Dienstag, 1. November 2016

Hostel: Part III - Hostel 3 (2011)

http://www.imdb.com/title/tt1255916/

Ein paar Tage vor seiner Hochzeit mit Amy (Kelly Thiebaud) geht Scott (Brian Hallisay) zu einer Junggesellenparty in Las Vegas mit seiner Freunden Mike (Skyler Stone), Justin (John Hensley) und Carter (Kip Pardue). In einem Strip-Club treffen sie die Eskort-Damen Nikki (Zulay Henao) und Angela (Evelina Oboza), die die vier Freunde zu einer Party in den Randbezirken von Vegas einladen. Am nächsten Morgen bemerken die Freunde, dass Mike fehlt. Etwas später finden sie heraus, dass Nikki auch verschwunden ist, und so machen Scott, Justin und Mike mit Angela auf, die Beiden zu suchen. Dabei werden sie von einer Gruppe Männer entführt und müssen bemerken, dass sie den Mitgliedern eines sogenannten Elite Hunting Clubs zur Verfügung gestellt werden, deren Bedürfnis es ist, ihren sadistischen Fantasien freien Lauf zu lassen...

Am Anfang ist man, zugegebenermaßen, wirklich sehr positiv überrascht. In den ersten 5 Minuten wird sehr geschickt mit den Erwartungen des Zuschauers gespielt, sodass man denkt und hofft: ja, das könnte was werden. Und dieses Spiel mit den Erwartungen wird im späteren Verlauf sogar noch ein- oder zweimal wiederholt, was auch noch ganz gut gemacht ist, aber dann...

An und für sich ist es ja keine schlechte Idee, die ganze Geschichte mal ein wenig neu zu erzählen, vor allem da "Hostel: Part II" quasi ein Remake des Erstlings - nur eben mit Frauen - gewesen ist und man dort noch mehr über die Vorgehensweise der Organisation erfahren hat. Aber das Setting nach Las Vegas verlegen und die Storyline von "The Hangover" dann noch durch den Torture-Porn-Reißwolf ziehen? Das sorgt vielleicht anfänglich für etwas frischen Wind, dennoch bleibt der Film hinter den Erstlingen zurück. Die Story ist nicht besonders spannend und die Kills wirken weniger schockierend und teilweise sogar billig. Gerade an Realismus hat man hier eine Menge eingebüßt. Natürlich ist Realismus hier vielleicht nicht das richtige Wort und auch wenn es etwas abstrus und auch krank herüberkommen mag, so kann mich sich doch zumindest in die Story aus den beiden Vorgängern hineinversetzen und sich vorstellen, dass es dies irgendwo sogar geben könnte - auch wenn man am liebsten gar nicht darüber nachdenken will.

Das ganze dann aber als Vegas-Show verpackt? Das passt gar nicht. Das man in diesem reichlich seltsam anmutenden Konstrukt dann aber auch noch keine Meisterleistungen der Darsteller erwarten konnte, wird wohl spätestens damit jedem klar gewesen sein. Die Riege der Darsteller bewegen sich nun mal im Rahmen ihrer Möglichkeiten, die das Drehbuch eben vorgegeben hat. Nichtsdestotrotz wirkt alles, auch wenn einige Szenen in bester "Hostel"-Manier daherkommen, an vielen Stellen einfach nur sehr belanglos. Alles in allem bekommt man in der Endabrechnung ein paar nette kleine Überraschungen geboten, die für mehr hätten stehen können, es im Endeffekt jedoch nicht taten. Schade eigentlich. Dem dritten Teil der Reihe fehlt unterm Strich aber vor allem einfach das dreckige, düstere Setting der beiden Vorgänger. Eine wirklich unnötige Fortsetzung. 

4,5/10