Sonntag, 8. Januar 2017

The Tournament (2009)

http://www.imdb.com/title/tt0471041/

Alle sieben Jahre hält ein geheimer Austragungsort als Schauplatz für einen besonderen Wettbewerb her: 30 der abgebrühtesten Profikiller treffen bei einem gnadenlosen Shoot-out aufeinander. Bei dem Turnier gibt es lediglich eine Regel: Töte oder werde getötet! Wer es schafft, nach 24 Stunden als Einziger zu überleben, den erwarten zehn Millionen Dollar Preisgeld. Organisiert wird das illegale Spektakel, das diesmal im britischen Middlesbrough stattfindet, von dem skrupellosen Geschäftsmann Powers (Liam Cunningham), der die Action per Dauer-Live-Schaltung aus allen Winkeln der Stadt direkt an seine Spieltische überträgt, an denen eine Handvoll Verrückter aus der ganzen Welt Millionenbeträge auf den Sieger setzt.

Scott Manns zweiter abendfüllender Film "The Tournament" erfreut keineswegs durch Logik, eine tiefgründige oder gar ausgearbeitete Story oder bemerkenswert hintergründige Charakterzeichnung, als  viel mehr durch eine sehr straighte, kugelhagelige, extrem blutige und damit auch verdammt kurzweilige Inszenierung. Die mit implantierten Überwachungschips versehenen 30 Auftragskiller die sich hier durch ein "Big Brother"/"Battle Royale"-Szenario kloppen, ballern, stechen und sprengen haben nur eines im Sinn: innerhalb von 24 Stunden den restlichen Mitspielerkillern das Lebenslicht auszuknipsen und die ausgelobten 10 Millionen Dollar abzugreifen, während eine Gruppe reicher und gelangweilter Geldsäcke alles auf Großleinwand verfolgt und hohe Wetten auf den Sieger abschließt.

Ja, die Story des Films ist mehr als dünn, doch dafür bittet der Film alles, was Fans reinrassiger Actionfilme die Freudentränen ins Gesicht schießen lässt: gut choreographierte Kämpfe, durchtrainierte Körper und markige One-Liner bilden das Gerüst für dieses Actionspektakel und mit Ving Rhames spielt sogar ein wahrlich bekannter Name. Er spielt den letztmaligen Gewinner der Show, der nebenbei noch herausfinden möchte wer denn seine schwangere Frau umgebracht hat. Dabei ist noch Robert Carlyle als saufender, kaputter Pfaffe, der ungewollt einen der Chips schluckt und der durchgeknallte Psycho Miles Slater, gespielt von Ian Somerhalder, der sichtlich Spaßam wahllosen Töten  hat und von "Lost" oder "ehemals Model" nicht mehr viel erkennen läßt. "The Tournament" lebt natürlich von seinen vielen unterschiedlichen Kämpfern und hier bietet der Film zwar neben Rahmes kaum bekannte Namen, aber dafür einen Haufen Darsteller, die wissen wie man kämpft. So schaffen es die eher unbekannten Gesichter, dass der Film dennoch glaubwürdig bleibt und der Zuschauer sich auf Basis der Kämpfe auch für die Filmfiguren interessiert.

Hier und da machen sich in "The Tournament" zwar Plotholes und Logikfehler bemerkbar, dafür rockt der Film wie Sau. Von Anfang an geht es hier richtig heftig zur Sache, es werden keine Gefangenen gemacht und gekillt als gäbe es kein Morgen. "The Tournament" ist einfach fetzige Action und mit sehr guten Effekten garniertes B-Adrenalinkino mit viel "Käse", ohne Sinn und Verstand belegt, mit leider etwas zu wenig griffigen Onelinern bestückt, insgesamt aber sehr zufriedenstellend.

7/10

Von ASCOT Elite in Zusammenarbeit mit dem österreichischem Laben NSM Records kam der Film ungeschnitten und in HD auch im limitierten Mediabook. Leider schon längst Out Of Print und nur noch schwer zu bekommen: