black" einen Song intonieren, hatte zudem den genialen Co-Part zu Kevin Kline. Beide als Anti-Partner in diesem Halb-Fisch-halb-Fleisch-Buddy-Movie haben durch ihre eigenen Fähigkeiten die gewisse Würze hinein gebracht. Da nahm sich damals ein Will Smith auch noch nicht so wichtig. Die Handlung wird nicht langweilig, das Erzähltempo ist genau richtig bei dem Film, das Effektgewitter mit der steampunkigen Riesenspinne ist auch komplett auf einem vertretbaren Niveau gehalten. Auch die Kulissen - und gerade bei der Garderobe für die Verkleidungen von Kevin Kline - wurde noch Detailverliebt gearbeitet. Salma Hayek und Dr. Loveless (Kenneth Brannagh) Damen waren dagegen nur zum Aufhübschen gedacht. Einige zotige und flache Witze passen nicht so ganz ins Konzept, sind aber verzeihlich. Ja, "Wild Wild West" ist auch in gewisser Weise Trash, die uns Herr Barry Sonnenfeld da vorsetzt, aber er unterhält. Und er unterhält immer wieder, weil er lustig, actionreich, übertrieben und irgendwie einfach cool ist, was vor allem der guten Chemie zwischen beiden Hauptdarstellern zu verdanken ist.

7/10