Freitag, 23. Dezember 2016

Friday The 13th Part VIII: Jason Takes Manhattan - Freitag, der 13. Teil 8: Todesfalle Manhattan (1989)

http://www.imdb.com/title/tt0097388/

Jason (Kane Hodder) ist zurück! Wieder einmal durch eine Unachtsamkeit zum Leben erweckt: Der Anker eines Schiffes zerreißt ein Stromkabel, das am Boden des Crystal Lakes lag, und Jason durch einen Stromstoß wieder zum Leben erweckt. Jason macht sich auf die Suche nach neuen Opfern und findet am nächsten Tag ein Schiff, das sich nach Manhattan aufmacht. An Bord befindet sich eine Schulklasse mitsamt Lehrpersonal. Schließlich bemerkt die Nichte des Lehrers, Rennie (Jensen Daggett), dass sich merkwürdige Dinge auf dem Schiff zutragen. Gemeinsam mit ihrem Freund Sean (Scott Reeves) suchen sie den Kapitän (Warren Munson) auf, der jedoch schon tot ist. Sie trommeln die anderen zusammen und machen sich auf die Suche nach dem unbekannten Mörder, gegen den sie jedoch nur schwer etwas ausrichten können.

Auch ein Jason Voorhees muss mal die Ufer des Crystal Lakes verlassen und sich die Welt ansehen. Und genau das tut er auch in "Freitag der 13th: Todesfalle Manhattan". Also schmuggelt sich der liebe Jason mit auf ein Schiff, das sich in Richtung Manhattan bewegt. Zu seiner Freude wimmelt es auf dem Schiff nur so von nervigen Teenagern, denen er dann auch schon bald an die Kehle geht. So weit so gut, aber genau hier liegt das Problem vom achten "Friday The 13th". Es wird zu viel Zeit auf diesem Schiff verplempert. Bis Jason endlich durch Manhattan stampfen darf, ist schon fast die Hälfte des Films vorbei. Erst nachdem die letzten Überlebenden New York erreicht haben, fängt der Streifen an Spaß zu machen. Hier gewinnt der Unterhaltungsfaktor auch richtig an Fahrt und sorgt für nette Gags und Kills. Dagegen war die erst Hälfte auf dem Schiff dass reinste Schnarchkonzert.

Man merkt „Freitag der 13th Part VIII-Todesfalle Manhattan“ schon an, dass die verantwortlichen Produzenten wieder frischen Wind in die Reihe bringen wollten. Das wäre ihnen auch fast gelungen, hätte man den Streifen nicht mit den falschen Händen angepackt. Regisseur und Autor Rob Hedden verlässt sich viel zu sehr auf sein Setting und seinen inzwischen unantastbaren Killer, vernachlässigt im Gegenzug deutlich die Effektivität dieser Elemente. Wie am Schnürchen gezogen steigt der Bodycount, aber Spannung, Witz oder zumindest deftiges Inszenierungsgeschick lässt er vermissen. Da es sich hier bereits um die 8. Runde im sich ewig wiederholenden Freitag-Marathon handelt wäre ja zumindest anzunehmen, dass sich Hedden gewisser Stärken der Serie bedient und erkenntliche Schwächen vermeidet. Das 80er Jahre Feeling wirkt aufgesetzt/peinlich, ebenso wie die Idee den vermoderten Jason als materialisiertes Kindheitstrauma einer Nichtschwimmerin zu personifizieren. Schade, der Setting-Wechsel vom Crystal-See auf hoher See und ins urbane Slasher-Klima wird kaum ausgenutzt. Mit einen kompetenteren Regisseur, mehr Blut und Ironie wäre der Streifen vielleicht richtig gut geworden aber immerhin bietet er einige der ikonischsten Szenen der Reihe.

5/10

Von Eightyfour Entertainment kommt der Film auch im wattierten und limitierten Mediabook als 3-Disc Special Edition. Komplett ungeschnitten und in HD.