Samstag, 12. November 2016

Ultraviolet (2006)

http://www.imdb.com/title/tt0370032/

Im späten 21. Jahrhundert taucht ein Virus auf, der die Menschheit genetisch mutieren lässt. Alle Infizierten werden zu einer Art Vampir. Sie sind stärker, schneller und intelligenter als gewöhnliche Menschen. Und weil die "normalen" Menschen in Ihnen eine Bedrohung sehen, geht die Regierung massiv gegen diese vor. Es bricht ein weltweiter Bürgerkrieg aus. Inmitten dieses Konfliktes versucht eine infizierte Frau, Violet (Milla Jovovich), das Leben des neun Jahre alten Six (Cameron Bright) zu retten. In seinen Adern fließt Blut, mit dem alle Vampire getötet werden können. Weil sich Violet weigert, ihn zu töten, macht sie sich ihre eigenen Leute zu Feinden. Nur der Forscher Garth (William Fichtner) versucht, ihr bei der Entschlüsselung des Rätsels um Six zu helfen und die perfiden Pläne des Vizekardinals Dexus (Nick Chinlund) zu durchkreuzen, der das Gleichgewicht zwischen Menschen und Vampiren für immer kippen will...

"Ultraviolet" verspricht so viel, hält einen guten (und dazu nett anzusehenden) Star bereit und spielt mit einer Mischung aus Videospielästhetik und Realwelt. Und das wars auch schon. Die merkwürdige rudimentäre Story mit Figuren, deren Charakterisierung keinen Millimeter über ihre Drehbuchfunktion hinausgeht, gespielt von Schauspielern, die auch nicht wissen, was sie da eigentlich verloren haben. Den Rest gibt dem Film die Marotte der offensichtlich sehr bequemen Drehbuchautoren, die Heldin, Ultraviolet, ständig in scheinbar ausweglose Situationen zu bringen, die sie aber deswegen überlebt, weil sie in der Lage ist, alle möglichen und unmöglichen Gegenstände hervorzuzaubern und sich dazu noch so schnell zu bewegen, dass The Flash oder Quicksilver blass werden würden. Das wieso und warum wird, wie vieles andere, natürlich nicht erklärt und abgetan nach dem Motto "Ist halt Science-Fiction".

Unterm Strich bleiben magere 4 Punkte dafür, dass der Film einen eigenen Stil hat, wenn der auch leider darin besteht, dass der Film meistens in extrem weichgezeichnete und dazu potthässliche Blautöne, manchmal auch in nicht ganz so furchtbare Rottöne getaucht ist, die Grundsympathie gegenüber Miss Jovovich, einige tatsächliche coole Actioneinlagen und mein persönliches Faible für weibliche Actionhelden. Gerade bei letzterem sollte man ja für (fast) jeden Beitrag dankbar sein sollte - sogar für eine verfilmte Arbeitsverweigerung wie diese hier.

4/10