Sonntag, 20. November 2016

Space Jam (1996)

http://www.imdb.com/title/tt0117705/

Der böse Mr. Swackhammer (Stimme: Danny DeVito) benötigt dringend neue Attraktionen für seinen Vergnügungspark auf dem Planeten Moron Mountain. Er schickt fünf kleine Aliens ins Looney Tune Land, um die Looney Tunes zu kidnappen und als neues Highlight in die ferne Galaxie zu verfrachten. Siegesgewiss kann Bugs Bunny (Stimme: Billy West) die Wesen überreden, die Angelegenheit auf dem Basketballfeld zu klären. Doch die Aliens bemächtigen sich sogleich des Talents von fünf NBA-Stars und verwandeln sich in riesige Monster. Nun kann nur noch einer die Looney Tunes davor bewahren, zur Rummelattraktion zu verkommen. Verzweifelt ziehen sie den ehemaligen Basketball-Superstar Michael Jordan in ihre Comicwelt und überreden ihn, sie zu coachen. Nach einigem Zögern sagt er zu und bereitet sich mit seinen neuen Freunden auf das Spiel ihres Lebens vor...

Vermischt man Trickfilm- und Realfilmelemente kommt eigentlich immer etwas zumindest Interessantes dabei heraus. Das war schon bei dem 8 Jahre vor "Space Jam" erschienenen und famosen "Falsches Spiel mit Roger Rabbit" so. Das in "Space Jam" dazu noch ein Basketballstar namens Michael 'Air' Jordan von der Partie ist, macht dann den Film um einiges interessanter. Der Film entstand zu einer Zeit, in der Jordan für viele ein Vorbild war. Das Logo der Chicago Bulls, seinem Verein, fand sich auf jedem Cap, auf jedem Shirt wieder und die Ermordung seines Vaters schockierte ebenso wie sein Entschluss vom Basketball-Sport zurück zu treten. Was ihn damals geritten hat, weiss wohl nur er selbst. Jedenfalls war Jordan für eine Saison bei den Birmingham Barons, einem Minor League Baseball-Team der Chicago White Sox. Dieses Zwischenspiel, bevor Jordan wieder Basketballprofi wurde, nahm sich Warner Bros. als Hintergrundgeschichte für "Space Jam". Hier dichtet man dem legendären 'Air' Jordan an, das er zusammen mit Bugs Bunny und einigen weiteren bekannten Looney Tunes gegen böse Außerirdische Basketball spielen muss. Die Aliens bedienen sich der Fähigkeiten einiger seiner ehemaligen "Dreamteam"-Kollegen (die hier auch Gastauftritte haben und sich selbst spielen) und mutieren dann zu mega-mäßigen Spielern.


Man kann nun die Looney Tunes mögen oder nicht. Vielen sind die Gags und Späße von Bugs Bunny, Duffy Duck und Wile E. Coyote zu überdreht - und wenn man ganz ehrlich ist, dann ist es ja auch so. Man muss diese Art von kindischen Humor eben mögen. Und Jordan kann ebenso wenig schauspielern wie Baseball spielen. Soviel ist gewiss. Für sämtliche anderen Basketballstars gilt dasselbe. Bei den realen Darstellern sorgen Wayne Knight und Bill Murray für die richtige Unterhaltung. Ansonsten baut der Film auf den Witz der Looney Tunes. Und das macht er ganz fantastisch. Der Slapstick und der Anarchowitz der bekannten Figuren schwappt auch in ihrem Spielfilmdebüt auf mich als Zuschauer über. Sylvester, Duffy Duck, Yosemite Sam, Road Runner machen den Film zum Hit. Sogar Reminiszenzen an die gegenwärtige Popularkultur fehlen nicht (z.B. "Pulp Fiction"). Erwähnenswert ist auch der eingängige Soundtrack. Hierzu trugen neben Technotronic, Coolio oder Barry White vor allem Seal ("Fly Like An Eagle") und R.Kelly ("I Believe I Can Fly") einprägsame Songs bei. Letzter wurde durch seinen Soundtrack-Beitrag damals zum Star. 


Und wenn man dann noch das Gehirn auf Durchzug stellt und sich an der charmanten Inszenierung erfreuen kann, dann hat man hier durchaus kurzweiligen Spass.

6,5/10

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